Todesriff

Mukiwara Sumiyaka

Todesriff

Beitragvon Mukiwara Sumiyaka » Sa 1. Mai 2010, 15:16

CF: südliche Küste von Hi no Kuni



Es war ein eher hektischer Aufbruch aus Hi no Kuni, als die Gruppe Reisender das gestohlene Schiff betraten und ablegten. Zu Beginn wuselten die meißten noch unkontrolliert auf dem Deck hin und her, bis ein bärbeißiger alter Mann lauthals über die Köpfe aller hinweg rief, "jetzt holtet mal die Klappe, ihr Landradden. Wir ham ablandigen Wind un müssen uns jetz ma rann halten, damit ma nich auf See verscholln jehn!" Und damit feierte Moudi Mad Eye seinen Einstand. Der schlacksige Mann, der auf einem Holzbein daher humpelte war Sumiyaka bereits zuvor schon aufgefallen und gleich zu Beginn ihrer Reise hatte er ihr durchaus Sorgen bereitet, dass er so vergrüppelt wie er wirkte, nicht mit ihnen Schritt halten könne. Doch schon bald hatte sich heraus gestellt, dass diese Sorge mehr als unbegründet war. Moudi war ein durchtriebener Fuchs, dessen körperliche Fittness noch mit jedem Anderen auf diesem Schiff mithalten konnte. Lediglich sein Hang zum Alkohol hatte ihm dereinst in Kaminari no Kuni den Ruf als bester Captain und Schiffahrer abspänstig gemacht.

Dies fand Sumiyaka sehr bald heraus, als sie sich mit Moudi eine Weile unterhalten hatte. Moudi selbst rief zwischendurch immer wieder Kommandos, wie die neue Besatzung des Schiffes zu funktionieren hatte. So scheuchte er einen Jungen im frühen Teenageralter immer wieder den Hauptmast hinauf. Er selbst stand achtern und steuerte das Schiff. Während die ehemalige Anbu mit dem neuen Schiffskapitän sprach, versuchte sie nicht zu sehr auf das wirr umher zuckende Glasauge des alten Mannes zu starren, das in der Augenhöle seines rechten Auges saß. Auch das ständige ziehen an einer stinkigen Zigarre versuchte sie zu übergehen. "Auch wenn er sich damit seine Lungen völlig kaputt macht", ging es der Medic aus Leidenschaft durch den Kopf, "scheint er ein ausgezeichneter Captain zu sein und das ist es, was gerade zählt. Seine Gesundheit geht mich erst etwas an, wenn sie ruiniert ist." Deshalb instruierte sie ihn darüber, welche Richtung sie vorerst einzuschlagen hatten.

Erst als sie Haha Island fast erreichten, erläuterte Sumiyaka Moudi, dass ihr eigentliches Ziel Kamikakushi wäre und wie es ihm gelingen würde, das gefährliche Riff um diese Insel zu durchsteuern. Freudig über diese Herausforderung leitete Moudi alles Nötige in die Wege, um lebend durch das Todesriff zu kommen - denn es würde nur einen Weg geben, um dieses passieren zu können. Nur eine Chance, den schmalen Pfad zur Insel zu passieren.

Sumiyaka überließ nun ihren Gefährten, sie sicher an Land zu bringen und wandte sich Mika zu, die noch mit scheinbar leerem Blick aufs Meer hinaus schaute. In der Ferne waren bereits die düsteren Umrisse Kamikakushis zu sehen. Ruhigen Schrittes trat die Medic an ihre Freundin heran und bot ihr ihre Flasche Wasser an - verstört oder nicht, auch Mika musste regelmäßig trinken. "Wir sind bald da", sprach sie freundlich zu der Jinchuuriki. Auch wenn sie eigentlich keine Antwort erwartete, hoffte sie, dass dieser die Nähe von Freunden über den Schock hinweg helfen würde, "dort werden wir sicher sein. Mach dir keine Sorgen."


TBC: See am Wasserfall

Mika

Re: Todesriff

Beitragvon Mika » Sa 1. Mai 2010, 15:47

Mika wusste nichts mehr. In ihr war eine kalte Leere, die sie bis dato noch nicht kannte. Nicht einmal als sie in Kumo Mutterseelen allein auf sich gestellt war. Sie wusste nicht wo sie war, es war auch nicht wichtig. Das Aya bei ihr war wusste sie allerdings sehr wohl. Mika fühlte sich schwach und leer. Was war wichtig? Was nicht? Was bedeutet Leben? Was macht es aus? All diese Fragend hatte sie sich gestellt. Aber es war zeitverschwendung, sie fand in ihren Gedanken nur kalte Stille. Nachts wachte sie schweiß gebadet auf, geweckt von den Schreien der Menschen. Sie hatte schreckliches gesehen. Dinge die ihr Verstand nicht verarbeiten konnte, nicht wollte. Diese Schreie von schwer verletzten, sterbenden und verzweifelten Menschen waren furchtbar. Viel schlimmer jedoch war eine Gedanken Sequenz die wie eine Endlosschleife immer wieder in ihrem Kopf ablief. Niwa erschien in der Leere mit seinem typischen lässigen Grinsen. Aber immer in dem Moment in dem sie nach ihn greifen wollte, riss sie jemand weg und alles färbte sich abermals rot und verwandelte sich in eine Hölle, der Boden war eine Suppe aus Blut und Lava. Aya hielt Mika eine Wasserflasche hin und sprach zu ihr. Ton und Emotionslos nahm sie die Flasche und trank einen kleinen Schluck. Wir sind bald da? Aber wo werden wir sein? Zu Hause? Nein..., wir haben keins. Warum gehen wir zu diesem Ort? Einige Gedanken huschten unkontrolliert und durcheinander durch ihren Kopf bevor sie sich entschloss, lieber wieder in der kalten Stillen langsam gut vertrauten Stille zu verweilen.


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