Sumi's Apartment

Ein gemeinschaftliches Leben der Bewohner und Shinobis im Wohnviertel Konohagakures.
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Aneko Kamizuru
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Re: Sumi's Apartment

Beitragvon Aneko Kamizuru » So 21. Jun 2015, 21:51

--> Waisenhaus

Es dauerte nur wenige Minuten, dann war ich in der Straße angekommen, in der Sumi wohnte. Mit dem Blick suchte ich nach dem ANBU, den ich beauftragt hatte, aber ich wurde erst auf ihn aufmerksam als er die Hand hob. Er lehnte in zivilen Klamotten an einer Hauswand. Seine zuvor ordentlich drapierten Haare waren nun kunstvoll chaotisch angeordnet, an seinem Ohr glänzten ein paar Piercings und sein Hemd hatte er aufgeknüpft, sodass man darunter seinen Sixpack und den Ausläufer eines Drachentattoos sehen konnte. Ja, der hätte Sumi wohl gefallen. Allerdings würde es nicht mehr so weit kommen. Ich überbrückte die letzten Meter zu dem ANBU. „Na, was gibt es Neues?“ Nightshade hat noch eine Weile versucht, wieder in die Wohnung gelassen zu werden, aber das Mädchen hat abgesperrt und ihn zum Teufel geschickt. Sie dröhnt sich mit Musik zu und sitzt mit einer Flasche Sake und 3 leeren neben sich in einer Ecke ihres Zimmers.“, gab er mir einen ausführlicheren Lagebericht. „Der Alkohol hat sie ziemlich im Griff, aber sie ist noch nicht ganz wehrlos.“ Ich nickte und blickte zu der entsprechenden Etage des Gebäudes. „Okay, dann werde ich ihr einen Besuch abstatten.“, beschloss ich nach einem Moment des Nachdenkens. Natürlich konnte ich den wesentlich erfahreneren ANBU neben mir losschicken um den Auftrag zu erledigen, aber so hatte Yuu sich das sicher nicht vorgestellt. Den Schritt musste ich selbst gehen. „Weitere Anweisungen für mich?“, kam es von dem Mann neben mir. Kurz blickte ich in seine jadegrünen Augen. „Unauffällig hier herumstehen und mir Bescheid geben, wenn Nightshade oder ein anderer ANBU sich der Wohnung nähert. Wenn ich dann rausgehe hast du aus meiner Sicht auch Feierabend.“, instruierte ich ihn in das weitere Vorgehen.
Mit einem letzten Blick auf die Fensterreihe überquerte ich die Straße und betrat das Wohnhaus, wobei mir eine unsauber geschlossene Eingangstür zu Gute kam. Im Gebäude selbst musste ich mich dann erst sortieren. Zuerst nahm ich den Fahrstuhl in Beschlag, stellte aber ziemlich schnell fest, dass dieser nur mit einem speziellen Schlüssel ins sechste Stockwerk fuhr, wo Sumi den Akten nach wohnte. Also entschied ich mich für die Treppen nach oben, die für mich auch keine Herausforderung darstellten. Mein Blick glitt dabei auf die Uhr – ich hatte noch ein etwas mehr als eine Stunde Zeit bis zum vereinbarten Training im Hauptquartier. Durch das Treppenhaus kam ich direkt in einen leeren Gang. Schnell checkte ich die Lage durch. Die Tür neben mir führte wohl zum Aufzug, aber das aus dieser Richtung jemand auftauchte war recht unwahrscheinlich. An den Stirnseiten des Ganges gab es je eine Tür und meine Ohren verrieten mir, das Sumis die Rechte war. Das sich der linke Nachbar nicht vor ihrer Tür aufbaute und sie beschimpfte, die Musik leiser zu drehen, konnte auf seine Abwesenheit oder Taubheit hindeuten. Ich trat an ihre Tür heran und holte einmal tief Luft. Jetzt hieß es einen kühlen Kopf zu bewahren. Meine Aufgabe war es Sumi so zu töten, dass der Verdacht auf nicht auf mich beziehungsweise das Dorf fiel. Ideal wäre es, wenn gar keiner im Verdacht stünde. In mir war eine Idee herangereift seit ich von Sherizas Tod gehört hatte – ich konnte versuchen Sumis Tod wie einen Selbstmord aus Verzweiflung oder Trauer dastehen zu lassen. Natürlich hatte Sumi immer auf hart gemacht, aber man hatte unterschwellig gemerkt, das Sheriza ihr wichtig war. Sie würde das wohl leugnen, aber ihr aktuelles Verhalten deutete extrem darauf hin, und das würde ich jetzt nutzen. Ich hob die Hand und hämmerte regelrecht gegen die Wohnungstür. „Sumi?! Aneko hier. Lass mich rein, wir müssen reden!“, versuchte ich gegen die Musik anzukommen, während ich beiläufig die Türklinke nach unten drückte. Natürlich war abgesperrt. Anderweitig wäre Sumi Nightshade kaum losgeworden. Ich wartete eine Weile, aber Sumi schien mich nicht gehört zu haben. Also ging ich in die Hocke und betrachtete das Schloss genauer – das sollte gehen. Der Vorteil des obersten Stockwerks war, das hier recht selten Leute vorbei kamen, trotzdem sollte ich mich beeilen. Ich zog ein Drahtende aus meiner Tasche und stocherte in der Öffnung herum. Auch wenn ich schon ein wenig aus der Übung war bemerkte ich ziemlich bald die Stellen, an welchen ich ansetzen musste und schließlich ließ sich die Tür mittels dem Goten Heshi öffnen - und dabei hatte mein Einbruch von außen nicht einmal Spuren hinterlassen.
Schnell trat ich ein und schloss die Tür hinter mir wieder ab. Die Musik hämmerte in meinen Ohren und übertönte jedes meiner Geräusche. Vorsichtig ging ich durch die Wohnung und achtete dabei genau darauf, nicht gleich von Sumi entdeckt zu werden. Tatsächlich war der große Wohn-Schlafraum, den ich zuerst betrat, vollkommen leer. Ich nutzte die günstige Gelegenheit, mich ein wenig umzusehen. Von welchen Selbstmordarten hatte ich schon gehört. Erhängen – das war das erste, was mir bei der Deckengestaltung einfiel. Überall zogen sich Leitungen oder Stahlelemente an den Wänden entlang. Allerdings würde ich damit meine Probleme haben. Zum einen war Sumi ein wenig größer und demnach auch schwerer als ich. Vermutlich könnte ich sie heben, aber sie würde ihren Hals kaum freiwillig in eine Schlaufe bewegen, zumindest wäre das reichlich blöd. Tablettencocktail, das hatte meine Mutter einmal bei meinem Bruder versuchen wollen, wurde jedoch von unserer Haushälterin ertappt. Ich warf einen Blick in Sumis Nachtkästchen – eine kleine Dose mit Schlaftabletten. Das würde nicht ausreichen und selbst wenn würde es ewig dauern. Die dritte Variante, die mir in den Sinn kam, beinhaltete einen Schnitt über die Pulsadern. Ich hörte das Klirren einer Flasche aus der anderen Ecke der Wohnung und schloss schnell den Schub. Entscheidung getroffen. Mit zwei Schritten überbrückte ich den Weg zu der Lärmmaschine der Wohnung und regelte die Lautstärke etwas runter. „Sumi?“, fragte ich laut, auch wenn ich mir mittlerweile denken konnte wo sie saß. Einen Moment der Stille, dann klirrte eine weitere Glasflasche und zerplatzte in tausende Splitter. Oder ich ließ es wie einen Unfall aussehen… Ich bückte mich nach zwei weiteren Flaschen, welche die Chunin ja überall verteilt hatte, wobei eine nur halbleer war. So bewaffnet atmete ich tief runter und versteckte mich irgendwo tief in mir drin. Das war die beste Möglichkeit, den Auftrag zu erfüllen. Wie genau Sumi starb konnte mir und ihr egal sein, solange kein Verdacht auf das Dorf fiel. Ich spürte, wie sich ein Zittern in meinen Händen auszubreiten drohte und die Bienen in meinen Kopf immer lauter wurden aber ich befahl mir selbst ruhig zu bleiben. Das funktionierte eher mäßig, aber als ich um die Ecke herum und damit in Sumis Sichtfeld trat, hatte ich eine absolut kalte Miene aufgesetzt. „Wie… was macht du hier?“, brachte die Origami mühsam heraus, während sie sich an dem kleinen Esstisch der Sitzecke festklammerte. Zwischen und lagen die Scherben der ersten Flasche. „Das Ziffernprojekt wie du es kennst ist vorbei.“, meinte ich knapp und betrachtete die junge Frau. Ich war froh darum, nicht viel mit ihr erlebt zu haben, denn dann würde mir das hier noch viel schwerer fallen. „Du wurdest aussortiert.“ Es schien einen Moment zu sacken zu müssen, dann spiegelte sich Wut auf ihrem Gesicht wieder. „Ich wurde als Einzige übernommen.“ Das schien sie regelrecht in die Luft gehen zu lassen. Die selbstverliebte Sumi konnte es nicht fassen, dass ein kleines Mädchen im kanarienvogelgelben Jogginganzug besser als ANBU geeignet war als sie, die großartige Origami. Sie zischte irgendetwas Unverständliches und machte den Fehler zu mir rüber kommen zu wollen. Sie ließ den Tisch los, der in ihrem Rausch, die Einzige Stabile gewesen war und ging zwei Schritte vorwärts. Barfuß wie sie war traf sie zielsicher eine der Scherben und ließ einen Schrei los. Ich ließ mir keine Zeit, darüber nachzudenken. Als sie den Fuß reflexartig vom Boden weg riss, torkelte sie noch wesentlich bedrohlicher. Ich warf ihr die teilweise gefüllte Flasche gegen das neue Standbein, was sie vollkommen nach vorne kippen ließ. Die andere Flasche warf ich direkt in ihrer Landebahn auf den Boden, was erneut hunderte von Splittern und Scherben bedeutete, die sie frontal trafen. Der dünne Jogginganzug, den sie um diese Zeit trug, bot ihr keinen Schutz. Der Aufprall auf dem Boden kostete sie das Bewusstsein und die zahlreichen Scherben hatten sehr viele Schnittwunden verursacht. Manche färbten sich lediglich rot, aber drei große Schnitte bluteten, als wären große Adern getroffen worden. Einmal die Scherbe an ihrem Fuß, in die sie hineingetreten war. Direkt daneben hatte sich eine spitze Scherbe in ihr Knöchelgelenk gebohrt, verschloss die Wunde jedoch nicht mehr ganz und das Blut strömte mit jedem Herzschlag heraus. Die schlimmste Wunde jedoch hatte sie durch einen recht klein wirkenden Schnitt an der Seite des Halses. Ich trat einige Schritte zurück, um keine Spuren des Blutes an mir zu haben, das den Boden der kleinen Essecke immer weiter füllte. Mechanisch ließ ich meinen Blick über den sterbenden Körper schweifen. Die Wunden, die sie nur dank meiner Beihilfe trug und die ihr Leben beenden würden. Eine Gänsehaut hatte sich über meinen gesamten Körper ausgebreitet und ich war nicht dazu im Stande den Blick von Sumi zu wenden. Das Bild schien sich in meinem Kopf festzusetzen. Ihre wirren Strähnen, die sich mit Blut vollsaugten und eine dunkelrote Farbe annahmen. Ihr Körper, der von Atemzug zu Atemzug immer bleicher wurde, bis auch dieses röchelnde Lebenszeichen verstummt war. Die Musik hallte im Hintergrund, während aus der selbstbewussten zickigen Frau ein blasses, totes Etwas wurde.
Mein Funkempfänger rauschte, aber zuerst reagierte ich nicht. „Ziffer 6. Bitte kommen? Ziffer 6, brauchen Sie Unterstützung da drin? Ziffer 6…“ Erst nach mehreren Sekunden begann mein Gehirn wieder zu arbeiten. Automatisiert griff ich zu dem kleinen Kästchen und drückte auf Antworten. „Ziffer 6 hört.“ „Status?“, kam es von dem ANBU, der noch immer vor dem Gebäude stand. „Befehl ausgeführt.“, antwortete ich mit leerer Stimme. „Ihr erster Auftrag dieser Art?“, fragte er nun ein wenig ruhiger. „Ja.“ „Suchen Sie sich einen Spiegel in der Wohnung und versuchen Sie, wieder eine normale Gesichtsfarbe zu bekommen. Dann verlassen sie die Wohnung wieder genauso, wie Sie sie vorgefunden haben und kehren Sie zum Hauptquartier zurück um den Befehl als erledigt zu melden.“, gab er mir Anweisungen. In diesem Moment fiel mir nicht einmal auf, das die Befehlskette eigentlich den umgekehrten Weg nehmen sollte. Ich war dankbar darum, dass er mich aus der Starre gelöst hatte und befolgte seine Anweisungen. Erst an der frischen Luft kehrte wieder Leben in mich zurück. Ein routinierter Blick auf die Uhr zeigte mir, dass ich seit 5 Minuten beim Training sein sollte und so verfiel ich ins Joggen. Das löste die restliche Anspannung aus meinem Körper, und trotzdem blieb Sumis Bild in meinem Kopf. Der Tod dieser Chunin war mein Werk… und würde es auch immer bleiben.

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