Haus der Familie Amell

Ein gemeinschaftliches Leben der Bewohner und Shinobis im Wohnviertel Konohagakures.
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Aniya Amell
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Haus der Familie Amell

Beitragvon Aniya Amell » Di 10. Feb 2015, 12:30

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Die Amells besitzen ein kleines Bungalow in der friedlichen und idyllischen Wohngegend von Konohagakure. Es ist klein, aber groß genug für eine dreiköpfige Familie mit Haustier. An dem Wohnraum grenzt ein kleiner Garten, in welchem Aniya ein eigenes kleines Beet mit Heilkräutern bepflanzt. Die Wohnung an sich ist schlicht gehalten und manchmal liegen in den Dielen und anderen Räumen Kauknochen oder Bällchen von Herkules rum.

Betritt man Aniyas Zimmer, wird einem wohl sofort die Unmengen an Büchern auffallen, die sie in zwei Regalen verstaut. Sie sind nach Fachwissen und Romanen sortiert, diese wieder in Unterkategorien, ähnlich wie in der Bibliothek. Ihre Sammlung an Erotikromanen füllt beinahe zwei Fächer und ist somit wohl von erschreckender, als auch beeindruckender Größe. Auch wird einem direkt ihre Berufung klar, hängt ein großes Poster über den anatomischen Aufbau des Menschen gut sichtbar an der Wand, daneben eine kleine Pinnwand mit Notizen und kindhaften Zeichnungen von diversen Leiden an bestimmten Organen. Ansonsten findet sich noch ein Einzelbett mit dutzenden von Kissen, eine Kommode für Kleidung und ein kleiner Schreibtisch in dem Zimmer. Ein großer Spiegel hängt neben dem anatomischen Bild.

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Re: Haus der Familie Amell

Beitragvon Aniya Amell » Di 10. Feb 2015, 15:31

CF: Hi no Kuni -> Konohagakure -> Straßen von Konohagakure

Der Heimweg verlängerte sich um einiges, als ursprünglich gedacht. Aniya kam am Markt vorbei, kaufte dort ein paar Früchte und andere Lebensmittel für den Haushalt. Sie traf auf die liebe Omi aus der Nachbarschaft und half dieser, ihre eigenen Einkäufe erst nach Hause zu bringen. Dann traf sie noch auf einen Bekannten, unterhielt sich ein wenig mit ihm, bis sie endlich bei sich daheim auf der Fußmatte stand. Die Braunhaarige trat ein und hört sogleich Herkules Pfötchen über den Holzboden kratzen. Hechelnd kam er aus der Küche geschossen, schaffte durch seine weichen Pfötchen auf dem glatten Boden allerdings nicht die Kurve und rutschte in den nächsten Raum weg. Während die Frau sich noch die Schuhe auszog, kam der kleine Corgi angeflitzt und sprang voller Freude um sie herum. Aniya lachte kurz und tätschelte Herkules den Kopf, was den kleinen Hund nur noch glücklicher machte. Mit weldendem Schwanz lief er neben ihr her ins Wohnzimmer. Ihre Mutter erhob kurz den Kopf von der Zeitung. Hallo Mäuschen. Aniya schaute sich in dem Raum um, warf einen kurzen Blick durch das große Fenster in den Garten zu ihren Ziehpflanzen. Herkules lief wieder zu seinem Körbchen neben dem Sofa. Paps ist arbeiten? Fragte sie nach und ihre Mutter nickte nur, wandte sich dann wieder der ausgeweiteten Zeitung zu. Extraschicht. Die Kids lernen heute Kunai werfen. Die Medic zog auf diese Antwort einen Mundwinkel in die Höhe. Bei ihrem ersten Kunai werfen hatten sich vier Kinder geschnitten. Ein ziemliches Desaster. Ich muss wen kontaktieren und gehe in mein Zimmer. Stör mich bitte nur, wenn es wirklich wichtig ist. Mhm. Kam es nur von ihrer Mutter und Aniya verzog sich. Sanft schloss sie die Tür zu ihrem Zimmer und atmete kurz durch. Es war ein wenig unordentlich. Fachmedizinische Bücher lagen auf ihrem Tisch, sowie ihrem Bett und so wie es aussah, hatte Herkules auch wieder in ihrem Wäschekorb nach Unterwäsche gewühlt. Aniya lehnte ihren Stab an ein Regal und begann erst mal die Sachen wieder ordnungsgemäß wegzuräumen. Sie ließ sich schnell von wichtigen Dingen ablenken, wenn es in ihrem Zimmer unordentlich war.

In vielen verschiedenen Farben stiegen leuchtende Kugeln aus der Finsternis in eben diese auf. Außer diese Lichter herrschte nichts als Dunkelheit an dem Ort, wenn man es tatsächlich so nennen konnte. Es war ein eigenartiger, dennoch schöner Anblick. Eine Lichtkugel von orangener Farbe löste sich aus dem Boden, erhob sich, als eine bleiche Hand an ihr entlang strich. Der Hand folgte ein Paar blutroter Augen, bis das Gesicht durch das Licht erkennbar wurde. Durch die Farbe wurde es orange getönt, doch sollte dem nicht lange so bleiben. Mit einer Geste ihrer Hand über der Kugel, zog sich ein mattes Grau durch das kräftiges Orange. Wie Fasern verschluckte die Farbe die andere, bis eben eine graue Kugel Richtung Decke empor stieg. Das Mädchen folgte ihr mit ihrem eisigen Blick und berührte währenddessen eine weitere Kugel, färbte sie ebenfalls gräulich. Bald schon stiegen von selbst graue Kugeln aus dem Nichts hervor und verschwanden darin wieder. Das Mädchen beobachtete das Phänomen aufmerksam.

Nach getaner Arbeit warf sich Aniya auf ihr Bett und zog aus ihrem Kimono die Funkverbindung zu Toshiro. Kurz betrachtete sie diese nachdenklich. Was sollte sie sagen, oder ihn fragen? Sie durfte nicht wie der letzte Trottel wirken, nicht wie vorhin. Je mehr sie sich Gedanken darüber machte, desto mehr wurde ihr klar, dass es momentan wohl kein guter Zeitpunkt wäre, um den Shinobi anzufunken. Sie brauchte einen klareren Kopf dafür.

Neben der Weißhaarigen trat eine neue Kugel aus dem Boden hervor und sie berührte diese sanft. Statt, dass diese bei den vorherigen Berührungen sich ebenfalls wieder grau färbte, nahm sie nun eine seichte, bläuliche Farbe an. Da war noch etwas anderes... Hauchte das merkwürdige Mädchen der Kugel entgegen und eine kleine, eisige Schicht bildete sich auf dieser ab. Sie ließ das Licht aufsteigen, bis es verschwand und widmete sich den anderen.

Aniya kam ein Gedanke. Sie hatte vor einigen Wochen eine neue Idee aufgeschrieben. Mit dieser könnte sie sich nun befassen, so würde ihr Kopf auch wieder klarer. Die Medic rutschte von ihrem Bett und zog darunter eine Kasten mit Bettwäsche hervor. Sie griff hinein, wühlte sich bis zum Boden durch, bis sie fand, wonach sie suchte. Mit zufriedenem Lächeln zog sie ein kleines Büchlein hervor. Es sah ein wenig älter und schon recht mitgenommen aus. Ihr Tagebuch. Aniya legte sich wieder auf ihre Bett und blätterte darin. Sie war sich nicht mehr sicher, wann sie es aufgeschrieben hatte und musste erst danach suchen.

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Re: Haus der Familie Amell

Beitragvon Aniya Amell » Fr 20. Feb 2015, 22:53

Es verging ein wenig Zeit, in welcher Aniya durch ihr Tagebuch blätterte und manchmal einige Passagen ihres bisher kurzen Lebens nochmal nach lies. Ihre Jugend war mit Sicherheit nicht so aufregend, wie von manch anderen Shinobi, aber das musste für die Braunhaarige auch nicht sein. Sie war froh, wenn nicht allzu viel Blut in ihrer näheren Umgebung vergossen wurde. Außer im Krankenhaus, da ist das schon fast natürlich. Auf eine der letzten Seite fand die Medic schlussendlich, wonach sie suchte. Das Kunstwerk eines Kleinkindes prangte über eine Seite, mit Strichmännchen und bunten Farben. Aniya nahm das Buch quer, sah sich Zeichnung sowie Stichpunkte dazu an. Mit einem Finger fuhr sie eine blaue Linie nach. Sie hatte sich einige Zeit darüber Gedanken gemacht und war bereit, es umzusetzen. Aus dem Bett aufspringend versteckte die Jounin das Buch an einer anderen, ebenfalls recht sicheren Stelle vor ihrer Mutter und betrachtete sich einen kurzen Moment im Spiegel. Die junge Frau zupfte sich den Rock und ihre Schleife am Rücken zurecht und verließ dann nach ihrem Stab greifend ihr Zimmer. Im Wohnzimmer hatte sich weder Herkules, noch ihre Mutter ein Stück vom Fleck bewegt. Der kleine Corgi wurde aufmerksam, als Aniya im Begriff war, sich zu seinem Geschirr zu bewegen. Doch hielt sie inne und fasste sich ans Ohr. Stirnrunzelnd tat es ihre Mutter gleich. Murrend ließ Herkules seinen Kopf wieder in sein Körbchen sinken. Aufmerksam lauschte die Braunhaarige den Worten des Mannes, fragte sich, worauf diese protzende Rede hinaus laufen sollte. Dann hörte sie nur noch ein Wort. Ein Begriff, der dazu führte, dass sie ihre Stab zu Boden fallen ließ und ihre Kinnlade herunter klappte. Herkules erschrak durch den Aufprall ihres Stabes auf den Holzboden und fuhr mit seinem kleinen Kopf wild herum. Auch ihrer Mutter rutschte die Zeitung von den Beinen. Kriegszustand. Wie ein richtig übler Kopfschmerz hämmerte dieses Wort nun gegen Aniyas Frontallappen und ließ sie nicht mehr los. Die Medic bemerkte nicht, wie der Mann seine Rede beendete und wurde erst wieder aufmerksam, als eine weibliche Stimme ertönte. Die Hokage. Patriotisch krächzten ihre Worte durch den Empfänger und Aniya gab sich wahrlich Mühe, ihnen bis zum Schluss Gehör zu schenken. Als der Funkspruch endete, nahm sie stark zitternd die Hand vom Ohr. Ihr Blick verriet nichts als Leere, bis sich Tränen in ihnen bildeten und die Frau versuchte sie weg zu blinzeln. Sie schaute zu ihrer Mutter. Mit hängenden Schultern war diese sonst so starke Frau mutlos in die Couch gesunken. Ich mochte Kiri nie. Flüsterte sie leise Aber ich wollte es auch nie brennen sehen. Wie ein Geist starrte sie nun ihre Tochter an. Erst recht nicht durch meine Hand. Yina seufzte und schlug die Hände vors Gesicht. Sie würde nicht weinen. Und Aniya auch nicht. Die Braunhaarige setzte sich neben ihre Mutter und gegenseitig nahmen sie sich behutsam in die Arme.

Allein stand das Mädchen in der Dunkelheit. Um sie herum die bunten Lichter, deren verschiedene Farben auf die blasse Haut Neas schienen. Auch sie hatte es vernommen. Es war lange her für Nea. Ihre roten Augen wanderten zu ihrer rechten Hand, welche sie langsam erhob. Eine dünne Frostschicht bildete sich darauf und sie ballte die Hand zur Faust.

Unter Tränen erstickter Stimme murmelte die Medic: Ich werde diesen Krieg verhindern. Sofort riss ihre Mutter den Kopf und blickte ihre Tochter entgeistert an. Was...?! Aniya löste sich von ihr und stand wieder auf. Yina tat es ihrer Tochter gleich. Mädchen du hast die beiden gehört! Um den Krieg jetzt zu verhindern ist es zu spät! Und das hat sich Kiri selbst zu zu schreiben, wenn die solch einen Trottel als Botschafter schicken! Mit ernster Miene und erstaunlich entschlossenem Blick, hob Aniya ihren Stab wieder auf und wandte sich zu ihrer Mutter. Das ist noch lange kein Grund, gleich einem gesamten Dorf den Krieg zu erklären. Was wenn der Mizukage sich selbst nicht im Klaren war, wen er da schickte oder vielleicht bot sich niemand anderes fähiges an? Es gibt genug Gründe, dem erst nachzugehen, anstatt gleich einen Krieg auszurufen. Yina seufzte auf Aniyas Worte und fuhr sich verzweifelt durch das braune Haar. Verwirrt wanderten Herkules dunkle Kulleraugen zwischen den beiden Frauen hin und her. Die Medic begab sich Richtung Tür. Die Hokage ist eine Medic und weiß um den Zustand im Krankenhaus. Ich kenne sie und für gewöhnlich ist sie eine vernünftige Frau. Sie muss erkennen, dass ein Krieg Konoha nicht stärkt, sondern nur zu einer noch größeren Zielscheibe macht. Als Aniya in den Flur zur Haustür ging, folgte Yina ihr, wollte noch etwas sagen, doch unterbrach ihre Tochter sie sogleich. Ich gehe jetzt zur Residenz. Wenn ich dort nicht mehr bin, bin ich im Krankenhaus und helfe bei allem, was nötig ist. Mit diesen Worten zog sie sich rasch die Schuhe an und huschte aus der Haustür.

TBC: Hi no Kuni -> Konohagakure -> Residenz des Hokage

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Re: Haus der Familie Amell

Beitragvon Aniya Amell » Mo 6. Feb 2017, 14:57

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CF: Unbenanntes Land -> Medic Versorgungscamp

Mit einem Drachen Richtung Heimat fliegend, war Aniya froh um ausbleibenden Regen. Dieser hätte zwar in Anbetracht der Geschehnisse die Stimmung unterstrichen, aber den Tag nur weiter vermiest. Sie mochten gewonnen haben, aber wie ein echter Sieg fühlte es sich nicht an. Viel mehr wie ein Vorgeschmack von der Opferbereitschaft einiger Individuen. Gemeint ist nicht das eigene Opfer, sondern fremde Opfer zu bringen. Und viele Fragen bleiben noch aus. Wie konnte es überhaupt zu dieser Schlacht kommen? Warum bedrohen Wesen wie das vernichtete ihre Heimat? Und wie können Menschen wie sie und andere bestehen, wenn ein anderer Fäden so fest in den Händen hält, dass man sie ihm schon abschlagen müsste, um die Kontrolle über seine eigene Geschichte zurück zu erhalten? Fragen wie diese schwirrten der jungen Frau während des Rückflugs durch den vernebelten Kopf. Bei ihrer Ankunft blieb der Medic vorerst keine Zeit für eine Pause. Verletzte mussten für eine Behandlung im Krankenhaus transportiert werden. Und die Ordnung an besagtem Ort müsste wiederhergestellt. Den kompletten ersten Tag nach der Schlacht verbrachte die pflichtbewusste Jounin an ihrer primären Arbeitsstelle. Mit vollem Personal konnte das Krankenhaus schnell zu seiner Routine zurück gelangen. Im Dorf selbst mochte das noch einige Zeit dauern, aber hatte zumindest dieser Ort seinen Rhythmus halbwegs zurück erlangt. Dann konnte auch Aniya sich endlich die wohl verdiente Ruhe gönnen. Von drei Tagen am Stück schlief sie 40 Stunden und danach realisierte die Braunhaarige erst, wie sehr sich ihr Körper nach dieser Erholung gesehnt hatte. In den kommenden Tagen kehrte langsam die Normalität wieder ein. Aniya nahm ihre Schichten im Krankenhaus wie gewohnt auf, meldete sich in der Bibliothek zurück und zerstörte Teile des Dorfes wurden nach und nach wieder aufgebaut. Das Dorfleben fand in seine gewohnten Bahnen zurück.

Die Jounin zupfte Unkraut aus ihrem Beet mit Heilkräutern. Hinter ihr ein freudig bellender und japsender Herkules, der mit wachsender Begeisterung einem Schmetterling quer durch den kleinen Garten nach tollte. Es war so angenehm ruhig, keine Angriffe oder Notfälle. Ganz normales Dorfleben. Danach hatte sich die Medic seit langem gesehnt. Aniya fühlte sich fast so, in diesem Moment inneren Frieden zu finden. Auch das knacksen von dem Funkempfänger in ihrem Ohr mochte diesen Frieden nicht stören. Ihre Schülerin Sakushi, sie hatte die junge Frau auch seit einigen Tagen nicht mehr gesehen, meldete sich. Brauchte Hilfe bei einer Technik und versicherte, dass es keine zerstörerische Wirkung zeigen sollte. Aniya mochte Pazifistin sein, so niemanden selbst verletzen wollen, aber sie missbilligte ihre Schüler nicht, wenn diese eben doch schädliche Techniken entwickelten. Sie würde erst bei einer Massenvernichtung den Fuß in die Tür stellen. Natürlich. Wenn du mir sagst wohin, komme ich gleich zu dir. Noch während sie das sagte, stand die Frau mit dem Eimer voll Unkraut auf und entleerte ihn auf dem kleinen Kompost. Sie huschte schnell in Haus und Zimmer, würde sich von den Heimklamotten in ihre gewöhnliche Kleidung schwingen. Von dieser Garnitur hatte sie gefühlt 20 Exemplare im Schrank. Hände gesäubert und die Frisur einigermaßen gerichtet, schnappte sich die Braunhaarige ihre Standardausrüstung und ihren Stab. Beim Verlassen des Hauses verabschiedete sie sich noch kurz von ihrem Vater und machte sich dann auf zu dem Treffpunkt mit Sakushi.

TBC: Treffpunkt mit Sakushi

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Re: Haus der Familie Amell

Beitragvon Aniya Amell » Mo 17. Apr 2017, 18:27

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CF: Konohagakure -> Tor von Konoha

Ernüchtert ließ sich die Amell in ihr schmales Bett nieder und lehnte sich an dessen Kopfende. Sie nahm die dampfende Tasse Tee vom Nachttisch und führte sie zum Mund. Der sollte ihr hoffentlich beim einschlafen helfen. Eigentlich hatte sich die junge Frau ja mehr von dem Tag erhofft, gerade weil auch Amon hinter sich hatten. Nur leider schien die Welt sich mittlerweile schneller zu drehen, als früher. Zumindest Zeiten Katastrophen reicher. Dem Archäologen die erneute Verschiebung der Mission mitzuteilen war kein angenehmes Gespräch. Sie durfte dabei einen mittelschweren Wutanfall über sich ergehen lassen. Und dabei zügelte er sich noch, um das meiste für die Regierung aufzuheben. Wenn er die überhaupt zu sprechen bekam. Auch er hatte die Nachricht über das Turnier erhalten und wusste, dass die Kage eine der ersten Teilnehmerinnen darstellte. Aber wirklich interessieren tat ihn das offensichtlich nicht. Fast empfand Aniya ein nörgelndes Kind angenehmer, als den Mann. Aber vielleicht wurde es doch noch was mit der Mission und bis dahin wollte sie sich weiterhin mit ihm gut stellen. Der Abend wandelte sich in die dunkle Nacht, drum führte ihr letzter Weg die Braunhaarige nur noch in die eigenen vier Wände. Ihre Eltern - oder viel mehr ihre Mutter - in ihrer schierer Sorge um das Turnier und fluchend, warum man nicht mal ein halbes Jahr Ruhe vor dem Mist hatte. Wie immer wirkte ihr Vater als der beruhigende Part und auch Aniya half bei verarbeiten der Informationen. Denselben Beruhigungstee, den sie zuvor ihrer Mutter machte, hatte sich die junge Frau nun selbst eingegossen und hoffte davon, sanfter in den Schlaf zu gleiten. Ihr müder Blick studierte dabei die Titel auf den Buchrücken im Regal. In letzter Zeit kam sie viel seltener zum lesen. Auch in der Bibliothek müsste man sie mittlerweile vermissen. Eigentlich hatte Aniya gehofft, dieser Leidenschaft wieder nachzukommen, doch sahen die Zeiten anderes für sie vor. Und nicht nur die. Diese Nacht hoffte die Medic noch jemand anderes zu treffen. Zwar nur im Traum, einem sehr bewussten Traum. Aber Gespräche die das angestrebte waren längst überfällig und langsam beschlich sie das Gefühl, als wäre es dafür bald auch zu spät. Nachdem die Tasse geleert war, stellte sie diese wieder neben ihrem Bett ab und erlöschte das verbliebene Licht im Raum. Ein paar mal hin und her gewälzt, bis die richtige Schlafposition gefunden war und dann konnte Aniya in das Reich der Träume übertreten.

Vermutlich war es schon früher morgen, als Aniya die gänzlich schwarze Ebene ihres Unterbewusstseins betrat. Sie wusste das auch, denn träumen taten Menschen erst nach der Tiefschlafphase. Eine geschickte Form zur Verarbeitung von Informationen und zum Selbstschutz von Gehirn und Persönlichkeit. Gerne würde sich Aniya mit diesem überaus interessantem Thema über die verborgenen Elemente der menschlichen Psyche weiter auseinandersetzen. Nur müsste sie dafür ihr Leben der Forschung dessen verschreiben und als Shinobi wäre ihr das vermutlich nicht möglich. Wie jedes Mal, wenn sie diese Ebene betrat bewunderte Aniya die bunten Licht, die wie aus einer Flüssigkeit zur Decke hinauf schwebten und in einer solche wieder verschwanden. Sie sollten die Emotionen der jungen Frau darstellen. Ganz so einfach war es vermutlich dann doch nicht. Aber der eigene Geist tat verrücktes, damit er eben solche Dinge verstand. Aniya schätzte, dass dieser Ort nichts anderes war, als eine schlichte Projektion für ihr Verständnis. Doch war die Braunhaarige nicht hier, um die schönen Lichter zu bewundern. Obwohl das durchaus ein angenehmer Gedanke war. Sie wollte mit dem Wesen sprechen, dass sich hier so dreist eingenistet hatte. Nur wie immer, wenn Aniya Nea einen Besuch abstattete, schien sie unauffindbar. Die Braunhaarige sah sich um. Nicht, dass es besonders viel zu sehen gäbe, aber manchmal tauchte das Wesen auch einfach wie aus dem Nichts auf. Dennoch überraschte es die Amell, als die Fläche zu ihren Füßen sich in Eis verwandelt hatte. Warum bist du wieder hier? Ertönte die monotone Stimme der Weißhaarigen hinter Aniya. Trotz der Entfernung glaubte sie, ihren eisigen Atem im Nacken zu spüren. Die Medic wandte sich zu ihrer Untermieterin. Weil ich dich verstehen will. Hörbar atmete die junge Frau aus und eine gewisse Hoffnung glänzte in ihrem Blick. Allerdings war sie nicht in der Lage, Neas Züge zu lesen. Die schwarze Farbe um Augen und am Mund verzerrten ihr Antlitz künstlich. Und ihre Blut unterlaufenden Augen schienen Aniya regelrecht erstechen zu wollen. Du hast lange nicht mehr zu mir gesprochen. Und trotzdem habe ich das Gefühl, als würdest du mir gegenüber beständig feindseliger werden. Ich möchte nur wissen... warum? Nea senkte den Kopf, starrte die Braunhaarige vor sich aber weiterhin an. Machte keine Anstalten, auf diese Frage zu antworten. Aniya öffnete die Arme und trat auf das Wesen zu. Bitte Nea. Du siehst doch selbst, dass es nicht hilft wenn du jedes Gespräch mit mir verweigerst. Wir arbeiten gegeneinander, dabei sollten wir das genaue Gegenteil tun. Die Weißhaarige wich bei dem Näherungsversuch der Amell zurück und die junge Frau hielt sogleich inne. Ich tue, was du nicht kannst. Es verging ein schwerer Moment, ehe sie weiter sprach. Ich verteidige uns. Das musst du nicht. Ich kann mich verteidigen. Aber du tust es nicht. Ihre Worte hallten schwer von dem Vorwurf. Konflikte müssen nicht mit Gewalt gelöst werden. Manche werden nicht sprechen. Und das Turnier ist auch nicht zum sprechen da. Sie erwarten, dass du kämpfst. Und wenn du es nicht tust, versagst du. Aniya wurde sich nun ihrer Umgebung bewusster. Sie kühlte langsam, aber beständig runter. Die Lichter schienen schwerfälliger beim Aufstieg. Aber es geht nicht darum, dass jeder Einzelne sich im Kampf den anderen beweist. Wir sind im Team. Und im Team braucht es mehr, als nur starke und mächtige Kämpfer. Die, die kämpfen brauchen einen starken Rücken. Und der werde ich sein. Ich sorge dafür, dass die Starken kämpfen können. Ich ebne ihnen den Weg dazu. Sie befanden sich noch immer in einer Traumwelt. Daran musste sich Aniya erinnern, als Nea in nur einem Wimpernschlag nur noch einen Meter von ihr entfernt stand. Mit sich brachte sie die Kälte und die Medic spürte den hauchdünnen Frost auf ihrer Haut. Wenn du mit einem deiner Schüler in der Arena stehst und der in Gefahr ist... Was wirst du unternehmen? Diese Frage schnürte der Braunhaarigen den Hals zu und ließ sie schwer schlucken. Ja... was sollte sie dann unternehmen? Die Kämpfer werden keine Gnade kennen. Haben sie erst die Chance zum Sieg, werden sie die ohne zögern ergreifen. Wirst du dasselbe tun? Nea war verschwunden. Zumindest aus Aniyas Blickfeld. Sie stand nun hinter der jungen Frau. In diesem Turnier geht es nicht um Werte und Moralvorstellungen. Und wenn du nicht handelst, werde ich es tun! Auf ihre Worte wurde Aniya von einer eisigen Welle erfasst und spürte, wie die sich in ihren Leib fraß wie Insekten durch einen Kadaver.

Noch vom Schlafsand träge und leicht verklebt, blinzelte die Jounin mit den Augen und drehte sich in ihrem Bett. Im Traum zu erfrieren war keine angenehme Art aufzuwachen. Aber Nea hatte eine eindeutige Botschaft gesetzt. Ihr ging es um den Erhalt, vermutlich am ehesten um den persönlichen. Und sie würde im Ernstfall keine Rücksicht auf Aniya nehmen. Es klang irgendwie paradox, hatte Aniya vor langem bereits festgestellt, dass das Hyoton Chakra ihr auf Dauer schaden konnte. Aber vermutlich wusste Nea sich nicht besser zu verteidigen. Aniya fuhr sich müde durch das Gesicht. Langsam konnte sie sich ein Bild von ihrer geistigen Untermieterin machen. Aber so stoisch wie sie schien, bräuchte es noch viele weitere Gespräche und Annäherungen, damit sich das Wesen langsam erwärmte. Aniya nahm dies jedenfalls zum Anlass, ihr Bett zu verlssen und sich für den neuen Tag vorzubereiten. Es war noch so früh, dass ihre Eltern noch schliefen und Herkules vermutlich bei ihnen. Die Braunhaarige bereitete Frühstück, wusch sich danach und dann war auch ihre Familie aus den Federn gefallen. Zusammen saßen sie am Frühstückstisch, seit geraumer Zeit ein seltener Anblick. Weißt du, An, ich habe mir Gedanken gemacht. Begann ihr Vater, bevor er einen Schluck von seinem Kaffee nahm. Fragend blickte seine Tochter ihn an. Bei ihrem Blick zu ihrer Mutter, schien auch die im ersten Moment skeptisch. Du solltest vielleicht ausziehen. Beiden Frauen klappten die Unterkiefer runter. Erstaunt fand zuerst Aniya wieder zur Besinnung. Und das kommt von dir? Sah er sie selbst mit ihren 20 Jahren noch immer wie der kleine Engel, der damals ihren ersten Schritt in die Akademie setzte und selbst die Lehrer mit ihrem Allgemeinwissen disste. Auch ihre Mutter schaltete sich an. Diese schien allerdings verärgerter. Ach? Und ich darf dann noch öfter mit dem Hund raus, oder was? Neben sich hörten sie den Hund der Familie hecheln und sofort kam er auf seinem stummeligen Beinchen angetapst, als hätte man ihn gerufen. Es geht einfach um die ganzen letzten Geschehnisse. Der Nuke Angriff, dann Amon und jetzt das Turnier. Teile des Dorfes wurden in den letzten zwei Jahren häufiger in Trümmer gelegt, als in meiner gesamten Lebenszeit. Und bisher hatten wir immer Glück, dass es nicht unser Haus traf. Erklärte er nun seinen Gedanken. Die Frauen schmunzelten und sahen sich gegenseitig an. Er hatte nicht unrecht. Warum es ihr Haus bisher noch nicht traf konnte nur ein Wunder sein. Und du bist eine der wenigen Medics des Dorfes, also nicht unbedingt eine unwichtige Person. Sollte es nochmal zum Angriff kommen und dann wirklich unser Haus treffen, würde das Dorf gleich drei Shinobi und davon eine Medic verlieren. Die Mutter machte eine wegwerfende Handbewegung. Wie wahrscheinlich ist es, dass wir dann ausgerechnet hier sind? Wann haben wir bitte das letzte Mal so zusammen gefrühstückt? Selbst wenn man unser Haus zerbombt, aller Wahrscheinlichkeit stirbt dann nur der Hund, weil eh keiner da ist. Von unten hörte man ein leises Winseln und Aniya tätschelte dem kleinen Herkules beruhigend den Kopf. Kraulte ihm hinter dem spitzen Ohr. Keine Angst, sie meint es nicht so. Ihre Mutter trank nur einen Schluck aus der Tasse. Schon. Nur sehe ich das noch als zusätzliche Absicherung. Und an Wohnraum sollte es mittlerweile auch nicht mangeln. Für diese Worte kassierte er direkt einen missbilligenden Blick von seiner Tochter, dann schaute Aniya wieder in ihre Tasse. Als stände dort die allwissende Antwort. Mir gefällt es nicht, darüber überhaupt nachzudenken. Kurz herrschte betretenes Schweigen am Tisch. Nur Herkules hörte man aus seinem Wassernapf schlabbern. Ihre Mutter schnalzte mit der Zunge. Mmh. Naja. Eigentlich ist es wirklich nicht so schlecht, wenn du das Nest langsam verlässt. Du bist alt genug und du kannst wahrscheinlich besser für dich selbst sorgen, als einer von uns beiden für uns. Außerdem stört dich niemand, wenn du dann mal jemand nettes mit nach Hause nimmst. Die Frau zwinkerte ihrer Tochter verheißungsvoll zu, während die sie nur mit gerunzelter Stirn anstarrte. Nun war es der Vater, dem der Mund vor Schreck offen stand. O-Oder ich glaube, du solltest noch ein Weilchen hier bleiben. So mit 30 können wir ja dann nochmal darüber reden. Ihre Mutter schüttelte breit grinsend den Kopf, hingegen Aniya etwas in ihrem Stuhl versank und das Gesicht in ihren Händen verbarg. In diesem Moment war sie überzeugt von dem Auszug. Dann müsste sie derlei Situationen mit ihren Eltern nicht mehr ertragen.

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Re: Haus der Familie Amell

Beitragvon Aniya Amell » Di 18. Apr 2017, 18:38

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Status:
Ausdauer 10 = 12x sehr hoch + 25% passiver Boost durch Nea
=> insgesamt verfügbares Chakra = 15x sehr hoch
Chakra 10 = 50% weniger Chakraverbrauch

Das Gespräch - im Nachhinein mehr eine Diskussion zwischen ihrer Mutter und ihrem Vater - damit beendend, dass die drei sich beizeiten mal nach einer kleinen Wohnung für Aniya umschauten, räumten sie den Tisch ab und nach einiger Zeit verschwanden die Eltern zur Arbeit. Aniya verblieb noch, denn sie wollte sich ein paar Gedanken über die Fortsetzung ihrer Medic Techniken machen. Bisher konnte die Iryonin über eine Verbindung aus Wasser schwache, sowie lebensbedrohliche Verletzungen verheilen. Zusätzlich in atemberaubender Geschwindigkeit. Doch was fehlte, war das Mittelmaß. Shosen gab es in drei Ausführungen. Die zweite fehlte Aniya noch für ihre Heilung mit Wasser. Zumindest, um das Trio zu komplettieren. Und sie hatte noch weitere Ideen, diese Ausrichtung auszubauen. Sie war noch längst an die Grenze der Möglichkeiten gestoßen. Wasser bedeutete für den Menschen so viel mehr, als es auf den ersten Blick den Anschein hatte. Als Medic hatte die Braunhaarige den besten Blick darauf. Das Turnier und ihre neuen Bunshin waren ein exzellenter Anlass, beides zu einem ausschweifenden Training zu nutzen. Chakra stand ihr schließlich genug zur Verfügung. Vielleicht sollte sie dann auch mal wieder ihren eigenen, alten Iryonin Sensei aufsuchen. Noch beherrschte sie nicht alle verfügbaren Techniken der Medics. Das sollte sie ebenfalls schleunigst ändern. Aniya bereitete alles für ihren Bunshin vor, damit der ein ordentliches Setup für das kommende Training hatte. Zwei Eimer Wasser stellte sie draußen im Garten ab, dann schuf sie einen Kage Bunshin. Okay. Du weißt, was du zu tun hast? Ihr Abbild betrachtete das Original für einen Moment skeptisch, dann fiel es auch Aniya auf. Oh. Ach ja. Na klar. Das war jetzt doof. Ihr Bunshin nickte. War nicht so klug, nee. Du gehst dann mit Herkules raus? Das Original nickte. Überanstrenge dich nicht. Ich merk das später. - Bitte. Mir brauchst du das wirklich nicht sagen. Antwortete der Doppelgänger kopfschüttelnd mit einem Lächeln auf den Lippen. Irgendwie merkwürdig, gewissermaßen Selbstgespräche zu führen. Aber es diente eine höherem Zweck. Die echte Aniya pfiff den kleinen Corgi zu sich, welcher auch im Affenzahn durch die Wohnung geschlittert kam und vollkommen aufgeregt war, endlich raus zu dürfen. Noch schnell nahm sie die Leine mit. Zwar würde er eh die meiste Zeit ohne rum laufen, aber man wusste ja nie, ob sie nicht doch mal brauchte.

[Beginn Trainingspost: Kunst der verbesserten entfernten Heilung 0/1641 Wörter]

Noch bevor das Original ihr vertrautes Heim verließ, begann der Bunshin mit den ersten Trockenübungen. Wasser tanzte aus den Eimern durch die Luft und verschwand wieder darin. Diente lediglich dazu, um ein Gespür für den Chakrafluss zu bekommen. Im Schneidersitz ließ sich die junge Frau auf den Stein der Terrasse nieder und entspannte sich für den Moment. Ohnehin empfand sie es erstaunlich, den mittleren Schritt bei den Heilungen übersprungen zu haben. Bei der letzten erlernten Technik hätte das Wissen dazu sicherlich geholfen. Nun konnte Aniya zumindest darauf zugreifen und abgleichen. Eigentlich ist es wie die Vorgängertechnik. Nur muss ich vermutlich die Konzentration von Suiton Chakra parallel besser ausgleichen. Wenn ich zu viel für die Heilung investiere, bricht die Wasserverbindung ab. Und wenn ich mich zu stark auf das Wasser konzentriere, erhalte ich nicht die Stärke an Heilung, wie ich sie wünsche. Die Basis steht schließlich. Jetzt muss ich nur noch die Chakkramengen richtig verteilen. Da außer ihr ohnehin niemand mehr da war, sprach die Jounin ihre Gedanken laut aus. Sie störte niemanden und sie hatte eine klarere Vorstellung, als die Szenarien im Kopf auf und ab zu zitieren. Aus einem der Eimer ließ die Medic das Wasser um ihre Hand tanzen, bis es sich darum legte. Dann wies sie der Flüssigkeit eine Richtung und die folgte dem. Viel Chakra brachte der Bunshin dafür nicht auf. Wasser kehrte zurück in den Eimern. Nun übte sie die Konzentration bei der Heilung trocken. Das Shosen erforderte direkt eine höhere Menge und Konzentration von Chakra. Sie müsste dies irgendwie geschickt in Verbindung bringen. Während sie noch in der einen Hand das Chakra für die Heilung bündelte, testete das Abbild mit der anderen Hand das Suiton Chakra. Augenblicklich nahm die Heilungsrate ab, denn das Chakra spaltete sich. Aniya war sich nicht sicher, ob dies lediglich an der Konzentration in zwei unterschiedliche Punkte lag, oder in zwei verschiedene Formen von Chakra. In jedem Fall tat sie es einfach, wie bei den anderen Techniken auch. Aniya konzentrierte Suiton Chakra zur Wasserkontrolle und gewöhnliches Chakra zur Heilung in dieselbe Hand und es hielt den Fokus deutlich besser. Nun versuchte sie die Chakramengen entsprechend aufzuspalten, aber ohne, dass die andere dabei zu viel abnahm, schien es noch nicht ganz zu funktionieren. Außerdem fiel dem Bunshin eine weitere Kleinigkeit auf. Wie sollte sie ohne Testperson die Heilungsrate gescheit testen? In den eigenen Arm konnte sie sich ja nicht schneiden. Diese traurige Erkenntnis entlockter der duplizierten Braunhaarigen ein frustriertes aufstöhnen.

[Ende Trainingspost: Kunst der verbesserten entfernten Heilung 409/1641 Wörter]




Statusupdate:
15x sehr hoch
Chakra 10 = 50% weniger Chakraverbrauch
----------
Techniken zur Jutsuerlernung verwendet
Kage Bunshin no Jutsu - gering
----------
noch verfügbares Chakra ca. 14x sehr hoch + 1x hoch + 1x mittel

TBC: Konohagakure -> Marktplatz (Original Aniya)

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Re: Haus der Familie Amell

Beitragvon Aniya Amell » Do 20. Apr 2017, 13:13

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Status:
insgesamt verfügbares Chakra = 14x sehr hoch + 1x hoch
Chakra 10 = 50% weniger Chakraverbrauch

Kage Bunshin Post

Den Kopf in die Hände gelegt, gab der Bunshin ein brummendes Geräusch von sich. Bei all den Dingen, die die Frau sonst bedachte. Aber sie kam nicht auf die Idee, dass Medic Techniken mit einem Bunshin zu lernen genauso sinnvoll war, wie eine Holzpuppe zu verwenden. Es funktionierte einfach nicht. Sie hatte keine Testperson, um die richtige Heilungsrate abgleichen zu können. Genervt nahm der Doppelgänger wieder die Hände vom Gesicht Dann müsste sie vorerst mit der Theorie weiter machen und vorab das Chakra gut pegeln. Später ging es dann einfach ins Krankenhaus. Dort gab es schließlich die benötigten Testpersonen. Außerdem war diese Technik nicht die einzige, die Aniya an diesem Tag noch umsetzen wollte. Sie hatte noch weitere Ideen. Aber vorerst würde sich der Bunshin weiter mit der aktuellen Technik befassen.

[Beginn Trainingspost: Kunst der verbesserten entfernten Heilung 409/1641 Wörter]

Aus ihrer Quelle ließ Aniya das Wasser wieder an ihre Hand tanzen. So sparte sie weitere Chakrakosten. Nicht, dass es bei ihr wirklich relevant wäre, aber sie wollte später auch nicht auf dem Zahnfleisch gehen. Der Tag war schließlich noch jung. So befahl sie dem Wasser, einen Bogen von der einen Hand zur anderen zu machen. Dann leitete sie ihr Chakra hindurch, so weit so gut. Sie übte die gewöhnliche entfernte Heilung, ehe der Bunshin mit den beiden Chakrakomponenten spielte. Mal ließ sie das Suiton Chakra die Oberhand gewinnen, dann dämmte sie es wieder und verstärkte das gewöhnliche. So verschaffte sich Aniya ein Gefühl für den Spielraum des möglichen. Dann erst erprobte sie sich wieder in der richtigen Kontrollform. Dafür brach Aniya die Konzentration des Suiton und beschäftigte sich eingehend mit dem Shosen no Jutsu. Die stärkere Variante war nicht nur fokussierter, auch intensiver. Es legte sich zwar sanft um ihre Zellen, aber das Bedürfnis zur Anregung der körpereigenen Regeneration schien erhöht. Und es agierte auch schneller, denn bei schwereren Verletzungen mussten bestimmte Zellabschnitte innerhalb kürzester Zeit verheilen. Beispielsweise Blutgefäße und Nervenverbindungen. Diese Beobachtung im Hinterkopf behaltend, zog sie nun wieder das Wasser hinzu und ließ das Chakra hindurch fließen. Durch die grünliche Färbung schimmerte die Flüssigkeit ebenfalls in dem schönen Ton. Der Doppelgänger passte ihr Chakra dem der entfernten Heilung an und erhöhte dieses dann vorsichtig. Sie spürte die Zunahme der Intensität und sobald ihr normales Chakra Überhand nahm, fügte sie dem Suiton etwas hinzu. Es war ein vorsichtiges Herantasten und abgleichen der unterschiedlichen Anwendungen. Gab sie dem einem zu viel, dem anderen zu wenig, brach die Verbindung ab. Es galt also den richtigen Ausgleich zu finden. War dieser erreicht, könnte sie die Technik an einer Testperson im Krankenhaus in realistischer Anwendung sehen. Weit schien die Medic von der gewünschte Proportion nicht mehr entfernt. Ihr Geist erinnerte sich an das Verhältnis von Suiton und normalem Chakra und versuchte dies entsprechend beizubehalten. Gar nicht so einfach - trotz meisterlicher Chakrakontrolle. Chakra konnte eben doch sehr eigenwillig sein. Zwischenzeitlich legte sie auch kurze Pausen ein, um neu an die Sache heran treten zu können. Wieder und wieder formte das Wasser den Bogen und das grünliche Chakra ließ es im Licht schimmern. Es fühlte sich bei jedem Mal anders an. Mal sanfter, dann wieder bestimmender. Manchmal glaubte Aniya, ihr Chakra hätte eine eigene Persönlichkeit, aber vermutlich ähnelte es einfach dem Verhalten seiner Quelle. Bald schien das Abbild der eigentlichen Aniya aber das richtigen Verhältnis gefunden zu haben. Sie spürte die Intensivität, wie es bei dem stärkeren Shosen no Jutsu der Fall wäre und Wasserverbindung blieb bestehen. Müsste sie nur noch testen, ob dies der Wirklichkeit entsprach. An dieser Stellte musste sie mit der Technik also pausieren. Weitere Ergebnisse lieferte dann der Besuch im Krankenhaus.

[Ende Trainingspost: Kunst der verbesserten entfernten Heilung 871/1641 Wörter]


Nach einer gefühlten Ewigkeit stand der Bunshin wieder auf und streckte sich erst mal ausgiebig. Auf Dauer wurde selbst das Sitzen anstrengend. Sie schlenderte einige Schritte durch den kleinen Garten, betrachtete kurz die angebauten Heilkräuter und ließ ihn aus dem Wasser Eimer etwas Flüssigkeit zu kommen. Eigentlich wollte die Frau noch weiter an ihre Heilung über Wasser arbeiten und vor einiger kamen ihr auch Ideen. Nur musste sie an denen noch etwas feilen. Im besonderen präzisieren.

[Beginn Trainingspost: Wasserfall 0/3150 Wörter]

Wie so oft an diesem Tag bereits, ließ die junge Frau das Wasser an ihrer Hand entlang tanzen und folgte dessen sanften, anmutigen Bewegungen mit ihrem Blick. Es hatte so viel mehr zu bieten, als es anfänglich den Schein hatte. Und langsam wurde sich die Medic der Möglichkeiten bewusst. Mithilfe des Wassers könnte sie ihr Chakra zur Heilung sogar über den gesamten Körper verteilen und so mehr als nur ein oder zwei Verletzungen gleichzeitig behandeln. Zumindest war das die Grundidee. Die Umsetzung war selbstverständlich eine andere. Und noch fehlt ihr auch eine Vorstellung. Während sich das Wasser über die Pflanzen ergoss, suchte der Doppelgänger in dem Archiv seiner Gedanken und Erinnerungen. Wie könnte sie möglichst effektiv und effizient eine Person ganz einheitlich behandeln. Einfache Formen bildeten sich vor ihrem inneren Auge ab. Dreieck, Quadrat, Kreis. Eine Kugel, Blase. Sie könnte die Person in eine Blase aus Wasser einschließen. Nur wäre sie dann für die Zeit handlungsunfähig. Und die Frage blieb, wie man darin Luft bekäme. Ganz ausgereift schien es nicht, weswegen sie derlei vorerst beiseite schob. Vielleicht könnte sie eine Wasserblase für etwas anderes verwenden. Aber hier schien es ungeeignet. Aniya suchte weiter. Ihre Augen wanderten durch die Umgebung. Sie müsste die Betroffenen irgendwie in Wasser tränken. Der Körper sollte vollkommen davon eingehüllt sein. Nur so wäre gewährleistet, dass das Chakra auch jeden noch harmlos verletzten Winkel am Körper erreicht. Sie dachte daran, die Person einfach bis zum Kopf einzuschließen, aber auch das wäre zu unflexibel. Nach Möglichkeit sollte man sich noch bewegen können und Aniya folgte mit ihrer Technik einfach. Der Geheilte soll entscheiden, wann er die Quelle der Heilung verlässt. Bei einem Teamkampf, wie es es vermutlich bei dem Turnier der Fall wäre, wäre beide Parteien so deutlich mobiler. Und darum ging es unter anderem. Noch fehlte ihr die Vorstellung, aber Aniyas sollte den zündenden Funken liefern. Während ihre Gedanken rotierten sahen ihre Auge die simpelste der Ideen. In einem sanften Strahl ergoss sich das Wasser über die Pflanzen und dieser Anblick löste in der Braunhaarigen eine Flut von weiteren Bildern aus. Ein fließendes Flussbett, Wasserfälle. Eine tropfende Höhlendecke. Ein Finger, den man unter fließendes Wasser hielt. Wenn sie unter der Dusche stand. Ein einfacher Wasserschwall, der sich über die Person ergießt und sie vollständig einhüllt. Das Chakra wird dadurch geleitet. Man kann nach eigenem Ermessen das Wasser verlassen. Klingt ideal. Zumindest die theoretische Vorstellung. Praktisch sieht das meistens ganz anders aus. Den Pflanzen nun genug Wasser gegeben, formte der Doppelgänger Fingerzeichen und schuf ein weiteres Abbild. Ich übe die Technik! Rief dieser sogleich eifrig und brachte sich neben den Wassereimern in Position. Mist! Fluchte das ursprüngliche Abbild. Sie hatte die Idee und durfte jetzt nass werden. Tolle Sache. Unzufrieden presste die Frau die Lippen zusammen. Die andere lächelte ihr aufmunternd zu. Ach komm. Wir tun das schließlich für die, denen wir später hiermit das Leben retten könnten. Der Doppelgänger seufzte. Ja, stimmt schon. jetzt fang' an. Die Braunhaarige bei den Eimern konzentrierte Suiton Chakra in ihre Hände. Das Wasser legte sich um diese, dann entließ sie es in einem großen Bogen von oben auf den frei stehenden Bunshin herab. Oder versuchte es. Die Menge an Chakra schien nicht ganz zu reichen, denn das Wasser schaffte gerade mal die Hälfte des Weges. Die Medic verschränkte die Arme vor der Brust und räusperte sich. Die andere grinste schräg und wirkte peinlich berührt. Huppsi! Gleich nochmal. Beim zweiten Versuch kam das Wasser näher, aber erreichte den Bunshin immer noch nicht. erneut seufzte Aniya. Okay. Soll ich nicht lieber- AAAH! Die Frau quietschte, als das kalte Wasser sie plötzlich im breiten Schwall von oben erfasste. Klatschnass hingen ihr die Haare im Gesicht und die Kleidung klebte. Das andere Abbild kicherte bei dem Anblick. Tut mir Leid! Bei nächsten Mal warne ich dich vor. Die nun nasse Aniya schaute sich selbst brummig an. Aber sie taten es ja für den höheren Zweck. Hach... dann versuch jetzt mal eine entsprechende Menge an Chakra durch das Wasser zu leiten. - Sollten wir nicht lieber erst überlegen, wie viel Chakra wir überhaupt aufwenden wollen? Ich meine, klar, ich kann jetzt munter experimentieren und sehen, welche Menge sich am besten leiten lässt. Aber wir wollen ja auch eine gewisse Wundschwere damit heilen können. Warf die Jounin ein und sie nickte nachdenklich. Ja, stimmt eigentlich. Ich würde einfach mal sehr schwere Verletzungen als Ziel setzen. Also tiefe Fleischwunden, Organverletzung und so weiter. - Krieg ich hin. Aniya lachte und wrang sich die Ärmel aus. Natürlich tust du das.

Wie sie es bei der vorherigen Technik auch tat, konzentrierte Aniya erst trocken die Menge an Chakra, die sie sich für die Heilung vorstellte. Es ähnelte schon sehr dem des stärkeren Shosen no Jutsu, nur müsste sie noch eine Schippe drauflegen. Das Chakra verhielt sich dadurch anders. Es schien beinahe aggressiver und obwohl sie es selbst nicht spürte, sah dies der andere Bunshin auch. Sie trat zu ihrem Abbild und beide starrten auf grünliche Chakra, wie es teils wild um die Hände schlug. Mmh... Kam es von den beiden, ganz ihre ihre eigenen Gedanken versunken. Seltsam. - Interessant. Sie sahen sich gegenseitig an, dann wieder zum Chakra. Die Frau versuchte den Fokus zu verändern und die Energie zu beruhigen. Setzte sie auf den Startpunkt des Shosen zurück und begann erneut. Dieses langsamer und beständiger, Menge und Konzentration zu erhöhen. Die Art wie sich das Chakra bewegt... es wirkt fast schon leidenschaftlich. Es erinnert mich an die letzte Technik, die wir gelernt haben. Ihr Abbild nickte konzentriert und versuchte weiterhin, die Energie in ihren Händen zu formen, wie weichen Ton. Es gestaltete sich als ausgesprochen schwierig. Diese Konzentration war der Braunhaarigen zugegebenermaßen noch ein wenig unbekannt. Das Chakra für die Heilung von beinahe tödlichen Verletzungen zu manifestieren schien doch eine andere Hausnummer, als ursprünglich gedacht. Es wurde so übereifrig. Eine ganze Weile probierte der Bunshin, dann übernahm der andere. Aber auch der schien nicht unbedingt Erfolg zu haben. Wie auch? Die beide verblieben auf demselben Wissensstand. Dann probierten sie es gemeinsam. Die eine führte das Chakra zu, die andere konzentrierte es. Aber ein entscheidendes Element schien grundsätzlich zu fehlen, denn nichts veränderte sich an der maßgeblichen Eigenschaft, dass das Chakra deutlich intensiver wirkte, als es sollte. Irgendwann atmeten beide nur enttäuscht aus. Sollen wir nicht doch lieber die Shosen Variante nutzen? Bei der wissen wir wenigstens, wie viel Chakra wir verwenden müssen. Der noch immer nasse Bunshin schüttelte leicht energisch den Kopf. Dann lächelte sie siegessicher. Ich hab 'ne bessere Idee! Wieso machen wir es nicht wie bei unserer letzten Technik? Wir konzentrieren das Chakra stark genug, dass Verletzungen einfach schneller heilen. Ich schätze so wie es momentan konzentriert ist, würde das vermutlich eh passieren. Die andere Aniya wirkte noch skeptisch. Schon, nur besteht auch die Gefahr, dass wir damit jemanden ohnmächtig werden lassen. Das muss praktisch genau stimmen. Und ob nicht noch Nebenwirkungen bleiben ist auch die Frage. Die Medic nickte. Wir haben ja noch das Wasser. Damit lässt sich die Heilung unterstützen. Damit schienen alle Zweifel beseitigt. Mit sich selbst argumentieren konnte die Frau erfolgreich! Jetzt hieß es aber weiter die neue Technik erproben. Die Testende winkte ihr nasses Ebenbild von sich und die seufzte genervt. Wasser legte sich um die Hände, darunter schimmerte das grünliche Chakra. Dann ließ sie das Wasser einen Bogen beschreiben und zu der anderen hinüber fließen. Abermals ergoss es sich wie unter einem Wasserfall über die alles andere als begeisterte Jounin. Das grünliche Chakra folgte dem Fluss entsprechend, aber nicht mal auf der Hälfte des Weges brach dies ab. Wieder musste die richtige Balance zwischen Suiton und Chakra zur Heilung gefunden werden. Na das kann ja noch was werden... Die klitschnasse Anya spuckte in einem dünnen Strahl Wasser aus, ehe sie die neue Welle erfasste. Fast schon kriechend schleppte sich das grünliche Chakra dem Fluss entlang, aber erreichte auch bei diesem Mal nicht sein Ziel. Beim nächsten auch nicht. Darauffolgend war es nah dran und Aniya war wirklich froh, dass sie was Chakra betraf ein Fass ohne Boden war. Obwohl ihr nasser Doppelgänger eigentlich nur rumstand, schien dieser beinahe ausgelaugter, als der andere. Aber vermutlich lag das nur an der grausam klebenden Kleidung. Okay. Diesmal klappt es. Ganz sicher! Meinte die Medic mit zuversichtlichem Lächeln, während sich das Wasser wieder um ihre Hände sammelte. Ihre Kollegin grummelte nur es missverständliches, dann wurde sie wieder von dem Wasserfall erfasst. In schnellerem Tempo als zuvor kam das grünliche Chakra den Bogen entlang gekrochen und tatsächlich erreichte es diesmal die Barunhaarige. Sie wirkte beinahe überrascht, als sie es grünlich um sich herum schimmern sah und versuchte, Intensität auszumachen. Leider war das auch alles, was sie an dieser Stelle gescheit testen könnten. Die Verbindung stand, das Chakra ließ sich leiten und es schien sich auch über den gesamten Körper gleichmäßig zu verteilen. Blieb nur noch die Frage, wie es sich bei einem echten Verletzten verhielt. Und die galt es später im Krankenhaus zu klären.

[Ende Trainingspost: Wasserfall 1487/3150 Wörter]


Den Rest macht dann einer von uns im Krankenhaus. Meinte der Bunshin abschließend und setzte sich erst mal wieder. Ihr Chakrapool war zwar noch längst nicht erschöpft, aber nach der langen Zeit des Stehens tat es gut, wieder zu sitzen. Ihr Abbild setzte sich daneben und wrang sich das Wasser aus Kleidung und Haar. Uns schwebte da noch was im Kopf herum, oder nicht? Erkundigte die sich nach dem weiteren Vorgehen. Die andere nickte und legte nachdenklich einen Finger ans Kinn. Die Frage war, ob man nicht auch mehrere Leute gleichzeitig heilen kann. Oder zumindest mehr als einen. Mit derselben Geste wurde auch die nasse Aniya nachdenklich. Stimmt. Und die Wasserverbindung soll es möglich machen. Ich schätze, dafür brauchen wir dann noch eine. Dann können wir die Verbindung richtig aufbauen. Der Bunshin schritt zur Tat und nach wenigen Fingerzeichen erschien ein weiteres Abbild vor den beiden anderen. Ich übe! Rief die neue Aniya sogleich und die beiden sitzenden stöhnten laut auf. Speziell die nasse schlug sich mit einer Hand vor die Stirn, aber was sollte sie auch widersprechen? Streitereien mit sich selbst gewann man in den wenigsten Fällen.

[Beginn Trainingspost: Kettenheilung 0/3150 Wörter]

Bevor sich die drei aber positionierten, tauschten sie die Gedankengänge miteinander aus. Also... eine Wasserverbindung, die mehr als eine Person trifft. Begann die eine und schaute weiter zur nächsten. Ich würde es bei einem einfachen Strahl belassen. Ist denke ich die effektivste Methode. Ihre beiden Abbilder nickten zustimmend. Und wie sagen wir dem Wasser, dass es zum nächsten überspringen soll? Das macht es ja nicht automatisch. Zur Demonstration formte der Bunshin einen Wasserstrahl und nässte damit die langsam trockene Aniya wieder ein. Diese starrte die andere missbilligend an. Vielleicht können wir dem Suiton beibringen, dass es dann auf den nächst näheren überspringt. Also der geheilt werden soll. Auf einen Gegner wäre es schlecht. Die drei grinsten sich gegenseitig schief an. Eine schlug in die Hände. Gut. Probieren wir erst mal, die Verbindung aufzubauen. Dann schauen wir, wie wir das Chakra proportionieren. Zwei der drei begaben sich abseits von der anderen in Position und hielten voneinander ebenfalls nochmal Abstand. Die andere blieb bei den Wassereimer, nur um festzustellen, dass ihre Wasserquelle langsam knapp wurde. Ich hol mal eben noch was. Mit den beiden Behältern verschwand die Dame im Haus und kam wenig später wieder zurück. Dann konnte es wieder los gehen. Einmal zum aufwärmen. Kündigte die Jounin an und schoss den Wasserstrahl auf einen der Doppelgänger. Dieser wurde selbstverständlich voll erfasst. Die noch trockene Aniya kicherte bei dem Anblick ihrer erneut triefenden Kopie. Dann ging es richtig los. Aniya versuchte die Konzentration ihres Suiton Chakra so zu verändern, dass sie de Verbindung über eine weitere Ebene fortführen kann. Denn im Prinzip brach der Strahl ab, wenn er eine Person berührte. Das musste sie in sofern ändern, dass er sich um der einen zusammensetzte und zur anderen weiter sprang. Wie bei der Technik zuvor unterschätzte sie dabei die Wechselwirkungen zwischen Konzentration und Menge. Und der geistigen Steuerbarkeit. Wie erwartet sprang das Wasser zur zweiten Person, doch als sie es weiter lenken wollte, löste es sich und beschrieb einen Bogen. Das war nicht gewünscht, weswegen sie es erneut probierte. Ihr Wille, ihre Vorstellung schien für das Ergebnis noch nicht vollständig gefestigt. Ihr Suiton Chakra erkannte noch nicht ganz das Ziel und daran müsste sie arbeiten. Ganz zum Leidwesen ihrer Bunshin. In den weiteren Versuchen gewöhnte sie dem Wasserschwall also ab, sich von der Person zu lösen, wenn es zu einer anderen weitergehen sollte. Stattdessen klammerte es sich wohl um sehr mehr an das erste Ziel, vermutlich um die Verbindung konstant zu halten. Denn es fühlte sich beim weiteren Fortbewegen an wie ein zähes Kaugummi. Wie ein Küken, dass einfach nicht aus dem Nest springen und fliegen lernen wollte. Die Jounin hatte sich das definitiv anders vorgestellt. Aber vermutlich fehlte der Schliff, damit das Wasser sich endlich löste. Der eine Bunshin langweilte sich bereits. Seine Arbeit als Dummy schien bisher relativ überflüssig, hingegen der andere sich am liebsten nur noch in die warme Badewanne legen und die Kleidung wechseln wollte. Dann aber konnten sie den ersten, richtigen Erfolg beschreiben. Die Verbindung zum ersten Double abermals erfolgreich aufgebaut, schien die Flüssigkeit nun endlich bereit, sich von seinem Ziel zu lösen, ohne es dabei gänzlich zu verlassen. Es schlang sich um den Körper und suchte seinen Weg vorsichtig zum nächsten, schaffte aber bis dorthin nur die Hälfte. Alle drei atmeten erleichtert auf. Okay. Konzentration und Chakramenge verbessern und dann klappt das. Verkündete die Trainierende stolz und tatsächlich war es auch so. Nun endlich beide nass, verband ein breiter Strahl aus Wasser die Frauen. Wie viele wollen wir eigentlich damit treffen? Stellte eine der drei nun eine elementare Frage, woraufhin sie sich alle gegenseitig fragend ansahen. Naja... für mehr als drei Personen wirkt die Technik auf mich doch etwas ineffizient. Zumal wir ja auch noch nicht wissen, wie viel Chakra wir für die Heilung investieren wollen. Kurz durchdachten die verbliebenen den Vorschlag, befanden ihn aber als gerechtfertigt und umsetzbar. Der Bunshin verdrehte die Augen. Natürlich fanden sie den Gedanken gut. Früher oder später wären sie von selbst darauf gekommen. Dies als Anlass nehmend, erschien zwischen den beiden nassen eine Dritte Aniya un diese wollte direkt was einwerfen, doch schnitt ihr die bei den Eimern ab. Oh nein, du stehst da schon ganz gut. Da kannst du bleiben! Unzufrieden spitzte die Frau die Lippen, aber tat wie ihr geheißen.

Mittlerweile geübt darin, schoss der Wasserstrahl regelrecht auf die ersten beiden zu, doch die Dritte erreichte es nicht ganz. Sie feilte an beiden Komponenten für die Chakramanipulation, dann gelang auch das überspringen zur letzten Person im Bunde. Der vermeintlich einfachste Teil an der Sache schien geschafft. Nun wurde es tatsächlich komplizierter. Denn sie musste ihr Chakra entsprechend aufteilen. Das Suiton blieb konstant, die Energie zur Heilung allerdings nicht. Okay, Problem: Wir können eine feste Chakramenge fokussieren und leiten. Was geschieht, wenn mehr als eine Person Anteil daran hat? - Wir können ja so viel Chakra rein leiten, dass jeder mit sehr schweren Verletzungen gleichmäßig geheilt werden könnte. Eine der drei schüttelte den Kopf. Viel zu viel Chakra Verschwendung. Wenn wir das einmal mal machen, verlieren wir viel zu viel. Und außerdem würden extreme Mengen den ersten zuerst durchdringen. Dadurch schaden wir der Person nur unnötig. Nach dieser Aussage nahmen alle drei eine nachdenkliche Pose ein. Wie könnten den Chakraverbrauch und die Heilung möglichst effizient gestalten? Je nach Verletzungen variierte dies ohnehin, allerdings brauchten sie ja eine Richtlinie. Alle drei grübelten vor sich hin. Jeder von ihnen dachte natürlich auf die gleiche Weise. Hoffentlich aber in unterschiedlichen Richtungen. Nach geraumer Zeit ging zumindest einer ein Licht auf und sie schnippste, um die Aufmerksamkeit der anderen auf sich zu ziehen. Wie wär's damit: Wir nehmen eine fixe Startmenge an Chakra und die teilen wir einfach auf. Der erste erhält die größte Menge, der zweite davon nur einen Teil und der letzte den Rest. So stellen wir sicher, dass wir den ersten nicht ins Koma schicken und der ausreichend Heilung erhält und den anderen wird auch geholfen. Einer der Doppelgänger nickte bei diesem Vorschlag eifrig, der andere schmunzelte noch skeptisch. Und was ist bei mehreren Schwerverletzten? Da kommt dann einer auf die Beine und der Rest kriecht trotzdem auf dem Zahnfleisch. Für kurzen Moment wirkten sie wieder nachdenklich, dann zuckte die eine mit den Schultern. Wir können uns ja für den ersten eine sehr hohe Menge an Chakra als Ziel setzen. Wenn wir es richtig verteilen, erhält der letzte noch genug, dass er den Wunden nicht erliegt und wir uns um ihn kümmern können. Anya wog ihren Kopf hin und her, nickte aber schlussendlich. Na gut. Machen wir's so. Und bei nur zwei Betroffenen ist es dann eine 50:50 Verteilung. Sollte machbar sein. Diese elementare Frage nun auch geklärt, brachten sich die drei durchnässten Bunshin wieder in Position. Die Trainierende bereitete sich ebenfalls vor. Testweise führte sie erst die gewöhnliche entfernte Heilung aus, zumindest fast. Sie hatte schließlich niemanden zum heilen. Dann ging es an das wirklich eingemachte. Schubweise leitete die junge Frau das grünliche Chakra durch die wässrige Verbindung und die gewaltige Menge erfasste den Bunshin auch. Dieser spürte die Intensität des Chakra deutlich und nickte, dass es so stimmen musste. Dann versuchte sie es zu teilen, aber daran scheiterte es bereits. Suiton und gewöhnliches Chakra schienen nicht konform miteinander und der Ausgleich fehlte. Zusätzlich fiel es der Braunhaarigen schwer, die Energie zur Zellregeneration wieder vom Betroffenen zu lösen. Es wollte heilen, keine Frage. Nur gab es weitere Personen, die dessen Hilfe benötigten. Sie atmete einmal tief ein und aus, ehe sie einen neuen Anlauf wagte. Die Konzentration etwas abgeändert, ging es in einen neuen Versuch. Direkt spürte sie einen Unterschied zwischen den beiden Parteien und das Chakra bewegte sich fließender durch das Wasser. Wieder umhüllte es die getroffene Stelle des Bunshin. Aniya schloss angestrengt die Augen. Sie müsste das Chakra nun präzise leiten. Spalten und aufteilen. Es war... herausfordernd, sich gleichermaßen auf die Suiton Basis und auf eine andere Chakramenge zu konzentrieren. Im Grunde musste die Energie ja nicht mal trennen. Sie brauchte nur in geringerer Menge und Stärke zum nächsten fließen. Vor ihrem geistigen Auge versuchte sie das Chakra entsprechend diesem Wunsch zu steuern. Es wehrte sich nicht, aber schien auch nicht ganz den Sinn zu verstehen. Die zu heilende Person war bereits da, wo sollte es noch hingehen? Aber die Medic wusste ihren Energien von Neuem zu überzeugen. So kroch es langsam und fast schon vorsichtig weiter. Der Bunshin nickte und machte eine Geste, die von Erfolg sprach. Die spürte, wie die Intensität deutlich abnahm. Aufmerksam, eigentlich sogar neugierig beobachteten die anderen beiden das Phänomen. Es verlangte viel Anstrengung von der Frau, aber sie schaffte es, dass das Chakra sein zweites Ziel erreichte. Und dabei nicht vom ersten abließ. Für die zweite Station war es spür-, für den Rest durch das grünliche Schimmern des Wassers erkennbar. Sie konnte auch ungefähr benennen, um was für eine Chakramenge es sich handelte. Damit könnten sie zwei Leben im Zweifel gleichzeitig retten. Aufgrund der Anstrengung brach die Frau kurz ab und verschnaufte. Die aufgebrachten Mengen zerrten doch etwas an ihrem Haushalt. Auch dafür müsste sie sich noch eine Lösung überlegen. Schlaf konnte nicht die einzige Möglichkeit sein, um in kurzer Zeit Chakra nach zu tanken. Aber das waren Gedanken für einen anderen Tag. Jetzt setzte sie zu einem letzten Versuch an, bei welchem die Frau hoffte, dass es klappte wie vorgestellt. Abermals entstand die Verbindung aus Wasser und das grüne Chakra bahnte sich bereits schneller seinen Weg. Da die Weiterleitung nun bekannt schien, sträubte es sich nicht so wie beim ersten Mal und glitt sanfter zu der zweiten Station. Nun quälte sich die Jounin erneut, denn die Energien schienen noch widerspenstiger. Nochmals verteilen? Wie sollten sie dann anständig heilen? Aber es beugte sich und krallte sich die letzte Etappe auf seinem Weg voran. Mit dem erreichen des letzten Bunshin, atmeten die drei auf. Es funktionierte. Zumindest die Weiterleitung. Erschöpft ließ sich das Duplikat auf den Boden sinken und lächelte angestrengt.

[Ende Trainingspost: Kettenheilung 1648/3150 Wörter]


Na bitte. Dann können wir ja jetzt ins Krankenhaus und die Heilung richtig testen. Die drei nassen Doppelgänger sahen sich an. Pardon, du kannst ins Krankenhaus. Wir sind fertig. Tschüssi! Wie aus einem Mund verabschiedeten sich die drei in einer weißen Rauchwolke gleichzeitig und zurück blieb nur noch der eine Bunshin. Sie ließ aufgrund dieser tollen Kameradschaft den Kopf hängen, aber sie hatten auch recht. Jetzt brauchte es nur noch einen, der das Werk vollendete. Etwas erschöpft richtete sie sich auf und ging ins Haus zurück. Dort machte sie sich frisch und dann direkt auf den Weg.

TBC: Konohagakure -> Krankenhaus



Statusupdate:
14x sehr hoch + 1x hoch + 1x mittel
Chakra 10 = 50% weniger Chakraverbrauch
----------
Kage Bunshin - 1x gering + 1 sehr gering
Jutsu erlernen - ca. 4x sehr hoch + 1x hoch
----------
noch verfügbares Chakra ca. 7x sehr hoch + 1x hoch + 1x mittel + 1x gering + 1x sehr gering


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