Anekos Quartier[Anbu-HQ]

Der Sitz der ANBU-Einheit liegt versteckt im Dorf Konohagakure.
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Aneko Kamizuru
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Anekos Quartier[Anbu-HQ]

Beitragvon Aneko Kamizuru » Di 27. Jan 2015, 19:21

[align=center]Quartier von Ziffer 6

[/align]

[align=justify]Auf den Gängen des Wohnkomplexes der ANBU gibt es dutzende von identisch aussehenden Türen. Ein schlichtes Schild mit der Aufschrift "Ziffer 6" unterscheidet diese Tür von den anderen, zusammen mit einem eingebauten Postfach in der Tür. Wie jede andere Tür ist sie mit einem Siegel verschlossen, das sich nur auf das Chakra ausgewählter Personen hin (Aneko, Anbucaptain) hin öffnet. Ansonsten lässt sich die Tür nur von innen öffnen.

Betritt man das Zimmer, steht man zuerst in einem Eingangsbereich, der einem kurzen Gang ähnelt. Auf der linken Seite befinden sich Gaderobenhaken und auf der Rechten eine Tür, die in ein minimalistisch eingerichtetes Bad weitergeht. Darin findet sich wirklich nur Dusche, Klo, Waschbecken, Spiegel und ein kleines Schränkchen. Verlässt man den Eingangsbereich steht man direkt in Anekos Wohn- und Schlafzimmer. Das Bett steht immer gemacht etwa mittig im Raum. Rechts daneben ist ein großer geschlossener Schrank, in dem das Mädchen ihre Kleidung aufbewahrt. Unter dem Bett verbirgt sich eine Gymnastikmatte, die die Kamizuru für ihre morgendlichen Dehnübungen nutzt und nachher wieder wegräumt. An der freien Wand (Wand mit dem Fenster) befindet sich ihr Arbeitsplatz als Ziffer 6. In einem übersichtlichen Schreibtisch mit etlichen abschließbaren Schubladen verschwinden wichtige Akten oder geheime Dokumente, bevor sie das Zimmer verlässt, und für alle anderen Sachen bietet die Regalkombination, die sich über die komplette Wand erstreckt, genügend Stauraum. Über ihrem Schreibtisch befindet sich eine Magnetpinnwand mit der einen oder anderen für Außenstehende zusammenhangslosen Notiz. Für einen Anbuanwärter verbringt Aneko zwar viel Zeit im Hauptquartier und in ihrem Zimmer, aber außer einer gut gefüllten Schale Honigbonbons findet man hier keine persönlichen Gegenstände.[/align]
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Re: Anekos Quartier[Anbu-HQ]

Beitragvon Aneko Kamizuru » Di 27. Jan 2015, 22:07

--> Anbu-Archive

In dem Wirrwarr aus Gängen hätte ich mich trotzdem fast verlaufen – mehrmals fast verlaufen. Ich schob es gedanklich auf eine blöde Architektur und den Restalkohol. Schließlich war ich aber vor einem Zimmer mit der Beschriftung Ziffer 6 angekommen. Beiläufig betrachtete ich den Briefkasten in meiner Tür und wollte sie aufdrücken, aber die Tür klemmte. Beziehungsweise bewegte sich noch nicht einmal die Klinke. Irritiert machte ich einen Schritt zurück und schaute noch einmal auf das Schild – ja, das war mein Zimmer. Dann untersuchte ich die Tür genauer – zum Glück war außer mir keiner auf diesem Gang – und entdeckte das Siegel um die Klinke herum. Auch alle anderen Türen hatten eines. Einer Eingebung folgend legte ich wieder die Hand auf die Klinke und leitete etwas Chakra in das Siegel – und sofort sprang die Tür auf. Okay, also gab es hier einen Sicherheitsmechanismus. Gut zu wissen. Ich durchquerte den Flur ohne die Schuhe auszuziehen und ließ meinen Blick durch das Zimmer schweifen. Das große Bett, in dem leicht zwei Personen Platz gehabt hätten, war zugeschlichtet mit meiner Kleidung und den wenigen persönlicheren Sachen aus meinem Schrank. Das würde alles problemlos in den Schrank passen, den ich hier zur Verfügung hatte. Die Schrankwand mit dem Schreibtisch war ebenfalls fast leer – auf dem Tisch befanden sich Büro-Utensilien und Magneten hingen an der Pinnwand. Eine einzelne Liste war daran fixiert. Ich trat an den Schreibtisch heran, legte die Akten ab und nahm den Zettel – Funkfrequenzen. Schnell nahm ich meinem Empfänger aus dem Ohr und speicherte die neuen Stellen ein – unterschiedliche wichtige oder weniger wichtige Bereiche des Dorfes konnte ich damit Abfragen. Sei es die Durchwahl vom Bob oder die der Wachen am Tor, aber auch die Archivabteilung. Dann steckte ich den Empfänger wieder an und warf einen ersten Blick ins Bad – klein aber fein. Ich wusste nicht ob ich es selbst sauber halten musste oder ob geputzt wurde, aber das würde ich mit der Zeit noch feststellen. Mein Blick musterte mich selbst in dem Spiegel. Immerhin sah ich besser aus als heute Morgen. Die Augenringe waren natürlich nicht verschwunden, aber ich wirkte wacher und war nicht vollgekotzt. Ich öffnete einen der Schübe und stellte fest, dass man die Schränke mit 0-8-15-Körperpflegeprodukten gefüllt hatte. Perfekt. Hin und wieder dachten die Jungs und Mädls hier offenbar doch mit. Zurück in meinem eigenen Zimmer sortierte ich die Kleidung in den Schrank ein und schnappte mir dann die Akten von Yuu. Auf das Bett neben mich legte ich eine Hand voll Senbon, auf meinem Schoß lag ein Block mit Stift und dann begann ich damit, die Akte von Sumi zu lesen. Die Akte war eine faszinierende Sammlung von Fakten. Teilweise sehr detailreich, so beispielsweise ihr Akademieleben, aber auch wieder sehr oberflächlich wenn es um ihre Verhalten außerhalb geregelter Maßnahmen ging. Welche Lokale besuchte sie gerne? Was trank sie gern? Nun, solche Fakten konnte ich von einer Akte wohl kaum erwarten. Dafür wusste ich genauestens, das sie sich gerne als die Stärkste, Klügste, Beste und Schlagfertigste ihres Team darstellte und dummerweise oft recht bekommen hatte in Missionen. Ein Tiefschlag musste das Verschwinden ihres Vaters für sie gewesen sein und daraufhin hatte wohl auch ihre Mutter zu bröckeln begonnen. Diese würde der Verlust von Sumi zwar treffen, aber sie hatte noch drei andere Kinder – alle im Dienst des Dorfes. Sumis Tod durfte demnach keinesfalls mit dem Dorf assoziiert werden. Es sollte nach Möglichkeit einen klaren Schuldigen dafür geben… oder ohne Zweifel die Unschuld aller anderen bewiesen sein. Mein Stift fuhr über das Papier und notierte die wichtigsten Punkte, die ich herausgefunden hatte, und alles, was ich noch herausfinden musste. Dann kam Sherizas Akte dran. Hier war die Akte ganz ähnlich aufgebaut, nur in manchen Fällen wesentlich detaillierter und brisanter. Ihre Schwester war eine ANBU, das erschwerte das gesamte Vorhaben ungemein. Saira – ihre Akte landete mit auf meiner Liste. Ich musste wissen mit wem ich es da zu tun hatte. Ansonsten erschien Sheriza im Gegensatz zu Sumi fast unfertig… ihre Wünsche, die man herauslesen konnte, waren oftmals etwas schwammig und von ihrer Leichtsinnigkeit beziehungsweise Naivität hatte ich mich selbst überzeugen können. So Leid es mir um das Mädchen tat, mit ihr würde ich das leichtere Spiel haben, trotz ihrer Halbschwester. Weitere Notizen folgten auf meinem Zettel und dazu noch Verhaltensmuster, die ich bei ihnen beobachten hatte können. Vielleicht war es mir möglich, über Sheriza Sumi zu schwächen… aber ich durfte Nightshade nicht aus den Augen lassen. Das war die letzte Akte, die ich mir vorerst ansehen wollte. Er war wesentlich schwerer zu lesen. Dass er ein Senju war, war sehr interessant, und offenbar entsprach er auch dem klassischen Bild eines solchen. Für einen Anbu erschien er mir fast als zu netter und sanfter Zeitgenosse, andererseits war er treu und dadurch wohl recht wertvoll. Große Schicksalsschläge hatte er offenbar nicht erlitten und seine Ausbildung war recht durchschnittlich verlaufen. Besonders hatte er sich wohl auf die Anatomie und die Psyche des Menschen speziallisiert – er würde also aus mir lesen können wie aus einem Buch wenn wir einander begegneten. Außerdem war er Fuinjutsuka. Ich schlug die Akte zu und legte den Knopf an das Headset. Dann ging ich noch einmal geistig die Punkte durch, die ich noch zur Vorbereitung notiert hatte, bevor ich mich an die Frequenz des Archivs wandte. Ich forderte mit den Rechten meines Namens die Akte von Saira an ebenso wie die von Sumis verschollenen Anbuvater. Außerdem verlangte ich nach einer Zusammenstellung von Anbuakten. Nach Möglichkeit sollten es Leute sein, die momentan in keinen konkreten Auftrag eingebunden waren oder bei ihrer Aufgabe problemlos ersetzt werden konnte. Außerdem wäre es praktisch wenn sie Mitglieder der ehemaligen Inteldivision waren, die ihre Körpersprache gut genug beherrschten um sich nicht durch diese zu verraten – bestenfalls also Leute schon einmal brenzlige Spionageaufträge hatten. Ein weiteres Sortierungsmerkmal war, das sie weder mich noch Nightshade noch Saira noch Sumis Vater kennen durften. Da hörte ich bereits wie der Archivanbu auf der anderen Seite des Kanals aufstöhnte. Trotzdem fügte ich noch hinzu, dass die ausgewählten Leute noch unter 30 sein sollten. Als Zeitspanne gab ich ihm bis heute Abend an, dann sollte eine Liste mit mindestens 20 Namen im meinem Postkasten gelandet sein, sowie Akten oder Aktenkopien der 5 Favoriten. Zuletzt sprach ich ein Schweigegebot aus und wies sie an die Aufgabe alleine oder maximal zu zweit durchzuführen, wobei ich beide Namen haben wollte. Das reichte dann erst einmal an Arbeit für das Archiv. Ich streckte mich am Bett aus und schloss für einen Moment die Augen. Lauschte meinem eigenen Atem für eine ganze Weile, dann stand ich ruckartig auf, packte die Sachen und Notizen in einen Schub und verließ das Zimmer wieder. Auf der einen Seite hatte ich jetzt wieder richtig Hunger bekommen, auf der anderen Seite war es erst Nachmittag und ich konnte den Tag ja nicht ungenutzt verstreichen lassen. Sonst würde ich noch einrosten.

--> Straßen
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Re: Anekos Quartier[Anbu-HQ]

Beitragvon Aneko Kamizuru » Di 10. Mär 2015, 19:46

--> Trainingsplatz 21

Der Tag forderte seinen Tribut noch bevor ich am Hauptquartier angekommen war. Ich war mitten im Dorf als ich plötzlich merkte wie sich mein Körper anders verhielt. Zuerst bemerkte ich, wie mir der Schweiß die Stirn hinab ran, dann schienen meine Beine müde zu werden. Nur mit Mühe schaffte ich es in meinem Atemrhythmus zu bleiben und nicht keuchend zu atmen. Konzentriert kämpfte ich weiter gegen die Müdigkeit in meinem Körper an und schaffte es schließlich mit viel Willenskraft durch das Labyrinth in die Eingangshalle des Quartiers. Dort stoppte ich nicht, sondern wurde nur langsamer und ging konzentriert Schritt für Schritt den Gang entlang. Eher unterbewusst hatte ich die Behandlungszimmer im Quartier wahrgenommen und jetzt trugen mich meine Beine direkt dorthin. Ich öffnete eine Tür und trat in das Zimmer, wobei ich fast vergessen hätte zu klopfen. „Hallo… kann mir jemand die Schnitte da zu machen?“, fragte ich halb abwesend und die beiden anwesenden Medicanbu wechselten Blicke, bevor einer nickte und mich in Richtung einer Liege zog. Dankbar setzte ich mich darauf und schwang auch die Beine hinauf, sodass sie in einer bequemeren Behandlungshöhe waren. Der andere Anbu, hier natürlich ohne Maske unterwegs, tauchte mit einem Glas Orangensaft wieder in meinem Blickfeld an. Die junge Frau drehte es mir an während ihr älterer Kollege den Honig von meinen Schnittwunden löste. Diese fingen daraufhin natürlich gleich wieder das Bluten an, wurden jedoch schnell und schmerzlos geschlossen. Ein absoluter Routineeingriff für erfahrene Medicnin und als Anbu-Medic hatte der Mann vermutlich schon wesentlich schlimmeres gesehen. Die Frau hingegen unterhielt sich mit mir und kontrollierte eher beiläufig meine allgemeine Verfassung. Als sie feststellte, dass mein nutzbarer Chakrahaushalt fast leer war, prasselte eine Schimpftirade auf mich nieder. Das war gefährlich und unverantwortlich, mir und dem Dorf gegenüber. Shinobis und Kunoichis durften sich verausgaben, aber Anbu mussten jederzeit einsatzbereit sein und mich würde ein Einsatz gerade umbringen. Ich nickte nur abwesend, schlürfte an meinem Orangensaft und beobachtete, wie sich eine Wunde nach der anderen schloss. Die Behandlung dauerte eine halbe Ewigkeit und langsam wurden meine Lider schwer, dann durfte ich gehen unter der Auflage heute kein Chakra mehr zu verbrauchen. Dem konnte ich diskussionslos zustimmen – nach mir schrie gerade nur mein Bett.
Als ich vor meinem Quartier angekommen war, bemerkte ich wie recht die junge Medic gehabt hatte. Ich ließ nur eine minimale Menge meines eigenen Chakras in die Türklinke fließen, um sie zu öffnen, da breitete sich stille in meinem Körper aus. Einen Moment lang war ich irritiert, dann verstand ich, dass die Bienen nun in ihren Ruhemodus verfallen waren. Als ich einen Schritt durch die Tür hindurch ging merkte ich, wie meine Knie regelrecht das Zittern anfingen und schnell schloss ich die Tür wieder hinter mir. Auf dem Weg zum Bett streifte ich mir nur schnell die honigbespritzen Klamotten vom Körper und schlüpfte unter die Decke. Duschen? Nein, das hatte Zeit. Nach den Akten sehen? Wurde vollkommen überbewertet. Erst einmal wollte ich nur schlafen.
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Re: Anekos Quartier[Anbu-HQ]

Beitragvon Aneko Kamizuru » Di 7. Apr 2015, 20:16

Ein Rauschen drängte sich in mein Bewusstsein. Zuerst warf ich mich noch unwillig von einer Seite auf die andere, dann drang die Stimme in mein Bewusstsein durch. "Ziffer 6. Hier spricht das Anbu-Archiv. Bitte kommen." Meine Hand fand das Headset, das ich offenbar nicht abgenommen hatte bevor ich ins Bett fiel. "Ich höre.", antwortete ich genervt und setzte mich im Bett auf. Streckte mich erst einmal und hörte das leise knacksen, als meine Knochen wieder in die richtige Position gerückt wurden. "Die Liste wäre soweit fertig, aber wir haben nur 18 geeignete Personen gefunden.", meinte der Archivanbu und stockte mitten in der Bewegung. Okay, langsam wurde mir klar war Yuu meinte. Ich unterdrückte den Drang, mir gegen die Stirn zu schlagen und drückte stattdessen wieder auf das Sendeknöpfchen. "Kein Problem. Bringen Sie die Liste und alle anderen Unterlagen in mein Quartier. Ziffer 6 Ende."
Ich ließ mich zurück ins Kissen fallen und zog mir den Funkempfänger aus dem Ohr. Wegen so einer Kleinigkeit weckten sie mich auf... nun, für irgendetwas würde es schon gut sein. Beiläufig las ich die Zeit von meiner Armbanduhr ab und quälte mich dann aus dem Bett. Ich hatte die honigbeschmierten Klamotten ja ausgezogen, aber der Honig in meinen Haaren und an meinen Händen hatte wohl ausgereicht. Die Bettwäsche war hinüber. Ich zog sie ab und entdeckte nach einiger Suche einen Wäscheschacht, wo ich sie hinunter warf. Außerdem waren in dem Schrank noch frische. Ob ich meine Klamotten da auch zum Waschen werfen konnte? Ich durchsuchte die dreckigen Westen und stelle fest, dass kleine Aufkleber mit meiner Zimmernummer hineingenäht waren. Also wanderten diese Sachen hinterher, bevor ich unter der Dusche den Honig loswurde. Kaum hatte ich mich wieder angezogen, hörte ich auch schon die Akten in meinen Postkasten fallen. Perfektes Timing… trotzdem hätte ich gerne noch weitergeschlafen. Ich quälte mich also an den Schreibtisch und blätterte eher lustlos durch die Akten. Die klangen alle so nach Musterknaben… perfekte Kindheit – Schicksalsschläge gehörten zum guten Ton – perfekte Ausbildung, perfekte Dienstzeit. Keiner von denen hatte sich bisher etwas zu Schulden kommen lassen. Sheriza konnte ich vielleicht mit dem Aussehen von den einen oder anderen locken, aber für Sumi würde es kaum reichen. Schließlich suchte ich einfach zwei Leute aus, die meiner Meinung für den ersten Moment reichen würden und bestellte sie zu mir. Keine fünf Minuten später öffnete ich ihnen die Tür und beinahe wären ihnen die Kinnladen herunter gefallen. Ich verzog keine Miene und wies sie stumm an mir zu folgen. Sollten sie sich doch über mich lustig machen. Wenn sie meine Befehle nicht ernst nahmen, würden sie es mit Yuu zu tun bekommen und wohl nie wieder die Chance haben, Befehle zu missachten. Das drückte ich auch ganz genauso aus, als ich ihnen die Akten der Personen gab, denen sie auf irgendeine erdenkliche Art näher kommen sollten. Gleichzeitig zeigte ich ihnen das Bild von Nightshade und gab ihnen sämtliche aus meiner Sicht relevante Informationen, bevor ich sie wieder vor die Tür setzte. Meldung sollten sie mir zu jeder erdenklichen Uhrzeit erstatten und wenn sie mich via Funkempfänger nicht wach bekamen, sollten sie gefälligst vor meiner Tür erscheinen. Außerhalb des Quartiers durften sie mich jedoch keinesfalls oder nur getarnt aufsuchen, da ich weiterhin als normale Chunin agierte. Kaum hatte ich die Tür hinter ihnen geschlossen entschloss ich mich zu einem weiteren Nickerchen und rollte mich wieder auf meiner Bettdecke zusammen. Aber ganz wollte mir das Einschlafen nicht gelingen… meine Gedanken hatten endlich Zeit um all das zu kreisen, was sich die letzten Tage ereignet hatte. Ich war von den Anbu wiederentdeckt und ins Ziffernprojekt eingeteilt werden, aber schon am Tag darauf wurde das Projekt mehr oder weniger vollständig aufgelöst und durchgefallene Kandidaten zum Übungsprojekt derer, die bestanden hatten. Außerdem hatte ich tatsächlich noch ein Team bekommen… mit zwei Genin und einer Sensei, die vermutlich auf irgendeine Art mit Minato Uzumaki in Verbindung stand. Nicht zu vergessen das beim Nukeninangriff mein Vater gestorben war und wir Kirigakure den Krieg erklärt hatten, weil wir nicht richtig ernst genommen wurden. Mir war Heilung für meinen Bruder versprochen worden und meine Mutter verachtete mich. Ach, und irgendwie schienen die Kamizuru stärker zu sein als bisher vermutet… die letzten Tage waren einfach der Wahnsinn.
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Re: Anekos Quartier[Anbu-HQ]

Beitragvon Aneko Kamizuru » Mi 22. Apr 2015, 22:43

Wahnsinn war noch schön gesagt. Es gab so vieles, das ich erledigen sollte... beispielsweise sollte ich mich daheim blicken lassen. Mein Vater war ermordert worden und das Haus zerstört. Meinen Bruder hätte fast der Schock das Leben gekostet. Ich war jetzt hier untergekommen und erstmal weg von dem Stress, aber zumindest die Beerdigung sollte ich besuchen. Allerdings hatte ich keinen Peil wann die war... Ich schloss die Augen und lauschte ein paar Minuten in die Stille meines Zimmers. Es war nicht mehr ganz still... das Leben war in meinen Körper zurück gekehrt. Die Bienen rührten sich wieder, also konnte ich es wohl riskieren etwas Aktiver zu werden. Ich stand also auf und packte erst einmal meinen Gürtel neu, bevor ich die ganzen brisanten Daten in meinem Schreibtisch verschwinden ließ. Außer dem zerknitterten Bett deutete nichts mehr daraufhin, das dieses Zimmer bewohnt wurde. Zumindest auf den ersten Blick nicht. Dann verließ ich das Zimmer und schlenderte in Richtung Ausgang. Nebenbei las ich jedes Schild an dem ich vorbei kam - das Hauptquartier war verdammt groß und nachdem ich die Rechte einen Squad Leaders bekommen hatte, was auch immer das nun im Detail bedeutete, sollte ich mich hier ein wenig auskennen. Schließlich war ich in der Eingangshalle eingetroffen und verließ durch den Haupteingang den unterirdischen Komplex.

Draußen war es später Nachmittag geworden und die Sonne bewegte sich auf den Horizont zu. Die Straßen waren schon wieder gut gefüllt und alle Menschen schienen sich daran gewöhnt zu haben, das es hier ständig Bauarbeiten gab. Hier eine eingestürtzte Wand, dort ein gesprengter Brunnen und um die nächste Ecke stand ein Haus, dem das halbe Dach fehlte. Aber überall waren schon Handwerker unterwegs - die mussten in Konoha ja ein Vermögen verdienen. Wenn diese ganzen Katastrophen irgendwann überstanden waren, vielleicht nachdem der Krieg uns wieder Respekt verschafft hatte, würde es mich nicht wundern wenn die Bauarbeiter Nuke hier rein jagten um wieder etwas zu tun zu haben. Das war eine absolut absurde Idee, aber irgendwie war mir gerade danach unsinnige Zukunftskomplotte zu schmieden. Ernste Themen hatte ich heute schon genügend. An einem Stand kaufte ich mir einen Obstsalat und bewegte mich gemächlich in Richtung meines Elternhauses. Ob Sayuri die beiden Genin schon gefunden hatte? Wie waren ihre Namen noch einmal... Akio Shorai und Shishi... Moment, da war was auffälliges... Der Name war weg. Dann rauschte plötzlich mein Funkempfänger und für einen Moment dachte ich meine losgeschickten Anbus wären schon fündig geworden. Aber nein, wenn man vom Teufel sprach... oder an ihn dachte, jedenfalls meldete sich Sayuri per Funk. Sie hatte die anderen beiden aufgetrieben und war auf dem allgemeinen Trainingsplatz. Als sie schwieg stellte ich auf Sprechen um. "In Ordnung, ich bin in ein paar Minuten da.", bestätigte ich und machte auf der Stelle kehrt. Gerade noch rechtzeitig. Zwei Straßen weiter und ich wäre zu Hause gewesen - da war mir ein Teamtreffen mit ein paar Knirpsen wesentlich lieber.

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Re: Anekos Quartier[Anbu-HQ]

Beitragvon Aneko Kamizuru » Do 25. Jun 2015, 18:03

--> Sumis Apartment

Der gleichmäßige Rythmus aus Schritten und Atemzügen half mir innerlich wieder zur Ruhe zu kommen. Ich durchquerte das Dorf auf direktem Weg und achtete auf nicht mehr als diesen immer wiederkehrenden Zyklus. In gewisser Weise hatte meine Handlung oder besser gesagt das Ergebnis dieser zu sehen mich geschockt, aber das Opfer war notwendig gewesen. Sumi musste zum Schweigen gebracht werden. Morgen, übermorgen oder vielleicht auch noch heute Abend, würde sie jemand finden und das Ganze für einen schrecklichen Unfall halten. Der Alkohol würde die Schuld dafür tragen und nur meine Clanschwester, der Anbucaptain und ich wussten, dass es anders war. Solche Geheimnisse würden von nun an meine Karriere pflastern, aber das gehörte zum Berufsbild eines ANBU. Ich durchquerte also das Labyrinth und die Eingangshalle, die langen verschachtelten Gänge und blieb schließlich vor meinem Apartment stehen. Und vor der Person, die neben der Tür lehnte. Kurz überlegte ich mich für die Verspätung zu entschuldigen, aber das brauchte ich nicht. Kommentarlos sandte ich eine kleine Chakramenge in meine Türklinke und öffnete das Zimmer. Vor dem Brünetten mit der ANBU-Maske betrat ich den Raum, streifte meine Turnschuhe ab und setzte mich auf das zentralstehende Bett. „Nimm dir ruhig den Stuhl und setz die Maske ab, wir sind nicht unter Feinden.“, meinte ich in einem merkwürdigen Tonfall zwischen Befehl und Bitte. Er tat wie ihm Geheißen und setzte sich mir gegenüber auf den Bürostuhl. Unter der Maske tauchte ein durchschnittliches Gesicht auf und für einen Moment musste ich an den ANBU-Verräter denken. Wenn der Mann mit einem Recht gehabt hatte, dann damit, dass er selbst absolut durchschnittlich aussah. Hier hatte ich eine andere Version dieses Durchschnittshinobis vor mir, jedoch eine treue Version. Ich musterte ihn einen Moment zu lange, bevor ich wieder das Sprechen anfing. „Wie nennst du dich?“, formulierte ich die Frage um den Begriff Namen herum. Natürlich kannte ich den aus der Akte, aber deswegen konnte ich ihn trotzdem so ansprechen wie er es wünschte. „Shisaki.“, stellte er sich mit nichtssagender Stimme vor. Für Befragungen musste er mit seiner Unauffälligkeit wirklich schrecklich gewesen sein, was wohl der Grund für seine Zuteilung zur Intel war. Sicher äre es interessant ein paar Sachen über diese ehemalige Abteilung zu erfahren, aber es war schon spät wie mir meine Armbanduhr verdeutlichte und so redete ich nicht lange um den heißen Brei herum. „Okay, ich bin für dich Ziffer 6 oder Maya, aber kommen wir zum Punkt. Mir fehlt die ANBU-Grundausbildung, wie sie jeder hier erhalten hat. Das heißt, ich weiß weder wie hier Nachrichten übermittelt werden, noch kenne ich die Verhaltenskodexe oder spezielle Jutsus. Mein eigentlicher Lehrer ist viel beschäftigt und da dachte ich du könntest mir da weiterhelfen, da ja jeder ANBU diese Ausbildung genossen hat. Kannst du das?“ Meine Worte schienen ihn doch ein wenig überrascht zu haben, aber schließlich nickte er zögernd. „Ich denke, ich kann Ihnen den Großteil beibringen. Aber es gibt Jutsus, die ich nicht beherrsche und Sachen, die ich nicht weiß.“ Ich winkte noch während seinem Einwand ab. „Besser als meine Kenntnisse in jedem Fall. Ich will alles wissen, was du weißt, denn als Ziffer 6 habe ich Zugriff auf sehr viele Daten, wie du sicher schon bemerkt hast.“ Er verzog ein wenig das Gesicht, nickte jedoch. Natürlich gefiel es ihm nicht das ein Quereinsteiger wie ich nun Zugänge bekam, wie sie ihm wieder abgenommen worden waren. Aber da würde er jetzt durch müssen. „Also ich möchte morgen Abend um die vorher ausgemachte Uhrzeit damit anfangen. Die Zeit bis dahin bleibt dir als Vorbereitung.“ „Wollen Sie mit einer praktischen oder einer theoretischen Stunde starten?“ „Einer Mischung. Wenn ich mit unserem Training fertig bin, ist mein Tagesablauf zu Ende. Das heißt ich kann da auch große Mengen an Chakra investieren, wenn es notwendig ist.“, beantwortete ich seine Frage zufriedenstellend. Die weitere Ausgestaltung ließ ich ihm frei. Einige Augenblicke lang blieb es still und wir schienen beide zu überlegen, ob es noch irgendetwas zu sagen gab. Mir fiel siedenheiß ein, dass ich meinen erfolgreichen Mordauftrag noch melden musste. Er hingegen schien keine Anmerkungen mehr zu haben und verabschiedete sich knapp. Ich griff zum Funkempfänger und wählte Yuus Frequenz. Mehrmals meldete ich mich als Ziffer 6, aber es kam keine Antwort von ihm zurück. Die Leitung war schlicht und ergreifend leer. Eine ganze Weile haderte ich mit dieser Situation. Wo steckte der ANBU-Captain, das er nicht ansprechbar war? Sonst reagierte er auch immer. Schließlich schaltete ich die Frequenz auf die andere eingeweihte Führungsperson um – meine Clanschwester. „Hokagin-sama? Hier spricht Ziffer 6.“, meldete ich mich und wartete auf eine Rückmeldung, dann würde ich fortfahren. „Ich kann Mephisto nicht erreichen, aber ich habe ein paar Meldungen zu machen. Der Auftrag Sheriza und Sumi ist erledigt. Sheriza war bereits durch eine Explosion verstorben, als ich sie gesucht habe. Sumi´s Tod sieht nach einem Unfall aus, an dem Alkohol und Glasscherben beteiligt sind.“, drückte ich es möglichst distanziert aus. Trotzdem flackerte das Bild vor meinem inneren Auge auf. Mit ein paar anderen Gedanken schob ich es zur Seite. „Außerdem habe ich heute mein Team getroffen. Sayuri Uzumaki musste auf Mission und ich habe mit ihr abgesprochen, dass ich das Team ersatzweise trainieren werde bis sie wieder zurückkehrt. Natürlich geht meine Ausbildung vor.“, schob ich direkt noch die anderen interessanten Informationen nach. In der Zwischenzeit war ich zu meinem Schreibtisch gegangen und sammelte mit einer Hand die unzähligen Anbuakten sowie Sherizas und Sumis zusammen. Die sollte ich heute noch zurückgeben und dabei auch gleich die von Akio, Shishi und vor allem Katsu anfordern. Sayuris könnte ich mir auch ansehen, aber eine unwissende Chunin zu spielen war leichter wenn ich keine Informationen über sie hatte.
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Re: Anekos Quartier[Anbu-HQ]

Beitragvon Aneko Kamizuru » Mi 5. Aug 2015, 18:00

Nach meiner Meldung dauerte es einige Sekunden bis die Hokagin mir antwortete. Meine Erfolgsmeldung würde knapp positiv kommentiert, bevor die Erklärung für Yuus Abwesenheit auf dem Fuße folgte. Diplomatische Angelegenheiten mit Yukigakure klären? Dabei musste es fast zwangsweise um den Krieg gehen. Bisher hatte es keine Gefechte gegeben, aber allein die offizielle Erklärung konnte die Wirtschaft gewaltig durcheinander bringen. Nun gut, jetzt wusste ich zumindest, dass ich ausreichend Zeit für die Genin aufbringen konnte. Nur leider würde ich als ANBU in der Zeit nicht wirklich weiter kommen. Die nächste Mitteilung von meiner Clanschwester irritierte mich allerdings – Sayuri war NICHT auf Mission? Weshalb war sie dann abwesend? Nun gut, die Dorfchefin wollte das Untersuchen und würde mir mitteilen, wenn das Geschehen für mich von Bedeutung war. Mit meiner vorrübergehenden Teamleitung hatte sie auch kein Problem sondern war im Gegenteil sogar begeistert davon. Richtige Entscheidung.
Eine kurze Pause folge und ich wollte bereits den Funk beenden, als Senjougahara sich wieder meldete. Eine Mission? Für ein unvollständiges Team? Ich kannte die Bestimmungen nicht auswendig, aber in meiner Geninzeit war mir das so nie untergekommen. Nun gut, sie war die Hokagin, sie musste es also wissen. Die Mission an sich hörte sich nach einer typischen Geninmission mit etwas Bienenstichgefahr an. Und für mich war das ganze durchaus interessant. Man mochte es nicht glauben aber als Kamizuru hatte ich bisher auch nur über Bienen gelesen. Einen echten, freien Stock hatte ich noch nie zu Gesicht bekommen. „Okay, verstanden. Wir kümmern uns darum.“, beendete ich den Funkverkehr endgültig und schüttelte die vergangenen Momente ab. Jetzt hatte ich eine neue Mission und musste mich darauf konzentrieren. Aber erst einmal gehörte ich ins Bett.

Der nächste Morgen begann etwas später als normal – dafür war ich voll ausgeruht. Ich zog mein morgendliches Training durch – Dehnübungen, Krafttraining, Joggen. In einem kleinen Kaffee besorgte ich mir Frühstück. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich noch eine knappe Stunde hatte bis zum Treffen. Masahiro Izukawa hatte meine Clanschwester gesagt. Irgendwoher kannte ich den Nachnamen, aber ich konnte mich nicht genau entsinnen wo ich ihn bisher gehört hatte. Wenn er sich allerdings ein Shinobiteam und keine billigen Tagelöhner leisten konnte um seine Bienenstöcke zu transportieren, mussten diese Stöcke schon etwas ganz besonderes sein. Demnach war das wohl kein Standard-Supermarkt-Honig und wo ich besondere Waren herbekam wusste ich genau – schnell schluckte ich den Rest des Tees herunter und beglich die Rechnung. Ich steuerte also durch das Dorf auf einen kleinen Laden in einer Seitengasse des Marktplatzes zu. Auf dem Logo an der Tür ließ sich eine Biene erkennen – meine Mutter hatte eine Abwandlung unseres Clanwappens in das Firmenlogo integriert. Sie konnte es einfach nicht lassen. Nun, hinter der gut sortierteren Theke lächelte mich eine Angestellte freundlich an. Ich schritt direkt auf sie zu und fragte nach dem Izukawa-Honig. Sofort hatte sie ein halbesdutzend Produkte zur Hand. Als ich dann nach dem Standort des Imkers fragte, fing sie an herum zu stottert und meinte, dass sie das nicht bekannt geben dürfte. Eine kurze Aufklärung, das ich die Tochter der Chefin und damit möglicherweise die Erbin des Unternehmens war, behob dieses Kommunikationsproblem allerdings und sie konnte mir den Standort auf einer Karte zeigen. Mit dieser Information brach ich nun in Richtung Trainingsplatz auf. Unterwegs erreichte mich noch ein Funkspruch aus dem Krankenhaus - Katsu war dort aufgeschlagen und informierte ihn darüber, das er ein Praktikum machen durfte, wodurch er leider nicht zum Training kommen konnte. Ich hatte ohnehin kein offizielles Recht, dies zu verbieten, und es würde ihm wohl mehr bringen als unser Auftrag, weshalb ich ihm viel Spaß wünschte - die Mission ging auch mit 2 Genin.

--> Trainingsplatz
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Re: Anekos Quartier[Anbu-HQ]

Beitragvon Aneko Kamizuru » Di 29. Dez 2015, 23:16

--> Waffenkammer

Mein Weg führte zuerst auch in die Richtung der Eingangshalle, genauer genommen in das Archiv, wo ich die angesammelten Akten alle abgab und mir eine aktuelle Karte von dem Bereich Konoha – Iwa geben ließ. Diese waren zum Glück auf Lager. Zudem gab es auch einige Tipps von den anwesenden ANBUS zur Reiseroute. Sie zeigten mir einige scheinbare Abkürzungen auf der Karte, die uns insgesamt nur wenige Stunden ersparen würden, allerdings allesamt die Gefahr von Nukeninangriffen bereithielten. Ich nahm die Warnungen dankend entgegen und verzog mich dann endlich in mein Quartier.
Die beiden Kuverts mit den Missionsdetails legte ich achtlos zur Seite. Ishi hatte Recht, auf der Reise würden wir genügend Zeit zur Vorbereitung haben. Jetzt verschwand ich erst einmal unter die Dusche – bis ich das nächste Mal die Gelegenheit hatte würde einige Zeit vergehen. Auf der Karte waren zwar einige Gaststätten verzeichnet, aber wer wusste ob wir die auch alle passend zum Abend erreichten. Als ich so vor dem Spiegel stand und meine Haare kämmte fiel mir die Sache mit dem Wachs wieder ein. Ich hatte auch noch eine andere Technik angefangen, aber auf die Sache mit dem Wachs war ich gerade wesentlich gespannter. Immerhin hatte ich noch keine Ahnung ob es überhaupt funktionierte.

[Fortführung des Trainingsposts Wachsherstellung [Grundwissen] (820 von 1000 done)]

Ich setzte mich auf die Fließen und konzentrierte mich auf das, was ich alles gehört hatte. Also, Bienen können Wachs an ihrem Hinterleib zwischen den einzelnen Panzerteilen erzeugen in Form von kleinen Plättchen, die sie dann offenbar zu ganzen bauten Zusammenkleben. Die Frage war also ob meine Bienen das auch konnten… Ich horchte in mich hinein. Auf das Surren und Summen in meiner Chakralaufbahn und ließ es anschwellen. Bisher hatte ich noch nicht versucht die genauen Fähigkeiten der Bienen aufzudecken, sondern einfach darauf losprobiert, aber das Ganze musste sich ja aus den Kernen herausspüren lassen. Ich versuchte gedanklich in die Kerne einzudringen, pickte mir einen Einzelnen heraus und stach mit den Chakra darauf ein, aber… nun, viele Erkenntnisse konnte ich daraus nicht gewinnen. Dafür verstand ich einfach nicht genug vom Chakra… Toshiro könnte mir vielleicht helfen, aber ich musste selbst drauf kommen. Ich würde ja auch die neue Fähigkeit dann selbst austesten müssen. Nun gut, anderer Weg. Ich setzte mir eine Biene auf die Handfläche. Diesmal setzte ich den Fokus nicht auf den Honig oder das Gift, sondern konzentrierte mich auf den Hinterleib und damit die Wachserzeugung. Tatsächlich sah die Biene etwas ungleich geformt aus und ich konnte die unterschiedlichen Panzerplatten gut erkennen. Jetzt versuchte ich die Wachsherstellung in einen Befehl zu packen und an die Biene zu schicken. Es dauerte eine ganze Weile, dann… „Es geht.“, meinte ich triumphierend, als sich kleine, brüchige gelbe Platten aus den Hinterleibern schoben. Ich hielt den Auftrag noch eine Weile aufrecht und fuhr dann mit dem Finger über den Hinterleib. Die kleinen Platten blieben daran hängen und ich zerrieb sie mit den Fingerkuppen. Die Konsistenz stimmte. Ich konnte Wachs erschaffen.

[Ende des Trainingsposts Wachsherstellung [Grundwissen] - 820+277=1097/1000)| Beginn des Trainingspost Name: Hiden: Wachserzeugung (160 Wörter benötigt)]

Ich ließ die Biene verschwinden. Jetzt gab es nur noch eine andere Frage zu beantworten. In der Theorie war ich der Bienenstock meines Bienenvolkes. Das Volk verteidigte mich auch, als wäre ich ihr Stock und versuchte mich zu reparieren wie einen normalen Stock, wenn ich verletzt war… mit Wachs. Aus ihrer Sicht war ich also aus Wachs… vielleicht war daran ja mehr dran als man auf den ersten Blick vermutete. Ich bestand natürlich nicht aus Wachs, sonst würde mich jedes noch so leichte Katonjutsu ins Schwitzen bringen, aber vielleicht konnte ich welches entstehen lassen. Einfach direkt aus meinen Hautporen heraus, so wie es die Biene auch tat. Ich konzentrierte mich auf meine Handfläche, leitete Chakra hinein und konzentrierte mich auf das Gefühl von Wachs auf der Haut. Funktionieren musste es ja theoretisch wie Schwitzen… einfach aus den Poren heraus drücken. Ich saß eine ganze Weile lang da und starrte einfach nur auf meine Handfläche an. Schließlich… tauchte tatsächlich so etwas wie ein gelbes Schimmern auf meiner Haut auf. Ich verstärkte meine Bemühungen und das Ergebnis wurde deutlicher. Die Schicht war einige Millimeter dick, wechselte langsam von flüssig zu fest und schließlich stoppte ich den Prozess. Ich hatte nicht nur irgendwie Wachs aus meinem Körper hausgekommen, sondern hatte auch herausgefunden wie genau ich es ansteuern konnte. Natürlich musste ich noch üben, aber für den Moment sollte es reichen. Ich stand auf und bröckelte das Wachs ins Waschbecken. Dann legte ich beide Hände aufeinander und konzentrierte mich noch einmal kurz auf meine neue Fähigkeit. Diesmal wollte ich nicht irgendwas aus Wachs machen, ich wollte eine bestimmte Form haben… Langsam zog ich die Handflächen wieder auseinander und erhielt eine Wachsmurmel. „Ich glaube, ich hab ein neues Element gefunden.“, murmelte ich grinsend in mich hinein und warf die kleine Kugel hin und her, bevor sie im Mülleimer verschwand. Das war aber nun wirklich genug für heute. Ich schlüpfte in den Schlafanzug und verschwand unter der Decke, der Wecker war auf kurz nach 5 gestellt. Packen konnte ich morgen auch noch.

[Ende des Trainingspost Name: Hiden: Wachserzeugung - 336/160)]

Ich sprang hoch, als der Wecker klingelte, und zog mich direkt an. Natürlich hatte ich hier keinen Kühlschrank hier und um die Zeit hatten noch keine Geschäfte offen ABER mein Schrank war ja auf sowas ausgelegt. Hier gab es eine ganze Reihe von dauerhaltbarem Reiseproviant. Ich packte einfach eine Handvoll unterschiedlicher Gerichte mit in die Tasche, füllte meinen Wasservorrat auf und legte die Sachen auf dem Bett bereit. Die Kuverts packte ich direkt dazu und zur Ausnahme zog ich auch einmal die Chuninweste aus dem Schrank. Immerhin sollten die Leute aus Iwagakure meine Dorfzugehörigkeit direkt erkennen. Dann zog ich die Gymnastikmatte unter dem Bett hervor und machte mich an meine täglichen Aufwärmübungen. Erst danach brach ich im Laufschritt in Richtung Tor auf. Nicht, weil ich es so eilig hatte, sondern weil ich heute keine Zeit für meine Joggingrunde haben würde.

--> Tor von Konoha
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Re: Anekos Quartier[Anbu-HQ]

Beitragvon Aneko Kamizuru » Mo 16. Mai 2016, 11:47

--> Krankenhaus

Auf dem Weg zurück ins Hauptquartier meldete sich neben der Müdigkeit noch ein anderes Bedürfnis, das dringend befriedigt werden musste - Hunger. Es dauerte eine ganze Weile bis ich einen kleines Bistro gefunden hatte. Die meisten Läden würden erst Morgen wieder aufmachen. Ich kaufte mir zwei der größten Bento-Boxen, die in der Auslage standen, und machte mich dann wieder auf dem Weg.

Ein paar Minuten später war ich im Hauptquartier angekommen. Es herrschte mäßiger Betrieb. Es waren sicherlich einige ANBU draußen bei ihren zivilen Familien und Freunden, wie ich es eben gewesen war. In meinem kleinen Zimmer angekommen, machte ich es mir erst einmal mit einer der Bento-Boxen am Schreibtisch bequem. Es war ein verrückter Tag gewesen. Verrückte zwei Tage. Ich ließ mir die Eindrücke noch einmal durch den Kopf gehen. Zuerst brach ich zu einer diplomatischen Mission auf, dann brachte sich mein Teamkollege am Ende des ersten Tages selbst um. Auf dem Rückweg erfuhr ich von Amon und kaum war ich wieder in Konoha, tauchte dieser auch schon auf und stürzte alles ins Chaos. Ein Mittel gegen ihn sollte eine bestimmte Waffe darstellen. Ein cursed Gear. Ich wusste noch nicht so ganz, was ich davon halten sollte, aber ich würde es wohl die nächsten Tage herausfinden. Positiv war schon mal, das ich nicht mehr allein in dem Squad des Captains zu sein schien. Morgen sollte ich die anderem Mitglieder kennen lernen. Zwei bis drei. Hoffentlich verschleißten diese Teilnehmer nicht so schnell wie die letzten Ziffern. Ich warf das leere Bento in den Mülleimer, verschwand kurz ins Bad und legte mich dann im Schlafshirt ins Bett.
Ich schloss die Augen und erwartete, das ich sofort ins Reich der Träume wandern würde... aber so war es nicht. Stattdessen machte sich ein komisches Gefühl in mir breit. Ich kannte es nicht. Es nervte. Ich wollte schlafen, aber das war unmöglich. Schließlich legte ich mich auf den Rücken und seufzte genervt. "Kleine Überraschung.", murmelte ich und erinnerte mich an die Worte des ANBU-Captains. Ich war mir ziemlich sicher, das das ein Geschenk von ihm war. Ich zögerte noch einen Moment, dann führte ich meine Hand nach unten...
Euer Kopfkino kriegt das sicher besser hin, als ich das in Worte fassen kann ;)

Als endlich wieder Ruhe in meinem Körper einkehrte, tauchte noch ein Bild vor meinem inneren Auge auf. Ich verdrehte die Augen - ich wusste doch, das Yuu mit mir Anstellen würde was immer ihn in den Sinn kam, wenn ich ihn enttäuschte. Und dabei war er sicherlich kreativ. Ich ließ für meine Verpflichtungen als ANBU alles hinter mir, was mich behindern könnte. Ich schickte meine Familie weg und sah meine Freunde aus der Genin-Zeit schon lange nicht mehr. Und wenn mehr nötig war, würde ich auch das tun... jetzt übermannte mich die Müdigkeit endgültig.
Meine Träume waren wirr. Viele Gesichter und Szenen tauchten darin auf, nur... verändert. Angefangen bei dem Trainingskampf gegen Dokon, nur das mir jetzt so viele Details auffielen... ich war blind gewesen. Aus der Anspannung in seinem Körper, dem Funkeln in seinen Augen hätte ich entnehmen können, das er mich töten wollte... und alle um uns herum. Krasser noch waren die Erinnerungen an das erste Treffen des Ziffernprojekts. So viele Signale, für die ich blind gewesen war. Dann stand ich plötzlich wieder Sumi gegenüber, die vollkommen besoffen in die Scherben lief. Die Szene war wie gehabt, nur... ich wusste jetzt, welche Adern ich verletzt hatte. Mir fielen die Namen der einzelnen Blutbahnen ein und ich wusste, in welcher Richtung darin das Blut floss, wie sie zum Herzen in Verbindung standen. Es war, als könnte ich regelrecht durch sie hindurchsehen. Ich konnte beobachten, welche folgen der Blutverlust im Körper im Einzelnen hatte. Das war der erste Mal, in dem ich aus meinem Traum erwachte. Es war noch immer mitten in der Nacht. Ich war immer noch Müde, kaum erholt, aber ich saß aufrecht im Bett. Ich ließ mich zurückfallen, schob die Gedanken bei Seite und versuchte wieder zu Schlafen. Die Träume wurden aber nicht ruhiger. Es kamen jetzt Szenen, abstrakte Szenen, die nicht aus meinem Leben stammten. Szenen in denen irgendwelche Fingernägel gezogen wurden. Nadeln an diversen schmerzhaften Stellen im Fleisch versenkt wurden. Haut hauchdünn abgelöst wurde. Knochen und Gelenke ohne großen Kraftaufwand brachen. Irgendwann wurde ich wieder wach, verfluchte das Fuin, drehte mich auf die andere Seite und versuchte weiter zu schlafen. So ging das die ganze Nacht. Ich war schon fast froh, als ich wieder in die Trainingsklamotten und die Laufschuhe schlüpften konnte und mich auf den Weg nach draußen machen konnte. Zu meiner allmorgendlichen Joggingrunde.

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