Hohes Gebirge Unei (Wolkenschatten) [Umgebung]

Umzingelt von Felsmassiven, die wie eine Wand an der Landesgrenze verlaufen und ist bekannt für sein Naturphänomen, den sogenannten Felsregen.
Nara Rikojin

Re: Hohes Gebirge Unei (Wolkenschatten) [Umgebung]

Beitragvon Nara Rikojin » Do 23. Feb 2012, 17:23


Es war schwer mit Ayame zu flirten. Riko versuchte seinen Charme immer wieder spielen zu lassen um Ayame etwas aus der Reserve zu locken, bisher allerdings nur mit begrenztem Erfolg. Riko ahnte schon, dass die Medicnin die Anwesenheit eines Mannes in dieser Richtung schlichtweg nicht gewohnt war und deswegen nicht wirklich wusste, wie sie reagieren sollte. Der Fairness halber musste man aber auch eingestehen, dass die Situation nicht unbedingt die beste war um zu flirten. Sie waren tollkühn genug einer namenlosen Gefahr hinterher zu jagen, ohne eine wirkliche Ahnung ob sie die kommenden Tage überleben würden. Genauso sah es anscheinend auch Ayame, da sie über Niwas und ihre eigenen Fertigkeiten zu erzählen begann. Riko gewann interessante Erkenntnisse, auch wenn er Ayame komisch ansah, als sie bei der Erwähnung von Feuerwalzen zufrieden lächelte. Der Nara selbst war beim Anblick von allem was heißer war als ein Tee etwas vorsichtig. Das galt besonders nach der Erfahrung , die er in Konoha gemacht hatte. Ayame verstand sich auf verschiedene Disziplinen. Taijutsu, Fuuton und Suiton Ninjutsus und zu guter Letzt Medicjutsus. Ihr Gegner hatte vor allem hitzige Katonjutsus vorzuweisen. Die Formulierungen machten deutlich, dass selbst Ayame mittlerweile fest mit einem Kampf zu rechnen schien. Je mehr sich Riko in das Szenario hinein dachte, umso mehr begann sein Verstand zu arbeiten. „Ich selbst kann seinen Ninjutsus keine physische Defensive entgegen setzen. Alles was mir übrig bleibt sind Ausweichmanöver, oder Präventivmaßnahmen. Das mag sich im Angesicht eines so mächtigen Gegners ziemlich suizidal anhören, allerdings habe ich genug Übung darin, sodass ich mit meiner Defensivtaktik selbst gegen ihn bestehen kann.“ Da sie zu zweit waren war wohl die Methode „Präventivmaßnahme“ am sinnvollsten. Riko konnte auf Distanz bleiben und aus der Ferne agieren, was ohnehin seine Rolle im Kampf war. „Zu meinen Fertigkeiten…“ Wie sollte Riko am besten zusammenfassen, zu was er in der Lage war. Seinen über die Jahre entstandenen Katalog an Taktiken zu präsentieren würde den Rahmen etwas sprengen. Eine grundlegende Beschreibung seiner Schattenjutsus war wohl passender. Zumal Ayame höchstwahrscheinlich nur vom Hörensagen von den Naras erfahren hatte. Gut, dass Riko den Ruf der Schattenbändiger für Ayame ein für alle Mal zerstört hatte! „Ich bin in der Lage die Form meines eigenen Schattens zu manipulieren. Ich kann ihn vom Boden heben um Speere, oder Schnüre entstehen zu lassen. Genauso kann ich ihn mit anderen Personen verbinden, wodurch ich sie bedingungslos kontrollieren kann. Das ist sozusagen die Signaturtechnik der Nara. Bei der Schattenkontrolle ist die Stärke meines Gegners unerheblich, solange ich es schaffe ihn zu erreichen. Ich kann mir dabei auch andere Schatten zu Nutze machen, um meine Techniken erfolgreich anzuwenden. Wichtig ist, dass ich meine Techniken nur für eine begrenzte Zeitdauer anwenden kann, sollte ich ihn also erfolgreich gefangen nehmen ist eine schnelle Reaktion deinerseits gefragt. Wirklich mächtig werden meine Techniken nur in Kombination mit meinem Verstand, ich denke aber, dass ich beim Anblick Niwas einen klaren Kopf bewahren kann.“ Riko ging ein paar Schritte weiter, bevor er weiter sprach. „Wenn du ihn so genau orten kannst, dann sollten wir dies zu unserem Vorteil nutzen. Wir sollten ihn in einem Terrain abfangen, dass uns in die Karten spielt. Felsbrocken und Bäume zum Verstecken und als Schattenspender, Wasser für deine Suitontechniken. Die Tageszeit ist ebenfalls entscheidend. Während der Dämmerung haben meine Schatten die größte Reichweite. Wenn wir von ihm dort sind können wir bereits Fallen einrichten und die Gegend auskundschaften. Für den Fall der Fälle sollten wir und jeden Vorteil sichern, den wir bekommen können." Riko versenkte seine Hände in den Hosentaschen, ließ sich einige Herangehensweisen durch den Kopf gehen. „Du solltest dich ihm als erstes gegenüber stellen, ich bleibe im Hintergrund. Wenn du sagst, dass er hauptsächlich Ninjutsus als Offensive nutzt, kann ich diese mit einer meiner Techniken blockieren und dir so genügend Zeit verschaffen. Zu oft kann ich das allerdings nicht tun, da mir sonst das Chakra ausgeht und ich dann für nichts mehr zu gebrauchen bin.“ Riko blieb plötzlich stehen. Hob seinen Blick, der vorher eingehend ins Nichts gestarrt hatte, um Ayame in die Augen schauen zu können. Sein Ton hatte nichts an der Ernsthaftigkeit von eben verloren. „Ich weiß nicht, wie viel dein Name dir wert ist, aber ich würde ihn gerne erfahren. Immerhin besteht die Möglichkeit, dass ich die nächsten 24 Stunden nicht überleben werde. Ich möchte diejenige bei ihrem Namen nennen können, für die ich mein Leben aufs Spiel setze.“

Mukiwara Sumiyaka

Re: Hohes Gebirge Unei (Wolkenschatten) [Umgebung]

Beitragvon Mukiwara Sumiyaka » Fr 24. Feb 2012, 21:37

CF - [Hi no Kuni] Wanderpfad im Wald


Sie waren weiter gekommen als am voran gegangenen Tag. Das musste Sumiyaka ihnen zugestehen, auch wenn sie den Abstand zu Niwatori nicht maßgeblich verringern konnten. Sumiyaka hatte gehofft, dass das Wesen in ihrem Freund noch länger rasten würde, sodass sie ihn einfacher würden einholen können. Doch das dies kein einfaches Unterfangen war, ließ sich bereits zu Beginn ihrer Reise vermuten. So reiste das ungleiche Paar durch Hi no Kuni, durchquerte Kusa no Kuni und kam schlussendlich an der Grenze von Tsuchi no Kuni an. Während sich nun das Unei Gebirge vor ihnen erstreckte, verringerte Rikojin sein Tempo und setzte die Schlussworte zu seinen Fähigkeiten. "Während der Dämmerung", wiederholte Sumiyaka gedankenverloren zu sich selbst und ließ ihren Blick über die felsigen Weiten der Berge gleiten, bevor sie ihre Konsequenzen aus den eben erhaltenen Informationen zog, "dann sollten wir uns bemühen, im Morgengrauen auf Niwa zu stoßen. So ist es unerheblich, wie lang unser Zusammentreffen dauert und wir laufen nicht Gefahr, dass du kurze Zeit später auf deinen Schatten verzichten musst." Damit spielte sie auf den zeitlichen Nachteil der Abenddämmerung an, die unweigerlich in tiefschwarzer Nacht endete, sah man von einem Minimum an Licht durch Mond und Sterne ab. Das war schonmal ein Anfang - ein Trumpf, den sie vor hatte erst auszuspielen, wenn es tatsächlich notwendig wurde. Im tiefsten Inneren hoffte sie jedoch, dass es nie so weit kommen würde. "Was schätzt du, wie lang du einen Jinchuuriki mit deinem Schatten bewegungsunfähig machen könntest? Ich weiß ja nicht, durch welche Faktoren er sich aus deiner Gewalt befreien könnte - wenn nicht durch seine Stärke", erkundigte sie sich deshalb bei Rikojin. Sie blickte ihm ruhig in die Augen, auch wenn ein Hauch von Trauer in ihren eigenen lag. Immerhin sprachen sie darüber, wie sie ihren Bruder würden überwältigen können, sollte es erforderlich werden. Widerstreitende Gefühle machten sich in ihr breit und hoben ihr leicht den Magen an. In all den Jahren, bei all den Missionen die sie bewältigen musste, war keine unter ihnen, die ihr derart unter das eigene Nervenkostüm ging. Und als zimperlich konnte man sie wahrlich nicht beschreiben. "Ich wünschte, es gäbe wenigstens einmal einen einfachen Weg, statt ständig durch steinige Einöden stolpern zu müssen", ging es ihr missmutig durch den Kopf. Und dabei hatte sie nicht ihren Weg durch das Unei Gebirge im Sinn. Da leidliches Jammern jedoch keine Besserung bringen würde, schob sie diese Gedanken hinten an und nahm sich vor, ihre Zeit wieder ihrer Planung zu widmen. Dem machte Rikojin allerdings einen Strich durch die Rechnung, als er Sumiyakas Blick fest erwiderte und mit ernster Stimme seinen möglicherweise nahen Tod ansprach. Für diesen Einsatz bat er Sumiyaka um ihren wahren Namen. Für einen kurzen Moment blickte sie ihm verwirrt entgegen. Mit einem solchen Themenwechsel hatte sie nicht gerechnet. Zwar war ihr die Möglichkeit durch den Kopf gegangen, dass das Wesen sie mit ihrem richtigen Namen ansprechen würde, so wie er es bereits bei ihrer letzten Unterhaltung getan hatte, und Rikojin dadurch erfuhr wie sie tatsächlich hieß - ein Umstand der in diesem Fall schlichtweg unvermeidlich gewesen wäre, doch das sie ihn bereits vorab Preis geben würde hatte sie nicht in Erwägung gezogen. "Mein Name", echote es ausdruckslos in ihrem Kopf. Ein beklemmendes Gefühl machte sich in ihr breit. Seit Jahren schon nannte niemand sie mehr anders als Ayame, abgesehen von Niwatori, der sie in seltenen Fällen mit 'Sumi' ansprach. Und Niwa war zur Zeit - verhindert. Sozusagen. Die Erwägung Rikojin seine Bitte zu erfüllen, konfrontierte sie nun mit einer weit entfernten Vergangenheit. So weit entfernt, dass sie selbst manchmal Schwierigkeiten hatte, sich zu erinnern wer sie damals war. Dessenungeachtet gab ihr Rikojins nachdrücklicher Blick das Gefühl, dieser Punkt sei nicht verhandelbar. Es war ihm wichtig und das machte es wichtig für sie selbst. "Su ... Sumiyaka", brachte sie nach einer langen Zeit des Schweigens mit einer Stimme hervor, die in ihren Ohren nicht nach ihrer eigenen klang. Doch einmal ausgesprochen gehörte der Name wieder ihr, so als wäre er nie fort gewesen. Ihre angestrengt in Falten gelegte Stirn glättete sich langsam und ein erleichtertes Lächeln fand seinen Weg auf ihre Lippen. "Es ist eine Weile her, dass der Name genutzt wurde. Er scheint etwas eingestaubt", witzelte sie verlegen, wusste aber das sie damit nicht verbergen konnte, unter welchen Bemühungen sie ihn ans Tageslicht befördert hatte. Nach all den Anstrengungen fühlte sie sich nun erleichtert. Als ob ein großer Stein zwischen ihr und Rikojin zur Seite gerollt worden war. Es war erstaunlich, wie leicht es ihr fiel Anderen eine Figur vorzugaukeln, die sie nicht wahr, während die eigene Person sich so hartnäckig vor dem Erkennen versteckt hielt.

Nara Rikojin

Re: Hohes Gebirge Unei (Wolkenschatten) [Umgebung]

Beitragvon Nara Rikojin » So 26. Feb 2012, 10:57

[align=justify]Ayame stellte die Frage, wie lange Riko Niwa mit seinen Schatten in Zaum halten konnte. Leider war es so, dass man keine generelle Aussage über die Wirkungsdauer abgeben konnte, da sie von einer Vielzahl an Faktoren abhing: Chakramenge, Verfassung des Anwenders und Gefangenen, Rahmenbedingungen wie Lichtstärke, Distanz zum Gegner und vielem mehr. Im Prinzip konnte er eine präzise Vermutung erst dann äußern, sobald er seinen Gegner tatsächlich gefangen hatte. "Es ist schwer zu sagen, wie lange genau. Sobald ich ihn mit der Schattenkontrolle erreicht habe werde ich meine Schatten nutzen um ihn wie in einen Kokon einzuhüllen. Das sollte dir genügend Zeit verschaffen ohne Probleme an ihn heran zu gelangen." Gespannt wartete Riko auf die Antwort seiner Frage nach ihrem Namen. Sie zögerte so lange, dass Riko befürchtete eine ausweichende Antwort zu bekommen. Dann jedoch verkündete sie ihre wahre Identität und Rikos angespannter Ausdruck wich einem freundlichen Lächeln. "Sumiyaka..." Er sprach den Namen erneut aus, ließ ihn in seinem Kopf hallen. "Dein Name hat einen schönen Klang. Dann werde ich dich unter vier Augen Sumi nennen, sobald wir wieder in Konoha sind heißt du wieder Ayame. Ist zwar etwas ungewöhnlich, aber ich glaube, ich kann mich daran halten." Riko lachte, gemeinsam marschierten sie weiter in den Tag hinein.
Später am Tag konnte man der Sonne zusehen, wie sie langsam hinter dem Horizont verschwand. Ein gewaltiger glühender Kreis, der sich ganz langsam nach unten bewegte und dabei die Wolken runherum in ein rotes Licht tauchte. Abgelenkt wurde Riko von dem Naturphänomen erst, als er vereinzlete Regentropfen auf seiner Haut spürte. Als er seinen Kopf hob, um nach den Wolken zu schauen erkannte er den Wasserfall, der wenige Augenblicke später auf die Gegend nieder prasselte. Aus dem Nichts fielen gewaltige Wassermassen aus dem Himmel, ein monotones Rauschen erfüllte die Stille der Einöde. Wo eben noch vollkommende Trockenheit gewesen war, begann sich nun das Wasser in großen Pfützen auf dem Boden zu sammeln, bis man knöchelhoch im Wasser stand. Riko und Ayame waren binnen Sekunden vollkommen durchnässt. Es gab keinen Baum, keine Höhle, keinen Unterstand soweit das Auge nur reichte. Völlig verblüfft über die plötzliche Wetteränderung blieb der Nara stehen und hob die Arme. "Wahrscheinlich regnet es hier nur einmal im Monat zwei Stunden lang und wir schaffen es genau diese zwei Stunden zu erwischen." Lachend warf der Nara seinen Kopf in den Nacken und lies das Wasser in Strömen sein patschnassen Klamotten hinunter laufen. Es war kein unangenehmer Regen, da das Wasser und die Außentemperatur angenehm warm war. Es war einfach nur nass, genau so wie man sich einen Regenguss in dieser Gegend vorstellen musste. Irgendwie machte es dem Nara Spaß mitten in den Wassermassen zu stehen. Der Regen schuf eine wunderbar frische Luft und ließ alle anderen Probelme für einen Moment verschwinden. Dazu kam das angenehme Gefühl anstelle des trockenen Staubes warmes Wasser auf der Haut zu spüren. Riko trat mit einem Lächeln nahe an Sumi heran. Aus seinem Gepäck holte er einen Regenschirm, den er sogleich aufspannte. Wahrscheinlich würde das Konstrukt den Wassermassen nicht lange stand halten. Zudem waren die beiden ohnenhin schon bis auf die Haut völlig durchnässt. Riko wartete einen Moment, ließ das Wasser von seiner Nasenspitze tropfen, schaute Sumi tief in die Augen. Das Rauschen des Wassers blendete er vollkommen aus, sah nur ihr vom Wasser leicht glänzendes Gesicht. Dann stellte er eine Frage, die er sich selbst nicht zugetraut hätte. "Sumi, kannst du dir vorstellen eine Beziehung mit mir zu führen."[/align]

Mukiwara Sumiyaka

Re: Hohes Gebirge Unei (Wolkenschatten) [Umgebung]

Beitragvon Mukiwara Sumiyaka » Mi 29. Feb 2012, 18:08

Nachdem Sumiyaka ihren Geburtsnamen preis gegeben hatte, versprach Rikojin sie nur unter vier Augen damit anzusprechen. Zurück in Konoha würde er auf das altbewährte Ayame zurück greifen. Als sie weiter liefen und sich langsam an den Aufstieg machten, erklärte Sumiyaka zurückhaltend, "ich weiß gar nicht, ob du mich weiter Ayame nennen musst, wenn wir nach Konoha zurück kehren", als sie an ihr Gespräch mit dem Hokagen zurück dachte. Etwas, das sie bisher völlig zur Seite geschoben hatte und auch entschlossen weiter ausblenden wollte, bis die Sache mit Niwatori vom Tisch war. Sich vorher Gedanken darüber zu machen was sie mit den Forderungen Senju Takerus anstellen wollte, die an die Eingliederung in Hi no Kuni geknüpft waren, war schlichtweg verfrüht und zu diesem Zeitpunkt, so fand Sumiyaka, verschwendete Energie. So kletterten sie weiter, bis sich irgendwann eine kleine Anhöhe vor ihnen ausbreitete. Zwar war es noch immer steinig, doch immerhin flach genug um eine Verschnaufpause einzulegen. Diese nutzte vor allem Rikojin, um der sinkenden Sonne zuzusehen, wie sie die Landschaft unter sich in ein tiefes Rot tauchte. Nur der orange-rote Himmel wurde von immer dichter werdenden schwarzen Wolken verdeckt, die sich bald dazu entschlossen die angestauten Wassermassen über den beiden Shinobi auszuschütten. Als hätte man einen bodenlosen Eimer über ihnen entleert standen Rikojin und Sumiyaka nur Augenblicke später derart durchnässt nebeneinander, dass die Suche nach einem schnellen Unterschlupf nichts mehr zur Rettung vor dem Durchnässen beigetragen hätte. Sie waren bereits bis auf die Knochen durchgeweicht. Dennoch spannte Rikojin einen Schirm auf, unter dem beide Schutz suchen konnten. Während das Wasser noch immer in kleinen Rinnsälen über ihren Nacken und ihr Gesicht lief, antwortete Sumiyaka grinsend auf Rikojins Vermutung einem solchen Regenguss hier nur äußerst selten begegnen zu können, "da haben wir ja Glück gehabt. Stell dir vor, wir hätten es verpasst!" Um ausreichend Platz unter dem Schirm finden zu können, ohne das der starke Regen sie weiter erreichte, legte sie ihm federleicht ihre Hände auf die Seiten und trat dicht an ihn heran. "Hauptsache es kommt keine Schlammlawine den Berg herunter", witzelte sie weiter, verstummte jedoch bei Rikojins fast ernsten Blick in ihre Augen. Etwas verunsichert erwiderte sie seinen Blick, während sich eine leichte Röte auf ihr Gesicht legte, die bei den vorherrschenden Farbtönen der Abenddämmerung jedoch kaum auffiel. Hatte sie etwas falsches gesagt? Hatte er jemanden bei einem solchen Unglück verloren? Schon halb eine Entschuldigung auf den Lippen stockte sie, als Rikojin sie ruhig danach fragte, ob sie eine Beziehung mit ihm führen wolle. Noch bevor sie Gelegenheit hatte adäquat darauf zu antworten, war sie gänzlich damit beschäftigt ihr Gesicht mit so viel Blut zu füllen, wie ihr Körper entbehren könnte. Statt zumindest Bruchstücke eines Satzes hervor zu bringen, erforderte es einen Großteil ihrer Konzentration, nicht das Atmen aufzugeben. Wie ein Film erschien vor ihrem inneren Auge die Erinnerung an ihren gemeinsamen Abend in Konohagakure - wie Rikojin sie geküsst und seine Lippen sich auf ihre gelegt hatten. Während die nasse Kleidung sie von außen kühlte, breitete sich eine angenehme Wärme in ihr aus. Natürlich. Wo war sie mit ihren Gedanken? Kamen sie sich die letzten Tage immer näher, brachte sie kaum bis keine Zeit damit zu, sich über derlei Dinge Gedanken zu machen. Mit einem leisen Lächeln streckte sich Sumiyaka und hauchte ihm einen sanften Kuss auf den Mundwinkel. Sie wusste, wo sie mit ihren Gedanken war. "Ich weiß das du dir Sorgen machst, unsere bevorstehende Konfrontation nicht zu überleben", sprach sie leise, "aber es wird schon alles gut gehen." Mit einem zögerlichen Lächeln sah sie zu ihm auf. Sie hoffte er würde verstehen, dass die Sorge um ihren Wahlbruder keinen Raum dafür ließ, sich gänzlich auf eine solche Entscheidung einlassen zu können. "Kannst du die Zeit eine Antwort auf deine Frage finden lassen? Ich weiß jetzt nur zu sagen, dass ich gern in deiner Nähe bin."

Nara Rikojin

Re: Hohes Gebirge Unei (Wolkenschatten) [Umgebung]

Beitragvon Nara Rikojin » Do 1. Mär 2012, 18:56

Riko wartete auf eine Antwort. Er bemerkte, wie sehr die Frage Sumi zu berühren schien. Ihr Kopf machte einer Ampel Konkurrenz, doch die Antwort ließ auf sich warten. Die Sekunden, die sie benötigte um die Sprache wieder zu finden zogen sich für den Nara endlos in die Länge. Schließlich erfolgte eine Reaktion, die Riko so nicht erwartet hatte. Sie küsste ihn. Es war kein sehr intensiver Kuss, aber er kam von ihr und war deswegen sehr viel wert. Sie erklärte ihm, dass sie gerne in seiner Nähe war, zeigte ihm gleichzeitig aber auf, dass sie die Entscheidung im Moment nicht treffen konnte. Riko konnte den Punkt absolut nachvollziehen. Die Geschichte mit Niwa schien im Moment die Kapazität ihrer Gedanken voll auszulasten. Die Sorgen, mit denen sich Sumi rumschlagen musste nahmen all ihre Konzentration in Beschlag. Noch war die Sheruta in der Lage allem mit Vernunft zu begegnen und trotz der enormen Belastung stabil auf zwei Beinen zu stehen. Riko hoffte, dass sie im Angesicht Niwas noch genauso standhaft war. Während der Konfrontation musste er ihr vollends vertrauen. Sicher würde er alles geben, um sie zu unterstützen, doch sie hatte die Hauptrolle, von der auch sein Leben abhing. Riko rechnete es Sumi sogar sehr hoch an, dass sie sich jetzt noch nicht entscheiden wollte. Es zeigte, wie ernst sie die Frage nahm! Denn Entscheidungen dieser Tragweite sollte man nicht treffen, wenn man vor lauter dunklen Wolken am Himmel den Horizont nicht sehen konnte. „Okay!“ Riko nickte und lächelte dabei. „Lass dir so viel Zeit für deine Entscheidung, wie du brauchst.“ Riko wartete noch einen Moment, bevor er sich in Richtung ihres Weges drehte. Noch immer stand er gefühlt in einem Bach, der langsam den Weg hinunter floss. Im Prinzip fehlten nur die Karpfen, die quicklebendig an die Oberfläche sprangen. „Dann waten wir Mal weiter.“ Platschend bahnten sich die beiden ihren Weg. Nach ca. zwei Stunden –als hätte es Riko gewusst- stoppte der Regen in etwa genau so plötzlich, wie er begonnen hatte. Die Wolkendecke riss auf und die Sonne schien mit aller Kraft. Riko konnte den Regenschirm zu spannen und in seinem Gepäck verstauen. Während die beiden noch immer klatschnass auf einer Anhöhe standen konnte man nicht meinen, dass ein paar Minuten zuvor noch die Welt untergegangen war. „Ts, versteh einer das Wetter.“ Kopf schüttelnd blickte sich Riko um und erblickte eine kleine Höhle. Gerade groß genug um für einen Moment zu rasten und die Klamotten trocknen zu lassen. „Aha, da haben wir unseren Rastplatz. Wir sollten unsere Klamotten trocknen, nicht dass wir uns erkälten. Außerdem kann man hier bestimmt ganz gut für ein Stündchen entspannen.“ Riko beschäftigte vor allem der letzte Punkt. Sein Magen sehnte sich nach etwas essbarem und seine Beine nach horizontaler Lage. „Den Part kennen wir ja schon.“ Mit einem vielsagenden Lächeln zog sich Riko bis auf die Boxershorts (diesesmal mit Nara-Clanlogo) aus und breitete seine Klamotten auf einem Felsen aus, der vermutlich als Kleiderständer konzipiert worden war. Nachdem er die Pause mit einem erleichterten Seufzer eingeläutet hatte legte er sich auf den angenehm warmen Stein und schloss für einen Moment die Augen. „Herrlich.“ Es war ein wunderbares Gefühl die Sonne auf der Haut zu spüren, die den Körper langsam aufwärmte und das Gefühl der kalten Nässe von vorhin gänzlich verbannte. Nachdem er den Moment voll ausgekostet hatte meldete sich sein Magen zu Wort. Riko entsiegelte ein paar Vorräte, die er sich in Konoha gerichtet hatte. „Kommt nicht ganz an Natternsuppe ran, aber schmeckt auch ganz gut.“

Mukiwara Sumiyaka

Re: Hohes Gebirge Unei (Wolkenschatten) [Umgebung]

Beitragvon Mukiwara Sumiyaka » Fr 2. Mär 2012, 19:51

Gespannt sah sie zu Rikojin auf. War er enttäuscht ob ihrer Unentschlossenheit? Würde er verärgert darüber sein, dass sie auf die Rettung Niwas so fixiert war, sodass sie keinen Raum dafür hatte sich für oder gegen ihn zu entscheiden? Mit einem Lächeln wischte er ihre Sorgen bei Seite und räumte ihr so viel Zeit ein, wie sie benötigte. Wie viel dies war? Sumiyaka wusste es nicht, doch war sie erleichtert darüber, sich im Moment diesbezüglich keine Sorgen machen zu müssen. Über ihnen trommelte der Regen unablässig auf den Regenschirm, während das Wasser zu ihren Füßen immer weiter stieg. Gelöst erwiderte Sumiyaka das Lächeln Rikojins, woraufhin sie sich wieder auf den Weg machten. Dabei hakte sie sich bei Rikojin unter, damit sie beide ausreichend Platz unter dem Schirm fanden. Zwar erleichterte das ihnen nicht gerade den Weg, doch wurden sie dadurch zumindest nicht nasser als sie es bereits waren. Wenn das überhaupt ging. Begleitet vom stetigen Platschen ihrer Schritte gingen sie weiter und kamen zwei Stunden später an einer weiteren Anhöhe an. Wie prophezeit stellten die Wolken ihren Guss ein und Rikojin ließ seinen Schirm sinken. Sumiyaka sah sich ein wenig um, denn es wurde Zeit einen Platz für ihre Rast zu finden. Nur unweit von ihnen war eine kleine Höhle, die sie sogleich näher in Augenschein nahm. Sie war nicht tief und um darin gehen zu können musste sich Sumiyaka bücken, doch um vor Wind und Wetter ein wenig ausruhen zu können war sie ausreichend. Zwischen dem kalten Gestein und noch immer in der nassen Kleidung begann Sumiyaka leise mit den Zähnen zu klappern. Etwas das ihr unmissverständlich klar machte, dass sie aus den Klamotten heraus musste. Deshalb ließ sie ihren Rucksack neben sich auf den Boden sinken und war binnen weniger Augenblicke umgezogen. Die tropfnassen Sachen brachte sie wieder nach draußen und legte sie neben die von Rikojin auf den Felsen. Mit gespielt enttäuschter Mine wandte sie sich anschließend dem faulenzenden Konoha-Nin zu. "Ich mochte die Elche", und ließ ihren Blick über seinen halb nackten Körper bis hin zu seinen Shorts wandern. Dann ging sie zu ihm hinüber und setzte sich neben ihn auf einen Stein. Mit dem Rücken an den Berg gelehnt verschnaufte sie einen Augenblick und genoss die Ruhe. Rikojin sorgte derweil für ihre Verpflegung. "Danke. Ich hoffe nur das bedeutet nicht, dass ich wieder fürs Frühstück zuständig bin", kommentierte sie mit einem Grinsen und bediente sich. "Was hälst du davon, die Höhle für unser Nachtlager zu missbrauchen? Für den Fall das du mit den Regenintervallen doch unrecht hattest, wären wir dort ersteinmal geschützt."


TBC - [Tsuchi no Kuni] Das Halbland [Umgebung]



[ot - du hast im vorletzten Post vom Sonnenuntergang geschrieben und legst dich zwei inRPG Stunden später in die Sonne o.,O
Ich hab extra so weit es ging auf Wetter-, Tageszeit- und Temperaturbeschreibungen verzichtet - so wie auf Beschreibungen der Lichtverhältnisse. Schau halt mal, was für einen Sonnenstand wir jetzt haben =P ]

Nara Rikojin

Re: Hohes Gebirge Unei (Wolkenschatten) [Umgebung]

Beitragvon Nara Rikojin » Di 6. Mär 2012, 16:52

Riko lag einfach nur da und machte dabei im Nichts-Tun Sumis Kuchiyosen Konkurrenz. Aus seiner Gedankenwelt -die ab und zu von einem Happen Essen unterbrochen wurde- wurde er erst dann gerissen, als Sumi erwähnte, dass ihr die Hirsche besser gefallen hatten. Sofort bildete sich im Geiste des Nara ein gewaltiges Fragezeichen. Stirnrunzelnd öffnete er seine Augen und hob seinen Kopf. Erst als er Sumis Blickrichtung zurückverfolgen konnte, wurde ihm klar, wovon sie sprach: Seine Boxershorts! „Achso. Die sind auch mein Favorit!“ Riko wandte seinen Blick nach rechts. Anscheinend hatten seine Klamotten genug Sonne abbekommen um wieder einigermaßen trocken zu sein. Ein schneller Test bestätige den visuellen Eindruck und Riko hüllte sich wieder ein. Sumi brachte den Vorschlag, dass man die Nacht im Schutz der Höhle verbringen konnte. Riko jedoch hatte eine andere Idee. „Was hälst du davon, wenn wir uns nur ein bis zwei Stunden hinlegen, um Kraft zu tanken. Das Gelände, das vor uns liegt ist relativ leicht begehbar. Die schwersten Anstiege und engsten Wege haben wir hinter uns. Der Regen hat alle Wolken verschwinden lassen, sodass es eine klare, helle Nacht werden sollte. Wenn du denkst, dass wir nahe genug dran sind, dann könnten wir es bis zum Morgengrauen schaffen zu Niwa aufzuschließen. So hätten wir den Vorteil des Sonnenaufgangs und den Überraschungsmoment auf unserer Seite.“ Der Chance schon am morgigen Tag auf Niwa zu stoßen stand natürlich ein Nachtmarsch gegenüber. „Wenn wir unser Tempo gemäßigt halten, dann bin ich morgen früh auf jeden Fall noch fit genug um voll einsatzfähig zu sein." Bei Sumi brauchte Riko das nicht Mal in Frage zu stellen. Er nahm an, dass sowohl körperlich, als auch mental stark genug war zur Not mehrere Tage ohne Halt zu laufen. Riko selbst würde nach maximal zwei Tagen wahrscheinlich eine Infusion brauchen. Um seine Bereitschaft zu demonstrieren stelle sich Riko auf und blickte Sumi fragend an. „Was sagst du?“ Die Nacht durch zu wandern hatte auch den einen Vorteil, dass man sich nicht um ein Zelt, oder ein Feuer kümmern musste. Aufgaben, die der Nara alles andere als gerne übernahm. Hinzu kam, dass er sich als Mann immer in der Pflicht fühlte genau diese lästigen Aufgaben zu übernehmen. So viel zum Thema Emanzipation. Auch als Mann war man von Geburt an mit einem Bündel an Aufgaben versehen, das man nicht loswerden konnte. Vor tausenden von Jahren waren es wenigstens noch herausfordernde, spannende Tätigkeiten gewesen: Jagen, Fallen stellen, Feuer machen, Höhlen bauen. Heute beschränkten sich die Aufgaben im Wesentlichen auf herrlich unspektakuläre Dinge, wie Zelte bauen, Mülleimer raus bringen, Rasen kürzen.


Nara Rikojin

Re: Hohes Gebirge Unei (Wolkenschatten) [Umgebung]

Beitragvon Nara Rikojin » So 22. Apr 2012, 15:39


Riko wusste nach den letzten Minuten nicht sicher, ob man Niwa für sich lassen konnte. Wenn man mit einem Funken Verstand über diese Fragestellung nachdachte lagen sofort einige Argumente auf der Hand, die dagegen sprachen. Niwa hatte mehr natürliche Feinde, als eine neugeborene Schildkröte, sein Charakter war nicht stabil, irgendwo in ihm lauerte ein böses Alterego. Allerdings hatte Riko auch gelernt, dass es Niwas ausdrücklichen Wille war auf eigenen Beinen zu stehen. Im Grunde gab es kaum einen anderen Weg den Charakter zu festigen und in Zukunft eigenstädnig zu sein. Alles in allem konnte Riko also nachvollziehen, wieso Sumi sich wie Riko für eine rasche Abreise entschieden hatte. Dementsprechend ließen sich die beiden nicht länger aufhalten und entfernten sich schnellen Fußes von der Lichtung, die sie garantiert in Erinnerung behalten würden. Anfangs ging Riko vollkommen still neben Sumi her. Doch mit jedem Schritt den er tat löste sich langsam die Anspannung von ihm, die sich die letzten Stunden aufgebaut hatte. Mit der Zeit war auch der überernste Gesichtsausdruck verschwunden und das alt bekannte Riko-Lächeln trat an dessen Stelle. Es gab allen Grund glücklich zu sein, wenn man die Bilanz des Tages betrachtete. Sumi und Riko hatten die letzten vierundzwanzig Stunden überlebt, was zu Beginn des Tages noch nicht selbstverständlich gewesen war. Außerdem war es Sumi mit Niwas Hilfe gelungen den Lord zu besiegen. "Ich hoffe der Sieg über den Dämon hat dir geholfen die Unruhe in dir etwas zu stillen." Genau diese innere Unruhe war Riko schon bei ihrem ersten Treffen in Konoha aufgefallen. Auch wenn er es nie hatte wirklich deuten können, so war es doch immer so gewesen, als hätte Sumi einen Gedanken im Hinterkopf, der sie nicht hatte loslassen wollen. Dieser Gedanke hatte verhindert, dass sie sich vollkommen entspannen konnte. Erst als Sumi begonnen hatte über Niwa zu sprechen war den Nara klar geworden, dass dieser Gedanke wohl ihm galt. Riko war sich ziemlich sicher, dass nach dem heutigen Aufeinandertreffen der Gedanke nicht entfernt war, hoffentlich war er aber ein wenig gestillt. Vermutlich konnte Riko dies so gut nachvollziehen, weil er selbst den ein, oder anderen Gedanken immer im Hinterkopf hatte. In seinem Fall hatte Sumi geholfen diese Gedanken zu stillen. Riko lächelte und betrachtete ihr Profil, während sie nebeneinander liefen. "Jedenfalls hast du deinen Job exzellent gemeistert. Wenn ich deinen Chef jemals treffe richte ich ihm aus, dass du dir einen Orden verdient hast." Wie Riko wohl reagiert hätte, wenn Sumi ernsthaft verletzt worden wäre. Der Nara wollte den Gedankengang gar nicht wieter verfolgen. "Einen Orden habe ich zwar nicht zur Hand, aber ich glaube ein paar Nahrungsmittel könnte ich noch auftreiben. Hunger?" Jetzt, wo sich der Stress legte und die beiden einige Zeit marschiert waren machten sich die Strapazen der letzten Stunden deutlich bemerkbar. Sumi und Riko waren die komplette Nacht durch marschiert und hatten die Tage zuvor schon wenig Schlaf bekommen. Dann das nervenaufreibende Treffen mit Lord Awin und das überraschende Auftauchen einer Shichibukai. Eindeutig ein volles Programm, um das sie niemand beneiden würde.

Mukiwara Sumiyaka

Re: Hohes Gebirge Unei (Wolkenschatten) [Umgebung]

Beitragvon Mukiwara Sumiyaka » Mo 23. Apr 2012, 18:04

[CF - [Tsuchi no Kuni] - Das Halbland]



Mit einer Hand schob sie das Blätterwerk eines tief hängenden Astes bei Seite und verschwand einen Augenblick später dahinter und aus dem Sichtfeld der Lichtung. Dicht gefolgt von Rikojin eilte sie eine Weile quer durch das Dickicht des Waldes. Dabei erweckte sie eher den Eindruck als wäre sie auf der Flucht, statt sich gerade von einem engen Freund verabschiedet zu haben. Erst als sie an einem schmalen Pfad ankamen verlangsamte Sumiyaka endlich ihren Schritt. Noch immer aufgerieben durch den Kampf mit Awin und den Abschied von Niwa atmete sie tief durch. Die zunehmende Entfernung zu dem Jinchuuriki tat ihr für den Moment gut. Doch erst der Einwurf Rikojins, nach langem Schweigen, zu ihrem Sieg über den Lord ließ wieder Raum für ein erleichtertes Lächeln. Dankbar sah sie zu dem Nara empor. Er war die ganze Zeit nicht von ihrer Seite gewichen und hatte zum Schluss sogar dafür gesorgt, dass Niwa nicht voreilig eine Fremde angriff, nur weil ihm nicht gefiel was diese sagte. "Ja, damit ist eine Tonnen schwere Last von meinen Schultern genommen. Dennoch - ", antwortete sie und ließ verlegen den Kopf hängen, "wenn du erst später zum Aufbruch ermahnt hättest, wäre ich sicher nicht dazu in der Lage gewesen zu gehen. Ich weiß, dass er die Freiheit braucht um sich entwickeln zu können, aber das macht es nicht leichter ihn ziehen zu lassen." Sumiyaka fühlte sich ganz und gar nicht, als hätte sie in den letzten Stunden einen Orden verdient. Dennoch brachte die Vorstellung sie zum lachen, dass Riko Daku dazu brachte irgendwem einen Orden zu verleihen. Sie vermutete, dass zuvor sicher die Hölle zu fror. Der Mann der seinem Namen nur mehr als gerecht wurde, hätte das eben Geschehene vermutlich eher mit einem abfälligen Grunzen abgetan, statt sie dafür zu loben. Doch erinnerte sie Rikos Lob daran, dass sie Daku versprochen hatte nach seinem ungeborenen Kind zu sehen. Was alles in allem bedeutete, dass sie zurück nach Kamikakushi musste - die Insel der Sheruta. Würde sie Rikojin dorthin mitnehmen können? Immerhin galt das Hauptquartier der Sheruta als geheim. Andererseits hatte sie nicht das Gefühl, dass von dieser Organisation noch allzu viel übrig war, außerdem war ihre Mitgliedschaft darin stets nur Mittel zum Zweck. Nämlich Niwa den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten. Bei ihren Überlegungen ließ sie jedoch kurzzeitig den wichtigsten Punkt außer acht. Würde sie Rikojin überhaupt weiter begleiten wollen? Als sie Konohagakure verlassen hatten, kam er mit ihr um Sumiyaka bei etwas beizustehen, von dem er wusste das es ihr am Herzen lag. Diese Sache war jedoch etwas, das jemandem wichtig war den er noch nichteinmal kannte. Ein Mensch, dessen Namen er noch nicht einmal wusste.

Es war beinahe Mittag und sie waren nun schon seit gefühlten 30 Jahren unterwegs. Dabei hatten sie die Ausläufer des Unei Gebirges schon vor über einer Stunde passiert. Trotzdem verspürte Sumiyaka noch immer keinen Hunger. Rikojin schien es da anders zu ergehen, weshalb sie sich daran machten, ein Lager aufzuschlagen. "Ja, lass uns ein wenig essen und ruhen, wir sind schon viel zu lang auf den Beinen. Wenn es in Ordnung für dich ist, würd ich bis morgen früh hier bleiben wollen, etwas verschnaufen, ein Bad nehmen und auf Ozu warten." Während ihrer Wanderung wurden sie die ganze Zeit über vom Rauschen eines Flusses begleitet, den sie bereits bei ihrer Ankunft auf der Lichtung gehört hatten. Und auch wenn Sumiyaka ihn die ganze Zeit nicht zu Gesicht bekommen hatte, so musste er dennoch ganz in ihrer Nähe sein. Außerdem hatte ihre Schulter begonnen schmerzhaft zu pulsieren, weshalb sie sich darum auch noch würde kümmern müssen. Die Landung am Morgen, nach dem Schrei Awins, konnte man wirklich nicht als geglückt bezeichnen. Der einzige Vorteil den sie daraus ziehen konnte war die Überlegung, dass Fingerzeichen mit nur einer Hand ausführen zu können ein durchaus anstrebsames Ziel wären. Genauso, wie von den Lippen lesen zu können. Sumiyaka lächelte vergnügt. Auch wenn sie noch keine Ahnung hatte, wie sie dies würde lernen können, war sie froh durch die Begegnung mit Niwa darauf gestoßen zu sein. Sie hatte Niwa nie gesagt, wie weit er sie unwissentlich gebracht hatte. Ohne ihn hätte sie das Shinobi-Dasein sicher frühzeitig boykottiert und hätte das Weite gesucht. Am Ende hätte sie sich, irgendwo im Wald, eine Hütte gebaut und wär als verschrobene alte Schachtel gestorben. Oder in den Lavamassen umgekommen. So oder so hätte sie einen bestimmten Konoha Shinobi nicht kennen gelernt. Mit leicht geröteten Wangen richtete sie ihr Augenmerk auf eben diesen Shinobi. Er hatte wieder das ihm typische Lächeln auf den Lippen und verbreitete alles in allem eine gelöste Stimmung. Und während sie ihn einmal durch das halbe Land und vor einen Jinchuuriki gezerrt hatte, beschwerte er sich nicht ein einziges Mal. Aus einem plötzlichen Impuls heraus trat Sumiyaka an ihn heran, stellte sich auf die Zehenspitzen und hauchte ihm, begleitet von einem allumfassenden, "danke", einen Kuss auf die Wange. Dabei verzichtete sie absichtlich auf längere Ausführungen. Vermutlich hätte sie sowieso nicht die richtigen Worte gefunden, um ihr Handeln zu erklären.

Nara Rikojin

Re: Hohes Gebirge Unei (Wolkenschatten) [Umgebung]

Beitragvon Nara Rikojin » Mo 23. Apr 2012, 20:11

Die Aussicht auf eine längere Rast war sehr verlockend. Besonders der Gedanke an ein Bad im Fluss und ein paar Stunden Schlaf hatte einiges an sich. Riko gehörte nunmal nicht zu den disziplinierten ANBU, die stundenlang stolz und ohne Widerrede marschieren konnten, ohne einen Gedanken an ein ordentliches Abendessen zu verschwenden. "Da brauchst du mich gar nicht erst fragen. Wahrscheinlich wirst du morgen früh alle Mühe haben mich zum Aufstehen zu bewegen." Mit diesen Worten schaute sich Riko nach einem ordentlichen Rastplatz um. Die letzten Tage hatten in ihm das Talent erweckt taugliche Rastplätze binnen Bruchteilen von Sekunden zu erkennen. So brauchte er nicht lange, um ein gemütliches Plätzchen unter einem hochgewachsenen Laubbaum zu erkennen. Die Baumkorne war weit gefächert, die Äste hingen fast bis zum Boden hinab und bildeten so eine natürliche Höhle, die genau richtig dimensioniert war um zwei Menschen einen Unterschlupf zu bieten. "Die Stelle ist perfekt, da muss ich nichtmal das Zelt..." Beenden konnte Riko den Satz nicht, da Sumi sich direkt vor ihn gestellt hatte. Ihre Bewegung war dabei so plötzlich erfolgt, dass Riko seine Arme um ihre Hüfte legte, in dem falschen glauben sie auffangen zu müssen. Anstelle eines drohenden Sturzes küsste sie ihm allerdings auf die Wange und flüsterte das kleine, aber schwere Wörtchen "danke". Riko war für einen Moment so überrascht, dass er nicht in der Lage war etwas zu erwidern, geschweige denn sich zu bewegen. Also stand er da -in Realität eine Sekunde, gefühlt eine Ewigkeit- mit Sumi in seinen Armen. Dann erst löste er sich und lächelte sie an. "Gerne!" Da er innerhalb eines klitzekleinen Moments völlig seiner Worte, oder Gedanken an Zelte und Rastplätze beraubt worden war musste er nun wieder den roten Faden finden. Glücklicherweise half ihm dabei das Rauschen eines Flusses und das Schimmern von Wasser, welches hinter Sumis Rücken zwischen ein paar Ästen zu sehen war. "Da ist glaube ich das von dir angesprochene Bad und das von mir ersehnte Abendessen versteckt!" Riko musste bei dem Gedanken an seine letzte Angeltour lächeln. In einer Disziplin waren die Nara unübertroffen, dem Schattenfischen. "Jetzt zeige ich dir Mal, wie wir Naras fischen." Mit diesen Worten joggte Riko in Richtung Fluss. Während der paar Meter entledigte er sich meisterhaft seiner Schuhe, Hose und seines Shirts. Damit waren seine Shorts kurzfristig zu Badehosen umfunktioniert worden. Mit einem Köpfer tauchte er im überraschend kalten Wasser unter, nur um anschließend wie ein begossener Pudel wieder aufzutauchen. Ein Blick in das glasklare Wasser offenbarte jede Menge Fische, die nur darauf warteten zu einem köstlichen Essen zubereitet zu werden. Schnell waren die Fingerzeichen für das Kage Kubi Shibari no Jutsu geformt und sechs Schattenhände wanderten still am Grund des Flusses entlang. Der Nara wartete auf genau den richtigen Moment und ließ die Hände nach den Fischen schnappen. Sein Fischzug war erfolgreich, er hatte gleich fünf Prachtexemplare erwischt, die jetzt in den Händen zappelten. Mit seinem Fang kraxelte er aus dem Wasser und hängte sich seine Klamotten über die Schulter. "Ich mache uns etwas zu essen, genieße du solange dein Bad." Mit einem Zwinkern verabschiedete sich Riko für einen Moment und gönnte Sumi damit ihre wohl verdiente Ruhe. Zurück an seiner auserkorenen Rastplatz machte der Nara ein Feuer und bereitete den Fisch mit ein paar Kräutern zu, die er in der Nähe fand. Nach einigen Minuten brutzelte der Fisch und verströmte einen herrlichen Geruch, der als Lockduft sicher seinen Job tun würde um Sumi aus ihrem Bad zurück zum Rastplatz zu lotsen.


Mukiwara Sumiyaka

Re: Hohes Gebirge Unei (Wolkenschatten) [Umgebung]

Beitragvon Mukiwara Sumiyaka » Fr 27. Apr 2012, 17:18

Nachdem sich beide einig waren, den Rest des Tages und die Nacht an Ort und Stelle zu verbringen, wollte sich Rikojin um ihre Verpflegung kümmern. Sumiyaka selbst würde unterdessen ihr ersehntes Bad nehmen können. Zuvor jedoch war sie gespannt auf die Angelkünste der Nara. Schon als Riko kurzerhand Niwatori mit seinem Schatten gefangen genommen hatte, war die Medic schwer beeindruckt. Zwar hatte sie die ein oder andere Geschichte über die Schattenkünste dieses Clans gehört, doch selbst Zeuge werden durfte sie bisher nicht. Deshalb folgte sie ihm, auf dem Weg zum Fluss. Während er sich seiner Kleidung entledigte, stellte Sumiyaka ihren Rucksack am Ufer ab und setzte sich dicht daneben. Als Rikojin dann endlich ins Wasser sprang, ließ sie ihn nicht mehr aus den Augen. Etwas bedröppelt durchbrach er die Wasseroberfläche und wirkte sogleich ein Jutsu. Wie schon bei seinem letzten Jutsu prägte sich Sumiyaka die Abfolge seiner Fingerzeichen genau ein. Zwar würde sie diese Techniken nie erlernen können, doch war es sicher nie verkehrt, derart raffinierte Techniken frühzeitig erkennen zu können. So wurde ihr schnell bewusst, dass sie hier nicht noch einmal das Jutsu von heute Morgen zu Gesicht bekommen sollte. Stattdessen, und das war für Sumiyaka noch viel beeindruckender als die verbundenen Schatten mit der paralysierenden Wirkung, nahm der Schatten Rikojins dieses Mal Form an, huschte über den Grund des Flusses und packte bei der ersten sich ergebenden Gelegenheit einen Fisch. Genau genommen teilte sich sein Schatten sogar und machte gleichzeitig Jagd auf einen ganzen Fischschwarm. Als ein paar Schattenhände anschließend fünf zappelnde Fische empor hielten, die Riko nur noch abernten musste, klatschte Sumiyaka ein paar mal euphorisch in die Hände und lachte. Dabei fühlte sie sich beschwingt und aufgeregt, wie ein kleines Kind während einer Zirkusvorstellung. Da sie keine Ahnung hatte, wie sich das Jutsu nannte, taufte sie es für sich auf Kage Kali, in Anlehnung an die Schattenhände. Noch während Sumiyaka eingehender darüber nachdachte, stand Rikojin bereits mit seiner übergeworfenen Kleidung und der Beute neben ihr. Er kündigte an, sich um das Essen kümmern zu wollen, während Sumiyaka nun etwas Zeit für sich bekam. Anschließend ließ er sie allein zurück. Für einen Augenblick verharrte Sumiyaka an Ort und Stelle. Das Rauschen des Flusses mit dem sich darauf spiegelnden Sonnenlicht hatte eine angenehm beruhigende Wirkung auf sie, sodass sie den friedlichen Moment noch ein wenig auskosten wollte. Mit einem leisen Seufzen erhob sie sich wenig später, entledigte sich all ihrer Kleidung und stieg dann ebenfalls in das kühle nass. Da das Wasser noch recht kalt war, benötigte sie dafür ein wenig mehr Zeit als es der Nara getan hatte. "Ich bin eine elende Frostbeule", jammerte sie dabei in Gedanken und kicherte leise darüber. Doch endlich hatte sie es geschafft. Bis zum Kinn im Wasser wusch sie sich zuerst das Gesicht und anschließend den Rest ihres Körpers. Als sie damit fertig war, hielt sie kurz inne und formte anschließend mit klammen Fingern selbst Fingerzeichen. Das Wasser vor ihr leuchtete in sanften Grün, als sie ihre linke Hand zur gegenüber liegenden Schulter führte, um diese nun endlich zu versorgen. Gedanklich war sie dabei allerdings ganz woanders. "Einhändige Fingerzeichen und Lippenlesen...", diese beiden Dinge gingen ihr nicht mehr aus dem Kopf. Während sie jedoch noch immer keinen Schimmer hatte, wie sie die Fingerzeichen angehen sollte, murmelte sie tonlos das Alphabet vor sich her und konzentrierte sich dabei in erster Linie darauf, wo die Buchstaben gebildet wurden und ob ihr Mund dabei geschlossen oder offen war. Erst als ihr ein angenehmer Duft in die Nase stieg wurde sie von ihrer Arbeit abgelenkt und sie merkte, dass sie bereits zu frösteln begonnen hatte. Deshalb stieg sie langsam aus dem Wasser, trocknete sich ein wenig ab und huschte anschließend zurück in ihre Kleidung. Mit dem Rucksack in einer Hand kam sie kurz darauf an ihrem Rastplatz an und machte es sich neben Rikojin und vor dem angerichteten Essen bequem. Mit geschlossenen Augen hing sie ihre Nase nach vorn und kommentierte die aufgenommenen Gerüche mit einem wohlwollenden, "hmmmmmm." Nun doch vom Hunger überrascht blickte sie Rikojin fragend an und erkundigte sich, "darf ich?", bevor sie sich an einem der Fische bediente. Und er hielt das, was er zuvor versprach. Ein Weilchen aß Sumiyaka schweigend, bis der erste Hunger gestillt war, und erkundigte sich dann - scheinbar beiläufig, "und wie geht es dir mittlerweile? Ist dein Fernweh gestillt?" Ein Hauch von einem Lächeln lag auf ihrem Gesicht, als sich ihr Blick erneut fragend auf ihren Begleiter legte.


[hr]


Nara Rikojin

Re: Hohes Gebirge Unei (Wolkenschatten) [Umgebung]

Beitragvon Nara Rikojin » Sa 28. Apr 2012, 18:31

Der wunderbare Geruch des Fisches, sowie der Anblick der Kräuter und des Grillergebnisses ließen für den Nara nur einen möglichen Gedanken: Dieser Fisch musste möglichst schnell in seinem Magen-Darm-Trakt. Die einzige Sache, die ihm dabei im Weg stand war seine eigene Unfähigkeit einen Fisch zu filetieren. Hätte Riko gewusst, das es so kompliziert war an das kostbare Fleisch eines Fisches zu kommen, hätte er sich womöglich doch für die noch versiegelten Vorräte entschieden. Doch jetzt war es zu spät und er musste sehen, wie er den Fisch gänzlich ohne chirurgische Präzision von Innereien und Greten befreite. Sein Vorhaben den Fisch bei diesem Vorgang so zu verschonen, das er noch so köstlich aussah wie am Anfang scheiterte schon nach den ertsen paar Handgriffen. Am Ende hatte er einen Haufen Fleisch und einen Haufen Fisch, der nicht mehr als solcher zu erkennen war. Zum Glück war der Hunger stark genug, um über das verschandelte aussehen hinweg sehen zu können. Das Essen verbrachte Riko genau wie Sumi schweigend. Nicht etwa, weil er im Moment nicht gesprächig war, sondern weil er seine ganze Konzentration auf das Filetieren richten musste. Dann -nach dem zweiten malträtierten und gegessenen Fisch- wandte sich Sumi an ihn. Die Frage war, ob sein Fernweh gestillt war. Riko wollte gerade laut seine Zustimmung kund tun, als er glaubte einen Hintergedanken Sumis erkannt zu haben. Deswegen schloss er seinen Mund wieder und warf seine Stirn leicht in Falten. Er konnte sich auch täuschen, aber das Lächeln, was sie ihm zuwarf kam dem Nara nicht so vor, als käme es aus vollem Herzen. Was wollte sie also von ihm hören? Gerade die Aktion mit dem Fisch hatte gezeigt, dass Riko kein geborener Abenteurer war. Natürlich hatte er einen verhältnismäßig starken Drang nach Freiheit und Abwechslung, allerdings hatte die Suche nach Niwas diesen zumindest zeitweise besänftigt. Dementsprechend konnte man sagen, dass sein Fernweh gestillt war. In Konoha warteten Pflichten, Aufgaben, ein ungeduldiger Kage - alles Dinge, die aus der Sicht des Nara auch weiterhin warten konnten. Sein Team, die Sorge um einen weiteren Angriff, seine Berufung den Wideraufbau weiter voran zu treiben hingegen konnte er nicht einfach ausblenden. Riko erhob sich und räumte das Kochgeschirr auf, mehr eine Beschäftigung für seine Hände, als eine wirklich sinnvolle Tätigkeit. "Du hast noch etwas vor, hm?" Eine vage Vermutung, nicht mehr. Doch glaubte Riko dies aus ihrer Frage heraus gelesen zu haben. Es gab eine weitere Sache, die sie außerhalb Konohas erledigt wissen wollte. Allem Anschein nach würde sie sich auch freuen, wenn Riko an ihrer Seite war. Ein Gedanke, der den Nara freute. Doch welche Ausmaße würde diese "Sache" annehmen. Für den Nara gab es klare Grenzen, was sein Fernweh anging. In seiner Fantasie gab es ein Szenario, welches besagte, dass sich Sumi mit ihm ein zumindest eine Zeit lang als Msissingnin vorstellen konnte. Das er damit an der Realität vorbei schlidderte konnte er nicht ahnen. "Ich bin ein Konohanin und werde es auch in Zukunft bleiben. Du bedeutest mir sehr viel, deswegen werde ich dir immer helfen. Ganz sicher werde ich dich auch immer wieder begleiten, wenn du das möchtest und du mich brauchst aber..." Riko senkte den Blick um das zu umschreiben, was ihm am Meisten Bauchschmerzen bereitete. "...wenn du vor hast Konoha den Rücken zuzukehren um als Missingnin durch die Lande zu reisen, dann... dann kann ich nicht mit dir kommen." Damit sprach Riko ein Thema an, was zumindest aus seiner Sicht lange unausgesprochen zwischen ihnen gehangen war.

Mukiwara Sumiyaka

Re: Hohes Gebirge Unei (Wolkenschatten) [Umgebung]

Beitragvon Mukiwara Sumiyaka » So 29. Apr 2012, 13:24

Sumiyaka war auf zwei Dinge vorbereitet, als sie Rikojin danach fragte, wie es mit seiner verbliebenen Reiseleidenschaft stünde. Einerseits bestand die Möglichkeit, dass er seine Verpflichtungen Konohagakure gegenüber anbrachte und wieder zurück in sein Heimatdorf wollte. Ganz von der Hand zu weisen wäre diese Begründung nicht. Schließlich war er der Ratgeber des Hokagen und sicher wartete eine Menge Arbeit auf ihn. Andererseits konnte es durchaus sein, dass das Reisefieber noch immer in ihm steckte. Betrachtete Sumiyaka jedoch seine Fähigkeiten einen Fisch anständig zu zerlegen und zu essen - auch wenn der Anblick Sumiyaka sehr amüsierte - war die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er sich für ersteres entschied. Statt ihr jedoch zu antworten, stellte er ihr eine Gegenfrage, durch die klar wurde, dss er ihre Hintergedanken durchschaut hatte. Ein leises Nicken war ihre Antwort, während sie auf die Überreste ihrer Mahlzeit sah. Fein säuberlich voneinander getrennt lagen Kopf, Haut, Innereien und das Skelett des Fisches. Alles essbare war bereits in ihrem Magen verschwunden. Keine Kunst, wenn man bedachte, dass es sich bei den Fischen um ein paar Bachforellen gehandelt hatte. Fische, die Sumiyaka schon so oft auseinander genommen und gegesssen hatte, dass sie sie selbst einhändig und mit verbundenen Augen problemlos essen konnte. Rikojin erhob sich. Um sich ein wenig Zeit zu verschaffen und seine Antwort zu überdenken, begann er damit die Essensreste und das Kochgeschirr aufzuräumen. Etwas ratlos beobachtete Sumiyaka sein tun und fragte sich, ob er erwartete, dass sie ihre Reisepläne offen legte, bevor sie seine Antwort erhielt. Warum auch nicht? Schließlich war es sein gutes Recht vorab zu erfahren, worauf er sich eventuell einlassen würde. Doch er überraschte sie und stieß ihr mit seiner Antwort gleichsam vor den Kopf. Er stellte seine Zugehörigkeit zu Konohagakure klar und auch wenn er ihr auch in Zukunft helfen würde, hatte er nicht vor als Missing-Nin mit ihr durch die Lande zu ziehen. "Missing-Nin?", wiederholte sie deshalb ungläubig, sprach dabei jedoch mehr zu sich selbst, als zu ihrem Begleiter. Während sich die Stille über sie legte, dachte Sumiyaka über das eben gesagte nach. Es stimmte. Sie reiste seit geraumer Zeit durch die Lande, auch wenn sie einst einem Land angehörte. Doch tat sie dies nicht, weil ihr der Sinn danach stand oder weil sie genug von ihren Wurzeln hatte, sondern schlichtweg weil ihre Heimat nicht mehr existierte. Wie kam er darauf, sie mit Landesverrätern zu vergleichen? Nachdenklich sah sie zu ihm auf, bevor sie zu einer vorsichtigen Antwort ansetzte. "Ich hatte nicht vor, dich zu einem Missing zu machen. Kyudaime-sama gab sein Einverständnis für unsere Reise und mir den Auftrag, dich unbeschadet zurück zu bringen. Wenn du zurück möchtest kann ich das verstehen - schließlich wirst du in Konoha gebraucht. Bevor ich jedoch mit dem Hokagen über eine endgültige Aufnahme in Hi no Kuni verhandeln kann, muss ich mein Versprechen gegenüber meinem Vorgesetzten einlösen und seiner Frau bei der Geburt seines Kindes helfen. Ich hätte dich mitgenommen, weil ich deiner Verschwiegenheit in Bezug auf den Ort und dessen Einwohner vertraue und ich mich über deine Gesellschaft bei einem weniger heiklen Reiseziel freuen würde." Sumiyaka hielt kurz inne, unsicher ob ihre Antwort zu sehr nach einem Überredungsversuch klang. Einlenkend führte sie deshalb mit einem entschuldigenden Lächeln an, "aber wie du siehst, ist es nichts bei dem du mir helfen oder weshalb du dich sorgen musst. Wir können dich also nach Konoha zurück bringen und ich werd mich anschließend auf den Weg machen, um den Geburtshelfer zu spielen. Kyudaime-sama wär sicher auch zufrieden, dich früher zurück zu haben." Damit erhob sie sich und klopfte sich den Staub von der Hose. Anschließend wandte sie Rikojin den Rücken zu und machte sich daran, ihren künftigen Schlafplatz zu erkunden. Zwar war dies im Moment nichts, das sie wahnsinnig interessierte, doch wollte sie nicht, dass Rikojin in ihrem Gesicht las. Und ihre Gesichtszüge waren für sie im Moment überraschend schwer zu kontrollieren.

Nara Rikojin

Re: Hohes Gebirge Unei (Wolkenschatten) [Umgebung]

Beitragvon Nara Rikojin » Mo 30. Apr 2012, 15:44

Riko hatte mit seiner Vorahnung Recht gehabt. Sumi wollte die Reise tatsächlich noch verlängern. Mit seiner Theori Sumi würde die Verlängerung der Reise zum Anlass nehmen Riko zu einem Dauerreisenden zu bekehren hatte er allerdings gewaltig daneben gegriffen. Seine Fantasie hatte ihm einen Streich gespielt, was er jetzt deutlich zu spüren bekam. Es war nicht Sumis Charakter ihn für seinen Fauxpas anzubrüllen, oder einen handfesten Streit vom Zaun zu brechen. Stattdessen legte sie ihm die Tatsachen sachlich dar und kehrte ihm schließlich den Rücken zu. Da stand er nun, wesentlich besser informiert, aber leicht bedröppelt. Riko blickte sich um, obwohl er vollkommen alleine da stand kam es ihm so vor, als würden sämtliche Tiere in der Umgebung ihren Blick auf ihn richten. Im Grunde war es der erste Fehler gewesen anzunehmen, Sumi würde ihr Leben als "Reisende" fortsetzen. Das war gleich in zweierlei Beziehung falsch. Sie war nicht willentlich eine Reisende geworden, nach der Zerstörung Kumos war ihr keine andere Wahl geblieben, als rastlos durch aller Herren Länder zu ziehen. Zudem schien sie nun in Konoha einen Neuanfang wagen zu wollen. Ob sie die Stadt unter den Blättern jemals ihre Heimat nennen konnte stand noch in den Sternen, definitiv würde Konoha für sie aber ein Ort sein, an den sie sich zurückziehen konnte, an dem sie ihre Ruhe finden konnte. Dafür würde sich Riko mit aller Kraft einsetzen, wenn sie zurück in Konohagakure waren. Sumi hatte Riko mit wenigen Sätzen aufgeklärt und dem Nara damit auch klar gemacht, dass seine Unterstellungen sie verletzt haben mussten.
Jetzt erst merkte Riko, dass sein Fuß unwillkürlich Muster in den Boden gezeichnet hatte. Eine große Acht, die sein rechter Schuh durch regelmäßig widerkehrende Bewegungen in der Erde hinterlassen hatte. Mit einem Kopfschütteln ermahnte sich der Nara nicht völlig den Verstand zu verlieren und sofort wieder alles ins Lot zu bringen und für Klarheit zu sorgen. Energisch trat er an den Baum und schob ein paar Äste zur Seite, nur um dann drei Sekunden sprachlos vor Sumi stehen zu bleiben, weil er nicht wusste, was er sagen sollte um seine ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Schließlich fand er allmählich wieder die Worte, die er zum Ausdruck bringen wollte. "Der Hokage kann warten!" Die nächste Person, die es zu treffen galt war also die Frau von Sumis Vorgesetztem. Die gute Frau stand kurz vor einer Geburt und Sumi sollte -prädestiniert als Medicnin- bei der Entbindung helfen. Eine wahrhaft vertrauensvolle Aufgabe, die den Status Sumis innerhalb der Sheruta unterstrich. Anscheinend mussten die beiden zum Hauptquartier der Sheruta reisen. Auch wenn Riko nichts vom Aufenthaltsort, oder der Bauart des Hauptquartieres wusste, so erfüllte es ihn doch mit einer gehörigen Portion Ehrfurcht die heiligen Hallen der Organisation betreten zu dürfen, die so geheim war, das manche nicht Mal deren Namen kannten. "Danke, dass du mir so sehr vertraust, um mich dort hin mit zu nehmen. Ich ahne, um welche Dimension von Geheimhaltung es sich hier handelt. Du kannst dir sicher sein, dass ich alles für mich behalte. Solltest du -oder deine Kollegen- trotzdem Angst haben, dass mich irgend jemand zu foltern versucht, könnt ihr auch gerne meine Erinnerungen löschen..." Rikos angebot war ernst gemeint, auch wenn er sich eine Erinnerungslöschaktion nicht gerade wie eine Massage vorstellte. "... zumindest die an das Hauptquartier." Riko vollendete den Satz nur um sicher zu gehen. Nicht, dass ein paat militante Kollegen Sumis nachher auf die Idee kamen alles aus dem Gedächtnis zu löschen, was die Sheruta betraf - demnach auch Sumi selbst. Das wäre eine absolute Katastrophe für den Nara. Jetzt wurde Rikos Stimme ruhiger, er setzte sich im Schneidersitz auf den weichen Boden. "Entschuldige, dass ich dir soetwas unterstellt habe, ich weiß selbst nicht, wie ich darauf gekommen bin. Ich weiß zwar nicht, ob ich bei einer Geburt eine so große Hilfe bin, aber wenn du sagst du magst meine Gesellschaft, dann komme ich mit! Mir geht es nämlich genauso."

Mukiwara Sumiyaka

Re: Hohes Gebirge Unei (Wolkenschatten) [Umgebung]

Beitragvon Mukiwara Sumiyaka » Fr 4. Mai 2012, 15:47

Etwas zerstreut lies Sumiyaka ihren Blick über den Boden gleiten, ohne wirklich etwas wahr zu nehmen. "Eine Missing." Sie hatte nie darüber nachgedacht, derart auf Andere zu wirken. Zumeist trug sie ihren langen Umhang, der fremde Blicke von ihrer Shinobi Ausrüstung fern hielt. So konnte sie ungehindert reisen, ohne auf allzu viel Gegenwehr zu stoßen. Auch wenn eine allein reisende Frau nicht gänzlich unauffällig war. Vor allem dann nicht, wenn sie von Zeit zu Zeit ein Stück des Weges zusammen mit Ozu zurück legte. Wo sie gerade dabei war. Ozu streunte noch immer umher, ohne ein Lebenszeichen von sich zu geben. "Hoffentlich ist ihm nichts geschehen", begann sie sich ein wenig zu sorgen, als das Rascheln von Blättern sie aus ihren Gedanken riss. Hoffnungsvoll wandte sie sich dem Ursprung des Geräusches zu, nur um sich einen Augenblick später Rikojin gegenüber zu sehen. Außer stande ein Wort hervor zu bringen, sah sie ihn unschlüssig an. Erst seine Worte ließen das Unwohlsein von ihr weichen und stattdessen ein Lächeln auf ihrem Gesicht erscheinen. Manchen Menschen konnte sie einfach nicht lang böse sein. Nun wieder etwas entspannter ließ sie sich neben dem Nara nieder, der sich ebenfalls ein Plätzchen unter dem Baum gesucht hatte. "Schon okay, es war wohl nahe liegend", wischte sie die Differenz zwischen ihnen bei Seite und widmete sich stattdessen lieber wieder dem was vor ihnen lag. "Wenn du möchtest, kannst du dich später gern ein wenig auf der Insel umsehen, während ich mich um Shokas Geburt kümmere. Das wird sich sicher eine Weile hin ziehen. Nicht das du dich langweilst." Als sie endete wurde ihr Lächeln zu einem verlegenen Grinsen. Das Kind würde sie auch allein auf die Welt bringen können. Es ging ihr tatsächlich nur darum, dass sie den jungen Mann gern länger an ihrer Seite wusste. Abgesehen davon würden die Einwohner der Insel Kamikakushi sicher nicht uninteressant für Rikojin sein. Immerhin stammten sie ihre Ahnen von überall her und nicht selten aus den verschiedensten Clans, die sich über die Jahre mitunter sogar untereinander vermischt hatten. Wenn nicht ein interessantes Gespräch, würde sicher mindestens das ein oder andere nützliche Jutsu für ihn heraus springen können. Sah man mal von der ansprechenden Natur der tropischen Insel ab. "Im übrigen habe ich mein Boot in Duas vor Anker liegen. Wenn du also noch einen Abstecher nach Konoha machen möchtest, läge das fast auf dem Weg", schloss sie.


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