Shinnen Omedeto!!!

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Sakebi Sachiko

Shinnen Omedeto!!!

Beitragvon Sakebi Sachiko » Sa 3. Nov 2012, 18:45

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Hans hatte sieben Jahre bei seinem Herrn gedient, da sprach er zu ihm: „Herr, meine Zeit ist herum, nun wollte ich gern wieder heim zu meiner Mutter, gebt mir meinen Lohn." Der Herr antwortete: „Du hast mir treu und ehrlich gedient, wie der Dienst, so soll der Lohn sein;" und gab ihm ein Stück Gold, das so groß als Hansens Kopf war. Hans zog sein Tüchlein, wickelte den Klumpen hinein, setzte ihn auf die Schulter und machte sich auf den Weg nach Haus. Wie er so dahin ging und immer ein Bein vor das andere setzte, kam ihm ein Reiter in die Augen, der frisch und fröhlich auf einem munteren Pferd vorbei trabte. „Ach“, sprach Hans ganz laut, „was das Reiten ein schönes Ding ist, da sitzt einer wie auf einem Stuhl, stößt sich an keinen Stein, spart die Schuh und kommt fort, er weiß nicht wie!" Der Reiter, der das gehört hatte, rief ihm zu: „Ei, Hans, warum läufst du auch zu Fuß?" „Ach, da muss ich den Klumpen heim tragen, es ist zwar Gold, aber ich kann den Kopf dabei nicht gerade halten und es drückt mir auch auf die Schulter." „Weißt du was“, sagte der Reiter und hielt an, „wir wollen tauschen, ich gebe dir mein Pferd und du gibst mir deinen Klumpen.“ „Von Herzen gern“, sprach Hans, „aber ich sage euch, ihr müsst euch damit schleppen." Der Reiter stieg ab, nahm das Gold und half dem Hans hinauf, gab ihm die Zügel fest in die Hände und sprach: „Wenn’s nun recht geschwind soll gehen, so musst du mit der Zunge schnalzen und hopp, hopp! rufen."

Hans war seelenfroh, als er auf dem Pferd saß und so frank und frei dahin ritt. Über ein Weilchen fiel’s ihm ein, es sollte noch schneller gehen und er fing an, mit der Zunge zu schnalzen, und hopp, hopp! zu rufen. Das Pferd setzte sich in starken Trab, und eh' sich’s Hans versah, war er abgeworfen und lag in einem Graben, der die Äcker von der Landstraße trennte. Das Pferd wär' auch durchgegangen, wenn es nicht ein Bauer aufgehalten hätte, der des Weges kam und eine Kuh vor sich trieb. Hans suchte seine Glieder zusammen und machte sich wieder auf die Beine. Er war aber verdrießlich und sprach zu dem Bauer: „Es ist ein schlechter Spaß, das Reiten, dazu, wenn man auf so eine Mähre gerät wie diese, die stößt und einen herabwirft, dass man sich den Hals brechen kann; ich setze mich nun und nimmermehr wieder auf. Da lob' ich mir eure Kuh, da kann einer mit Gemächlichkeit hinterher gehen und hat obendrein seine Milch, Butter und Käse jeden Tag gewiss. Was gäbe ich drum, wenn ich so eine Kuh hätte!" „Nun“, sprach der Bauer, „geschieht euch so ein großer Gefallen, so will ich euch wohl die Kuh für das Pferd vertauschen." Hans willigte mit tausend Freuden ein; der Bauer schwang sich aufs Pferd und ritt eilig davon.

Hans trieb seine Kuh ruhig vor sich her und bedachte den glücklichen Handel. „Hab ich nur ein Stück Brot, und daran wird mir’s doch nicht fehlen, so kann ich, so oft mir's beliebt, Butter und Käse dazu essen; hab ich Durst, so melk' ich meine Kuh und trinke Milch: Herz, was verlangst du mehr?" Als er zu einem Wirtshaus kam, machte er Halt, aß in der großen Freude alles, was er bei sich hatte, sein Mittags- und Abendbrot rein auf und ließ sich für seine letzten paar Heller ein halbes Glas Bier einschenken. Dann trieb er seine Kuh weiter, immer nach dem Dorfe seiner Mutter zu. Die Hitze wurde aber drückender, je näher der Mittag kam und Hans befand sich in einer Heide, die wohl noch eine Stunde dauerte. Da ward es ihm ganz heiß, so dass ihm vor Durst die Zunge am Gaumen klebte. „Dem Ding ist zu helfen“, dachte Hans, „jetzt will ich meine Kuh melken, und mich an der Milch laben.“ Er band sie an einen dürren Baum und stellte seine Leder-Mütze darunter, aber so sehr er sich auch abmühte, es kam kein Tropfen Milch zum Vorschein. Weil er sich aber ungeschickt dabei anstellte, so gab ihm das ungeduldige Tier endlich mit einem der Hinterfüße einen solchen Schlag vor den Kopf, dass er zu Boden taumelte und eine Zeitlang sich gar nicht besinnen konnte, wo er war. Glücklicherweise kam gerade ein Metzger des Weges, der auf einem Schubkarren ein junges Schwein liegen hatte. „Was sind das für Streiche?", rief er, und half dem guten Hans auf. Hans erzählte, was vorgefallen war. Der Metzger reichte ihm seine Flasche und sprach: „Da trinkt einmal und erholt euch; die Kuh will euch wohl keine Milch geben, das ist ein altes Tier, das höchstens noch zum Ziehen taugt oder zum Schlachten." „Ei, ei“, sprach Hans und strich sich die Haare über den Kopf, „wer hätte das gedacht! Es ist freilich gut, wenn man so ein Tier ins Haus abschlachten kann, was gibt’s für Fleisch! Aber ich mache mir aus dem Kuhfleisch nicht viel, es ist mir nicht saftig genug. Ja, wer so ein junges Schwein hätte, das schmeckt anders, dabei noch die Würste!" „Hört Hans“, sprach da der Metzger, „euch zu Lieb' will ich tauschen und will euch das Schwein für die Kuh lassen." „Gott lohn' euch eure Freundschaft", sprach Hans, übergab ihm die Kuh und ließ sich das Schweinchen vom Karren losmachen und den Strick, woran es gebunden war, in die Hand geben.

Hans zog weiter und überdachte, wie ihm doch alles nach Wunsch ginge, begegnete ihm ja eine Verdrießlichkeit, so würde sie doch gleich wieder gut gemacht. Es gesellte sich danach ein Bursche zu ihm, der trug eine schöne, weiße Gans unter dem Arm. Sie verweilten miteinander und Hans fing an, ihm von seinem Glück zu erzählen und wie er immer so vorteilhaft getauscht hätte. Der Bursch sagte, dass er die Gans zu einem Fest für eine Kindertaufe bringe: „Hebt einmal“, fuhr er fort und packte sie bei den Flügeln, „wie sie schwer ist, sie ist aber auch acht Wochen lang genudelt worden. Wer in den Braten beißt, muss sich das Fett von beiden Seiten abwischen." „Ja“, sprach Hans, und wog sie mit der einen Hand, „die hat ihr Gewicht, aber mein Schwein ist auch keine Sau." Indessen sah sich der Bursche nach allen Seiten ganz bedenklich um, schüttelte auch wohl mit dem Kopf. „Hört“, fing er darauf an, „mit eurem Schweine mag’s nicht ganz richtig sein. In dem Dorfe, durch das ich gekommen bin, ist eben dem Bürgermeister eins aus dem Stall gestohlen worden. Ich fürchte, ich fürchte, ihr habt’s da in der Hand, es wäre ein schlimmer Handel, wenn sie euch damit fänden, das Geringste ist, dass ihr ins finstere Loch gesteckt werdet." Dem guten Hans ward bang: „Ach Gott“, sprach er, „helft mir aus der Not, ihr wisst hier herum besser Bescheid, nehmt mein Schwein da, und lasst mir eure Gans." „Ich muss schon etwas aufs Spiel setzen“, antwortete der Bursche, „aber ich will doch nicht Schuld sein, dass ihr ins Unglück geratet." Er nahm also das Seil in die Hand und trieb das Schwein schnell auf einem Seitenweg fort; der gute Hans aber ging seiner Sorgen entledigt mit der Gans unter dem Arm seiner Heimat zu. „Wenn ich’s gut überlege“, sprach er mit sich selbst, „habe ich noch einen Vorteil bei dem Tausch, erst den guten Braten, hernach die Menge von Fett, die herausträufeln wird, das gibt Gänsfettbrot für ein Vierteljahr und endlich die schönen weißen Federn, die lass ich mir in mein Kopfkissen stopfen, und darauf will ich wohl ungewiegt einschlafen. Was wird meine Mutter eine Freude haben!"

Als er durch das letzte Dorf gekommen war, stand da ein Scherenschleifer mit seinem Karren, und sang zu seiner schnurrenden Arbeit:

„Ich schleife die Schere und drehe geschwind und hänge mein Mäntelchen nach dem Wind!" Hans blieb stehen und sah ihm zu; endlich redete er ihn an und sprach: „Euch geht’s auch wohl, weil ihr so lustig bei eurem Schleifen seid." „Ja, antwortete der Scherenschleifer, das Handwerk hat einen goldenen Boden. Ein rechter Schleifer ist ein Mann, der, so oft er in die Tasche greift, auch Geld darin findet. Aber wo habt ihr die schöne Gans gekauft." — „Die hab' ich nicht gekauft, sondern für mein Schwein eingetauscht", — „Und das Schwein?" — „Das hab' ich für eine Kuh gekriegt." — „Und die Kuh?" — „Die hab' ich für ein Pferd bekommen." — „Und das Pferd?" — „Dafür hab' ich einen Klumpen Gold, so groß als mein Kopf gegeben." — „Und das Gold?" — „Ei, das war mein Lohn für sieben Jahre Dienst." „Ihr habt euch jederzeit zu helfen gewusst“, sprach der Schleifer, „könnt ihrs nun dahin bringen, dass ihr das Geld in der Tasche springen hört, wenn ihr aufsteht, so habt ihr euer Glück gemacht." „Wie soll ich das anfangen?", sprach Hans. „Ihr müsst ein Schleifer werden, wie ich, dazu gehört eigentlich nichts, als ein Wehstein, das andere findet sich schon von selbst. Da hab' ich einen, der ist ein wenig schadhaft, dafür sollt ihr mir aber auch weiter nichts, als eure Gans geben, wollt ihr das?" „Wie könnt ihr noch fragen“, antwortete Hans, „ich werde ja zum glücklichsten Menschen auf Erden, habe ich Geld, so oft ich in die Tasche greife, was brauche ich da zu sorgen!" und reichte ihm die Gans hin. „Nun", sprach der Schleifer und hob einen schweren, gewöhnlichen Feldstein, der neben ihm lag, auf, „da habt ihr auch noch einen tüchtigen Stein dazu, auf dem sich’s gut schlagen lässt und ihr eure alten Nägel gerade klopfen könnt. Nehmt ihn und hebt ihn ordentlich auf."

Hans lud den Stein auf und ging mit vergnügtem Herzen weiter, seine Augen leuchteten vor Freude und er sprach für sich: „Ich muss in einer Glückshaut geboren sein, alles was ich wünsche, tritt ein, wie bei einem Sonntagskind." Indessen, weil er seit Tagesanbruch auf den Beinen gewesen, begann er müde zu werden; auch plagte ihn der Hunger, da er allen Vorrat auf einmal in der Freude über die erhandelte Kuh aufgezehrt hatte. Er konnte endlich nur mit Mühe weiter gehen und musste jeden Augenblick Halt machen, dabei drückten ihn die Steine ganz erbärmlich. Da konnte er sich des Gedankens nicht erwehren, wie gut es wäre, wenn er sie gerade jetzt nicht zu tragen brauchte. Wie eine Schnecke kam er zu einem Feldbrunnen geschlichen, da wollte er ruhen und sich mit einem frischen Trunk laben; damit er aber die Steine im Niedersitzen nicht beschädigte, legte er sie bedächtig neben sich auf den Rand des Brunnens. Darauf drehte er sich um und wollte sich zum Trinken bücken, da versah er sich, stieß ein klein wenig an und beide Steine plumpsten hinab. Hans, als er sie mit seinen Augen in die Tiefe hatte versinken sehen, sprang vor Freuden auf, kniete dann nieder und dankte Gott mit Tränen in den Augen, dass er ihm auch diese Gnade erwiesen und auf eine so gute Art von den Steinen befreit hatte, das sei das Einzige, was ihm noch zu seinem Glück gefehlt hatte. „So glücklich wie ich“, rief er aus, „gibt es keinen Menschen unter der Sonne." Mit leichtem Herzen und frei von aller Last lief er nun, bis er daheim bei seiner Mutter war.


Eine Witwe hatte zwei Töchter, davon war die eine schön und fleißig, die andere hässlich und faul. Sie hatte aber die Hässliche und Faule, weil sie ihre rechte Tochter war, viel lieber, und die andere musste alle Arbeit tun und der Aschenputtel im Hause sein. Es musste sich täglich hinaus auf die große Straße bei einem Brunnen setzen und so viel spinnen, dass ihm das Blut aus den Fingern sprang. Nun trug es sich zu, dass die Spule einmal ganz blutig war, da bückte es sich damit in den Brunnen und wollte sie abwaschen, sie sprang ihm aber aus der Hand und fiel hinab. Es weinte, lief zur Stiefmutter und erzählte ihr das Unglück, sie schalt es aber heftig und war so unbarmherzig, dass sie sprach: „Hast du die Spule hinunterfallen lassen, so hol sie auch wieder herauf!" Da ging das Mädchen zu dem Brunnen zurück und wusste nicht, was es anfangen sollte und sprang in seiner Angst in den Brunnen hinein. Als es erwachte und wieder zu sich selber kam, war es auf einer schönen Wiese, da schien die Sonne und waren viel tausend Blumen. Auf der Wiese ging es fort und kam zu einem Backofen, der war voller Brot; das Brot aber rief: „Ach! Zieh mich 'raus, zieh mich 'raus, sonst verbrenn' ich, ich bin schon längst ausgebacken!" Da trat es fleißig herzu und holte alles heraus. Danach ging es weiter und kam zu einem Baum, der hing voll Äpfel und rief ihm zu: „Ach! Schüttel mich! Schüttel mich! Wir Äpfel sind alle mit einander reif!" Da schüttelt es den Baum, dass die Äpfel fielen, als regneten sie, so lange, bis keiner mehr oben war, danach ging es wieder fort. Endlich kam es zu einem kleinen Haus, daraus guckte eine alte Frau, weil sie aber so große Zähne hatte, ward ihm angst und es wollte fortlaufen. Die alte Frau aber rief ihm nach: „Fürchte dich nicht, liebes Kind, bleib bei mir, wenn du alle Arbeit im Haus ordentlich tun willst, so soll dir es gut gehen, nur musst du Acht geben, dass du mein Bett gut machst und es fleißig aufschüttelst, dass die Federn fliegen, dann schneit es in der Welt; ich bin die Frau Holle." Weil die Alte so gut ihm zusprach, willigte das Mädchen ein und begab sich in ihren Dienst. Es besorgte auch alles nach ihrer Zufriedenheit und schüttelte ihr das Bett immer gewaltig auf, dafür hatte es auch ein gut Leben bei ihr, kein böses Wort und alle Tage Gesottenes und Gebratenes. Nun war es eine Zeitlang bei der Frau Holle, da ward es traurig in seinem Herzen, und ob es hier gleich viel tausendmal besser war, als zu Haus, so hatte es doch ein Verlangen dahin; endlich sagte es zu ihr: „Ich habe den Jammer nach Haus kriegt und wenn es mir auch noch so gut hier geht, so kann ich doch nicht länger bleiben." Die Frau Holle sagte: „Du hast Recht und weil du mir so treu gedient hast, so will ich dich selbst wieder hinaufbringen." Sie nahm es darauf bei der Hand und führte es vor ein großes Tor. Das ward aufgetan und wie das Mädchen darunter stand, fiel ein gewaltiger Goldregen und alles Gold blieb an ihm hängen, so dass es über und über davon bedeckt war. „Das sollst du haben, weil du so fleißig gewesen bist", sprach die Frau Holle und gab ihm auch noch die Spule wieder, die ihm in den Brunnen gefallen war. Darauf ward das Tor verschlossen, und das Mädchen befand sich oben auf der Welt, nicht weit von seiner Mutter Haus und als es in den Hof kam, saß der Hahn auf dem Brunnen und rief:

„Kikeriki!
unsere goldene Jungfrau ist wieder hie!"

Da ging es hinein zu seiner Mutter und weil es so mit Gold bedeckt ankam, ward es gut aufgenommen.

Als die Mutter hörte, wie es zu dem Reichtum gekommen, wollte sie der andern hässlichen und faulen Tochter gern dasselbe Glück verschaffen und sie musste sich auch an den Brunnen setzen und spinnen. Damit ihr die Spule blutig ward, stach sie sich in die Finger, und zerstieß sich die Hand an der Dornenhecke. Darnach warf sie sie in den Brunnen und sprang selber hinein. Sie kam, wie die andere, auf die schöne Wiese und ging auf demselben Pfad weiter. Als sie zu dem Backofen gelangte, schrie das Brot wieder: „Ach! Zieh mich 'raus, zieh mich 'raus, sonst verbrenn' ich, ich bin schon längst ausgebacken!" Die Faule aber antwortete: „Da hätt' ich Lust, mich schmutzig zu machen!" und ging fort. Bald kam sie zu dem Apfelbaum, der rief: „Ach! Schüttel mich! Schüttel mich! Wir Äpfel sind alle mit einander reif." Sie antwortete aber: „Du kommst mir recht, es könnt' mir einer auf den Kopf fallen!" und ging damit weiter. Als sie vor der Frau Holle Haus kam, fürchtete sie sich nicht, weil sie von ihren großen Zähnen schon gehört hatte und verdingte sich ihr gleich. Am ersten Tag tat sie sich Gewalt an und war fleißig und folgte der Frau Holle, wenn sie ihr etwas sagte, denn sie dachte an das viele Gold, das sie ihr schenken würde; am zweiten Tag aber fing sie schon an zu faulenzen, am dritten noch mehr, da wollte sie morgens gar nicht aufstehen, sie machte auch der Frau Holle das Bett schlecht und schüttelte es nicht recht, dass die Federn aufflogen. Das ward es die Frau Holle bald müde und sagte der Faulen den Dienst auf. Die war es wohl zufrieden und meinte, nun werde der Goldregen kommen, die Frau Holle führte sie auch zu dem Tor, als sie aber darunter stand, ward statt des Goldes ein großer Kessel voll Pech ausgeschüttet. „Das ist zur Belohnung deiner Dienste", sagte die Frau Holle, und schloss das Tor zu. Da kam die Faule heim, ganz mit Pech bedeckt und das hat ihr Lebtag nicht wieder abgehen wollen. Der Hahn aber auf dem Brunnen, als er sie sah, rief:

„Kikeriki!
unsere schmutzige Jungfrau ist wieder hie!"


Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich

In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, lebte ein König, dessen Töchter waren alle schön, aber die jüngste war so schön, daß die Sonne selber, die doch so vieles gesehen hat, sich verwunderte so oft sie ihr ins Gesicht schien. Nahe bei dem Schlosse des Königs lag ein großer dunkler Wald, und in dem Walde unter einer alten Linde war ein Brunnen: wenn nun der Tag recht heiß war, so ging das Königskind hinaus in den Wald und setzte sich an den Rand des kühlen Brunnens: und wenn sie Langeweile hatte, so nahm sie eine goldene Kugel, warf sie in die Höhe und fieng sie wieder; und das war ihr liebstes Spielwerk.
Nun trug es sich einmal zu, daß die goldene Kugel der Königstochter nicht in das Händchen fiel, das sie in die Höhe gehalten hatte, sondern vorbei auf die Erde schlug und geradezu ins Wasser hinein rollte. Die Königstochter folgte ihr mit den Augen nach, aber die Kugel verschwand, und der Brunnen war tief, so tief daß man keinen Grund sah. Da fieng sie an zu weinen und weinte immer lauter und konnte sich gar nicht trösten. Und wie sie so klagte, rief ihr jemand zu 'was hast du vor, Königstochter, du schreist ja daß sich ein Stein erbarmen möchte.' Sie sah sich um, woher die Stimme käme, da erblickte sie einen Frosch, der seinen dicken häßlichen Kopf aus dem Wasser streckte. 'Ach, du bists, alter Wasserpatscher,' sagte sie, 'ich weine über meine goldene Kugel, die mir in den Brunnen hinab gefallen ist.' 'Sei still und weine nicht,' antwortete der Frosch, 'ich kann wohl Rath schaffen, aber was gibst du mir, wenn ich dein Spielwerk wieder heraushole?' 'Was du haben willst, lieber Frosch,' sagte sie, 'meine Kleider, meine Perlen und Edelsteine, auch noch die goldene Krone, die ich trage.' Der Frosch antwortete 'deine Kleider, deine Perlen und Edelsteine, und deine goldene Krone, die mag ich nicht: aber wenn du mich lieb haben willst, und ich soll dein Geselle und Spielkamerad sein, an deinem Tischlein neben dir sitzen, von deinem goldenen Tellerlein essen, aus deinem Becherlein trinken, in deinem Bettlein schlafen: wenn du mir das versprichst, so will ich hinunter steigen und dir die goldene Kugel wieder herauf holen.' 'Ach ja,' sagte sie, 'ich verspreche dir alles, was du willst, wenn du mir nur die Kugel wieder bringst.' Sie dachte aber 'was der einfältige Frosch schwätzt, der sitzt im Wasser bei seines Gleichen und quackt, und kann keines Menschen Geselle sein.'
Der Frosch, als er die Zusage erhalten hatte, tauchte seinen Kopf unter, sank hinab und über ein Weilchen kam er wieder herauf gerudert, hatte die Kugel im Maul und warf sie ins Gras. Die Königstochter war voll Freude, als sie ihr schönes Spielwerk wieder erblickte, hob es auf und sprang damit fort. 'Warte, warte,' rief der Frosch, 'nimm mich mit, ich kann nicht so laufen wie du.' Aber was half ihm daß er ihr sein quack quack so laut nachschrie als er konnte! sie hörte nicht darauf, eilte nach Haus und hatte bald den armen Frosch vergessen, der wieder in seinen Brunnen hinab steigen musste.
Am andern Tage, als sie mit dem König und allen Hofleuten sich zur Tafel gesetzt hatte und von ihrem goldenen Tellerlein aß, da kam, plitsch platsch, plitsch platsch, etwas die Marmortreppe herauf gekrochen, und als es oben angelangt war, klopfte es an der Thür und rief 'Königstochter, jüngste, mach mir auf.' Sie lief und wollte sehen wer draußen wäre, als sie aber aufmachte, so saß der Frosch davor. Da warf sie die Thür hastig zu, setzte sich wieder an den Tisch, und war ihr ganz angst. Der König sah wohl daß ihr das Herz gewaltig klopfte und sprach 'mein Kind, was fürchtest du dich, steht etwa ein Riese vor der Thür und will dich holen?' 'Ach nein,' antwortete sie, 'es ist kein Riese, sondern ein garstiger Frosch.' 'Was will der Frosch von dir?' 'Ach lieber Vater, als ich gestern im Wald bei dem Brunnen saß und spielte, da fiel meine goldene Kugel ins Wasser. Und weil ich so weinte, hat sie der Frosch wieder heraufgeholt, und weil er es durchaus verlangte, so versprach ich ihm er sollte mein Geselle werden, ich dachte aber nimmermehr daß er aus seinem Wasser heraus könnte. Nun ist er draußen und will zu mir herein.' Indem klopfte es zum zweitenmal und rief

'Königstochter, jüngste,
mach mir auf,
weißt du nicht was gestern
du zu mir gesagt
bei dem kühlen Brunnenwasser?
Königstochter, jüngste,
mach mir auf.'

Da sagte der König 'was du versprochen hast, das mußt du auch halten; geh nur und mach ihm auf.' Sie gieng und öffnete die Thüre, da hüpfte der Frosch herein, ihr immer auf dem Fuße nach, bis zu ihrem Stuhl. Da saß er und rief 'heb mich herauf zu dir.' Sie zauderte bis es endlich der König befahl. Als der Frosch erst auf dem Stuhl war, wollte er auf den Tisch, und als er da saß, sprach er 'nun schieb mir dein goldenes Tellerlein näher, damit wir zusammen essen.' Das that sie zwar, aber man sah wohl daß sies nicht gerne that. Der Frosch ließ sichs gut schmecken, aber ihr blieb fast jedes Bißlein im Halse. Endlich sprach er 'ich habe mich satt gegessen, und bin müde, nun trag mich hinauf in dein Kämmerlein und mach dein seiden Bettlein zurecht, da wollen wir uns schlafen legen.' Die Königstochter fieng an zu weinen und fürchtete sich vor dem kalten Frosch, den sie nicht anzurühren getraute, und der nun in ihrem schönen reinen Bettlein schlafen sollte. Der König aber ward zornig und sprach 'wer dir geholfen hat, als du in der Noth warst, den sollst du hernach nicht verachten.' Da packte sie ihn mit zwei Fingern, trug ihn hinauf und setzte ihn in eine Ecke. Als sie aber im Bett lag, kam er gekrochen und sprach 'ich bin müde, ich will schlafen so gut wie du: heb mich herauf, oder ich sags deinem Vater.' Da ward sie erst bitterböse, holte ihn herauf und warf ihn aus allen Kräften wider die Wand, 'nun wirst du Ruhe haben, du garstiger Frosch.'
Als er aber herab fiel war er kein Frosch, sondern ein Königssohn mit schönen und freundlichen Augen. Der war nun nach ihres Vaters Willen ihr lieber Geselle und Gemahl. Da erzählte er ihr, er wäre von einer bösen Hexe verwünscht worden, und Niemand hätte ihn aus dem Brunnen erlösen können als sie allein, und morgen wollten sie zusammen in sein Reich gehen. Dann schliefen sie ein' und am andern Morgen, als die Sonne sie aufweckte, kam ein Wagen heran gefahren mit acht weißen Pferden bespannt, die hatten weiße Straußfedern auf dem Kopf, und giengen in goldenen Ketten, und hinten stand der Diener des jungen Königs, das war der treue Heinrich. Der treue Heinrich hatte sich so betrübt, als sein Herr war in einen Frosch verwandelt worden, daß er drei eiserne Bande hatte um sein Herz legen lassen, damit es ihm nicht vor Weh und Traurigkeit zerspränge. Der Wagen aber sollte den jungen König in sein Reich abholen; der treue Heinrich hob beide hinein, stellte sich wieder hinten auf, und war voller Freude über die Erlösung. Und als sie ein Stück Wegs gefahren waren, hörte der Königssohn daß es hinter ihm krachte, als wäre etwas zerbrochen. Da drehte er sich um und rief

'Heinrich, der Wagen bricht.'
'Nein, Herr, der Wagen nicht,
es ist ein Band von meinem Herzen, das da lag in großen Schmerzen,
als ihr in dem Brunnen saßt,
als ihr eine Fretsche (Frosch) wast (wart).'

Noch einmal und noch einmal krachte es auf dem Weg, und der Königssohn meinte immer der Wagen bräche, und es waren doch nur die Bande, die vom Herzen des treuen Heinrich absprangen, weil sein Herr erlöst und glücklich war.


Der Wolf und die sieben jungen Geislein

Es war einmal eine alte Geis, die hatte sieben junge Geislein, und hatte sie lieb, wie eine Mutter ihre Kinder lieb hat. Eines Tages wollte sie in den Wald und Futter holen, da rief sie alle sieben herbei und sprach 'liebe Kinder, ich will hinaus in den Wald, seid auf eurer Hut vor dem Wolf, wenn er herein kommt, so frißt er Euch alle mit Haut und Haar. Er verstellt sich oft, aber an seiner rauhen Stimme und an seinen schwarzen Füßen werdet ihr ihn erkennen.' Die Geislein sagten, 'liebe Mutter, wir wollen uns schon in Acht nehmen, Ihr könnt ohne Sorge fortgehen.' Da meckerte die Alte und machte sich getrost auf den Weg.
Es dauerte nicht lange, so klopfte jemand an die Hausthür und rief 'macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von Euch etwas mitgebracht.' Aber die Geiserchen hörten an der rauhen Stimme daß es der Wolf war, 'wir machen nicht auf,' riefen sie, 'du bist unsere Mutter nicht, die hat eine feine und liebliche Stimme, aber deine Stimme ist rauh; du bist der Wolf.' Da gieng der Wolf fort zu einem Krämer, und kaufte sich ein großes Stück Kreide: die aß er und machte damit seine Stimme fein. Dann kam er zurück, klopfte an die Hausthür und rief 'macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von Euch etwas mitgebarcht.' Aber der Wolf hatte seine schwarze Pfote in das Fenster gelegt, das sahen die Kinder und riefen 'wir machen nicht auf, unsere Mutter hat keinen schwarzen Fuß, wie du: du bist der Wolf.' Da lief der Wolf zu einem Bäcker und sprach 'ich habe mich an den Fuß gestoßen, streich mir Teig darüber.' Und als ihm der Bäcker die Pfote bestrichen hatte, so lief er zum Müller und sprach 'streu mir weißes Mehl auf meine Pfote.' Der Müller dachte 'der Wolf will einen betrügen' und weigerte sich, aber der Wolf sprach 'wenn du es nicht thust, so fresse ich dich.' Da fürchtete sich der Müller und machte ihm die Pfote weiß. Ja, so sind die Menschen.
Nun gieng der Bösewicht zum drittenmal zu der Hausthüre, klopfte an und sprach 'macht mir auf, Kinder, euer liebes Mütterchen ist heim gekommen und hat jedem von Euch etwas aus dem Walde mitgebracht.' Die Geiserchen riefen 'zeig uns erst deine Pfote, damit wir wissen daß du .unser liebes Mütterchen bist.' Da legte er die Pfote ins Fenster, und als sie sahen daß sie weiß war, so glaubten sie es wäre alles wahr, was er sagte, und machten die Thüre auf. Wer aber hereinkam, das war der Wolf. Sie erschraken und wollten sich verstecken. Das eine sprang unter den Tisch, das zweite ins Bett, das dritte in den Ofen, das vierte in die Küche, das fünfte in den Schrank, das sechste unter die Waschschüssel, das siebente in den Kasten der Wanduhr. Aber der Wolf fand sie alle und machte nicht langes Federlesen: eins nach dem andern schluckte er in seinen Rachen; nur daß jüngste in dem Uhrkasten das fand er nicht. Als der Wolf seine Lust gebüßt hatte, trollte er sich fort, legte sich draußen auf der grünen Wiese unter einen Baum und fieng an einzuschlafen. Nicht lange danach kam die alte Geis aus dem Walde wieder heim. Ach, was mußte sie da erblicken! Die Hausthüre stand sperrweit auf: Tisch, Stühle und Bänke warm umgeworfen, die Waschschüssel lag in Scherben, Decke und Kissen waren aus dem Bett gezogen. Sie suchte ihre Kinder, aber nirgend waren sie zu finden. Sie rief sie nacheinander bei Namen, aber niemand antwortete. Endlich als sie an das jüngste kam, da rief eine feine Stimme 'liebe Mutter, ich stecke im Uhrkasten. Sie holte es heraus, und es erzählte ihr daß der Wolf gekommen wäre und die andern alle gefressen hätte. Da könnt ihr denken wie sie über ihre armen Kinder geweint hat.
Endlich gieng sie in ihrem Jammer hinaus, und das jüngste Geislein lief mit. Und als sie auf die Wiese kam, so lag da der Wolf an dem Baum und schnarchte daß die Äste zitterten. Sie betrachtete ihn von allen Seiten, und sah daß in seinem angefüllten Bauch sich etwas regte und zappelte. 'Ach Gott,' dachte sie, sollten meine armen Kinder, die er zum Abendbrot hinunter gewürgt hat, noch am Leben sein?' Da mußte das Geislein nach Haus laufen und Scheere, Nadel und Zwirn holen. Dann schnitt sie dem Ungethüm den Wanst auf, und, kaum hatte sie einen Schnitt gethan, so streckte schon ein Geislein den Kopf heraus, und als sie weiter schnitt, so sprangen nacheinander alle sechse heraus, und waren noch alle am Leben, und hatten nicht einmal Schaden gelitten, denn das Ungethüm hatte sie in der Gier ganz hinunter geschluckt. Das war eine Freude! Da herzten sie ihre liebe Mutter, und hüpften wie ein Schneider, der Hochzeit hält. Die Alte aber sagte 'jetzt geht und sucht Wackersteine, damit wollen wir dem gottlosen Thier den Bauch füllen, so lange es noch im Schlafe liegt.' Da schleppten die sieben Geiserchen in aller Eile die Steine herbei und steckten sie ihm in den Bauch, so viel sie hinein bringen konnten. Dann nähte ihn die Alte in aller Geschwindigkeit wieder zu, daß er nichts merkte und sich nicht einmal regte.
Als der Wolf endlich ausgeschlafen hatte, machte er sich auf die Beine, und weil ihm die Steine im Magen so großen Durst erregten, so wollte er zu einem Brunnen gehen und trinken. Als er aber anfieng zu gehen und sich hin und her zu bewegen, so stießen die Steine in seinem Bauch aneinander und rappelten. Da rief er

'was rumpelt und pumpelt
in meinem Bauch herum?
ich meinte es wärm sechs Geislein,
so sinds lauter Wackerstein.'

Und als er an den Brunnen kam und sich über das Wasser bückte und trinken wollte, da zogen ihn die schweren Steine hinein, und er mußte jämmerlich ersaufen. Als die sieben Geislein das sahen, da kamen sie herbei gelaufen, riefen laut 'der Wolf ist todt! der Wolf ist todt! und tanzten mit ihrer Mutter vor Freude um den Brunnen herum.


Die Bremer Stadtmusikanten

Es hatte ein Mann einen Esel, der ihm schon lange Jahre treu gedient hatte, dessen Kräfte aber nun zu Ende giengen, so daß er zur Arbeit immer untauglicher ward. Da wollte ihn der Herr aus dem Futter schaffen, aber der Esel merkte daß kein guter Wind wehte, lief fort und machte sich auf den Weg nach Bremen: 'dort,' dachte er, 'kannst du ja Stadtmusikant werden.' Als er ein Weilchen fortgegangen war, fand er einen Jagdhund auf dem Wege liegen, der jappte wie einer, der sich müde gelaufen hat.' 'Nun, was jappst du so, Packan?' fragte der Esel. 'Ach,' sagte der Hund, 'weil ich alt bin und jeden Tag schwächer werde, auch auf der Jagd nicht mehr fort kann, hat mich mein Herr wollen todt schlagen, da hab ich Reißaus genommen; aber womit soll ich nun mein Brot verdienen?' 'Weißt du was,' sprach der Esel, 'ich gehe nach Bremen, dort Stadtmusikant zu werden, geh mit und laß dich auch bei der Musik annehmen. Ich spiele die Laute, und du schlägst die Pauken.' Der Hund wars zufrieden, und sie giengen weiter. Es dauerte nicht lange, so saß da eine Katze an dem Weg und machte ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter. 'Nun, was ist dir in die Quere gekommen, alter Bartputzer?' sprach der Esel. 'Wer kann da lustig sein, wenns einem an den Kragen geht,' antwortete die Katze, 'weil ich nun zu Jahren komme, meine Zähne stumpf werden, und ich lieber hinter dem Ofen sitze und spinne, als nach den Mäusen herum jage, hat mich meine Frau ersäufen wollen, ich habe mich zwar noch fortgemacht, aber nun ist guter Rath theuer: wo soll ich hin?' 'Geh mit uns nach Bremen, du verstehst dich doch auf die Nachtmusik, da kannst du ein Stadtmusikant werden.' Die Katze hielt das für gut und gieng mit. Darauf kamen die drei Landesflüchtigen an einem Hof vorbei, da saß auf dem Thor der Haushahn und schrie aus Leibeskräften. 'Du schreist einem durch Mark und Bein,' sprach der Esel, 'was hast du vor?' 'Da hab ich gut Wetter prophezeit,' sprach der Hahn, 'weil unserer lieben Frauen Tag ist, wo sie dem Christkindlein die Hemdchen gewaschen hat und sie trocknen will: aber weil Morgen zum Sonntag Gäste kommen, so hat die Hausfrau doch kein Erbarmen, und hat der Köchin gesagt sie wollte mich Morgen in der Suppe essen, und da soll ich mir heut Abend den Kopf abschneiden lassen. Nun schrei ich aus vollem Hals, so lang ich noch kann.' 'Ei was, du Rothkopf,' sagte der Esel, 'zieh lieber mit uns fort, wir gehen nach Bremen, etwas besseres als den Tod findest du überall; du hast eine gute Stimme, und wenn wir zusammen musicieren, so muß es eine Art haben.' Der Hahn ließ sich den Vorschlag gefallen, und sie giengen alle viere zusammen fort.

Sie konnten aber die Stadt Bremen in einem Tag nicht erreichen und kamen Abends in einen Wald, wo sie übernachten wollten. Der Esel und der Hund legten sich unter einen großen Baum, die Katze und der Hahn machten sich hinauf, der Hahn aber flog bis in die Spitze, wo es am sichersten für ihn war. Ehe er einschlief, sah er sich noch einmal nach allen vier Winden um, da däuchte ihn er sähe in der Ferne ein Fünkchen brennen und rief seinen Gesellen zu es müßte nicht gar weit ein Haus sein, denn es scheine ein Licht. Sprach der Esel 'so müssen wir uns aufmachen, und noch hingehen, denn hier ist die Herberge schlecht;' und der Hund sagte 'ja ein paar Knochen und etwas Fleisch daran, thäten mir auch gut.' Nun machten sie sich auf den Weg nach der Gegend, wo das Licht war, und sahen es bald heller schimmern, und es ward immer größer, bis sie vor ein hell erleuchtetes Räuberhaus kamen. Der Esel, als der größte, machte sich ans Fenster und schaute hinein. 'Was siehst du, Grauschimmel?' fragte der Hahn. 'Was ich sehe?' antwortete der Esel, 'einen gedeckten Tisch mit schönem Essen und Trinken, und Räuber sitzen daran und lassens sich wohl sein.' 'Das wäre was für uns' sprach der Hahn. 'Ja, ja, ach, wären wir da!' sagte der Esel. Da rathschlagten die Thiere wie sie es anfangen müßten, um die Räuber fortzubringen, bis sie endlich ein Mittel fanden. Der Esel mußte sich mit den Vorderfüßen auf das Fenster stellen, der Hund auf des Esels Rücken, die Katze auf den Hund klettern, und endlich flog der Hahn hinauf, und setzte sich der Katze auf den Kopf. Wie das geschehen war, fiengen sie insgesammt auf ein Zeichen an ihre Musik zu machen: der Esel schrie, der Hund bellte, die Katze miaute, und der Hahn krähte; dann stürzten sie durch das Fenster in die Stube hinein daß die Scheiben klirrten. Die Räuber fuhren bei dem entsetzlichen Geschrei in die Höhe, meinten nicht anders als ein Gespenst käme herein und flohen in größter Furcht in den Wald hinaus. Nun setzten sich die vier Gesellen an den Tisch, nahmen mit dem vorlieb, was übrig geblieben war, und aßen als wenn sie vier Wochen hungern sollten.
Wie die vier Spielleute fertig waren, löschten sie das Licht aus und suchten sich eine Schlafstätte, jeder nach seiner Natur und Bequemlichkeit. Der Esel legte sich auf den Mist, der Hund hinter die Thüre, die Katze auf den Herd bei die warme Asche, und der Hahn setzte sich auf den Hahnenbalken: und weil sie müde waren von ihrem langen Weg, schliefen sie auch bald ein. Als Mitternacht vorbei war, und die Räuber von weitem sahen daß kein Licht mehr im Haus brannte, auch alles ruhig schien, sprach der Hauptmann ' wir hätten uns doch nicht sollen ins Bockshorn jagen lassen,' und hieß einen hingehen und das Haus untersuchen. Der Abgeschickte fand alles still, gieng in die Küche, ein Licht anzuzünden, und weil er die glühenden, feurigen Augen der Katze für lebendige Kohlen ansah, hielt er ein Schwefelhölzchen daran, daß es Feuer fangen sollte. Aber die Katze verstand keinen Spaß, sprang ihm ins Gesicht, spie und kratzte. Da erschrack er gewaltig, lief und wollte zur Hinterthüre hinaus, aber der Hund, der da lag, sprang auf und biß ihn ins Bein: und als er über den Hof an dem Miste vorbei rannte, gab ihm der Esel noch einen tüchtigen Schlag mit dem Hinterfuß; der Hahn aber, der vom Lärmen aus dem Schlaf geweckt und munter geworden war, rief vom Balken herab 'kikeriki!' Da lief der Räuber, was er konnte, zu seinem Hauptmann zurück und sprach 'ach, in dem Haus sitzt eine gräuliche Hexe, die hat mich angehaucht und mit ihren langen Fingern mir das Gesicht zerkratzt: und vor der Thüre steht ein Mann mit einem Messer, der hat mich ins Bein gestochen: und auf dem Hof liegt ein schwarzes Ungethüm, das hat mit einer Holzkeule auf mich losgeschlagen: und oben auf dem Dache, da sitzt der Richter, der rief 'bringt mir den Schelm her.' Da machte ich daß ich fortkam.' Von nun an getrauten sich die Räuber nicht weiter in das Haus, den vier Bremer Musikanten gefiels aber so wohl darin, daß sie nicht wieder heraus wollten. Und der das zuletzt erzählt hat, dem ist der Mund noch warm.


Es waren einmal fünfundzwanzig Zinnsoldaten, die waren alle Brüder, denn sie waren aus einem alten zinnernen Löffel gemacht worden. Das Gewehr hielten sie im Arm und das Gesicht geradeaus: rot und blau, überaus herrlich war die Uniform; das allererste, was sie in dieser Welt hörten, als der Deckel von der Schachtel genommen wurde, in der sie lagen, war das Wort “Zinnsoldaten”. Das rief ein kleiner Knabe und klatschte in die Hände; er hatte sie erhalten, denn es war sein Geburtstag, und er stellte sie nun auf dem Tische auf. Der eine Soldat glich dem anderen leibhaftig, nur ein einziger war etwas verschieden.; er hatte nur ein Bein, denn er war zuletzt gegossen worden, und da war nicht mehr Zinn genug da; doch stand er ebenso fest auf seinen einen Bein wie die anderen auf ihren zweien, und gerade er ist es, der sich bemerkbar machte.
Auf dem Tisch, auf welchem sie aufgestellt wurden, stand vieles andere Spielzeug, aber das, was am meisten in die Augen fiel, war ein niedliches Schloss von Papier. Durch die kleinen Fenster konnte man gerade in die Säle hineinsehen. Draußen vor demselben standen kleine Bäume rings um einen kleinen Spiegel, der wie ein kleiner See aussehen sollte.
Schwäne von Wachs schwammen darauf und spiegelten sich. Das war alles niedlich, aber das niedlichste war doch ein kleines Mädchen, das mitten in der offenen Schlosstür stand; sie war auch aus Papier ausgeschnitten, aber sie hatte ein schönes Kleid und ein kleines, schmales, blaues Band über den Schultern, gerade wie eine Schärpe; mitten in diesem saß ein glänzender Stern, gerade so groß wie ihr ganzes Gesicht. Das kleine Mädchen streckte ihre beiden Arme aus, denn sie war eine Tänzerin, und dann hob sie das eine Bein so hoch empor, dass der Zinnsoldat es durchaus nicht finden konnte und glaubte, dass sie gerade wie er nur ein Bein habe.
“Das wäre eine Frau für mich”, dachte er; “aber sie ist etwas vornehm, sie wohnt in einem Schlosse, ich habe nur eine Schachtel, und da sind wir fünfundzwanzig darin, das ist kein Ort für sie; doch ich muss suchen, Bekanntschaft mit ihr anzuknüpfen!” Und dann legte er sich, so lang er war, hinter eine Schnupftabakdose, welche auf dem Tische stand; da konnte er recht die kleine, feine Dame betrachten, die fortfuhr auf einem Bein zu stehen, ohne umzufallen.


Als es Abend wurde, kamen alle die anderen Zinnsoldaten in ihre Schachtel, und die Leute zu Hause gingen zu Bette. Nun fing das Spielzeug an zu spielen, sowohl “Es kommen Fremde!” als auch “Krieg führen” und “Ball geben”; die Zinnsoldaten rasselten in der Schachtel, denn sie wollten mit dabei sein, aber sie konnten den Deckel nicht aufheben. Der Nussknacker schoss Purzelbäume, und der Griffel belustigte sich auf der Tafel; es war ein Lärm, dass der Kanarienvogel davon erwachte und anfing mitzusprechen, und zwar in Versen. Die beiden einzigen, die sich nicht von der Stelle bewegten, waren der Zinnsoldat und die Tänzerin; sie hielt sich gerade auf der Zehenspitze und beide Arme ausgestreckt; er war ebenso standhaft auf seinem einen Beine; seine Augen wandte er keinen Augenblick von ihr weg.


Nun schlug die Uhr zwölf, und - klatsch! - da sprang der Deckel von der Schnupftabakdose, aber da war kein Tabak darin, nein, sondern ein kleiner schwarzer Kobold. Das war ein Kunststück.
“Zinnsoldat”, sagte der Kobold, “halte deine Augen im Zaum!”
Aber der Zinnsoldat tat, als ob er nicht hörte.
“Ja, warte nur bis morgen!” sagte der Kobold.
Als es nun Morgen wurde und die Kinder aufstanden, wurde der Zinnsoldat in das Fenster gestellt, und war es nun der Kobold oder der Zugwind, auf einmal flog das Fenster auf, und der Soldat stürzte drei Stockwerke tief hinunter. Das war eine schreckliche Fahrt. Er streckte das Bein gerade in die Höhe und bleib auf dem Tschako mit dem Bajonett abwärts zwischen den Pflastersteinen stecken.
Das Dienstmädchen und der kleine Knabe kamen sogleich hinunter, um zu suchen; aber, obgleich sie nahe daran waren, auf ihn zu treten, so konnten sie ihn doch nicht erblicken.
Hätte der Zinnsoldat gerufen: “Hier bin ich!”, so hätten sie ihn wohl gefunden, aber er fand es nicht passend, laut zu schreien, weil er in Uniform war.
Nun fing es an zu regnen; die Tropfen fielen immer dichter, es war ein ordentlicher Platzregen; als derselbe zu Ende war, kamen zwei Straßenjungen vorbei.
“Sieh, du!” sagte der eine, “da liegt ein Zinnsoldat! Der soll hinaus und segeln!”
Sie machten ein Boot von einer Zeitung, setzten den Soldaten mitten hinein, und nun segelte er den Rinnstein hinunter; beide Knaben liefen nebenher und klatschten in die Hände. Was schlugen da für Wellen in dem Rinnstein, und welcher Strom war da! Ja, der Regen hatte aber auch geströmt. Das Papierboot schaukelte auf und nieder, mitunter drehte es sich so geschwind, dass der Zinnsoldat bebte; aber er bleib standhaft, verzog keine Miene, sah geradeaus und hielt das Gewehr im Arm.
Mit einem male treib das Boot unter eine lange Rinnsteinbrücke; da wurde es gerade so dunkel, als wäre er in seiner Schachtel.
“Wohin mag ich nun kommen?” dachte er. “Ja,ja, das ist des Kobolds Schuld! Ach, säße doch das kleine Mädchen hier im Boote, da möchte es meinetwegen noch einmal so dunkel sein!”
Da kam plötzlich eine große Wasserratte, welche unter der Rinnsteinbrücke wohnte.
“Hast du einen Pass?” fragte die Ratte. “Her mit dem Passe!”
Aber der Zinnsoldat schwieg still und hielt das Gewehr noch fester.
Das Boot fuhr davon und die Ratte hinterher. Hu! wie fletschte sie die Zähne und rief den Holzspänen und dem Stroh zu:
“Halt auf! Halt auf! Er hat keinen Zoll bezahlt; er hat den Pass nicht gezeigt!”


Aber die Strömung wurde stärker und stärker! Der Zinnsoldat konnte schon da, wo das Brett aufhörte, den hellen Tag erblicken, aber er hörte auch einen brausenden Ton, der wohl einen tapfern Mann erschrecken konnte; denkt nur, der Rinnstein stürzte, wo die Brücke endete, gerade hinaus in einen großen Kanal; das würde für ihn ebenso gefährlich gewesen sein wie für uns, einen großen Wasserfall hinunterzufahren.Nun war er schon so nahe dabei, dass er nicht mehr anhalten konnte. Das Boot fuhr hinaus, der arme Zinnsoldat hielt sich so steif, wie er konnte, niemand sollte ihm nachsagen, dass er mit den Augen blinke. Das Boot schnurrte drei-, viermal herum und war bis zum Rande mit Wasser gefüllt, es musste sinken. Der Zinnsoldat stand bis zum Halse im Wasser, und tiefer und tiefer sank das Boot, mehr und mehr löste das Papier sich auf; nun ging das Wasser über des Soldaten Kopf. Da dachte er an die kleine, niedliche Tänzerin, die er nie mehr zu Gesicht bekommen sollte und es klang vor des Zinnsoldaten Ohren:“Fahre, fahre Kriegsmann! Den Tod musst du erleiden!” Nun ging das Papier entzwei und der Zinnsoldat stürzte hindurch, wurde aber augenblicklich von einem großen Fisch verschlungen. Wie war es dunkel da drinnen! Da war es noch schlimmer als unter der Rinnsteinbrücke, und dann war es so sehr eng; aber der Zinnsoldat war standhaft und lag, so lang er war, mit dem Gewehre im Arm. Der Fisch fuhr umher, er machte die allerschrecklichsten Bewegungen; endlich wurde er ganz still, es fuhr wie ein Blitzstrahl durch ihn hin. Das Licht schien ganz klar, und jemand rief laut: “Der Zinnsoldat!” Der Fisch war gefangen worden, auf den Markt gebracht, verkauft und war in die Küche hinaufgekommen, wo die Köchin ihn mit einem grossen Messer aufschnitt. Sie nahm mit zwei Findern den Soldaten mitten um den Leib und trug ihn in die Stube hinein, wo alle den merkwürdigen Mann sehen wollten, der im Magen eines Fisches herumgereist war; aber der Zinnsoldat war gar nicht stolz. Sie stellten ihn auf den Tisch und da - wie sonderbar kann es doch in der Welt zugehen! Der Zinnsoldat war in derselben Stube, in der er früher gewesen war, er sah dieselben Kinder, und dasselbe Spielzeug stand auf dem Tische, das herrliche Schloss mit der niedlichen, kleinen Tänzerin; sie hielt sich noch auf dem einen Bein und hatte das andere hoch in der Luft, sie war auch standhaft; das rührte den Zinnsoldaten, er war nahe daran, Zinn zu weinen, aber es schickte sich nicht. Er sah sie an, aber sie sagten gar nichts. Da nahm der eine der kleinen Knaben den Soldaten und warf ihn gerade in den Ofen, obwohl er gar keinen Grund dafür hatte; es war sicher der Kobold in der Dose, der schuld daran war. Der Zinnsoldat stand ganz beleuchtet da und fühlte eine Hitze, die schrecklich war; aber ob sie von dem wirklichen Feuer oder von der Liebe herrührte, das wusste er nicht. Die Farben waren ganz von ihm abgegangen; ob das auf der Reise geschehen oder ob der Kummer daran schuld war, konnte niemand sagen. Er sah das kleine Mädchen an, sie blickte ihn an, und er fühlte, dass er schmelze, aber noch stand er standhaft mit dem Gewehre im Arm. Da ging eine Tür auf, der Wind ergriff die Tänzerin, und sie flog, einer Sylphide gleich, gerade in den Ofen zum Zinnsoldaten, loderte in Flammen auf und war verschwunden; da schmolz der Zinnsoldat zu einem Klumpen, und als das Mädchen am folgenden Tag die Asche herausnahm, fand sie ihn als ein kleines Zinnherz; von der Tänzerin hingegen war nur der Stern noch da, und der war kohlschwarz gebrannt.


1
Einst lebte in der kleinen Stadt Nazareth Josef, ein älterer und sehr geschickter Zimmermann, mit seinen Söhnen. Seine Frau war vor einiger Zeit gestorben, und seine Söhne sind bereits erwachsen. Und Josef, der Witwer, hatte wieder geheiratet, seine junge Frau Maria. Weil Maria als Kind sehr in sich gekehrt und verschlossen war, hatten ihre Eltern sie in den Tempel von Jerusalem unter die Obhut der Priester gegeben, damit sie dort eine gute Erziehung bekäme. Doch der veräußerlichte Tempelkult hatte Maria, die sehr einfühlsam ist und auch klar denkt, nie etwas bedeutet.
So ist Maria froh, dass sie den Tempel wieder verlassen kann, als Joseph sie zur Frau nimmt. Die Söhne Josefs jedoch freuten sich darüber nicht. Sie glaubten, ihr Vater könne in seinem Alter seine Begierden nicht mehr im Zaum halten, und er habe sich deshalb diese junge Frau genommen. Doch Joseph, der Zimmermann, ist ein rechtschaffener und vernünftiger Mann mit einem guten Charakter, der einfach das Richtige tun möchte. Wenn er betet, dann ist er mit Gott in seinem Herzen verbunden und er bittet um die Führung Gottes für sein Leben. Und so ist er sich sicher, dass es richtig ist, noch einmal zu heiraten und die junge Maria zu seiner Frau zu nehmen.
Ähnlich ist es bei Maria. Sie hörte auch die Stimme des Schutzwesen an ihrer Seite, Gabriel genannt. Wir Menschen sprechen oft von einem Schutzengel, der auch jedem von uns zur Seite steht und uns z. B. warnen oder helfen kann, wenn wir wachsam sind und lernen, auf die Stimme unseres Herzens zu hören.
Und so wussten Josef und Maria auch, dass sie bald Eltern eines Kindes sein werden, und dass ihr Kind später eine große Aufgabe haben wird, nämlich die Menschen wieder zu Gott zu führen.
Bald aber müssen Josef und Maria den Spott der Bewohner Nazareths ertragen, die sagten: "Schaut, der alte Mann und die junge Frau! Und jetzt ist sie auch noch schwanger!" Auch die Söhne Josefs stimmen manchmal ein in diesen Spott und klagen: "Wir sind arm, doch jetzt müssen wir auch noch Marias Mund mit stopfen."
In jenen Tagen ergeht ein Befehl des römischen Kaisers Augustus: Alle Bewohner des Reiches müssen an einer Volkszählung teilnehmen und sich in Steuerlisten eintragen. Und für Josef und seine Familie lautet der Befehl: Sie müssen sich in der Stadt Bethlehem im Süden des Landes in die Steuerlisten eintragen lassen, über 100 km von Nazareth entfernt, weil Joseph ursprünglich aus Bethlehem stammte. Von ihm und seinen Söhnen würden die Steuerbehörden die Reise wohl verlangen, so denkt sich Josef. Doch muss wirklich auch Maria auf diese anstrengende Reise mitkommen nur wegen des Steuergesetzes? Denn Maria ist doch hochschwanger, und das Kind könnte jeden Tag zur Welt kommen. Außerdem ist es doch die kalte und lichtarme Jahreszeit, und von Nazareth nach Bethlehem geht es oft durch unwegsames Gelände. Außerdem: Woher würde die Familie auf dieser Reise genug zu essen bekommen? So viel Vorräte haben sie gar nicht, dass es reichen würde. Doch keine Bitte um Schonung der Frau hilft. Ob krank, ob schwanger oder hoch betagt – wen interessiert von den Reichen und Mächtigen die Not der Armen? Und wer kann sich in ihre Sorgen einfühlen? Der Statthalter Roms hat es so befohlen, und deshalb muss sich die ganze Familie Josefs mitten in der kalten Zeit zu Fuß auf die beschwerliche Reise machen. Josef und seine Söhne gehen zu Fuß, und Maria reitet auf dem Rücken eines Esels – durch Wälder und auf sandigen Pfaden, über Bäche und Hügel und auf steinigem Gelände. Josef ist voller Fürsorge für Maria und das Kind in ihrem Leib. Und auch der treue Esel tut seinen Dienst – immer auf der Hut, dass er auf unwegsamem Gelände nicht den Halt verliert; oder dass Maria plötzlich den Halt auf ihm verlieren könnte. Niemand kann Maria die Ruhe geben und die Umgebung, die sie jetzt dringend braucht. Außerdem fehlt es immer wieder an Nahrung. Manchmal nehmen sie Kräuter am Wegesrand zu sich. Oder sogar Wurzeln. Satt wird davon keiner. Und Josef kann seine Sorge um seine Frau und das noch nicht geborene Kind kaum verbergen. Doch er und Maria halten sich in ihren Herzen fest an Gott, und sie vertrauen auf Seinen Schutz und Seine Hilfe, damit Er sie in diesen schweren Anstrengungen führt und ihnen die Kraft dafür gibt.


Endlich erschöpft und durchfroren in Bethlehem angekommen, lassen sich Josef und seine Familie bei der Volkszählung erfassen. Danach sehnen sich alle nach einer warmen Unterkunft, um etwas zu schlafen und sich zu erholen. Doch wer wird sie aufnehmen? Die Familie geht von einer Herberge zur anderen und klopft an. Doch eine hochschwangere Frau, und noch dazu bettelarm? Und jeden Augenblick könnte das Kind zur Welt kommen? Wer fühlt sich ein in die Menschen und ihre Not, die nur um einen bescheidenen kleinen Schlafplatz bitten? Das bringt nur Probleme, so denkt sich der kaltherzige Mensch. Und so kommt es dann: In allen Quartieren werden sie abgewiesen. Niemand möchte die arme Familie aufnehmen. Schließlich kommt es so weit: Josef und Maria, die Söhne Marias und der tapfere Esel stehen hilflos mitten auf der Straße und wissen nicht mehr weiter. Maria spürt, wie sich das Kind in ihrem Körper bewegt und geboren werden möchte. Soll sie es nun etwa auf der Straße zur Welt bringen? Und würde es nicht gleich erfrieren in der großen Kälte ohne Dach über dem Kopf? Maria fleht in ihrer Verzweiflung in ihrem Inneren zu Gott um Hilfe.
Da wird eine ebenfalls arme Bauersfrau auf die Familie aufmerksam und sieht ihre Not. Die Dunkelheit ist schon herein gebrochen, und sie denkt sich: "Wenigstens in unserem Stall kann ich sie unterbringen." Die Bauersfrau geht auf die Familie zu, und sie sagt: "Ein Zimmer habe ich nicht. Aber einen brüchigen Stall. In dem stehen einige Tiere. Dort könnt ihr bleiben in der Nacht, wenn ihr das wollt!"
Der Stall ist in eine Felsenhöhle hineingebaut, und es ist eine besonders kalte Nacht. Doch ein Feuer darf die Familie dort nicht anzünden. Nur die Körperwärme der Tiere strahlt den Menschen im Stall wenigstens ein klein wenig Wärme zu. Und die Tiere schauen die Menschen mit gütigen Augen an und heißen sie willkommen. Da beginnen bei Maria auch schon die Wehen. Die junge Frau liegt mitten im Stroh für die Tiere, und sie hat starke Schmerzen. Kein Arzt und keine Hebamme sind zur Stelle wie bei den reichen Frauen. "Gott, Vater", so ringt Maria in ihrem Herzen, "in der Fremde und unter den einfachsten Verhältnissen, nicht einmal unter den Menschen, sondern unter den Tieren, kommt Dein Sohn auf diese Welt." Dann fällt sie völlig entkräftet ins Stroh, denn schon der lange Ritt auf dem Esel ging über ihre Kräfte. Und die Söhne Josefs beginnen zu zweifeln, ob Maria die Nacht überhaupt überleben würde. Und sie zweifeln wieder an dem, was Josef und Maria zu ihnen sagten – über ihre Ehe und was mit dem Kind ist, das nun geboren wird. "Diese Erbärmlichkeit!", so die Söhne Josephs. "Wenn das etwas mit Gott zu tun haben soll, warum sorgt Gott dann nicht besser für Seinen Sohn und für dessen Eltern!"
Doch diese Geburt ist für die Welt ein Symbol. Gott zeigt damit der Menschheit, dass die Tierwelt den Menschen achtet und ihm Unterschlupf gewährt; ganz anders als der reiche Mensch! Es sind arme Menschen, die den Stall zur Verfügung stellten, so wie auch Jesus später sagt: "Nicht bei den Reichen werde ich Wohnung nehmen."
Und so nehmen die Ereignisse ihren Lauf. Noch in dieser Nacht bringt Maria Jesus mitten unter den Tieren zur Welt. Die Tiere im Stall sind ruhig, und sie nehmen liebevoll Anteil am Leben der Menschen, den Gästen in ihrer halb zerfallenen Unterkunft. Und es hat den Anschein, dass sie auch spüren, dass hier etwas Großes geschieht. Denn die Tiere leben in der Einheit mit dem großen Schöpfergeist.
Der Stall in Bethlehem und die Geburt in der Fremde, weit weg vom irdischen Heimatort, bedeuten: Jesus wird in Seinem Erdenleben keinen irdischen Heimatort haben, an dem Er sich zuhause fühlen kann. Sie bedeuten aber auch: Gott ist überall: im Tier, in der Natur, in der einfachsten Hütte. Er wohnt nicht in goldenen Palästen und nicht in reich verzierten und geschmückten Tempeln und Kirchen, sondern in einem Herzen, das von der Liebe zu Gott erfüllt ist.
Ein Tier weicht zur Seite und überlässt Maria seinen Futtertrog, damit sie das neugeborene Kind dort hinein legen kann. Das Tier geht dafür mit an die Krippe der anderen Tiere. Dieses Symbol bedeutet: Die Tiere leben miteinander. Nur der habgierige und nur um sein Ich kreisende Mensch kümmert sich weder um Essen noch Unterkunft für seinen Bruder und seine Schwester.


Ganz in der Nähe dieser Ereignisse haben auch Hirten mit ihren Schafen ihr Quartier aufgeschlagen. Naturverbundene Menschen haben oft eine sehr sensible Seele. Und die Hirten spüren in dieser Nacht, dass Gott ihnen nahe ist, wie sie es bisher noch nicht erfahren haben. Die Flammen ihres Lagerfeuers und in ihren Lampen scheinen viel heftiger zu züngeln als sonst. In ihrem Inneren, im Herzen, hören sie die Stimme eines Geistwesens, eines Engels, der Sie dazu aufruft, nach Bethlehem zu ziehen, weil dort gerade der Messias, der Befreier der Menschen, geboren wird. Doch sie können dieses außergewöhnliche Geschehen, die Flammen, die Stimme in ihrem Inneren, nicht wirklich erfassen. Und sie sprechen miteinander: "Was geschieht hier mit uns?" Der eine sagt so, ein anderer so. Einer der Hirten sagt: "Wir sollten dort hin ziehen, um zu schauen." Andere sagen: "Wir bleiben hier am Feuer." Und so sind es einige Hirten, die ihre Lampen entzünden und in Richtung Bethlehem gehen. Dort kommen sie direkt an dem halb zerfallenen Stall in der Felsenhöhle vorbei, in dem gerade das Kind geboren wurde, und sie sehen dort neben den Tieren auch einige Menschen. Noch liegt der neugeborene Mensch hilflos in einem Futtertrog für Tiere. Als Mann wird er später sagen: "Ich bin der gute Hirte. Ich rufe alle Menschen guten Willens. In Israel. Und in allen anderen Völkern dieser Erde! Höret meine Stimme: Das Friedensreich ist nahe herbeigekommen!"
Die Hirten merken, wie die Menschen frieren und dass sie alle sehr hungrig sind, und sie sehen das Kind. Da spricht der Älteste der Hirten: "Ich hole von unserem Schafkäse und bringe noch ein paar Schafe mit. Dann zieht die kalte Luft nicht so herein, und es wird ein klein wenig wärmer." Aus den Hirten spricht die Güte ihres Herzens, und sie geben alles, was sie können. Auch ihr Besuch ist ein Symbol für die Welt. Er bedeutet: Die armen und schlichten Menschen werden Gott schneller erkennen und das Rechte tun als die Reichen und Stolzen. Und die Hirten ziehen wieder ihres Weges, tief beschenkt in ihrem Inneren.
Da klopft eine ältere Frau am Stall an. Sie hatte gehört, dass in dieser Stallhöhle ein Kind geboren wurde und bringt etwas Brot mit. Und sie nimmt das Kind in den Arm und fasst sich ein Herz: Sie führt Josef und seine Familie noch in der Nacht zu ihrem ärmlichen Zuhause. Es bietet nicht viel. Doch es ist jetzt ein warmes Quartier. Und sie versorgt Maria und das Kind mit allem, was sie geben kann.
In dieser Zeit sind auch einige Sterndeuter aus dem Orient auf der Reise. Sie wissen von einer Prophezeiung. Der Befreier, der Erlöser der Menschen, würde unter einer ganz bestimmten Sternenkonstellation auf diese Erde kommen. Dieser Mann wird der lang ersehnte König sein, der Messias, auf den das Volk Israel schon seit vielen Hundert Jahren wartet; und der eines Tages auch zum König der anderen Völker wird. Diese Sternenkonstellation, von der die Prophezeiung einst kündete, zeigt sich jetzt am Himmel.
Und es geschieht, dass auch der jüdische König Herodes in Jerusalem von der Reise der weisen Männer erfährt. So lässt er die Männer an seinen Hof rufen und spricht zu ihnen: "Sucht sorgfältig nach dem Kind. Wenn ihr es dann gefunden habt, sagt mir wieder Bescheid, so dass auch ich kommen und es anbeten kann."
Der König redet süß. Doch finster sind seine Gedanken. "Wenn hier ein Kind geboren wird, das König werden soll", so seine Gedanken, "dann werde ich das nicht zulassen. Denn ich bin der König und nach mir der, den allein ich zum König bestimme". Und der König plant, das Kind zu finden, um es dann töten zu lassen.
Die Männer aus dem Orient, dem Morgenland, ahnen von dem furchtbaren Plan des Herodes nichts. So ziehen sie mit ihren Kamelen und Eseln voll freudiger Erwartung weiter ihres Weges, nachdem sie vom Hof des Herodes aufgebrochen sind. Und der Stern geleitet ihren Weg.
Nach einiger Zeit jedoch ist auf einmal der Stern verschwunden. Bestürzt schauen die Sterndeuter einander an. "Wo ist der Stern? Warum ist er nicht mehr am Firmament zu sehen? Was ist geschehen?" Sie steigen von den Tieren ab, sind verzweifelt und wissen nicht weiter. Was tun? Es kann doch nicht sein, dass der Stern plötzlich nicht mehr zu sehen ist. Und sie fangen an, zu ihrem Gott um Hilfe und Führung zu beten. Danach fällt ihnen auf, wie erschöpft die Kamele und Esel sind und wie die Tiere vor Durst leiden. Und so nehmen sie ihnen ihre schwere Lasten ab und suchen nach Wasser zum Trinken. Schon bald finden sie einen Brunnen, und sie sind sehr dankbar für den Brunnen. Und was geschieht? Gerade als sie Wasser für ihre durstigen Tiere schöpfen, spiegelt sich auf der Wasserfläche plötzlich wieder der Stern, den sie verloren hatten. Die Männer greifen sich an die Stirn, und ihre Freude ist unbeschreiblich, und sie danken Gott für diese Führung und Hilfe. Sie hatten so eifrig auf den Stern geblickt, dass sie gar nicht merkten, wie ihre Tiere von der vielen Anstrengung müde und durstig geworden sind. Denn sie sind schwer mit Proviant, mit Geschenken und mit allerlei Habseligkeiten für die Reise beladen. Glücklich setzen sie ihren Weg fort.
Und so kommen auch die weisen Männer aus dem Orient in die Stadt Bethlehem, und sie finden dort den Ort, an dem das Kind und seine Eltern untergekommen sind. Wenn die Prophezeiung stimmt, dann haben sie hier, an diesem Ort, den Menschen gefunden, der später der König und Diener aller Menschen werden würde. Die drei Männer beugen sich und gehen auf die Knie. Dann öffnen sie ihre Tücher und breiten ihre mitgebrachten Gaben aus. Und während sie Gott in dem Kind anbeten, werden auch sie selbst im Inneren tief beschenkt und legen sich danach zur Ruhe. Doch während sie schlafen, hören sie im Traum eine Stimme: "Kehrt nicht wieder zu König Herodes zurück, wie ihr es ihm versprochen habt". Die Sterndeuter erwachen und sind erschrocken. Was ist zu tun? Jeder hat die Warnung vernommen. Und sie sind sich einig, was zu tun ist und sie befolgen die Warnung in dem Traum. Nach ihrem Brauch zünden sie ein Feuer an, und dankend beten sie Gott in der Flamme an für die erneute Führung. Und so ziehen sie auf einem ganz anderen langen Weg zurück in den Orient, von wo sie einst aufgebrochen sind.
In Bethlehem ist Josef immer noch sehr besorgt. Denn Maria ist nach der Geburt noch ganz erschöpft. Sie braucht Ruhe, damit sie wieder zu Kräften kommt und die Familie sich auf den Rückweg nach Nazareth machen kann. Noch weiß die Familie nicht, wie ihnen der Rückweg mit dem neugeborenen Kind gelingen soll. Denn erneut steht ein beschwerlicher Fußmarsch bevor. Doch größer als die Sorge ist Josefs Zuversicht, und Josef und Maria spüren jeden Augenblick: Gott ist ganz nah und Er wird ihnen wieder beistehen.
Doch etwas Böses liegt in der Luft. Jemand hatte gehört, dass Herodes dunkle Pläne schmieden würde und nach einem bestimmten Kind sucht. Und Josef und Maria wissen sofort, dass ihr Kind gemeint ist. Und nachdem Josef eingeschlafen ist, träumt auch er schwer und ein Bote Gottes erscheint ihm im Traum und spricht: "Fliehe mit dem Kind und seiner Mutter nach Ägypten und bleibe dort, bis dir weiteres gesagt wird." Als Josef das hört, fährt ein furchtbarer Schreck in seine Glieder. Und er weiß auch sofort: Sie dürfen jetzt keine Zeit mehr verlieren.
Und sogleich, noch mitten in dieser Nacht, machen sich Josef und Maria mit Jesus auf. Sie fliehen zu Fuß aus Bethlehem – jedoch nicht zurück nach Nazareth, sondern weiter nach Süden in Richtung Ägypten. Murrend folgen auch die Söhne Josefs, und sie klagen: "Warum müssen wir fliehen? Warum kann Gott Seinen Sohn nicht anders schützen?" Doch sie gehorchen ihrem Vater Josef.
Maria ist die Anstrengung im Gesicht zu lesen, jedoch auch ihr volles Vertrauen in die Führung Gottes. So ziehen Maria, Josef und seine Söhne also nach Ägypten. Und es wird eine sehr lange Reise, viel länger als der Weg von Nazareth nach Bethlehem. Doch Gott weiß sie zu beschützen und ihnen immer den Weg zu zeigen. Und sie bleiben in Ägypten und leben und arbeiten dort. Und es dauert etwa sieben Jahre, bis der Bote Gottes Josef erneut im Traum erscheint und spricht: "Stehe auf und nimm das Kind und Seine Mutter und kehre zurück in das Land Israel."
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[align=center]Bild

Ja dieses Jahr ist es auch wieder soweit, der Adventskalender steht. Was dieses Jahr dran kommt steht noch in den Sternen also lasst euch doch Überraschen ;D
Es sind eh nur noch vier Wochen, also noch gaaanz viel Zeit zum freuen \o.o/ Auf ein schönes Fest mal wieder mit euch allen, ich lieb euch :3[/align]

Kishiro

Re: Shinnen Omedeto!!!

Beitragvon Kishiro » Sa 1. Dez 2012, 00:24

Ein schönes erstes Törchen zum Einstimmen in die Adventszeit. Ich freue mich schon auf die nächsten *_*

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Re: Shinnen Omedeto!!!

Beitragvon Maliya » Sa 1. Dez 2012, 00:51

Burcin *-*

Ich sag dir, Yuuka fühlt sich geehrt als Begleiterin der Mizukagin! *-*
Tolles erstes Tor, hat Spaß gemacht es zu lesen ich freue mich bereits auf morgen. :3

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Uchiha Hadara

Re: Shinnen Omedeto!!!

Beitragvon Uchiha Hadara » So 2. Dez 2012, 00:15

Schade, dass der Kalendar an meinem Geburtstag schon längst zu Ende ist =/
Aber eine richtig coole Idee von dir!

Ich bin gespannt wie es weitergeht ^___^/

Ganz lieben Gruß und viel kreative Energie von

Tobi :3

Hikari Asuna

Re: Shinnen Omedeto!!!

Beitragvon Hikari Asuna » Di 4. Dez 2012, 15:41

*wirft ganz viele Teddys auf Burcin*

Weiter so ö.o/
Jemand muss dich ja anspronen bei den tollen Geschichten die du machst. :3
Freue mich aufs 5. Tor ^-^

Sabaku Haruka

Re: Shinnen Omedeto!!!

Beitragvon Sabaku Haruka » Di 4. Dez 2012, 16:54

Vielen Dank schön das sie euch so gefallen, ich denke die Einleitungen sind ganz in Ordnung für weitere Geschichten o.o/

Riri Luna

Re: Shinnen Omedeto!!!

Beitragvon Riri Luna » Di 4. Dez 2012, 18:09

waah~ ich finde die Gesichten mega toll :3 les sie voll gerne, weiter so Mami ♥

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Re: Shinnen Omedeto!!!

Beitragvon Maliya » Fr 7. Dez 2012, 15:52

7. Törcheeeen!

Go Go Go! >o<

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Sakebi Sachiko

Re: Shinnen Omedeto!!!

Beitragvon Sakebi Sachiko » Fr 7. Dez 2012, 19:22

Steht drinnen ;D Verzeihung aber ich musste erst mal 4 Stunden lang schlafen \o.o/

Noru Arita

Re: Shinnen Omedeto!!!

Beitragvon Noru Arita » Fr 7. Dez 2012, 19:35

Ist echt nett geworden, wir verzeihen dir Burcin ;D


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