Einzelzelle VII [Anon-Majikku - 1. Untere Ebene]

Das abseits gelegene Gefängnis Konohagakures, ist gut gesichert und nicht zu unterschätzen.
Akuto Inuzuka

Einzelzelle VII [Anon-Majikku - 1. Untere Ebene]

Beitragvon Akuto Inuzuka » Sa 11. Feb 2012, 23:05

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Sechs Monate - Sechs einsame, verdammte Monate, die Akuto in seiner Einzelzelle hier im Anon-Majikku überstehen musste. Eine Zeit in der das einzigste, was er neben vier kalten, gräulichen Mauern und einer Stahltür vor sich sah, der tägliche Drecksfraß, welcher durch eine Luke unterhalb der Tür zu Akuto geschoben wurde, sein sollte. Zum Schlafen gab es eine Ecke mit alten, moderndem Stroh und für andere Bedüfnisse einen einfachen Blecheimer, den er alle drei Tage durch die besagte Luke nach draußen schob und einen neuen bekam. Manchmal waren verwirrte und verzweifelte Nachrichten anderer Insassen eingeritzt, die Akuto für die ein oder andere Minute beschäftigten. So hatte er wenigstens was zu lesen und konnte sich über die Notizen den "Kopf zerbrechen". Und dennoch, trotz Lesestoff, gab's nicht gerade viel Luxus im größte Gefängnis des Feuerreiches. Akuto war das aber ziemlich gleichgültig. Außer das seine Freiheit durch eine 2x2 Meterzelle ungemein eingeschränkt wurde, war es doch wie Zuhause - Dunkel, kalt und wie für einen Hund geschaffen. Vielleicht fiel es Akuto durch seine Gewohnheiten so viel leichter, hier nicht verrückt zu werden. Er versuchte die Zeit so sinnvoll wie möglich zu nutzen: Er trainierte durch tägliche, einfache Übungen seinen Körper, um ihn so fit zu halten und nicht eingehen zu lassen. Er plante durch längeres aneinandereien verschiedener Ideen, wie er seine Zukunft gesalten will, um so nicht seine Ziele zu vergessen. Und er malte durch das Einritzen des Bodengesteins mit seinen Fingernägeln, um so die Zeit seines Einzelhaftes schneller vergehen zu lassen. Das seine "Gemälde" meist nur Karikaturen seiner Ninken waren und unter uns äußerst schlecht getroffen, blieb Akuto bislang unbewusst. Er zeichnete einfach, was ihn glücklich stimmte. Doch ehe sich der Alltag bei Akuto zeigte, vergingen schon gut mehrere Wochen - Und besonders die Anfangszeit war sehr schwer. Zu akzeptieren, dass man sich nicht wehren kann und dass man sich damit abfinden muss, dass hier unten jegliche Hoffnung ausgestorben ist, war sicherlich für Akuto am herausfordernsten. Der sonst so temperamentvolle Charakter wurde ruhiger. Nicht nur ruhiger, sondern überlegter, planender und beherrschter. Seine Hoffnung auf Rache schien für Akuto anfangs zerstört und er zog als gedemütigte Bestie in sein Gefängnis ein, doch mit der Zeit lernte Akuto die Situation zu kontrollieren und wieder nach vorne zu schauen - In die Richtung der eisernen Tür, die ihn schon bald aus dieser Einzelzelle bringen würde. Nichteinmal wenn Akuto sein wöchentliches Disziplinarverfahren, oder besser gesagt, seine wöchentliche Folter, erhalten sollte, wurde er aus seiner Zelle geholt. Nein, drei Wärter besuchten ihn und während zwei Akuto in Position brachten und fixierten, bereitete der dritte die Kettenpeitsche vor, um den Inuzuka in seine Schranken zu weisen. Das Akuto bereits nach dem vierten Monat schlafen könnte, wenn man ihn auspeitscht, ganz einfach weil er mittlerweile an die Schmerzen gewöhnt war, schienen die Wärter zu ignorieren. Es machte ihnen halt einfach Spaß... Wie dem auch sei, Akuto ließ von seinem geplanten Rachteakt nicht los und spornte sich durch seine Wut und seinen Hass immer wieder dazu an, hier unten nicht aufzugeben. Wie diese negativen Emotionen doch etwas positives bezwecken können ist irgendwie erstaunlich. Die Frage, die am Ende nur bleibt: Werden sie ihm auch nützlich sein, wenn er mit Personen in Kontakt kommt, die genauso fühlen wie er? Personen, die um einiges länger in Haft und demzufolge vielleicht sogar stählener und skrupelloser als Akuto sind. Nun - Das wird sich schon bald zeigen.

Akuto hatte mittlerweise das Zeitgühl vollständig verloren. Würde man ihn fragen, könnte er keineswegs beantworten, welchen Monat, welchen Tag, geschweige denn welche Uhrzeit wir haben. Um so überraschender war es, als er eines tages Stimmen hinter der Stahltür zu seinem Gefängnis hörte. Während er angelehnt an der Wand, direkt gegenüber seiner Zellentür saß, lauschte der Inuzuka aufmerksam den Worten der Wärter, bei welchen ihm das Wasser im Mund zusammenlief. "Öffnen sie die Tür, Ikawa. Der Inuzuka wird heute in Station 3 eskortiert." Die Station 3 - Das Gefängnis besteht aus vielen, vielleicht sogar unzähligen Stationen, oder besser gesagt Abteilungen. Was genau hinter Station 3 steckt, muss Akuto aber erst noch herausfinden. Das klirren des Zellenschlüssels war wie Musik in den Ohren Akutos, die ihm sogar eine Gänsehaut verschaffte. Für den Inuzuka öffnete sich die Tür wie in Zeitlupe und als das Licht des Korridors in sein Gesicht fiel, kam es ihm so vor, als würde er direkt in die Sonne schauen. Schützend riss Akuto einen Arm vor seine Augen, um nicht weiter geblendet zu werden. Nach wenigen Augenblicken spähte der Inuzuka dann mit einem Auge über seinen Arm, wodurch er mehrere schwarze Gestalten erkannte. Wahrscheinlich Wärter, die ihm zu seiner neuen Zelle bringen sollten. "Gefangener 413-7, ihre disziplinarische Haftstrafe hier in Zelle VII der Station 5 ist vorrüber. Infolge dessen werden sie in Station 3 verlegt - Erheben sie sich und folgen sie den Wärtern.", sprach einer der Gestalten mit geschwollener Stimme. Anscheinend hatte war es eine Person, die hier im Gefängnis etwas mehr zu sagen hatte. Akuto war das aber im jetzigen Moment alles äußerst gleichgültig. Endlich ein Hoffnungsschimmer. Der Inuzuka senkte seinen Arm wieder. Das Licht blendete ihn zwar immer noch etwas, aber mit leicht zusammengekniffenen Augen ließ es sich ertragen. Er stützte sich vom Boden ab und stand auf, während sich zwei Wärter näherten und anschließend Schellen um die Hand- und Fusgelenke legten. Einen kurzen Moment verharrte Akuto - Irgenwie konnte er kaum glauben, endlich hier raus zu kommen. "Worauf wartest du noch?", fragte anschließend einer der beiden Wärter, die ihm die Handschellen umlegten und stieß Akuto an, damit er sich endlich in Bewegung setzte. Der Inuzuka verzog keine Mime und schob seinen linken Fuß nach vorne - Sein erster Schritt in die Zukunft.

TBC: Akutos Gefängniszelle [Station 3]

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