
Hallo liebe Eternal-Community,
ich möchte heute ein Thema aufgreifen, das durch unseren ehemaligen User "Neon" ins Rollen gebracht wurde. Neon hat unser Forum kürzlich wieder verlassen, doch seine Begründung dafür hat mir sehr zu denken gegeben und spricht etwas an, das wir nicht ignorieren sollten. In einem Gespräch erklärte er mir, dass sein Interesse an "Eternal" vor allem durch unsere augenscheinlich sehr düsteren Themen ("Dark RP") geweckt wurde. Als er sich jedoch tiefer mit unserem Foren-Geschehen wie es aktuell ist auseinandersetzte, musste er leider feststellen, dass die Realität unseres täglichen RPs stark von diesem Eindruck abweicht. Es fehlte ihm schlichtweg an der erhofften Härte und Tiefe.
Diesen Vorfall möchte ich nun zum Anlass nehmen, um etwas in aller Deutlichkeit anzusprechen, das ich in der Vergangenheit oft nur am Rande erwähnt habe. Meine Haltung und meine Vision für dieses Forum sind unmissverständlich:
Das Eternal Naruto RPG zeichnet sich im Kern dadurch aus, dass wir die kreative Freiheit unserer Spieler nicht limitieren. Das bedeutet aber im Umkehrschluss zwingend, dass Handlungen unweigerlich logische und oftmals unerbittliche –InRP-Konsequenzen nach sich ziehen müssen. Charaktere in unserer Welt können sterben. Sie können schwerwiegende Traumata erleiden. Ihnen können schreckliche, unmenschliche Dinge zustoßen und als Spieler muss man bereit sein, sich mit hochkomplexen, moralisch verwerflichen Thematiken auseinanderzusetzen. Zur selben Zeit sollten politische und soziale Intrigen nicht die Ausnahme, sondern an der Tagesordnung sein.
Das aktuelle Problem?
Diese intensive Art des Rollenspiels ist momentan auf eine viel zu kleine Gruppe an Usern und Charakteren beschränkt. Mein ganz klarer Eindruck ist, dass sich ein Großteil unserer Spielerschaft schlichtweg weigert, die eigene "Safe Bubble" (Komfortzone) zu verlassen.
Ich sage es ganz offen: Wer Angst davor hat, dass sich sein Charakter durch äußere, unkontrollierbare Einwirkungen verändert, wer Rückschläge, Schmerz oder dramatische Wendungen scheut, der ist mit der ursprünglichen Kernvision von "Eternal" nur schwer kompatibel. Charakterentwicklung entsteht durch Reibung. Düstere Konsequenzen können nicht nur passieren, sie werden passieren. Spätestens dann, wenn unsere Kontinente vollständig geöffnet werden. Dann werden unsere wirklich üblen Antagonisten auf der Bildfläche erscheinen. Durch neue bösartige Fraktionen und die Einflüsse der anderen Kontinente wird eine ganz neue, unkontrollierbare Dimension von Gefahr in unser RP Einzug halten.
Warum also dieser Thread, wenn die Ausrichtung ohnehin feststeht?
Ganz einfach: Ich möchte einen "Stimmungs-Check" mit euch durchführen. Wir spielen nun schon eine ganze Weile in einem behüteten "Ohne schwere Konsequenzen"-Szenario. Dies war auch etwas was andere ehemalige User bereits kritisiert hatten, darunter Leandre. Ja, Charaktere können mal eine Strafe bekommen, ja, es gibt viele Regeln und das Play ist aktuell noch etwas limitierter. Aber mit der bevorstehenden Kontinentöffnung wird dieser Welpenschutz enden. Vereinzelte Charaktere werden unausweichlich mit extrem bösartigen Fraktionen und Antagonisten kollidieren.
Das bedeutet, dass ihr euch als Spieler unweigerlich mit sehr dunklen Themen auseinandersetzen müsst. Es wird wehtun, es wird dramatisch und es kann alles passieren.
Daher möchte ich mit euch in die Diskussion gehen und wissen, wo ihr steht:
-Wie ist eure allgemeine Meinung zu diesem anstehenden Paradigmenwechsel?
-Was würdet ihr euch an düsterem/ernstem oder allgemein Content in Zukunft mehr wünschen?
-Wie fordert ("challenged") ihr euch und eure Charaktere im aktuellen RP selbst heraus, um nicht in der Eintönigkeit steckenzubleiben?
-Was sind eure persönlichen Anforderungen an richtig gutes, fesselndes RP?
Events wie das Invasions Event oder andere Beispiele siehe hier aus 2.0 können wir auch nur umsetzen wenn allgemein die Bereitschaft dafür gegeben ist:
Lasst uns ehrlich und konstruktiv diskutieren. Ich bin gespannt auf eure Gedanken!
LG Euer Chris



















