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Garten

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Kiseki Hinome
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Re: [Mizu no Kuni ~ Kiri] Garten

Beitragvon Kiseki Hinome » Do 24. Feb 2011, 16:06

Kiseki ruhte noch lange in der innigen Umarmung. Sie fühlte sich gut, behütet irgendwie. Ihre Sorgen und Nöte waren wie weggeblasen und die Zeit schien stehen geblieben zu sein. Alles um sie herum war nun völlig unwichtig und banal. Sie hätte ewig so verweilen können. Doch nach einem ungewissen Zeitraum, den Kiseki überhaupt nicht einschätzen konnte, löste sie sich sehr langsam, beinahe in Zeitlupe, von ihm und nahm noch mal alle Sinneseindrücke auf, die sie noch aufschnappen konnte. Ihre Wangen waren immer noch leicht gerötet und unsicher, was jetzt zu tun war, faltete sie ihre Hände in ihrem Schoß und schenkte Katahenshin ein joviales Lächeln. Es war ein komisches Gefühl, einem Mann, den sie erst seit wenigen Stunden kannte, schon so nahe zu stehen und ihn quasi mit liebevollen Gesten und Blicken zu überschütten. Sie hätte nie erwartet, dass ihr so etwas einmal passieren würde. Vor lauter Rührung sammelten sich kleine, glitzernde Tränen an Kisekis Augenwinkeln. Normalerweise war sie ganz und gar nicht der Typ Frau, der nah am Wasser gebaut war und in gewisser Weise lachte sie sich innerlich selbst dafür aus, denn dies war wirklich kein Moment, in dem man weinen musste.
“Danke für den herrlichen Nachmittag. Es war wirklich schön, dich kennen gelernt zu haben. Aber ich denke, dass es langsam Zeit wird, nach Hause zu gehen.“ Kaum hatte Kiseki ausgesprochen, fielen Wassertröpfchen vom Himmel und es begann, immer fester zu regnen, was sie daran erinnerte, dass sie im Reich des Wassers lebte und es hier öfters mal schüttete. Natürlich war sie bestens vorbereitet und schob die Kapuze ihrer Jacke über ihren Kopf, damit sie nicht allzu nass wurde. Aus unerklärlichen Gründen packte sie plötzlich das Bedürfnis, durch den Regen zu tanzen und von einer sich rasch bildenden Pfütze in die Nächste zu springen, sodass das Wasser nur so spritzte. Doch sie erinnerte sich daran, dass sie in Begleitung eines jungen Mannes mit sehr guten Manieren war und unterdrückte ihren kleinen In-Pfützen-Springen-Wie-Ein-Kind-Trieb erfolgreich. Sie erhob sich von der Bank und versuchte ihr Lexikon, das die ganze Zeit neben den beiden auf der Bank gelegen hatte, so gut es ging vor den Tropfen zu schützen.

Katahenshin
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Re: [Mizu no Kuni ~ Kiri] Garten

Beitragvon Katahenshin » Mo 28. Feb 2011, 22:33

Katahenshin konnte nicht sagen, wie lange es gedauert hatte, doch wie es ihm schien nach einer Ewigkeit, die hätte andauern können, löste sich Kiseki sehr langsam von ihm. Langsam verschwand ihr Duft, die Berührung, und das Geräusch ihres Atems. Katahenshin war sehr ruhig. Sein Kopf war klar und frei, keine Gedanken störten ihn. Sogar sein aufmüpfiger animalischer Geist war gestillt. Er sah Kiseki an mit einem Gesichtsausdruck, von dem er selbst nicht ganz wusste, warum er so aussah. Es war eine Mischung aus Dankbarkeit und anderen Gefühlen. Katahenshins Kopf war zu benebelt, als dass er eindeutig hätte sagen können, was es war, doch der kleine Blumenstrauß hinter Kisekis Ohr sollte das ganze doch recht gut beschreiben. Auch sie sah alles andere als unzufrieden aus. Sie schien entspannt und befreit. Als er ihre Worte vernahm, nickte er nur. Es wurde spät und die Dunkelheit begann sich nun immer weiter über die Stadt zu legen. Etwas viel auf Katahenshin Kopf. Und noch einmal. Er spürte, wie ein Regentropfen nach dem anderen auf sein Haupt fiel und seine Stirn hinunterrollte, in die Augenbrauen und dann rechts und links an den Augen vorbei die Wangen herab zum Kinn, wo die Tropfen kurz zitterten um ihm dann auf die Beine zu fallen. Kiseki zog die Kaputze über, der Blumenstrauß und ihre Haare verschwanden und waren nicht mehr zu sehen. Katahenshin erhob sich und ließ auch seine Kapuze ober seinen Kopf gleiten. Da es sich um einen Mantel handelte, wie er auch unter Anbu üblich war, verdeckte er sehr viel des Gesichtes und Katahenshin hatte das Gefühl fast vollständig darin zu versinken. Der Mantel bildete eine Barrikade zwischen der Wirklichkeit und sich. Er war abgegrenzt. Es war ein wenig warm unter dem Mantel, durch die Kapuze sah er nur noch einen Ausschnitt der Welt um ihn herum. Er bückte sich und hob seinen Seesack auf, an dem das Wasser auf Grund des Fettes immernoch abperlte. Er entschloss sich diesen Trick in Zukunft öfter anzuwenden. Er sah zu Kiseki. Ich wünsche dir auch eine gute Nacht. Schlafe gut, erhol dich von diesem Tag. Auch ich werde jetzt gehen. Mir ist sehr viel passiert in den letzten Tagen. Grade heute etwas sehr positives. Ich habe eine entzückende junge Dame kennen gelernt. Er zwinkerte. Ich hoffe wir sehen uns bald wieder. Mit diesen Worten verneigte sich Katahenshin nocheinmal kurz vor Kiseki, nahm ihr Hand und küsste diese kurz, und verschwand dann in der Dunkelheit.
Aus irgendeinem Grund hatte Katahenshin ein Gefühl. Ein Gefühl dass er nicht begründen konnte, aber dass ihm sagte, dass er Kiseki wirklich sehr bald wiedersehen würde. Was er nicht wusste war, dass in seine animalische Seite in seinem Unterbewusstsein schon die Pläne schmiedete, während der menschliche Katahenshin gefesselt in einer Ecke lag.


In Katahenshin´s Wohnung
Katahenshin war durch den Regen geeilt, schnell in seine Hütte. Er wusste, dass diese nicht besonders viel wärmer sein würde, schließlich hatte er eine Dachluke und es würde auch hereinregnen, aber er würde versuchen in tierischer Gestallt zu schlafen, als Tier hatte er kein so starkes Kälteempfinden wie als Mensch. Eine lästige Eigenschaft, wie er dachte, dass der Mensch Temperaturunterschiede ins negative so extrem wahr nahm, während Tiere teilweise auch Temperaturen unter null noch ohne Probleme aushielten. Doch teilweise war das extreme Empfinden und die Reizbarkeit auch sehr gut, schließlich hatte es auch seine Vorteile, einmal sehr intensiv zu spüren und sich den Extremen von Mutter Natur auszuliefern. Grade ehr als Mitglied des Hakuma-Clans war abgehärteter und schon fast fetischistischer was Kälte anging als andere Menschen. Als er bei sich zuhause ankam, nahm Katahenshin seinen Seesack ab. Er wollte ihn schon verstauen, als er sich entschied die wertvollsten Dinge direkt bei sich zu tragen. So holte er aus dem Seesack sein Stirnband und das Geld heraus, und steckte es in eine Innentasche seines Mantels. Danach band er die Tasche wieder zu.
Kurz überlegte Katahenshin, in welches Tier er sich verwandeln sollte, doch dann entschied er sich, doch als Mensch zu schlafen. Er legte seinen Seesack unter das Stroh, welches er als sein Bett bezeichnete und legte sich so, dass das unter dem Stroh versteckte Transportmittel für Gegenstände sein Kopfkissen war. Katahenshin schloss die Augen. Sein Atem wurde ruhiger und flacher. Seine Gedankengänge gingen zurück. Seine Wahnehmung beschränkte sich nun fast ausschließlich auf sein Gehör. Er hörte, wie die Regentropfen in das Zimmer fielen und auf dem harten Stein der Kochstelle aufschlugen. Auch das Dach wurde an den steinernen stellen getroffen und dies machte teilweise laute Geräusche. Diese monotone und doch sehr abwechslungsreiche Melodie, wenn man genau hinhörte empfand Katahenshin als überaus entspannend. Er atmete einmal tief ein, und wieder aus. Langsam aber sicher verfiel er in das erste Stadium des Schlafes. Sein Bewusstsein begann nun, seinem Unterbewusstsein die Verarbeitung und damit die Traumbidlung zu übergeben.


Straßen von Kirigakure
Ein Hund lief durch die Straßen Kirigakures. Es war dunkel, aber das Tier orientierte sich sowieso an den Gerüchen und an den Geräuschen. In leichtem Trab lief das Tier durch die nächtlichen Straßen. Hier und da war ein Betrunkener unterwegs zu seinem warmen Heim, wo er schon sehnsüchtig das Bett vor Augen sah und sich garantiert nicht auf den morgentlichen Kater freute. Als Katze hätte ihm ein Muskelkater sicher sehr gefallen. Im Geiste lachte Katahenshin. Aber war das wirklich Katahenshin? Katahenshin schlief. Er war beinahe im Traum. Er träumte, wie er als Hund durch die Straßen Kirigakures lief, hin und wieder einem Penner begegnend. Da machte er bei sich im Traum einen Witz und recht erheitert lachte Katahenshin in seinem Traum für die Außenwelt sehr unhörbar auf. Er verspürte einen Geruch. Auf merkwürdige Weise war der sehr anziehend. Der animalische Katahenshin in ihm, der die Kontrolle übernommen hatte, lachte sich ins Fäustchen. Verhalte dich doch mal gefälligst wie ein Tier sich zu verhalten hat. Deine Instinkte sagen dir, dass du dich fortzupflanzen hast, also werde ich dir jetzt dabei helfen dass zu tun. Und dieser menschliche Geruch wird dir helfen, die richtige zu finden. Ich bin vielleicht nur ein Hund, aber ich weiß genau was ich will. Doch Katahenshin bekam von alledem noch nichts mit. Er schlief, und sein Unterbewusstsein sugerierte ihm, er würde schlafen und träumen. Einzig, dass er nass war, war ein Umstand, der nicht in den Traum passte, aber der animalische Geist war geschickt. Er vermochte diese Information im Unterbewusstsein für als nicht wichtig abzustufen und wurde so im Bewusstsein gar nicht erst registriert. Zielstrebig lief der Hund seiner Nase nach durch die Nacht, auf der Suche nach dem Ursprung des Duftes, der dem Hund alles versprach, was er wollte.

Kiseki Hinome
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Re: [Mizu no Kuni ~ Kiri] Garten

Beitragvon Kiseki Hinome » Di 1. Mär 2011, 17:08

Nachdem Kiseki sich von Katahenshin verabschiedet hatte, machte sie sich auf den Weg nach Hause. Sie summte gut gelaunt die fröhliche Melodie eines Kinderliedes, welches ihre Mutter ihr früher immer vorgesungen hatte, vor sich hin und ihr Gang hatte schon bald etwas Federndes. Sie war im Moment viel zu aufgedreht, um sich einfach ins Bett zu legen und die ganze Nacht zu verschlafen und außerdem war ihr Tag noch nicht ganz perfekt. Denn dazu fehlte noch ein winziges Detail: Ihr nächtliches Bad. Sie überlegte, ob sie nicht gleich einen geeigneten Weiher suchen sollte, doch dann entschied sie sich, erst nach Hause zu gehen, um ein Handtuch zu besorgen. Eigentlich war das Blödsinn, denn es schüttete wie aus Kübeln, aber Kiseki hatte es sich so angewöhnt und würde ihrer Tradition auch treu bleiben. Also beschleunigte sie ihren Gang. Das Wasser aus den Pfützen verflüchtigte sich in alle Richtungen, sobald sie mit ihren Füßen hineinstapfte, und spritzte sogar teilweise bis zu ihrer Hüfte. Doch wen interessierte das? Eben, niemanden. Sie war allein und würde sich ihrer Kleidung sowieso bald entledigen, also spielte das nun auch keine Rolle mehr.
Zu Hause angekommen schnappte sich Kiseki schnell ein riesiges Handtuch, verfrachtete ihr Lexikon ins Wohnzimmer und verschwand dann wieder in der Finsternis. Von nun an herrschte volle Konzentration. Sie zwang ihre Sinne, vor allem ihre Rezeptoren für Fremdes Chakra, zu Hochleistungen. Es schien niemand in der Nähe zu sein, außer ihre Eltern und Geschwister, die vermutlich schon seelenruhig in ihren Betten schlummerten. Heimlich, still und leise schlich Kiseki sich davon.

Es dauerte nicht lange, bis sie einen geeigneten Weiher für ihr Bad gefunden hatte. Er lag am Rande des Gartens und war einfach ideal: es war nur ein Katzensprung bis zu Kisekis Wohnung, was hieß, dass sie nicht lange die kalte, frische Luft auf ihrer nassen Haut ertragen musste. Sie hängte ihr Handtuch sowie ihre Kleider samt Jacke über den Ast eines nahe gelegenen Baumes und näherte sich dem ruhenden Gewässer. Der Teich war nicht besonders tief und sehr klar. Kiseki konnte einige kleine Fische und Frösche am Grund schwimmen sehen, die sich gleich gewaltig erschrecken würden, sobald sie ihren Fuß ins kalte Nass eintauchen würde. Noch einmal checkte sie vorsichtshalber ihre Umgebung. Immer noch nichts. Erleichtert und zugleich sehr angespannt tauchte sie ihr linkes Bein mit den Zehen voran ins eisige Wasser, wobei sie scharf die Luft ein sog und sie geräuschvoll wieder herausströmen ließ. Nach und nach verschwand sie immer tiefer im Wasser, bis nur noch ihre Schultern und alles, was sich aufwärts davon befand, hinausragten. Wie erwartet verzogen die Fische und das andere Getier zu ihren Füßen sich blitzschnell in kleine Ritzen und Nischen, die der Weiher ihnen, gütig wie er war, bot. Es hätte sie aber auch nicht gestört, wenn sie an Ort und Stelle geblieben wären. Wären allerdings anstatt der Wasserlebewesen Käfer oder ähnliches am Grund des Tümpels gewesen, hätten Kiseki keine zehn Pferde hier herein bekommen. Aber zum Glück war dem nicht so und sie genoss es, von einer Gänsehaut-Welle nach der anderen gepackt und geschüttelt zu werden. Nach ausgiebiger mentaler Vorbereitung fasste sie schließlich all ihren Mut zusammen und tauchte komplett unter. Es fiel ihr immer wieder aufs Neue schwer, diesen Schritt zu wagen, doch es lohnte sich. Sobald Kiseki wieder auftauchte und die kalte Luft in ihren Lungen spürte, fühlte sie sich von Grund auf entspannt. Allerdings verweilte sie nicht lange in dieser Position, denn sie wusste, dass sie sich ansonsten den Tod holen würde. Also stieg sie leichtfüßig aus dem Wasser hinaus und wickelte sich zitternd und mit klappernden Zähnen in ihr Handtuch, bevor sie sich auf den Weg nach Hause machte.

Tbc.: [Mizu no Kuni ~ Wohnviertel] Kisekis Wohnung

Katahenshin
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Re: Garten

Beitragvon Katahenshin » Fr 2. Sep 2011, 23:52

Katahenshin lief durch die Straßen, motivierte die Leute sich Schutz zu suchen. So kam es, dass er gar nicht bemerkte, dass das Mädchen ihm gar nicht gefolgt war. Irgendwann stand er an einer Straßenkreuzung. Die Straßen waren mehr oder weniger Menschenleer, hier und da lief noch eine Katze herum. Ansonsten waren viele in die Sicherheitsräume Kirigakures geflüchtet, so hoffe zumindest Katahenshin, obwohl dieser gar nicht so genau wusste, ob es welche gab und wenn ja, wo überhaupt? Aber die Leute, die hier teilweise seit ihrer Kindheit gewohnt hatten, wussten das sicherlich und dort würden sie auch Sicherheit finden, davon war Katahenshin überzeugt. Langsam lief er weiter. Er wusste nicht so genau wohin, einfach durch die Straßen. Er war wachsam und ruhig, hörte darauf, ob der Feind kam oder nicht, denn unter Umständen war der große pompöse Angriff am Dorftor ja nur ein Ablenkungsmanöver um versteckt ins Dorf einzudringen. Katahenshin entschloss sich in den Park zu gehen, schließlich lag dieser ungefähr in der Mitte des Dorfes und war damit ein guter strategischer Punkt um von dort aus zu potentiellen weiteren Eindringlingen zu gelangen. Außerdem standen dort keine Häuser, die bei Kämpfen zerstört werden konnten.

Wenige Minuten später erreichte Katahenshin den Park. Er ging einen leicht gewunden Pfad entlang, durch die große Rasenfläche, genau auf den etwas größeren Bach mit See in der Mitte zu. In der Mitte des grade mal 40 Meter großen Sees war eine kleine Insel. Von jeder Seite des Sees führte eine Holzbrücke zur der Insel, sodass das ganze kreuzförmig aussah und auf der Insel alles zusammenlief. Katahenshin ging zu der nächstgelegenen Brücke, überquerte sie halb, wobei jeder seiner Schritte ein leises "pock" verursachte. Als er in der Mitte der Brücke angelangt war, wandte er sich Richtung Wasser, lehnte sich mit den Unterarmen auf das hölzerne Geländer. Mit weitem Blick sah Katahenshin den See hinaus. Wieso werden die Dörfer immer attackiert. Es sind nur Lebensgemeinschaften aus vielem Menschen. Wie kann man soetwas nur einfach so angreifen? Was muss man für ein schlechter Mensch sein? Über diese und andere Fragen dachte Katahenshin so nach, während er auf das Wasser blickte. Seine Gedanken schweiften ab nach Yukigakure. Ob Yukigakure auch so angreifbar ist? Doch schnell widersprach er sich im Kopf. Nein! Meine Freunde und Landsleute würden sich genauso in die Verteidigung ihres Dorfes stürzen um die Menschen zu beschützen. Katahenshin war nun konzentriert. Er ließ sich nicht von Gedanken ablenken. Er lehnte immernoch unverändert auf dem Geländer, doch nun konzentrierte er sich nun darauf zu spüren ob sich ihm jemand nähern würde.

Anshin Miharu
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Re: Garten

Beitragvon Anshin Miharu » Do 13. Okt 2011, 20:03

Einstiegspost

Seid langem mal wieder war Miharu alleine unterwegs. Sie wollte ihrem großen Bruder nicht ständig auf die Nerven gehen und damit er ein wenig Ruhe von ihr hatte, hatte sich die Blinde alleine auf dem Weg zu ihrem Lieblingsplätzchen in Kirigakure gemacht – dem Garten… Nunja, alleine war sie wohl eher doch nicht. Kurikuri! Mimi-chaaaaan! Wo gehen wir hin?! Was machen wir? Miharu-chaaaan!, brüllte ihr tierischer Begleiter aufgeregt der Anshin in Gedanken entgegen. Dopsend wie ein Gummiball hüpfte er auf ihrer Schulter umher, dann auf ihren Kopf, wieder auf die Schulter, wieder auf den Kopf. Dies wiederholte er noch einige Male und als sie ihm immer noch nicht geantwortet hatte streckte er sich, fiel fast von ihrer Schulter herunter und stupste ihr Gesicht mit einer Pfote an. MIMI-CHAN!, brüllte er lauter in Gedanken, dann konnte sich die Blinde vor Lachen nicht mehr halten. Ein lautes Lachen erklang, dann blieb sie stehen, nahm Kurikuri von ihrer Schulter und hielt ihn vor ihr Gesicht, wobei sie ihn nicht sah. Kuri-kun, wir gehen zu den tollen Blumen. Du weißt doch, dort halten wir uns doch immer auf wenn Nii-san nicht mit uns geht., antworte sie ihm mit ihrer ruhigen, hellen Stimme, bückte sie sich und setzte das Chinchilla auf dem Boden ab, woraufhin es die Backen aufplusterte und streikend quiekte. Kurikuri!, brachte er aufgebracht in Gedanken zustande, doch kicherte die Chuunin nur und lief weiter. Die Glöckchen ihres Armbandes klingelten vor sich hin. So könnte man meinen es wäre einfach nur ein schönes Accessoire, doch für Miharu ermöglichte dies eine grobe Sicht ihrer Umgebung. Und so konnte sie auch „sehen“, dass sie bereits am Tor angelangt waren, welches zum großen Garten Kirigakures gehörte. Nur noch dies mussten sie passieren, dann wären sie im Garten und konnten sich dort zwischen die Blumen lümmeln und einfach den wunderbaren Duft genießen.
Die Anshin passierte das Tor während Kurikuri bereits vorraus stürmte und sich neugierig umschaute, auch wenn er schon an die Hundertmale hier gewesen war. Er schnüffelte in der Luft herum, doch dann musste er nießen, wobei er schimpfend herumquiekte und herumsprang, ehe er weiter rannte und schaute, ob es hier auch sicher war für seine Herrin. Kurikuri! Alles sauber, Mimi-chaaan!, dachte er, rannte zurück und preschte mit seiner erbärmlichen Geschwindigkeit gegen das Bein seiner Herrin, doch um ihn umzuhauen hatte dies gereicht. Ein kurzes Quieken, dann ließ sich Kurikuri einfach umfallen. Wieder kicherte die Blinde. Sie bückte sich, nahm ihn hoch und presste ihn an ihre Brust. Sie lief weiter bis sie an einem Platz ankam der ihr gut gefiel – der Blumenduft war hier besonders stark; kein Wunder – es handelte es sich um eine Art Wiese, auf der alle möglichen Blumen blühten. Dort legte sie ihr Tierchen ins Gras und setzte sich selbst hin. Tief sog sie die Luft ein. Einfach wunderschön hier… Bestimmt sieht es hier auch toll aus…, dachte sie sich seufzend, worauf ein zustimmendes, verwirrtes Kurikuri… in Miharus Kopf zu vernehmen war. Sie legte den Kopf schief, kicherte wieder kurz, dann fing sie an ihren kleinen Freund zu kraulen, welcher auch gleich wieder erwachte und die Streicheleinheiten einfach genoss.

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Re: Garten

Beitragvon Felicita Teiko » Do 13. Okt 2011, 21:43

CF: Kirigakure Wohnviertel - Akiras Wohnung

Akira schlenderte den Weg zum Garten entlang. Er war ein wenig länger, als der Weg von seiner Wohnung bis zum Marktplatz. Der junge Mann hatte eine seiner Hände in seiner Hosentasche vergraben. Dies tat er eigentlich so gut wie immer, allerdings vergrub er normalerweise beide Hände in eben diesen Taschen, doch dieses Mal hatte er in der rechten Hand, da er rechtshänder war, seinen Apfel, an dem er schon eine ganze Weile dran rumkaute. Akira aß sehr langsam und sehr wenig. Ihm fehlte einfach der Appetit. Dieser eine Apfel heute, war das erste was er heute aß. Doch ein zweiter Apfel befand sich ja schon in seiner Jackentasche, welchen er vorhatte auch noch zu essen, würde er jemals mit diesem fertig werden. Seine Haaren, welche durch das Duschen vorhin nass gewesen waren, und es auch noch waren, als er das Haus verlassen hatte, um auf den Marktplatz zu gehen und grundsätzlich einzukaufen, waren bereits trocken gewesen, nachdem er den Laden vorhin verlassen hatte. Akira blickte zu Boden und sah so auf seine Schritte. Und so fiel sein Blick auch gleich wieder auf seine Schuhe. Er freute sich immernoch über diese neuen Teile. Und vorallem freute er sich, dass es im Grunde ja das selbe Modell wie seine alten waren. Er fand das wahnsinnig praktisch. Schließlich hatten sich seine alten Schuhe bewährt. Und somit können die neuen Schuhe nur mindestens genauso gut sein!

Akira nährte sich endlich, immernoch kauend, dem Tor. Man konnte schon das viele grün, hinter diesem, von weitem sehen. Der Chunin beschleunigte seinen Schritt ein wenig, und schritt schließlich durch das Tor. Sofort empfand er etwas ganz aussergewöhnliches. Unendliche Ruhe. Dies empfand er jedes Mal, wenn er diesen Ort betrat. Er mochte Pflanzen gerne, und Blumen halt. Sie waren schön und er mochte sie einfach, weswegen er auch viele Pflanzen bei sich in der Wohnung hatte und nicht so selten hier im Garten vorbeischaute. Der junge Mann schlenderte, noch immer am Apfel kauend, den Weg entlang. Bis er schließlich an einer Art Wiese vorbeischritt. Auf dieser waren besonders viele, farbenprächtige Blümchen zu sehen. Und der Duft, der von ihnen ausging war unglaublich gut. Akira blickte genauer zu der kleinen Wiese und entdeckte ein junges Mädchen, welches dort im Gras saß. Neben ihr befand sich ein kleines Tier. Akira konnte nicht so richtig ausfindig machen, um was es sich genau handelte. Von weitem sah es aus wie eine kleine Maus, mit einem flauschigem Schwanz. Interessiert an dem Mädchen und ihrem seltsamen Tierchen steuerte Akira auf die zwei zu. Noch während sich der Junge nährte hörte er das Mädchen kurz kichern, dann krauelte sie das kleine Tier.
Schließlich stand der Chunin vor dem Mädchen. Er wusste nicht, ob sie ihn bemerkt hatte, eigentlich müsste sies, doch er wollte nicht unhöflich sein, weswegen er beschloss, erstmal zu sagen, was er überhaupt wollte, und wer er war. Er hatte mittlerweile auch entdeckt, um was für ein Tier es sich handelte. Es war ein kleiner Chinchilla. Der junge Mann wunderte sich ein wenig. Guten Abend. fing Akira an, und lächelte, ohne so recht zu wissen, wie er fortfahren sollte. Doch er fing einfach erstmal an, mehr als ihm eine zu knallen und schreiend wegrennen könnte das Mädchen eh nicht tun. Ich bin hier eben den Weg lang gegangen und habe dich hier von weitem gesehen, ebenso wie dein Tierchen, deswegen bin ich näher gekommen, weil ich nicht genau erkannt habe, was es genau ist. Aber es ist ein Chinchilla, oder? Ein seltsames Haustier, oder nicht? Akira hoffte, dass seine Worte nicht unhöflich oder überhaupt unfreundlich rüberkamen, denn das sollten sie nicht. Er war ehrlich interessiert an dieser seltsamen jungen Frau mit ihrem seltsamen und ungewöhnlichem Begleiter. Mein Name ist übrigends Akira. stellte sich der junge Mann schließlich vor. Dann betrachtete er sich das Mädchen genauer. Sie hatte lange blonde Haare und zwar sehr lange blonde Haare. Sie schien relativ klein zu sein, und sah direkt ziemlich niedlich und auch irgendwo kindlich aus. Ihre Augen waren groß und ungewöhnlich stark blau. Dem Jungen schien, als wäre irgendetwas mit diesen Augen nicht in Ordnung, aber sicher war er sich nicht. Darf ich mich zu dir setzten? fragte er schließlich, da er immernoch vor ihr stand und auf sie hinunter blickte. Er wollte sich nicht einfach so setzten, dass wäre unhöflich, denn vielleicht hatte sie schon anderes vor, oder wartete auf jemanden. Akira wollte sich niemandem aufdrängen. Und so wartete ersteinmal die Reaktion des, ihm völlig fremden, Mädchens ab.
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Re: Garten

Beitragvon Anshin Miharu » Do 13. Okt 2011, 22:54

Eine Weile saß Miharu noch so da, ihr Tier kraulend und streichelnd, bis Kurikuri sich streckte, hochhüpfte und sich auf seine Hinterpfoten stellte und seine Nase empor reckte. Kurikuri! Da kommt etwas!, gab er gedanklich Bescheid. Miharu nickte und streichelte ihn nochmals. Doch schüttelte er sich, wobei sein Fell noch weiter aufflauschte. Die Blinde senkte den Blick, bis sie Schritte hörte die näher kamen, bis sie kurz vor Miharu zum Stillstand kamen. Eine männliche Stimme war zu vernehmen, die ein „Guten Abend“ verlauten ließ. Das Lächeln konnte Miharu nicht sehen, aber Kurikuri konnte es. Er ging einen Schritt weiter zurück und gab einen Laut von sich, der sich wie eine Mischung aus Brummen und Quietschen anhörte. Kuri-kun, du brauchst mich nicht zu beschützen, alles ist gut…, gab sie an ihr Chinchilla weiter, welches diese aggressive Haltung aufgab und sich auf alle Viere fallen ließ. Wieder erhob sich die Stimme, die Miharu eine Begründung lieferte, warum die Person zu ihr gekommen war: Kurikuri hatte den Mann neugierig gemacht. Er fragte nochmal nach ob es ein Chinchilla war und natürlich sagte er auch, dass dies ein ungewöhnliches Haustier wäre – dem konnte Miharu nur zustimmen. Aber er ist ja kein Haustier…, dachte sie sich, aber das konnte der Fremde ja nicht wissen. Auch Kurikuri verstand die Worte des Fremden und plusterte aufgebracht sein Fell auf. KURIKURI! ICH und ein HAUSTIER?! Woaar, na warte!! Er stellte sich noch als Akira vor – soviel bekam Miharu noch mit, ehe eine Aktion von Kurikuri startete. Wie eine Ratte auf Speed preschte das kleine Wesen auf den Chuunin zu, klammerte sich an ihm fest und preschte seinen Körper hinauf, bis zur Schulter und sprang dann auf diese. Wütendes Gefauche kam von dem kleinen Wesen, wobei Miharu erschrocken den Kopf hob und ihren Arm anhob. Wieder klingelten die Glöckchen. Kuri-kun! Sei artig! Komm her!, rief sie erschrocken nach ihrem Begleiter, der dem Fremden kurz ins Ohr biss und dann wieder von ihm herunter sprang. Pah, das hat er davon! Ich und ein Haustier! Pah! Miharu-chan, wenn er Probleme macht: weck mich. Aber ich werde jetzt erstmal… Während er dies dachte hatte er sich etwas weiter weg von Miharu ins Gras niedergelassen und ehe er seinen Gedanken vollenden konnte, hörte man auch schon leise Schnarchgeräusche, vermischt mit Quieken – ein Zeichen, dass er schlief. Eh… Ich.. eh… eh…, setzte sie an, doch wusste sie nicht recht was sagen. Sie hob ihren Kopf und schaute in die Richtung, aus der die Stimme gekommen war. Ihre Wangen röteten sich leicht, dann senkte sie den Blick wieder. Go-gomen nasai.. Akira-san… , murmelte die Chuunin leise um sich für ihr Tier zu entschuldigen. Kurikuri meinte es nicht so.. Er.. ist etwas.. naja… Hat er dir wehgetan..?, fragte sie ihn vorsichtig, doch ließ sie den Blick gesenkt. Manchmal war ihr Vertrauter wirklich komisch drauf. Das er immer so peinliche Dinger starten musste… Kurz hob Miharu den Blick um Akira entschuldigend anzulächeln, wobei sie kurz darauf wieder ihren Blick auf das Gras senkte. Nunja, so oder so sah sie ja nichts.

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Re: Garten

Beitragvon Felicita Teiko » Do 13. Okt 2011, 23:23

Der kleine Chinchilla schien den Chunin schon von weitem bemerkt zu haben, und hatte sich aufgerichtet, und die rosa Nase in die Luft gestreckt. Akira beobachtete wie das kleine Tierchen offensichtlich nicht so sehr davon begeistert zu sein schien, dass der junge Mann nun zu dieser jungen Frau getreten war. Er wirkte ein wenig feindselig und Akiras Körper durchfuhr eine Menge Respekt, als sich das kleine Tier einen Schritt zurückbewegte und auf allen Vieren den Chunin anzuknurren schien. Das Mädchen hatte den Kopf gesenkt und Akira wusste noch immer nicht, ob er sie vielleicht doch in Ruhe hätte lassen sollten, ob es unangebracht gewesen war, sie anzusprechen, er hoffte, er habe sie nicht bei irgendetwas gestört. Er blickte wieder auf den Chinchilla, welcher auf einmal noch ein wenig Aggressiver als zuvor schien. Sein Fell hatte sich aufgeplustert. Und nein, dem Togainu freundlich gesinnt schien dieses kleine Wesen wirklich nicht zu sein. Hatte er es mit seinen Worten irgendwie verärgert? Die Antwort auf diese Frage sollte Akira sehr schnell bekommen, denn plötzlich sprintete der kleine Chinchilla wie wild auf den Jungen zu. Dieser spürte, wie das kleine Tier sich an seinem Hosenbein festklammerte und von dort, mit genau der selben Geschwindigkeit seinen gesamten Körper, bis zu seiner Schulter hinauf rannte, auf welche er dann gekonnt drauf sprang. Dann hörte Akira nur ein weiteres Fauchen und kurz darauf spürte er, wie sein Ohr zu schmerzen anfing. Er vernahm, wie das ihm fremde Mädchen einen Namen rief, scheinbar war dies der Name des Chinchillas, ebenso hörte Akira das klingende Geräusch zweier Glöckchen. Der Junge bemerkt, wie das kleine Tierchen wieder mit einem Satz die knapp 1,90 Meter hinunter sprang (gut, etwas weniger, 1,90Meter minus Kopf). Dann fasste er an sein Ohr und blickte auf seine Hand, ein klein wenig Blut war auf dieser, was wohl bedeutete, dass sein Ohr, durch den Biss des Tieres ein wenig blutete. Dies war aber nicht weiter schlimm. Er blickte wieder auf das blonde Mädchen, welches sichtlich erschrocken über das Verhalten ihres Freundes zu sein schien. Sie entschuldigte sich für eben dieses, und blickte ihn dabei kurz an, doch nicht sehr lange, denn sie wendete ihren Kopf beinahe überstürzt wieder ab. Ihr Gesicht rötete sich leicht, während sie fragte, ob ihr Chinchilla, welcher wohl auf den Namen Kurikuri hörte, ihm wehgetan hatte. Sie blickte ihn nocheinmal an, und lächelte dabei, doch wieder wendete sie den Blick sehr schnell wieder ab. Kurikuri war, nach seiner kleinen Bissattacke, etwas weiter weg von dem Mädchen, eingeschlafen, und man hörte ihn leise Schnarchen. Schließlich ging Akira in die Hocke, er wollte nicht so von oben herab auf die junge Frau blicken, dass kam ihm unhöflich vor. Nein, er hat mir nicht wehgetan, mach dir da keine Gedanken, dass ist nichts. sagte er lächelnd zu ihr. Offensichtlich habe ich etwas gesagt, was ihn verärgert hat, dafür möchte ich mich gerne entschuldigen. Er scheint dich sehr gern zu haben, so wie er dich beschützt und auf dich aufpasst. Letzteres war wohl kaum zu übersehen, denn Kurikuri war ja bereits in eine Art "Angriffshaltung" gegangen, noch ehe der junge Mann irgendetwas wirklich gesagt hatte. Doch irgendetwas stimmte mit dem Mädchen nicht. Wendete sie den Kopf nur immer ab, weil ihr diese Situation unangenehm war? Akira wollte nicht nachfragen, dies ging ihn nichts an. Aber die Glöckchen, welche an ihrem Handgelenk hingen, die interessierten ihn doch stark. Sind die nicht unpraktisch? fragte er, und deutete auf die kleinen Glöckchen. Akira wusste nicht, wie dumm diese Handbewegung war, da er eben nicht wusste dass das Mädchen ihm gegenüber blind war. Und so fuhr er unentwegt fort. Mit denen hört man doch immer wo du bist. Noch immer hockte Akira vor dem Mädchen. Seinen Apfel hatte er mittlerweile aufgegessen und so ruhten seine Unterarme auf seinen Oberschenkeln und mit leicht schief gelegtem Kopf blickte er das fremde Mädchen fragend an.
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Anshin Miharu
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Re: Garten

Beitragvon Anshin Miharu » Fr 14. Okt 2011, 10:57

Der Mann ging in die Hocke um so besser mit Miharu reden zu können. Sie selbst sah es nicht, aber hörte dass er sich bewegte und seine Stimme näher war. Akira verneinte Miharus Frage ob ihr Vertrauter ihm weh getan hatte, was wenigstens etwas Positives war. Dass Kurikuri in das Ohr des Fremden gebissen hatte, wusste sie schließlich nicht, so konnte sie nur Akira glauben. Er selbst wollte sich für die Worte entschuldigen, die das kleine Chinchilla so in Rage versetzt hatten. Ach.. ehm.. Da-das ist nicht.. nötig.. also… du brauchst dich nicht.. Entschuldigen..., nuschelte die Blinde. Ihre Wangen liefen noch röter an. Sie konnte sich einfach nicht zusammen reißen und normal und vernünftig mit einer Person reden. Oh, doch, mit ihrem Bruder. Aber dies war ja etwas Anderes. Ihr Blick lag weiterhin auf dem Gras während sie versuchte sich zu beruhigen, damit wenigstens die Röte verschwand. Nach und nach ließ sie nach als sie ganz in Gedanken versunken an ihren Bruder dachte: was er wohl gerade machte? Ob er trainierte? Alte Erinnerungen kamen sie just in diesem Moment und so vertiefte sie sich ganz hinein. Es waren keine schlechten Erinnerungen. Es waren die ersten Erinnerungen an die sich Miharu erinnern konnte. Und diese waren noch gut. Kurz darauf wurde sie aus ihren Gedanken geschreckt und zuckte kurz zusammen als sie wieder Akiras Stimme hörte, doch konnte sie seine Frage mit nichts verbinden. Verwirrt drehte sie ihren Kopf in seine Blickrichtung. Ein großes imaginäres Fragezeichen schien in dem kindlichen Gesicht der Blinden zu stehen. Zum Glück fügte er noch einen Satz hinzu: er war wohl an den Glöckchen interessiert, beziehungsweise warum sie welche trug. Denn er hatte vollkommen Recht: sie waren mehr als unpraktisch. Wieder lief sie rot an und seufzte. Sie setzte sich auf die Knie und legte ihre Hände in ihren Schoß. Eh-ehm.. Die Glöckchen… , setzte sie an und hob ihren Arm. Kurz ließ sie ihr Handgelenk klingeln, wodurch sie sogar mit bekam wo Akira saß und wo Kurikuri lag. Kurz nickte sie, dann hob sie ihren Kopf und blickte wieder Akira an. … sind unpraktisch, a-aber… naja… Ich brauche sie, damit ich wenigstens ein bisschen meiner Umwelt sehen kann... Ich bin… blind, weißt du..? Warum daraus ein Geheimnis machen? Schließlich sahen die meisten dies sowieso auf einem Blick, einfach wie sich Miharu bewegte, ihren Gesprächspartner meist nicht anschaute. Nickend senkte sie den Blick, wobei wenige Haarsträhnen nach vorne fielen und ihre Wangen abdeckten. Eine leichte Röte hatte sich wieder auf ihre Wangen gelegt. Dann fiel ihr etwas ein. Ruckartig hob sie den Kopf um Akira „ansehen“ zu können. Miharu.. A-also.. mein.. Name…, murmelte sie, doch konnte man dies wohl noch verstehen, auch wenn es mit jedem Wort leiser wurde. Schüchtern lächelte sie ihn an, wobei sie ihre Hände verschränkte, wieder löste und dann an jedem Finger einzeln herumspielte. Wieso fiel es ihr immer so schwer mit anderen Menschen zu reden? Tief holte sie Luft und atmete wieder aus, wodurch ihre Röte verschwand. Sie hielt den Blick nun aufrecht, auch wenn sie nichts sah.

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Re: Garten

Beitragvon Felicita Teiko » Fr 14. Okt 2011, 12:00

Das fremde Mädchen sprach nur, dass Akira sich für seine Worte nicht entschuldigen bräuchte. Was Akira zwar nicht sonderlich dabei half, beim nächsten Mal besser auf seine Wortwahl zu achten, aber er nahm es einfach mal so hin. Immer wieder stockte das Mädchen im Satz, sie stotterte beinahe, auch konnte man sie nicht sonderlich gut verstehen, da sie mehr zu sich selbst, als zu dem Jungen nuschelte, sodass Akira sich ein wenig anstrengen musste, sie richtig zu hören, aber es gelang ihm. Er beobachtete wie sich die Wangen der jungen Frau noch mehr röteten. Es war offensichtlich, dass ihr diese ganze Situation mehr als unangenehm war, dass musste sie aber garnicht sein. Doch dieses Gefühl in ihr wurde nur noch davon unterstrichen, dass sie keinen direkten Blickkontakt zu ihm suchte, und weiterhin auf das Grad blickte. Schließlich war die Röte ein bisschen aus ihrem Gesicht gewichen. Doch die Chunin wirkte auf einmal sehr abwesend. Leicht erforschend schaute Akira sie nun wieder, mit leicht schräg gelegtem Kopf, an, in der Hoffnung herausfinden zu können, was das Mädchen beschäftigte. Sie erschrack förmlich, als er sie auf die kleinen Glöckchen ansprach und zuckte zusammen. Doch dies hatte auch zur Folge, dass sie ihren Kopf in seine Blickrichtung drehte. Unentwegt von ihrer neuen Haltung fuhr Akira mit seiner Frage fort. Nachdem er geendet hatte, setzte sich die junge Frau auf die Knie und legte ihre Hände in den Schoß. Sie seufzte und lief abermals rot an, dann fing sie, leicht unsicher wirkend, wieder an, einen Satz zu formen. Sie brauch nach einem Wort und einem laut ab, und ließ die Glöckchen kurz aufklingeln. Es war ein hübscher Klang, Akira mochte ihn. Dann nickte die Chunin, zu wem oder was, oder überhaupt aus welchem Grund konnte der junge Mann nicht erkennen, doch dann blickte das Mädchen direkt zu ihm und fuhr mit ihren Worten fort. Sie gab zu, dass die Glöckchen unpraktisch wären, aber sie bräuchte sie, um ihre Umwelt wenigstens ein bisschen sehen zu können. Nach diesen Worten konnte sich Akira schon denken, was mit dem Mädchen "nicht stimmte" und warum ihre Augen so ungewöhnlich aussahen, doch sie bestätigte ihm diese Annahme noch und fügte hinzu, dass sie blind wäre. Akira fand, so seltsam das auch klang, solche Tatsachen immer irgendwo interessant. Nicht, um die Menschen dann die ganze Zeit anzuglotzen und sich über sie lustig zu machen oder sonst etwas in der Art, nein, er fand es interessant, weil solche Menschen einschränkungen hatten in ihrem Leben, die er nie kannte, und er fand es einfach interessant, wie die Menschen damit klar kommen und wie sie damit leben. Das Mädchen hatten ihren Kopf wieder gesenkt und ein paar Strähnen ihrer ungwöhnlich langen blonden Haare fielen ihr über die Wangen. Doch plötzlich riss sie ihren Kopf ruckartig nach oben und blickte Akira nun direkt an, und nannte ihm schließlich ihren Namen, auch wenn er wieder sehr gemurmelt kam, und Akira sich anstrengen musste, ihn richtig zu verstehen, da das Mädchen mit jedem Wort ein Stückchen leiser wurde. Dann lächelte sie ihn an. Zwar etwas schüchtern, aber sie tat es. Er erwiderte das Lächeln, welches sie vermutlich nicht sehen könnte. Schließlich fing sie an mit ihren Fingern herum zu spielen, doch zum ersten Mal hielt sie den Blick konstant aufrecht. Akira wusste nicht genau ob und wie viel Überwindung sie dies kostete, doch so, wie sie sich verhielt, dachte er schon, dass es sie irgendwo zwang über einen kleinen Schatten in sich selbst zu springen. Ohne weiterer Aufforderung setzte sich Akira nun schließlich doch im Schneidersitz vor das Mädchen. Ihm taten nämlich allmählich die Knie vom Hocken weh. Er betrachtete das Mädchen. Sie sah sehr kindlich aus, anders konnte man es nicht sagen. Sehr verletzlich. Auch ihre Art unterstrich dies noch. In Akira weckte es eine Art beschützerinstinkt. Sie war niedlich, dass konnte man nicht anders sagen. Und du kannst überhaupt nichts sehen? Ist das schon immer so, oder durch einen Unfall? Und wie funktioniert das mit den Glöckchen? Akira spielte nun einfach mal den plumpen Fragensteller, was, wenn das Mädchen total empfindlich wäre, was dieses Thema anginge, wohl nicht gut wäre, aber dann hätte sie immernoch die Wahl zu sagen, dass sie nicht darüber reden wollte. Doch es interessierte den Jungen schon. Er fand das ganze Mädchen mit ihrem ungewöhnlichem Tierchen grundsätzlich sehr interessant. Nun senkte Akira auch das erste Mal seinen Blick und starrte auf seine Arme, welche, ausnahmsweise mal keine Verbände um sich und um die Hände trugen, da Akira diese unter der Dusche entfernt hatte, und keine neuen hinzugetan hatte. Er betrachtete seine Arme. Es wäre besser gewesen, hätte er wieder Verbände umgelegt und er war in diesem Moment froh, dass das Mädchen nichts sehen konnte, denn seine Arme und Hände boten keinen schönen Anblick. Der Junge seufzte leise, hob anschließend den Kopf und konzentrierte sich wieder auf das Mädchen. Es wurde langsam dunkler, und somit auch kühler. Es wurde Abend.
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Re: Garten

Beitragvon Anshin Miharu » Fr 14. Okt 2011, 12:36

Kein Mucks unterbrach Miharu als sie ihm erklärte, dass sie blind war. Vielleicht fand er es interessant? Vielleicht wollte er es ihr auch nicht einfach noch schwerer machen? Für sie war das alles unangenehm. Nur selten traf sie fremde Leute und wenn war ihr Bruder dabei, der dann für sie sprach oder sie unterstützte, wodurch sie offener und sicherer reden und wirken konnte. Aber hier war dies leider nicht der Fall. Miharu war auf sich alleine gestellt und so musste sie das Gespräch alleine meistern. Ihr Gesprächspartner war ja gar nicht so schlimm. Er war nett und ließ sie ausreden, auch wenn sie etwas länger brauchte als normale Leute durch ihr schüchternes Rumgestocke. Warum musste sie sich dann so anstellen? Ich weiß es nicht…, dachte sie sich selbst. Sie hob ihren Arm – den ohne Armband – und strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr. Ein leicht trauriger Gesichtsausdruck machte sich für einen Moment auf ihrem Gesicht breit, dann wich er wieder ihrem unsicheren, schüchternen Gesichtsausdruck, der sie verletzlich, zart und kindlich wirken lief. Ja, so im Großen und Ganzen wirkte sie wirklich wie ein junges Kind. Unbeholfen, unschuldig, niedlich… und dabei war sie schon 17. Naja, das Alter war ja nur eine Zahl. Immer noch versuchte sie den Blickkontakt zu halten, auch wenn sie nichts sah. Sie hatte sich schon daran gewöhnt, doch trotzdem war es ein komisches Gefühl wenn man genau merkte, dass man angesehen wurde, doch man selbst nichts sehen konnte. Irgendwie war es auch lustig. Ein Schmetterling kam angeflogen und setzte sich auf Kurikuris Bauch. Kurz blieb er sitzen, dann flog er weiter Richtung Miharu, umkreiste sie und Akira und flog dann auf ihren Kopf. Dort blieb er sitzen. Ein Lächeln legte sich wieder auf Miharus Lippen als sie das kleine Insekt auf ihrem Kopf spürte. Dann schüttelte sie den Kopf, wodurch der Schmetterling abhob und wieder weiter flog. Nur wenige Meter weiter blieb er auf einer Blume sitzen. Leise kicherte die Blinde, dann schaute sie Akira wieder aus ihren großen blauen Augen an. Er selbst hatte sich auch bequemer hingesetzt, doch das bekam Miharu nicht mit. Kurz darauf sprach er auf ihre größte Wunde an: ihre Blindheit. Ein trauriger Ausdruck machte sich auf ihrem Gesicht breit, doch bemühte sie dies durch ein fröhliches Lächeln zu überdecken. Ich… bin schon seid meiner Geburt.. blind. Nein, ich kann gar nichts sehen… alles was ich sehe ist.. nunja… schwarz…, erläuterte sie ihm, bevor sie zu seiner nächsten Frage kam: wie das mit dem Glöckchen funktionierte. Da-das ist eigentlich.. ganz einfach… Mein Vater schmiedete die Glöckchen für mich.. damals.. Ich bekam spezielles Training für mein Gehör, wodurch ich sogar Töne wahrnehmen kann, die ein normal Hörender nicht mehr.. wahrnehmen kann… Diese Glöckchen geben einen Ton ab und dieser fliegt ja als Schallwelle um her… Sie hob ihren Arm und ließ wieder die Glöckchen läuten Dann streckte sie ihren Arm aus und zeigte auf Akira. Treffen diese auf einen Gegenstand oder auf ein Lebewesen… werden sie zurückgeschleudert und ich kann das wahrnehmen… Somit kann ich sogar feststellen wie weit jemand von mir entfernt ist.. oder etwas…, gab sie leise mit ihrer ruhigen Stimme von sich. Sie nahm ihren Arm zurück und streichelte mit ihrer Hand durchs Gras. Hätte ich die Glöckchen nicht… wäre ich wirklich blind und hätte niemals Kunoichi werden können…, fuhr sie fort und hob ihren Kopf um ihren Blick gen Himmel zu richten. Ein sehnsüchtiger Ausdruck bildete sich auf ihrem Gesicht. Manchmal wünsche ich mir, ich könnte normal sehen wie jeder Mensch auch…, wisperte sie leise dem Himmel entgegen. Dann senkte sie wieder den Blick und schaute wieder ins Gras. Farben kann ich nicht erkennen, nur Umrisse.. aber es ist besser als.. nichts…, endete sie und schwieg wieder. Ein leichter Hauch rosa lag auf ihren Wangen und immer noch fuhr ihre Hand durch das dichte Gras.

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Re: Garten

Beitragvon Felicita Teiko » Fr 14. Okt 2011, 13:44

Akira beobachtete, wie das Mädchen ihren "glöckchenlosen" Arm hob, und sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich. Sie wirkte plötzlich sehr traurig, was Akira noch neugieriger machte. Was war bloß mit diesem Mädchen? Doch der traurige Gesichtsausdruck wurde schon nach sehr kurzer Zeit wieder von dem niedlichem, verletzlichem und schüchternem Gesichtsausdruck verdrängt. Der Junge bemerkte, wie sich ein Schmetterling den dreien nährte. Er setzte sich auf Kurikuris Bauch, wo er eine Weile verweilte. Miharu konnte ihn bestimmt nicht sehen, doch im nächsten Moment hob der kleine Flattermann wieder ab, umkreiste sie und ihn, und setzte sich schließlich dem Mädchen auf den Kopf. Dieses lächelte sofort, doch dann schüttelte sie den Kopf und das kleine Insekt flog wieder weiter. Das Mädchen wirkte unglaublich zart, zerbrechlich könnte man schon beinahe meinen. Sie blickte ihn wieder mit ihrem großen, blauen Augen an. Es musste seltsam sein, jemandem entgegen zu blicken, ohne wirklich etwas zu sehen. Schließlich antwortete sie auf seine Frage und Akira merkte sofort, dass er ganz offensichtlich einen wunden Punkt erwischt hatte, was ihm auch gleich darauf sofort leid tat. Die junge Frau war schon seit ihrer Geburt blind, erzählte sie ihm. Ausserdem erklärte sie ihm, wie die Glöckchen funktionierten. Wie bei einer Fledermaus.... schoss es dem Jungen durch den Kopf, aber er veröffentlichte diese Gedanken nicht, sie könnte es falsch auffassen, und das wollte er nicht. Sie hatte ihren Arm nach ihm ausgestreckt und zeigte auf ihn. Der junge Mann wusste nicht so recht, was nun weiter geschehen würde, doch nach einem kurzen Moment senkte sie den Arm wieder und strich mit der Hand durch das Gras. Sie hob den Kopf gen Himmel und sprach, dass sie sich manchmal wünschte, wie jeder andere Menschen auch normal sehen zu können, dann senkte sie den Kopf wieder und blickte wieder hinab auf das Gras, welches immer noch von ihr gesteichelt wurde. Akira senkte nun selbst den Kopf und seufzte leise. Glaub mir, manche Dinge will man nicht sehen. Es gab einige Momente in meinem Leben, wo ich mir gewünscht hätte, dass ich nicht sehen könnte... Der Junge hatte die Stimme gesenkt und versank ein wenig in Gedanken. Vielleicht hätte mir diese Tatsache einige Dinge erspart... dachte er bei sich. Schließlich hob er wieder den Kopf. Die Sonne ging unter und es machte sich ein atemberaubendes Farbenspektakel am Himmel bemerkbar. Akira verriet Miharu dies aber nicht, es würde sie bestimmt nur noch mehr treffen, dies nicht sehen zu können. Ein eisiger Wind zog auf, und fuhr dem Chunin durch die Haare. Zum Glück trug er seine dicke Jacke, weswegen er nicht fror, aber er wusste nicht, wie es bei der Kunoichi aussah. Ausserdem wurde es nun auch langsam dunkel. Es wird langsam dunkel. Frierst du? er wollte das Mädchen auf die Tatsache mit dem Tageslicht aufmerksam machen. Vielleicht wollte sie ja schon nach hause, wenn dem so wäre würde er ihr anbieten sich nach hause zu bringen, und wenn sie fror würde er sich auch etwas einfallen lassen. Wenn sie wollte könnten die zwei auch noch etwas essen gehen. Akira wollte ungern einen weiteren Abend allein verbringen, abgesehen davon, dass dieser Abend so wie so wieder im Suff in irgendeiner Kneipe enden würde, wie eigentlich jeder Abend den er "alleine" verbrachte. Er würde dann früh morgends, wie jedes Mal, nach hause schleichen, um nicht zu wanken, dann würde er knapp eine Stunde bis zu sich nach hause brauchen, für einen Weg der gerade einmal zehn Minuten dauerte. Dann würde er sich ins Bett fallen lassen, nur um zehn Minuten später wieder durch Alpträume aus dem Schlaf zu fahren. Wie eigentlich jede Nacht. Akira blickte das Mädchen weiter an und wartete auf ihre Reaktion.
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Re: Garten

Beitragvon Anshin Miharu » Fr 14. Okt 2011, 18:09

Wieder hatte Akira ohne Unterbrechungen zugehört. Interessierte es ihn wirklich? Möglich war es. Auch schien er ihren sehnsüchtigen Ausdruck bemerkt zu haben. Und bei dem was er sagte, hielt sie in ihrer streichelnden Bewegung inne und blickte ihn wieder an. Natürlich, Akira-san… A-aber.. es gibt auch schöne Dinge.. und das alles ist bestimmt besser als gar nicht sehen zu können…, sprach sie leise und legte den Kopf etwas schief. Gibt es wirklich so schlimme Dinge…?, fragte sie ihn vorsichtig. Es hatte sie neugierig gemacht, sodass sie einfach nachhaken musste. Vielleicht würde er ja etwas mehr von sich erzählen, doch wollte die Chuunin ihn nicht so direkt fragen. Er musste wohl mal etwas sehr Schlimmes gesehen haben, da seine Stimme leiser wurde, doch verstand ihn Miharu dennoch gut – schließlich war ihr Gehörsinn besonders ausgeprägt. Auch vernahm sie das leise Schnaufen ihres Tieres auch lauter, wodurch sie wusste, dass Kurikuri noch lebte und nur schlief. Ein eisiger Wind zog auf und huschte durch Miharus Haare. Da sie nur ein Kleid trug, fasste sie sich an die Arme und rieb um sie ein wenig zu wärmen. Es war frisch geworden, worauf Miharu schloss, dass es wohl Abend wurde. Akira bestätigte dies nur und meinte es würde langsam dunkler werden, ob sie friere. Nochmals rieb sie sich die Arme und überlegte einen Moment, doch dann schüttelte sie entschlossen den Kopf, wobei wieder Blut in ihre Wangen schoss. Nei-nein, geht schon…, murmelte sie und streichelte mit einer Hand wieder das Gras. Doch der Wind war kälter als erwartet. Sie schlang die Arme um ihren Oberkörper um sich so halbwegs warm zu halten – die Blinde wollte einfach nicht zugeben, dass ihr kalt war. So schwieg sie und senkte wieder den Blick gen Gras. Auch Kurikuri umwehte der Wind und weckte ihn sogar auf. Plötzlich ging ein Auge des Chinchillas auf und überblickte kurz die Lage. Kurz darauf sprang das Chinchilla auch schon auf und drehte sich im Kreis um zu sehen wo er war – vor lauter schlafen vergaß er ganz, dass er noch auf der Wiese lag. Kuri…? Verwirrt blickte er sich um bis er Miharu erblickte. Sofort stürmte er auf sie zu und warnte sie in Gedanken schonmal mit einem lauten MIMI-CHAN! vor. Erschrocken fuhr Miharu zusammen, doch stürzte da das kleine Wesen auch schon auf sie zu und sprang auf ihren schoß. Dort kugelte es sich zusammen und gab ein leises, zufriedenes Quieken von sich. Wieder kicherte die Blinde und streichelte über das weiche, flauschige Fell ihres Chinchillas. Kurikuri hob kurz seinen Kopf und streckte dem Wind sein rosa Nässchen entgegen, dann nießte er, quiekte, zog den Kopf ein und ließ sich wieder auf dem bequemen Schoß seiner Herrin nieder. Die Chuunin selbst hatte schon damit gerechnet, dass er wieder Akira attackieren würde, doch war er wohl noch zu müde um den Fremdling überhaupt zu bemerken. Da fiel ihr ein, dass ihr Gegenüber bereits erwähnt hatte, dass sich die Tageszeit geändert hatte und es dunkel wurde. Es wird bereits dunkel..? Also Nacht? Sieht die Nacht schön… aus? Sie selbst konnte zwar nicht sehen und würde auch mit Farbbeschreibungen nichts anfangen können, doch beschrieben manche die Nacht einfach himmlisch, so dunkel, aber dennoch hell und all die Lichter in der Stadt. Gerne würde Miharu dies sehen. Aber leider war es ihr ja nicht möglich. Wieder zeigte sich ein sehnsüchtiger Ausdruck auf ihrem Gesicht, wobei sie versuchte sich auszumalen wie eine Nacht aussah. Ihr Bruder hatte ihr eine Nacht schon oft beschrieben, mit zackenförmigen Dingen (Sternen), hellen Lichtern in der Stadt und einfach einer harmonischen Ruhe. Vor allem ein Gewässer soll bei Nacht sehr schön aussehen wenn der leuchtende Kreis (Mond) auf ihn scheint und das Gewässer funkelt. Ein leises Seufzen war von Miharu zu hören als sie so vor sich hin träumte. Natürlich würde sie sich nie wirklich die Nacht vorstellen können. Dafür fehlten ihr einfach wichtige Informationen.

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Re: Garten

Beitragvon Felicita Teiko » Fr 14. Okt 2011, 18:47

Miharu schien bemerkt zu haben, dass Akira wohl nicht gerade sein ganzes Leben lang friede freude Eierkuchen erlebt hatte. Sie sprach, dass etwas zu sehen immer noch besser wäre, als nichts zu sehen, auch wenn es schlimme Dinge waren, die man manchmal sah. Akira musste bei diesen Worten lächeln. Vielleicht hatte das Mädchen recht. Wenn man sehen konnte, konnte man sowohl schöne als auch schlimme Sachen sehen, doch meist hielten sich diese beiden Fakten die Waage. Akira wusste nicht, ob es bei ihm auch im Gleichgewicht wäre, oder ob er mehr schlimme Dinge gesehen hatte, oder sie vielleicht auch einfach nur erlebt hatte, oder ob es mehr schöne Dinge waren, die er gesehen hatte. Er wusste es nicht genau. Das Mädchen legte den Kopf schief, und fragte, ob es wirklich so schlimme Dinge gab. Akira wusste nicht genau, wie er darauf antworten sollte. Es gab viele schlimme Dinge, die ein Menschen sehen konnte, Dinge, die man lieber nicht sehen wollen würde und in seinem Leben gab es des öfteren solche Dinge. Ja, es gibt solche schlimmen Dinge. Aber ich spreche über solche Dinge, die zumindest meine Vergangenheit und sowas angeht ungern... du würdest ein falsches Bild von mir bekommen. sprach er schließlich und hoffte, dass sie dies verstand. Wenn man seine Vergangenheit kannte, würde man ihn wohl für einen total kranken Psycho halten, der einfach... ein total kranker Psycho ist. Und sein Verhalten dem Mädchen gegenüber und grundsätzlich sein, ja doch recht freundliches Verhalten, gegenüber anderen Menschen gegenüber würde dann garnicht mehr ins Bild passen. Vermutlich würde es das Mädchen sogar auch noch erschrecken, würde er über solche schlimmen und unschönen Dinge reden und das wollte er nicht. Als er sie schließlich fragte, ob ihr kalt wäre, schien sie ihn ein wenig zu beschummeln, und meinte, es würde schon gehen, und das, obwohl sie sich selbst an die Arme fasste und diese rieb, damit sie wärmer würden. Es war ein niedlicher Versuch, es verstecken zu wollen, nur leider konnte Akira sehr gut sehen, und konnte somit auch sehen, dass sie fror. Akira lächelte abermal leicht, stand dann auf, zog sich seine Jacke aus und legte sie dem Mädchen um die Schultern, danach setzte er sich im Schneidersitz wieder vor sie. Auch wenn du's nicht zugeben willst, du frierst! Ich hoffe meine Jacke ist ein bisschen wärmer. sagte er schließlich halb grinsend, halb lächelnd und halb ein wenig lachend. Er selbst hatte nun obenrum nur noch sein T-shirt an. Aber er fror nicht. Erst als er nun seine Jacke an ihr betrachtete, die er ihr um die Schultern gelegt hatte, fiel ihm die Beule in der Tasche auf, woraufhin ihm wieder einfiel, dass in dieser ja noch ein Apfel war. Plötzlich bemerkte Akira, wie hinter der Kunoichi, da wo Kurikuri lag, sich das Tierchen plötzlich bewegte und sich auf Miharu stürzte. Diese zuckte zusammen, noch bevor das kleine Wesen sie erreicht hatte. Für einen kurzen Moment, noch während der kleine Chinchilla rannte, fürchtete sich der Junge um sein Ohr und zuckte selbst kurz zusammen. Doch Kurikuri kugelte sich schließlich nur in den Schoß des Mädchens und quiekte zufrieden. Kurz streckte er die Nase in die Luft und nieste. Die Kunoichi kicherte wieder und streichelte ihr Tierchen. Schließlich fragte sie ihn, ob es bereits Nacht wäre und ob diese schön sei. Mit der letzten Frage fühlte sich Akira leicht überfordert. Wie sollte man einer Blinden erklären, wie die Nacht aussah, einem Menschen, der nicht weiß, wie Farben aussehen? Die einzige Farbe, die sie kannte, war schwarz. Akira überlegte eine Weile ehe er antwortete. Hm... wenn man allein ist kann die Nacht ganz schön einsam sein. entgegnete er. Und ohne Lichtquelle und wenn dazu noch der Himmel bewölkt ist, sehr dunkel. Aber ansonsten... ansonsten kann sie schon recht schön sein. Sie wirkt geheimnissvoller als der Tag. Doch die Nacht kann auch sehr viel unentspannter sein als der Tag. Es kommt halt drauf an, wo man sich befindet. sagte er schließlich. Er musste lächeln. Er selbst verbrachte doch die Nächte meist nur an irgendwelchen Tresen, wo er ein alkoholisches Getränk nach dem andren in sich rein kippte und schließlich erst den frühen Morgen mitbekam, welchen er aber auch sehr schnell wieder vergaß. Es war heute das erste Mal seit unglaublich langer Zeit, dass er mal Nachts beziehungsweise spät Abends, nicht alleine war und auch mal an einem ruhigem Ort war. Die Sonne war mittlerweile komplett untergegangen. Das Mädchen vor ihm fror und müsste wohl auch eigentlich nach hause, so langsam. Er wusste aber selbst, dass es nicht unbedingt ungefährlich wäre, als Mädchen, welches auch noch so niedlich und schutzlos aussah und wirkte, Nachts allein durch die Straßen zu gehen. Wenn du willst kann ich dich auch mit nach hause begleiten, vorrausgesetzt du möchtest schon nach hause. Ich weiß halt nur, dass es genügend Idioten gibt, die die Situation aussnutzen wollen würden, wenn eine junge Frau wie du allein durch die Straßen geht, so spät abends. Akira kam sich leicht dämlich vor. Miharu war zwar blind, aber immerhin noch eine Kunoichi, weswegen sie sich eigentlich, im Notfall, auch verteidigen könnte, nahm sie an. Man kann eine solche Situation ja, soweit es eben geht, nach Möglichkeit gleich verhindern. fügte er noch hinzu, damit es nicht ganz so dämlich rüberkam. Nicht, dass das Mädchen nun dachte, dass er dachte, dass sie komplett schutzlos sei.
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Re: Garten

Beitragvon Anshin Miharu » Fr 14. Okt 2011, 23:22

Akira bejahte dass es schlimme Dinge gab, sehr schlimme sogar. Ebenso meinte er, dass er nicht gerne über solche Dinge sprach, jedenfalls über solche Dinge die seine Vergangenheit betrafen, da Miharu sonst ein falsches Bild von ihm bekommen würde. Wieder legte die Chuunin den Kopf schief und schaute ihn interessiert an, doch merkte sie, dass er dieses Thema wirklich nicht weiter vertiefen wollte und so drängte sie ihn auch nicht. Im Gegenteil. Sie nickte nur kurz und streichelte nochmal kurz Kurikuri. Aber aus seinen Worten konnte sie erkennen, dass er es vielleicht auch nicht so leicht gehabt hatte. Was ihm wohl Schlimmes wiederfahren wahr? Wieder ging ein eisiger Wind, wodurch sich die Blinde wieder die Arme reiben musste um die Kälte ein bisschen zu vertreiben. Ihr Gegenüber schien es zu merken, denn er stand auf, zog seine Jacke aus und legte sie ihr um die Schultern, wodurch sie wieder rot anlief. Doch war die Jacke außerordentlich warm, wodurch Miharu zufrieden seufzte und sich leicht in die Jacke reinkuschelte, obwohl es gar nicht ihre war. A-arigato… Akira-san… aber.. das wäre doch nicht nötig gewesen so kalt… Doch brach sie ab. Es hatte keinen Sinn mehr. Man hatte wohl gesehen, dass ihr kalt war und nun war ihr ja warm. Also ließ sie es einfach. Sie zog die Jacke weiter über ihre Schultern und steckte ihre Arme in die Ärmel hinein, doch war die Jacke – natürlich – viel zu groß. Wieder kicherte sie kurz, doch war ihr nicht mehr kalt. Aber Moment: ihr war nicht kalt, aber was war mit ihm? Akira-san… ist dir nicht kalt..?, fragte sie ihn. Schließlich war es seine Jacke und würde er frieren dann würde Miharu ihm die Jacke sofort zurück geben. Lieber würde sie frieren als er, es war ja auch seine Jacke die sie nun trug. Wieder dachte sie an die Nacht. Die Blinde hatte ja die Frage an ihre neue Bekanntschaft gestellt, ob die Nacht schön wäre. Es war still. Überlegte er? Anscheinend. Kurz darauf setzte er zur Antwort an und meinte, dass die Nacht ganz schön einsam sein kann wenn man alleine ist. Dies kannte Miharu nur zu gut. Aber sie fühlte sich auch am Tag einsam wenn sie alleine war. Doch irgendwie war für die Blinde doch immer finstere Nacht, dadurch, dass sie sowieso nur schwarz sah. Er fuhr weiter, dass die Nacht sehr dunkel sein kann. Also.. schwarz..?, fragte die Chuunin vorsichtig hinein. Nur ungern unterbrach sie ihn, aber sie musste dies wissen. Würde er es bejahen, würde es heißen, dass auch Miharu die Nacht sehen konnte und dies ständig? Kurz freute sie sich innerlich, doch nicht lange, da diese Schwärze nichts Schönes war – also war es die Nacht es auch nicht wenn es dunkel war, so ganz ohne Licht? Die Nacht konnte jedoch auch schön sein und geheimnissvoller als der Tag, wie auch unentspannter, je nachdem wo man sich befand – fuhr Akira fort. Miharu hörte interessiert zu. Ja, dies interessierte sie wirklich. Aber dabei hatte er gar nichts von den funkelnden Zackendingern und dem leuchtenden Kreis erzählt. Und genau das hatte Miharu interessiert, wobei sie nun auch interessierte, ob die Nacht schwarz war, so ohne Lichtquellen. Wieder diese Stille, dann setzte erneut seine Stimme an. Er bot sich ihr an sie nach Hause zu bringen – wenn sie denn schon wölle. Es würde viele Idioten geben, die diese Situation – ein blindes, hilfloses Mädchen alleine auf dem Nachhauseweg – ausnutzen würden. Irgendwie klang das für die Blinde wirklich doof. Dachte er, sie wäre ganz hilflos? Wobei, eigentlich war sie dies auch. Aber Kurikuri nicht. Und wenn dieser wütend war… Ein leichtes Lächeln zierte ihre Lippen, dann sprach Akira nochmal. Wieder nickte Miharu und hob ihre Arme um sich kurz zu strecken, als ihr die Beule in der Jackentasche auffiel. Ihren Blick hatte sie gen Akira gerichtet, doch tastete ihre Hand zur Jackentasche, öffnete diese und holte etwas heraus. Kurz tastete die Blinde mit ihrer Hand daran, ehe sie erkannte was es war und ein fröhlicher Gesichtsausdruck sich zeigte. Ein.. Apfel!, erkannte sie das Obst. Ein leichtes Grummeln war zu vernehmen – ihr Bauch meldete sich. Wieder lief sie rot an und steckte den Apfel zurück in die Tasche, während sie die andere Hand auf ihren Bauch presste. Hehe.. ehm.. ja.. ich glaube, ich sollte solangsam wirklich nach Hause gehen… mein Bauch meldet sich jetzt auch schon… Die Hand, die auf ihrem Bauch gelegen hatte rutschte weiter herunter auf Kurikuris kleinen Körper und rüttelte kurz an diesem. Nichts rührte sich, also tat sie es nochmal, bis sich das kleine Tierchen streckte und herzhaft gähnte. Kuri-kun…, murmelte Miharu leise, .. wir müssen gehen.. Sofort war das Chinchilla hellwach. Gerade war es noch wie tot da gelegen. Im nächsten Moment aber war es aufgesprungen und hatte sich auf die Schulter Miharus gesetzt. Kurz schnupperte es in der Luft herum, dann merkte es, dass es einen anderen „Boden“ unter den Pfoten spürte. Erschrocken sprang es auf, doch hielt es sich an Miharu fest und blieb auf deren Schulter. Kurikuri!! Was ist das? Wem gehört die? Diesem Typ?! Aber.. warum hast du sie an?! Mimi-chan!, legte er auch schon gedanklich los. Miharu ging nicht darauf ein und erhob sich langsam. Erkläre ich dir nachher., gab sie gedanklich zurück. Sie verneigte sich kurz, wobei sich Kurikuri fest an ihre Schulter krallte. Ehm… ich glaube du hast recht also… begleitest du mich nach Hause..? Es ist auch nicht.. weit.. Und wenn du willst kannst du auch mit uns … essen…, murmelte sie verlegen und scharrte leicht mit ihrem Fuß im Gras herum ohne den Boden zu zerstören. Wieder wurde sie leicht rot und hob ihre Hände. Und wieder knurrte ihr Magen, der ihre Wangen nur noch röter werden ließ.


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