--> Bibliothek[Trainingspost für Raiton: Ryusei | 25% durch Lehrerbonus | 591 Wörter notwendig]
Sora hatte nichts gegen den von mir gewählten Trainingsplatz einzuwenden und so machten wir uns direkt auf den Weg. Der Trainingsplatz hier war vollkommen leer, so wie erhofft, und wir sollten uns gefahrlos austoben können. Ich nickte auf seinen Vorschlag, am Ufer zu bleiben, schlicht und wartete, bis er seinen Mantel abgelegt hatte. Kurz stach mir die auffällige Zeichnung auf seinem Shirt ins Auge. Ich könnte hier mehr hinein interpretieren, aber die meisten Kleidungsstücke aus dem Laden sollten einfach nur gut aussehen. Auf seinen Plan hin nickte ich wieder – C-Rang war ein gutes Einstiegsniveau für mich. Es gab noch einfachere Techniken und mit diesen wurde ein neues Element meist erlernt, aber ich war zuversichtlich und trat einen Schritt vom Wasser weg, als er Fingerzeichen formte. Sein Lächeln erwiderte ich nun nicht mehr, sondern beobachtete Konzentriert seine Bewegungen. Fingerzeichen wie üblich, dann begann das Raitonchakra in seiner Hand zu zucken. Ich erwartete, das es sich irgendwie entlud, aber stattdessen wandte er den Arm gen Himmel und das Chakra folgte. Entfernte sich von seiner Hand und verharrte mitten in der Luft. An dieser Stelle meinte er, das das jetzt der schwierigste Teil der Technik war. Das konnte ich mir durchaus vorstellen... die zu kontrollierende Chakramasse war doch ganz schon weit entfernt. Damit hatte ich keinerlei Erfahrung. Binnen eines Wimpernschlags wurde aus der Raitonkugel ein Blitz, welcher ins Wasser schoss und sich dort kurz ausbreitete. Er ließ mir noch eine weitere wichtige Information zukommen – der zu erwartende Verletzungsgrad – dann bot er mir das Du an. „
Gerne.“, stimmte ich dem zu. „
Ich glaube, ich hab soweit alles. Die Technik sieht gut aus. Ich stelle mir nur die Konzentration des Raitonchakras so weit entfernt schwierig vor.“ Eine derartige Entfernung zwischen dem Chakra und mir gab es weder bei meinen bisherigen Medicjutsus, noch bei den Katontechniken. Jede davon wurzelte bisher in mir und/oder musste nach dem aussenden nicht mehr weiter kontrolliert werden. „
Stimmten die Fingerzeichen?“, meinte ich und formte sie einmal so, wie ich sie wahrgenommen hatte. An der Geschwindigkeit und Sauberkeit der Ausführung sollte nichts zu bemängeln sein, eventuell hatte ich allerdings ähnliche Zeichen in der Seitenansicht verwechselt.
Sollte alle stimmen, würde ich ans Wasser herantreten. „
Es könnte Querschläger geben.“, warnte sich meinen Lehrer vor – es war merkwürdig wieder einen Lehrer zu haben, aber im Elementarbereich konnte ich diesen brauchen. Ich schloss die Augen und konzentrierte mich. Es war schon lange her, das ich versucht hatte ein neues Element in mir zu wecken, und es dauerte eine Weile bis ich mich wieder so tief in mein Chakra eingefühlt hatte. Ich musste das ganze Feuer in mir zur Seite schieben, die damit verbundenen Emotionen und Erfahrungen, um an die Blitze zu kommen. Ohne es wirklich zu merken hatten meine Hände ein unterstützendes Fingerzeichen für diesen Vorgang geformt, das ich jetzt wieder löste. Dann formte ich die Fingerzeichen für die neue Technik, Raiton: Ryusei, und streckte die Hand vor mir aus. Ich spürte die Blitze um meine Finger springen. Ich stand unter Strom und zeitgleich fühlten sich meine Hände ein wenig taub an, aber ich registierte noch etwas anderes. Wärme. Katon hatte sich in die Technik gemischt und unterbewusst erhöhte mein Körper den Anteil immer mehr. Feuer, das war ich gewohnt. Es kostete mich einige Konzentration wieder eine reine Rationchakramasse hinzubekommen. Und ich brauchte auch eine entsprechende Menge. Und dann kam der eigentlich gefährliche Moment. Ich hob die Chakrakugel langsam, in einem sanften Bogen, über meinen Kopf. Ich versuchte sie dabei zu lösen, wie einen Ballon aufsteigen zu lassen, aber sie schien regelrecht an meiner Hand festgewachsen zu sein. Ich versuchte sie von meiner Handfläche abzustoßen und nach oben zu befördern – im nächsten Moment knallte es und das Chakra war weg. Ich nahm die Hand wieder runter und blickte auf die etwas verrußte Handfläche. „
Dann eben ein Kurzschluss.“, kommentierte ich das Ergebnis pragmatisch.
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