Postgruppe: Deeptalk (Reto + Kotetsu)
Nun, dass dieses Gespräch doch in Richtung intensiveres Gespräch über die Vergangenheit werden sollte, war einerseits zu erahnen gewesen, denn wenn man über den einen Sprach, stellte dieser auch irgendwann Fragen über den anderen und so würde wohl eines zum anderen führen. Doch ich rechnete nicht damit, dass ich so schnell wieder mit meiner Vergangenheit konfrontiert werden würde. Also blieb ich in Gedanken lieber erst einmal dabei, dass ich seine Narbe vorhin sexy genannt hatte, was Reto einfach so hinnahm ohne groß darauf einzugehen. Allerdings hob sich dessen Augenbraue doch merklich, was mich grinsen ließ. "Was denn?“, grinste ich und tat ein wenig unschuldig, was ich wirklich nicht war, wenn man mich genauer kannte und mich auch genauer betrachten würde.
Dann folgte dieses Vielleicht und ich hob die Augenbraue, sah seitlich zu ihm und schüttelte dann den Kopf, als er meinte er sei einfach zu langsam gewesen. "Quatsch..“, meinte ich dann und grinste wieder etwas. Bei den folgenden Worten, musste ich mir das Lachen ja dann doch verkneifen, als er meinte, ich würde viel reden. “Hab nie behauptet, dass ich der ruhige Typ bin..“, grinste ich breit als er meinte, ich würde viel reden. Dann hinzufügte, dass aber nicht alles davon falsch war. "Ach.. aber auch nicht alles richtig?“, bohrte ich dann natürlich nach und grinste noch immer, nach meinem vorherigen Lachausbruch. Danach war ich wohl derjenige der etwas fieser wurde, als ich nachhakte, was in seinem Kopf vor sich ging. Retos Antwort darauf war eindeutig. "Du bist ziemlich direkt...“, ich nickte. "Jaaa.. das bin ich. Wieso sollte ich auch um den heißen Brei herumreden?“, fragte ich ihn dann und legte den Kopf schräg, um ihn anzusehen.
"Hab auch nicht behauptet, dass du ständig woanders bist. Ich sagte nur, dass dein Blick hier ist, du aber ganz wo anders…“, grinste ich. "Damit ist nicht ständig gemeint.. aber gerade dann wenn man dir ansieht, dass du nachdenklicher wirst.. dann.. scheint es so, als würdest du in Gedanken abdriften..“, erklärte ich nochmal genauer und lächelte dann. "Naja.. oft genug.. ist schonmal… ein Anfang es sich einzugestehen.. okay… akzeptiere ich..“, ich nickte. Dann wurde es kurz etwas ruhiger, bevor Reto wieder anfing. Man gewöhne sich das Nachdenken nicht einfach ab. Nicht nach dem was er erlebt hatte. Weil er auch nur ein Mensch war. Egal mit welchen äußerlichen Merkmalen.
Als sich unsere Blicke wieder trafen, durch die Sonnenbrille natürlich, sprach er weiter. Ich kannte dieses Gefühl, dieses wovon er sprach. So hatte ich mich zuletzt als Teenager gefühlt. Hilflos, verloren, nicht wissend, was mich erwarten würde. Und manchmal, war da auch die Todesangst gewesen, sodass ich diese Worte doch gut nachvollziehen konnte. Also wurde ich ebenfalls ruhiger und atmete nachdenklich ein.. und dann nach wenigen Sekunden wieder aus. Dann nickte ich. "Ich verstehe es..“, sagte ich dann, sodass er verstand, dass ich zugehört hatte. Die Falten in seinem Gesicht angesprochen, grinste ich dann wieder etwas. "Hmm.. nicht unbedingt, ich würd dich auch mit Falten nehmen..“ lachte ich dann und schaute kurz rüber zu den Waschmaschinen.
"Und.. es ist nie zu spät dafür sein Leben in eine andere Bahn zu schieben… wir wandeln auf vielen Wegen in unserem Leben.. und wir sind der eigene Herr darüber, welchen wir nun schlussendlich nehmen.. such dir deinen Weg aus Reto… es liegt alleine an dir..“, meine Stimme wurde sanfter, dann dachte ich an den Morgen im Garten, als ich ein ähnliches Gespräch mit Ayato geführt hatte und dann mit Sumi. Dabei war es auch um diese Lebenswege gegangen und ich schmunzelte. Schon komisch, wenn man ein Thema ansprach, wie oft es sich am selben Tag noch wiederholen konnte. Reto beugte sich dann vor, sah zu mir und fragte, wie es mit mir sei. "Was ich?“, fragte ich dann und hörte zu, was er dazu zu sagen hatte.
Während er sprach, lehnte ich den Kopf nach hinten an und schmunzelte. Nickte dann und gab somit zu verstehen, dass er Recht hatte. Und ob ich einiges gesehen hatte. Gesehen, gefühlt, erlebt. Ich hatte so vieles in meinem inneren verbannt, über das ich nicht sprechen wollte, weil es mir schlichtweg egal geworden war und dennoch war da so viel Liebe, Hass, Trauer, dass es mir beinahe die Brust zerbersten würde, wenn ich all dies zulassen würde. Also lächelte ich knapp, nachdenklich und so dass er erkennen würde, dass seine Worte einen Nerv getroffen hatten. Als er meinte, dass ich nur anders damit umging, nickte ich wieder. "Das tue ich..“, sagte ich und mein Blick wanderte nun mit einem leichten Kopfneigen in seine Richtung.
Reto sprach weiter und nun war es an mir einfach zuzuhören. Zu lauschen, was dieser wirklich sexy, vernarbte, ganz schön dreckige Kerl so über mich analysiert hatte in unserem Gespräch. Und es brachte mich zum Schmunzeln, je mehr ich zu hören bekam. Er lehnte sich nun wieder zurück, ich folgte seiner Bewegung mit dem Kopf, meinen Blick weiter auf ihn gerichtet und als er wieder neben mir saß, lehnte ich weiter hinten an, den Kopf seitlich komplett zu ihm gedreht und kaute nachdenklich auf meiner Wangentasche herum. Wow, das hatte ich wirklich lange nicht mehr getan. Was ich daraus mache? Ja dies war eine gute Frage und mein Kopf drehte sich wieder nach vorn zu den Maschinen, welche sich immer noch unaufhörlich mit der Trommel drehten.
Reto sprach weiter, zählte Möglichkeiten auf, wie man mit Problemen umgehen konnte. Angefangen von runterschlucken, sich innerlich auffressen lassen… oder es zulassen, wobei er vermutete, dass ich nicht zu letzteren Kategorie gehörte. Dann folgte kurz Stille. Als er dieses Also aussprach, blickte ich wieder in seine Richtung, sodass mein Gesicht seinem wieder zugewandt war. Eigentlich blickten wir uns also direkt an, Schulter an Schulter. Man hätte meinen können, dass dieser Moment wohl ziemlich romantisch hätte werden können, doch an solches dachte ich wohl kaum in diesem Moment. "Bei mir..“, begann ich nachdenklich und leckte mir kurz nachdenklich über die leicht trocken gewordenen Lippen. Dann schmunzelte ich bei der letzten Frage.
"Ich weiß nicht… sag du es mir…“, sprach ich dann leiser aus als vorher, sodass das was ich nun sagte, wirklich nur für seine Ohren bestimmt waren. "Mein Vater hat mich damals windelweich geschlagen, weil ich nicht seinem ideal als Sohn entsprochen habe. Ich stand auf Männer.. und auf Frauen.. und das Dorf hat mich dafür gemieden, weil ich mich in einen Jungen verliebt hatte. Und meine sogenannten Freunde waren auf einmal nicht mehr meine Freunde. Man nannte mich krank, abartig.. und all solche Sachen.“, begann ich und lächelte. "Ich hatte eine kleinere Schwester… Mariko. Sie litt an einer Krankheit, die man nicht heilen konnte und starb schon recht früh. Sie war die einzige, die mich damals verstanden hat, auch wenn sie noch sehr jung war. Sie nahm mich so wie ich war und immer noch bin. Was mich damals schon bestärkt hat auch genau so weiter zu machen wie bisher.“, sprach ich weiter und meine Gedanken glitten langsam ab.
"Ich hab damals das Marionettenspiel gehasst.. mein Vater wollte allerdings, dass ich es unbedingt lerne.. also habe ich es getan, für die Familie… eine Familie die mich nicht so akzeptieren konnte wie ich war.. Also hab ich wohl versucht mich anzupassen. Als Mariko starb.. fing ich an meine erste Marionette zu bauen.. die Puppe Mariko..“, ich schmunzelte. Doch das Schmunzeln flammte ab. "Mein Vater nannte mich geschmacklos und hat versucht sie zu verbrennen.. danach bin ich aus meiner Heimat.. vor meinen Eltern geflohen.. und ..etwa ein Jahr später wurde Suna zerstört. Meine Eltern sind wahrscheinlich beide dabei umgekommen und es könnte mir nicht egaler sein..“, beendete ich meinen Satz und dachte nach. Meine Stimme noch immer ruhig, zwar nachdenklich aber ohne große Emotionen.
"Die einzige der ich nachgetrauert habe ist Mariko.. weil sie so jung gehen musste… aber das konnte man nicht verhindern.. und ich hab damit abgeschlossen, indem ich ihre Marionette fertiggestellt habe und diese als meine Hauptwaffe benutze..“, meine Lippen bildeten nun ein ehrliches Lächeln. "Ich weiß nicht wie ich deiner Meinung nach damit umgehe.. vielleicht ignoriere ich manche Dinge… aber ich bin mir auch nicht zu Schade darüber zu sprechen. Du hast gefragt, ich geantwortet.. aber man brauch bei gewissen Themen auch keine Gefühle von mir erwarten. Meine Mutter tat mir im Grunde Leid, weil sie nie aus dieser Ehe und diesem Tyrannenhaushalt entkommen konnte und doch war ich lange Zeit sauer auf sie, weil sie nie etwas getan hat gegen das Leid.. weil sie mich eigentlich auch so mochte wie ich war.. ich war immerhin ihr Sohn.. aber, das ist Vergangenheit… und wie gesagt, ich trauere nicht mehr. Nostalgisch.. das werde ich eventuell mal..“, lachte ich dann und noch immer lag mein Kopf in Retos Richtung gedreht angelehnt.
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Minato aka Chris
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Wäscherei
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Re: Wäscherei

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Re: Wäscherei
Kotetsu & Reto
Reto hatte ihn die ganze Zeit über angesehen, nicht starr, nicht fordernd, sondern auf diese ruhige, beinahe prüfende Art, die ihm eigen war. Während Kotetsu sprach, rührte er sich kaum, nur seine Finger bewegten sich hin und wieder um den inzwischen lauwarmen Kaffeebecher, als würde er sich daran erinnern müssen, dass er noch hier saß und nicht längst irgendwo anders war. Und genau das war es, was sich veränderte, je länger der andere redete. Dieses leichte Abdriften, das Kotetsu vorhin angesprochen hatte, war da – aber diesmal war es kein Weglaufen. Es war eher ein stilles Hineinhorchen. Als Kotetsu begann, wirklich zu erzählen, veränderte sich etwas in Retos Haltung. Kaum sichtbar, aber da. Seine Schultern spannten sich einen Moment an, nicht abwehrend, eher… aufmerksam. Seine Augen blieben ruhig auf ihm, auch wenn sich der Blick kurz senkte, als hätte er verstanden, dass das hier kein beiläufiges Gespräch mehr war. Kein lockeres Geplänkel. Kein Flirt, den man mit einem schiefen Grinsen abtun konnte. Das hier war roh. Ehrlich. Und vor allem freiwillig. Er unterbrach ihn nicht. Nicht einmal, als seine Worte gehaltvoller wurden und in eine Tiefe gingen, die der Senju sehr bewusst aus ihm herausgelockt hatte.
Der Moment, in dem Kotetsu von seinem Vater sprach, ließ Retos Kiefer sich minimal anspannen. Kaum merklich, aber es war da. Diese Art von Gewalt kannte er. Nicht die gleiche Geschichte, nicht die gleichen Umstände – aber das Prinzip war ihm vertraut. Erwartungen. Druck. Formen, in die man gezwungen wurde, bis man entweder brach oder sich selbst verlor. Sein Blick blieb ruhig, aber wacher. Präsenter. Gut, er wollte sich nicht vergleichen. Das war nicht richtig und sollte es auch nie sein. Jedes Schicksal war besonders und einzigartig, wenngleich es Parallelen geben mochte die man ziehen konnte um Verständnis oder Empathie aufzubringen. Als Mariko erwähnt wurde, glitt sein Blick für einen Atemzug zur Seite, nicht aus Desinteresse, sondern eher, weil er den Raum dafür ließ. Manche Erinnerungen brauchen Platz. Er kannte das. Und als Kotetsu von der Marionette sprach, von dem Versuch, etwas festzuhalten, das längst verloren war, zog Reto ganz leicht die Luft ein. Kein hörbares Geräusch, eher eine Reaktion seines Körpers, bevor sein Verstand sie einordnen konnte. Innerlich aber dachte er für sich nach, während er den anderen Lehrer anschaute. 'Wir alle haben unsere Mechanismen, unsere Wunden. Er ist gut darin, seine hinter dieser glitzernden Fassade zu verstecken, aber es hat nicht lange gedauert, dass das Gespräch tiefer wurde und er sich geöffnet hatte. Eine Erkenntnis... aber das spricht auch dafür, das er sich aktiv damit beschäftigt hat und es nicht wegdrückt wie viele andere bunte Vögel es tun würden...' Er sagte immer noch nichts.
Und er ließ ihn sprechen - bis zum Ende.
Erst als Kotetsu verstummte und dieses leise, fast schon gelassene Fazit hinterließ, blieb es für einen Moment still zwischen ihnen. Die Maschinen summten weiter, das leise Drehen der Trommeln war plötzlich das einzige Geräusch im Raum. Reto ließ den Blick noch einen Moment auf ihm ruhen, bevor er langsam ausatmete. Nicht schwer. Nicht gequält. Eher… bewusst. Er ließ die Worte sacken und gab dem Anderen auch die Gelegenheit, sich wieder zu fassen - sicherlich war er äußerlich gefasst aber man konnte gerade ja perfekt sehen, dass das Innenleben und Außenleben nicht immer identisch waren. „…Du erzählst das, als würdest du über jemanden sprechen, den du mal gekannt hast.“, sagte er schließlich ruhig. Keine Wertung in seiner Stimme. Kein Mitleid. Nur eine Feststellung. Für ihn wirkte es so als hätte Kotetsu sich ein wenig distanziert von dem, der er einst war. Sein Blick wanderte kurz über Kotetsus Gesicht, blieb einen Moment an dessen Lächeln hängen, bevor er leicht den Kopf neigte. „Nicht kalt… eher… abgelegt.“, fügte er leiser hinzu, als würde er seine eigenen Worte noch einmal prüfen, bevor er sie stehen ließ. Er lehnte sich ein Stück zurück, die Schulter noch immer leicht an Kotetsus, als wäre das längst selbstverständlich geworden. „Ich glaub dir, dass du damit abgeschlossen hast...“, fuhr er fort, diesmal etwas langsamer. „Aber das heißt nicht, dass es nichts mehr mit dir macht.“ Seine Stimme blieb ruhig, fast schon sachlich, aber nicht distanziert. Eher ehrlich. Ein kurzer Moment verging, in dem er ihn einfach ansah, ohne sofort weiterzusprechen. Dann zog sich ein ganz leichtes, kaum sichtbares Schmunzeln über seine Lippen. „Und deine Art damit umzugehen… passt zu dir. Nicht verstecken. Nicht beschönigen... das ist ehrlicher als die meisten Wege.“ Sein Blick wurde einen Hauch schärfer, nicht unangenehm, eher interessiert. ein Blick glitt für einen Moment zur Waschmaschine, in der sich noch immer schwache Glitzerreste zwischen der Wäsche bewegten, bevor er leise durch die Nase ausatmete. Das Kugutsu no Jutsu... Reto erinnerte sich an einige Puppenspieler, gegen die er damals gekämpft hatte, als Konohagakure noch existierte. „Marionetten… Puppen... ein Grundsatzversuch für die Ewigkeit, hm? Man hält fest, was man nicht verlieren will. Jeder macht das - egal woher er kommt. Aber wir haben alle unsere Techniken dafür entwickelt, wie wir es tun.“, murmelte er dann nachdenklich, als würde er das Wort für sich selbst noch einmal greifen. Das war kein Urteil oder Kritik. Es war ein Wiedererkennen. Dann sah er wieder zu ihm, etwas direkter diesmal. „Ist besser, als so zu tun, als wäre es nie da gewesen.“ Für einen Moment wirkte es fast so, als würde er noch mehr sagen wollen, doch stattdessen ließ er den Gedanken los. Seine Hand ruhte locker auf seinem Oberschenkel, die Finger entspannt, während sein Blick ruhiger wurde.
Er schien zu überlegen, ob er weitersprach, aber er tat es dann doch - jedoch erkannte man die kurze zu künstliche Pause. Reto hatte nachgedacht, ob er so weit gehen sollte, aber er tat es dann doch. „Und was deinen Vater angeht…“ Er brach kurz ab, als würde er überlegen, wie er den Satz überhaupt zu Ende führen wollte. Dann schüttelte er leicht den Kopf. „Man schuldet niemandem, so zu sein, wie er es erwartet.“ Seine Stimme war dabei fester geworden, nicht laut, aber klar. „Schon gar nicht, wenn der Preis dafür ist, sich selbst zu verlieren. Meine simple Meinung als alter vernarbter Typ.“ Ein kurzer Blick, direkt, ohne Ausweichen. Natürlich hatte er weit zuvor die Koketterie des Anderen bemerkt, aber er war nicht darauf eingegangen. Aber das hieß nicht, das er es vergessen hatte. Er überlegte. Sein Blick blieb noch einen Moment auf ihm liegen, bevor sich wieder dieses leise, kaum merkliche Schmunzeln zeigte. „Und ganz ehrlich…“ Seine Stimme wurde wieder etwas lockerer, nicht mehr ganz so schwer. „…dass du jetzt hier sitzt, redest wie ein Wasserfall und mir nebenbei Glitzer aufdrängen willst…“ Ein kaum hörbares, trockenes Lachen folgte. „…passt irgendwie besser zu dir als alles andere, was du gerade erzählt hast. Heißt aber nicht, dass das andere nicht genauso dazugehört. Es gehört dazu, aber es bestimmt einen nicht. Und du hattest die Kraft zu gehen. Das hat nicht jeder.“ Ein stilles Kompliment, eingetütet in ein paar warme Worte.
Sein Blick blieb noch einen Moment auf ihm liegen, bevor sich ganz leicht eine Augenbraue hob, kaum mehr als ein angedeutetes Zucken, als ihm diese beiläufig eingeworfene Bemerkung wieder einfiel. „Ah, und was das Andere angeht…“, setzte er dann ruhig nach, seine Stimme eine Spur tiefer, nicht schwer, eher bewusst gesetzt. Sein Blick glitt dabei kurz über Kotetsus Gesicht, blieb einen Atemzug länger dort hängen, als nötig gewesen wäre, bevor er wieder in dessen Richtung zurückfand. „Du würdest mich also 'trotzdem' nehmen, ja…?“ Kein offenes Grinsen, kein breites Ausspielen dieser Worte – eher dieses leise, trockene Unterton-Schmunzeln, das man bei ihm schnell übersah, wenn man nicht genau hinsah. Seine Finger trommelten einmal leicht gegen seinen Oberschenkel, bevor er den Kopf minimal zur Seite neigte. „Mutige Aussage für einen glitzernden Mann ohne Schuhe.“, fügte er dann hinzu, fast beiläufig, aber da lag etwas dahinter. Kein Spott, kein Abblocken. Eher ein vorsichtiges Annehmen, ohne sich komplett darauf einzulassen. „Vor allem, wenn du schon festgestellt hast, dass ich… nicht ganz so unkompliziert bin.“ Ein kurzer Atemzug, dann wich das Schmunzeln nicht ganz, wurde nur ruhiger. „Aber… ich merk’s mir.“ Keine Absage. Kein 'Oh Gott, nein' - ein simples Rückspiel.
Reto hatte ihn die ganze Zeit über angesehen, nicht starr, nicht fordernd, sondern auf diese ruhige, beinahe prüfende Art, die ihm eigen war. Während Kotetsu sprach, rührte er sich kaum, nur seine Finger bewegten sich hin und wieder um den inzwischen lauwarmen Kaffeebecher, als würde er sich daran erinnern müssen, dass er noch hier saß und nicht längst irgendwo anders war. Und genau das war es, was sich veränderte, je länger der andere redete. Dieses leichte Abdriften, das Kotetsu vorhin angesprochen hatte, war da – aber diesmal war es kein Weglaufen. Es war eher ein stilles Hineinhorchen. Als Kotetsu begann, wirklich zu erzählen, veränderte sich etwas in Retos Haltung. Kaum sichtbar, aber da. Seine Schultern spannten sich einen Moment an, nicht abwehrend, eher… aufmerksam. Seine Augen blieben ruhig auf ihm, auch wenn sich der Blick kurz senkte, als hätte er verstanden, dass das hier kein beiläufiges Gespräch mehr war. Kein lockeres Geplänkel. Kein Flirt, den man mit einem schiefen Grinsen abtun konnte. Das hier war roh. Ehrlich. Und vor allem freiwillig. Er unterbrach ihn nicht. Nicht einmal, als seine Worte gehaltvoller wurden und in eine Tiefe gingen, die der Senju sehr bewusst aus ihm herausgelockt hatte.
Der Moment, in dem Kotetsu von seinem Vater sprach, ließ Retos Kiefer sich minimal anspannen. Kaum merklich, aber es war da. Diese Art von Gewalt kannte er. Nicht die gleiche Geschichte, nicht die gleichen Umstände – aber das Prinzip war ihm vertraut. Erwartungen. Druck. Formen, in die man gezwungen wurde, bis man entweder brach oder sich selbst verlor. Sein Blick blieb ruhig, aber wacher. Präsenter. Gut, er wollte sich nicht vergleichen. Das war nicht richtig und sollte es auch nie sein. Jedes Schicksal war besonders und einzigartig, wenngleich es Parallelen geben mochte die man ziehen konnte um Verständnis oder Empathie aufzubringen. Als Mariko erwähnt wurde, glitt sein Blick für einen Atemzug zur Seite, nicht aus Desinteresse, sondern eher, weil er den Raum dafür ließ. Manche Erinnerungen brauchen Platz. Er kannte das. Und als Kotetsu von der Marionette sprach, von dem Versuch, etwas festzuhalten, das längst verloren war, zog Reto ganz leicht die Luft ein. Kein hörbares Geräusch, eher eine Reaktion seines Körpers, bevor sein Verstand sie einordnen konnte. Innerlich aber dachte er für sich nach, während er den anderen Lehrer anschaute. 'Wir alle haben unsere Mechanismen, unsere Wunden. Er ist gut darin, seine hinter dieser glitzernden Fassade zu verstecken, aber es hat nicht lange gedauert, dass das Gespräch tiefer wurde und er sich geöffnet hatte. Eine Erkenntnis... aber das spricht auch dafür, das er sich aktiv damit beschäftigt hat und es nicht wegdrückt wie viele andere bunte Vögel es tun würden...' Er sagte immer noch nichts.
Und er ließ ihn sprechen - bis zum Ende.
Erst als Kotetsu verstummte und dieses leise, fast schon gelassene Fazit hinterließ, blieb es für einen Moment still zwischen ihnen. Die Maschinen summten weiter, das leise Drehen der Trommeln war plötzlich das einzige Geräusch im Raum. Reto ließ den Blick noch einen Moment auf ihm ruhen, bevor er langsam ausatmete. Nicht schwer. Nicht gequält. Eher… bewusst. Er ließ die Worte sacken und gab dem Anderen auch die Gelegenheit, sich wieder zu fassen - sicherlich war er äußerlich gefasst aber man konnte gerade ja perfekt sehen, dass das Innenleben und Außenleben nicht immer identisch waren. „…Du erzählst das, als würdest du über jemanden sprechen, den du mal gekannt hast.“, sagte er schließlich ruhig. Keine Wertung in seiner Stimme. Kein Mitleid. Nur eine Feststellung. Für ihn wirkte es so als hätte Kotetsu sich ein wenig distanziert von dem, der er einst war. Sein Blick wanderte kurz über Kotetsus Gesicht, blieb einen Moment an dessen Lächeln hängen, bevor er leicht den Kopf neigte. „Nicht kalt… eher… abgelegt.“, fügte er leiser hinzu, als würde er seine eigenen Worte noch einmal prüfen, bevor er sie stehen ließ. Er lehnte sich ein Stück zurück, die Schulter noch immer leicht an Kotetsus, als wäre das längst selbstverständlich geworden. „Ich glaub dir, dass du damit abgeschlossen hast...“, fuhr er fort, diesmal etwas langsamer. „Aber das heißt nicht, dass es nichts mehr mit dir macht.“ Seine Stimme blieb ruhig, fast schon sachlich, aber nicht distanziert. Eher ehrlich. Ein kurzer Moment verging, in dem er ihn einfach ansah, ohne sofort weiterzusprechen. Dann zog sich ein ganz leichtes, kaum sichtbares Schmunzeln über seine Lippen. „Und deine Art damit umzugehen… passt zu dir. Nicht verstecken. Nicht beschönigen... das ist ehrlicher als die meisten Wege.“ Sein Blick wurde einen Hauch schärfer, nicht unangenehm, eher interessiert. ein Blick glitt für einen Moment zur Waschmaschine, in der sich noch immer schwache Glitzerreste zwischen der Wäsche bewegten, bevor er leise durch die Nase ausatmete. Das Kugutsu no Jutsu... Reto erinnerte sich an einige Puppenspieler, gegen die er damals gekämpft hatte, als Konohagakure noch existierte. „Marionetten… Puppen... ein Grundsatzversuch für die Ewigkeit, hm? Man hält fest, was man nicht verlieren will. Jeder macht das - egal woher er kommt. Aber wir haben alle unsere Techniken dafür entwickelt, wie wir es tun.“, murmelte er dann nachdenklich, als würde er das Wort für sich selbst noch einmal greifen. Das war kein Urteil oder Kritik. Es war ein Wiedererkennen. Dann sah er wieder zu ihm, etwas direkter diesmal. „Ist besser, als so zu tun, als wäre es nie da gewesen.“ Für einen Moment wirkte es fast so, als würde er noch mehr sagen wollen, doch stattdessen ließ er den Gedanken los. Seine Hand ruhte locker auf seinem Oberschenkel, die Finger entspannt, während sein Blick ruhiger wurde.
Er schien zu überlegen, ob er weitersprach, aber er tat es dann doch - jedoch erkannte man die kurze zu künstliche Pause. Reto hatte nachgedacht, ob er so weit gehen sollte, aber er tat es dann doch. „Und was deinen Vater angeht…“ Er brach kurz ab, als würde er überlegen, wie er den Satz überhaupt zu Ende führen wollte. Dann schüttelte er leicht den Kopf. „Man schuldet niemandem, so zu sein, wie er es erwartet.“ Seine Stimme war dabei fester geworden, nicht laut, aber klar. „Schon gar nicht, wenn der Preis dafür ist, sich selbst zu verlieren. Meine simple Meinung als alter vernarbter Typ.“ Ein kurzer Blick, direkt, ohne Ausweichen. Natürlich hatte er weit zuvor die Koketterie des Anderen bemerkt, aber er war nicht darauf eingegangen. Aber das hieß nicht, das er es vergessen hatte. Er überlegte. Sein Blick blieb noch einen Moment auf ihm liegen, bevor sich wieder dieses leise, kaum merkliche Schmunzeln zeigte. „Und ganz ehrlich…“ Seine Stimme wurde wieder etwas lockerer, nicht mehr ganz so schwer. „…dass du jetzt hier sitzt, redest wie ein Wasserfall und mir nebenbei Glitzer aufdrängen willst…“ Ein kaum hörbares, trockenes Lachen folgte. „…passt irgendwie besser zu dir als alles andere, was du gerade erzählt hast. Heißt aber nicht, dass das andere nicht genauso dazugehört. Es gehört dazu, aber es bestimmt einen nicht. Und du hattest die Kraft zu gehen. Das hat nicht jeder.“ Ein stilles Kompliment, eingetütet in ein paar warme Worte.
Sein Blick blieb noch einen Moment auf ihm liegen, bevor sich ganz leicht eine Augenbraue hob, kaum mehr als ein angedeutetes Zucken, als ihm diese beiläufig eingeworfene Bemerkung wieder einfiel. „Ah, und was das Andere angeht…“, setzte er dann ruhig nach, seine Stimme eine Spur tiefer, nicht schwer, eher bewusst gesetzt. Sein Blick glitt dabei kurz über Kotetsus Gesicht, blieb einen Atemzug länger dort hängen, als nötig gewesen wäre, bevor er wieder in dessen Richtung zurückfand. „Du würdest mich also 'trotzdem' nehmen, ja…?“ Kein offenes Grinsen, kein breites Ausspielen dieser Worte – eher dieses leise, trockene Unterton-Schmunzeln, das man bei ihm schnell übersah, wenn man nicht genau hinsah. Seine Finger trommelten einmal leicht gegen seinen Oberschenkel, bevor er den Kopf minimal zur Seite neigte. „Mutige Aussage für einen glitzernden Mann ohne Schuhe.“, fügte er dann hinzu, fast beiläufig, aber da lag etwas dahinter. Kein Spott, kein Abblocken. Eher ein vorsichtiges Annehmen, ohne sich komplett darauf einzulassen. „Vor allem, wenn du schon festgestellt hast, dass ich… nicht ganz so unkompliziert bin.“ Ein kurzer Atemzug, dann wich das Schmunzeln nicht ganz, wurde nur ruhiger. „Aber… ich merk’s mir.“ Keine Absage. Kein 'Oh Gott, nein' - ein simples Rückspiel.
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Re: Wäscherei
Postgruppe: Deeptalk (Reto + Kotetsu)
Nachdem ich meine Geschichte also erzählt hatte.. zumindest die negativen Aspekte dessen, schaute ich Reto weiter an. Sprach erst einmal nicht und ließ es sacken. Er hatte mir zugehört, mich sprechen lassen und sich nicht eingemischt, was ich ihm hoch anrechnete. Auch der Moment, als er seine Haltung bewusst angepasst hatte, war mir nicht entgangen und ich sah ihn genauer an. Seine Schultern spannten an, nur einen Moment, aber auf Abwehr ging er nicht. Reto verstand, dass mir diese Themen unter die Haut gingen und schwieg, nicht weil es ihn langweilte, nein er akzeptierte es und hörte ehrlich und offen zu, was ich ihm hoch anrechnete.
Als ich über all dies sprach, sprach ich ruhig, so als würde es mich wirklich nicht mehr belangen. Vielmehr so, als würde ich als eine andere Person auf das alles hinabsehen und so war es tatsächlich. Mich wunderte es auch nicht wirklich, dass es Reto aufgefallen war, wie gleichgültig und nebenbei ich das alles erzählt hatte und so musste ich ein wenig schmunzeln, als er es auch so offen ansprach. "Ist in gewisser Maßen auch so.. ich bin nicht mehr die Person, welche ich damals war. Damals das… wie soll ich sagen… das war ich.. ja aber nicht die vollendete Version meines Selbst.. das bin ich Jetzt..“, sagte ich ehrlich und lächelte. "Ich quäle mich nicht mehr mit dem herum, was in der Vergangenheit war, was nicht bedeutet, dass ich auch heute ab und an mal eine Träne verdrücken kann, wenn es um Mariko geht. Sie war und ist immer noch meine Schwester und das wird sie auch immer sein.“, sagte ich schließlich und sah ihn ehrlich und offen an.
Reto schien mir allerdings zu glauben, dass ich mit dem alten abgeschlossen hatte, was mich etwas amüsiert schnauben ließ. "Was glaubst du denn, macht es noch mit mir?“, fragte ich ihn schließlich und mein Blick wanderte zu ihm. "Mehr als das was ich dir gerade gesagt habe, kann ich ehrlicherweise nicht dazu sagen.. ich denke ein Außenstehender, der gut beobachtet, wird sich da eher zu äußern können.. nicht wahr?“, fragte ich ihn dann und schaute ihm in dabei in die Augen. Denn ich schätzte Reto schon so ein, dass er mich gut und sicher im Blick behalten hatte, als ich sprach.
Dann schmunzelte er und gab zu verstehen, dass er meine Art der Verarbeitung auch so passend fand für mich, was mich auch Schmunzeln ließ. "Ach findest du? Wieso sollte ich es auch verstecken? Von mir aus beginne ich mit diesem Thema nur, wenn ich der Meinung bin, dass es gerade angebracht ist.. dass es helfen könnte..“, sagte ich ruhig und dachte dabei an Kurumi, als diese mir nicht erzählen konnte, dass sie von ihrem Vater geschlagen worden war. Also hatte ich ihr von meiner Kindheit erzählt und somit bekam sie Vertrauen zu mir. Doch dies erzählte ich Reto nicht.
"Ich weiß, dass ich mich damit angreifbar machen könnte, wenn ich anderen von diesen Dingen erzähle.. oder sagen wir.. denken das Menschen, die von mir mehr über meine Kindheit erfahren… ist nicht nur einmal der Fall gewesen.. allerdings.. bin ich dadurch nicht weniger oder mehr verletzlich als vorher.. ich beschönige es auch nicht was passiert ist. Es war scheiße.. mein Vater war ein Arschloch, was seine eigenen Gefühle und Probleme nicht unter Kontrolle halten konnte und die Schläge waren seine Art und Weise damit umzugehen, dass seine Tochter sterben würde.. und dass ich nicht dem idealen Bild eines Sohnes entsprach.. aber das ist ebenso Vergangenheit, wie der Teil, dass meine Mutter schlichtweg zu schwach gewesen war. In vielen oder vielleicht auch allen Bereichen..“, sagte ich dann und lächelte.
"Ja.. Marionetten… das was ich damals gehasst habe.. liebe ich heute..“, lachte ich etwas ironisch und blickte dabei zur Decke. "Aber dankbar bin ich deshalb nun auch nicht wirklich, dass mich mein Vater dazu gedrängt hat, denn erst nachdem ich mich aus diesem Leben befreit hatte, bin ich in dieser Rolle als Fädenzieher aufgegangen..“, ich hob meine Hand und ließ meine Finger wackeln, so als würde ich unsichtbare Fäden ziehen, wobei meine Ringe aneinander rieben und klimperten. Danach wurde Reto ruhiger, nachdenklicher und ich schaute zu ihm. Lächelte etwas, als er meinen Vater nochmal ansprach. "Schöne Worte… und ganz deiner Meinung… jeder ist seines Glückes Schmied und jeder sollte so sein dürfen wie er möchte… und jeder sollte lernen so sein zu können wie er möchte.. auch wenn der Weg dorthin manchmal steinig ist..“, sprach ich ruhig aus und schmunzelte etwas.
Die Aussage, dass er ein alter, vernarbter Typ war, ließ mich dann aber lachen und ich nickte dann. "Alt und vernarbt…“, ein amüsiertes Schnauben folgte. Dann ein Lachen, als er über den aufgedrängten Glitzerstaub sprach. "Hey.. nichts gegen meinen Glitzerstaub… ich liebe ihn..“, lachte ich ehrlich und nahm einen kurzen Schluck aus meiner Dose, welche sich langsam leerte. "Ich weiß… die Kraft loszulassen fehlt vielen… aber.. so reflektiert betrachtet… war es ziemlich leicht loszulassen, wenn man den Entschluss gefasst hat, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu bestimmen, wohin der Weg nun führen mag..“, sagte ich dann und schaute wieder rüber zu ihm.
Retos Augenbraue hob sich dann und ich tat es ihm gleich. "Das andere?“, fragte ich neugierig und musste dann herzlich lachen, als er meinen Spruch von vorhin wieder aufnahm. "Na klar.. alt und vernarbt… darauf steh ich am meisten..“, grinste ich frech und richtete mich ein wenig auf. "Aber.. ohne Quatsch jetzt… meine Vorlieben sind da nicht sonderlich wählerisch.. solange mein Gegenüber ein gepflegtes Auftreten hat und man sich gut versteht, kann man über alles reden.. findest du nicht? Da ist es mir persönlich egal welches Geschlecht oder Herkunft Jemand besitzt…“, ich schnaubte wieder etwas amüsiert. Somit war dieses Thema wohl auch klare Sache.
"Ich bin ein Freigeist… ohne Schuhe ist gar nicht so verkehrt… hast du es schonmal versucht?“, grinste ich und schaute runter zu seinen Schuhen und überlegte wirklich, ob ich ihm den Schuh einfach klauen sollte. Bei dem Gedanken daran, musste ich grinsen, was zu einem kurzen lachen wurde, was meine Zähne zeigte und mich wieder nach hinten lehnen ließ. "Unkompliziert ist doch auch langweilig.. und wie du siehst.. ist langweilig auch nicht so mein Fall… und..“, wieder blickte ich auf seine Füße. "Ich versuche gerade einzuschätzen, ob ich es überhaupt zur Tür schaffen würde, wenn ich dir jetzt die Schuhe klaue..“, lachte ich erneut. "Nur für den Fall, dass du dir gerade die Frage gestellt haben solltest, wieso ich lache, während ich deine Schuhe muster..“, ich grinste und trank dann die Dose leer, nahm seinen Becher, falls dieser leer wäre und stand auf um beides in den Müll zu werfen. In der Snacktüte waren noch zwei Stangen drin, sodass ich mir selbst eine zwischen die Zähne schon und Reto die andere hinhielt.
Nachdem ich meine Geschichte also erzählt hatte.. zumindest die negativen Aspekte dessen, schaute ich Reto weiter an. Sprach erst einmal nicht und ließ es sacken. Er hatte mir zugehört, mich sprechen lassen und sich nicht eingemischt, was ich ihm hoch anrechnete. Auch der Moment, als er seine Haltung bewusst angepasst hatte, war mir nicht entgangen und ich sah ihn genauer an. Seine Schultern spannten an, nur einen Moment, aber auf Abwehr ging er nicht. Reto verstand, dass mir diese Themen unter die Haut gingen und schwieg, nicht weil es ihn langweilte, nein er akzeptierte es und hörte ehrlich und offen zu, was ich ihm hoch anrechnete.
Als ich über all dies sprach, sprach ich ruhig, so als würde es mich wirklich nicht mehr belangen. Vielmehr so, als würde ich als eine andere Person auf das alles hinabsehen und so war es tatsächlich. Mich wunderte es auch nicht wirklich, dass es Reto aufgefallen war, wie gleichgültig und nebenbei ich das alles erzählt hatte und so musste ich ein wenig schmunzeln, als er es auch so offen ansprach. "Ist in gewisser Maßen auch so.. ich bin nicht mehr die Person, welche ich damals war. Damals das… wie soll ich sagen… das war ich.. ja aber nicht die vollendete Version meines Selbst.. das bin ich Jetzt..“, sagte ich ehrlich und lächelte. "Ich quäle mich nicht mehr mit dem herum, was in der Vergangenheit war, was nicht bedeutet, dass ich auch heute ab und an mal eine Träne verdrücken kann, wenn es um Mariko geht. Sie war und ist immer noch meine Schwester und das wird sie auch immer sein.“, sagte ich schließlich und sah ihn ehrlich und offen an.
Reto schien mir allerdings zu glauben, dass ich mit dem alten abgeschlossen hatte, was mich etwas amüsiert schnauben ließ. "Was glaubst du denn, macht es noch mit mir?“, fragte ich ihn schließlich und mein Blick wanderte zu ihm. "Mehr als das was ich dir gerade gesagt habe, kann ich ehrlicherweise nicht dazu sagen.. ich denke ein Außenstehender, der gut beobachtet, wird sich da eher zu äußern können.. nicht wahr?“, fragte ich ihn dann und schaute ihm in dabei in die Augen. Denn ich schätzte Reto schon so ein, dass er mich gut und sicher im Blick behalten hatte, als ich sprach.
Dann schmunzelte er und gab zu verstehen, dass er meine Art der Verarbeitung auch so passend fand für mich, was mich auch Schmunzeln ließ. "Ach findest du? Wieso sollte ich es auch verstecken? Von mir aus beginne ich mit diesem Thema nur, wenn ich der Meinung bin, dass es gerade angebracht ist.. dass es helfen könnte..“, sagte ich ruhig und dachte dabei an Kurumi, als diese mir nicht erzählen konnte, dass sie von ihrem Vater geschlagen worden war. Also hatte ich ihr von meiner Kindheit erzählt und somit bekam sie Vertrauen zu mir. Doch dies erzählte ich Reto nicht.
"Ich weiß, dass ich mich damit angreifbar machen könnte, wenn ich anderen von diesen Dingen erzähle.. oder sagen wir.. denken das Menschen, die von mir mehr über meine Kindheit erfahren… ist nicht nur einmal der Fall gewesen.. allerdings.. bin ich dadurch nicht weniger oder mehr verletzlich als vorher.. ich beschönige es auch nicht was passiert ist. Es war scheiße.. mein Vater war ein Arschloch, was seine eigenen Gefühle und Probleme nicht unter Kontrolle halten konnte und die Schläge waren seine Art und Weise damit umzugehen, dass seine Tochter sterben würde.. und dass ich nicht dem idealen Bild eines Sohnes entsprach.. aber das ist ebenso Vergangenheit, wie der Teil, dass meine Mutter schlichtweg zu schwach gewesen war. In vielen oder vielleicht auch allen Bereichen..“, sagte ich dann und lächelte.
"Ja.. Marionetten… das was ich damals gehasst habe.. liebe ich heute..“, lachte ich etwas ironisch und blickte dabei zur Decke. "Aber dankbar bin ich deshalb nun auch nicht wirklich, dass mich mein Vater dazu gedrängt hat, denn erst nachdem ich mich aus diesem Leben befreit hatte, bin ich in dieser Rolle als Fädenzieher aufgegangen..“, ich hob meine Hand und ließ meine Finger wackeln, so als würde ich unsichtbare Fäden ziehen, wobei meine Ringe aneinander rieben und klimperten. Danach wurde Reto ruhiger, nachdenklicher und ich schaute zu ihm. Lächelte etwas, als er meinen Vater nochmal ansprach. "Schöne Worte… und ganz deiner Meinung… jeder ist seines Glückes Schmied und jeder sollte so sein dürfen wie er möchte… und jeder sollte lernen so sein zu können wie er möchte.. auch wenn der Weg dorthin manchmal steinig ist..“, sprach ich ruhig aus und schmunzelte etwas.
Die Aussage, dass er ein alter, vernarbter Typ war, ließ mich dann aber lachen und ich nickte dann. "Alt und vernarbt…“, ein amüsiertes Schnauben folgte. Dann ein Lachen, als er über den aufgedrängten Glitzerstaub sprach. "Hey.. nichts gegen meinen Glitzerstaub… ich liebe ihn..“, lachte ich ehrlich und nahm einen kurzen Schluck aus meiner Dose, welche sich langsam leerte. "Ich weiß… die Kraft loszulassen fehlt vielen… aber.. so reflektiert betrachtet… war es ziemlich leicht loszulassen, wenn man den Entschluss gefasst hat, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu bestimmen, wohin der Weg nun führen mag..“, sagte ich dann und schaute wieder rüber zu ihm.
Retos Augenbraue hob sich dann und ich tat es ihm gleich. "Das andere?“, fragte ich neugierig und musste dann herzlich lachen, als er meinen Spruch von vorhin wieder aufnahm. "Na klar.. alt und vernarbt… darauf steh ich am meisten..“, grinste ich frech und richtete mich ein wenig auf. "Aber.. ohne Quatsch jetzt… meine Vorlieben sind da nicht sonderlich wählerisch.. solange mein Gegenüber ein gepflegtes Auftreten hat und man sich gut versteht, kann man über alles reden.. findest du nicht? Da ist es mir persönlich egal welches Geschlecht oder Herkunft Jemand besitzt…“, ich schnaubte wieder etwas amüsiert. Somit war dieses Thema wohl auch klare Sache.
"Ich bin ein Freigeist… ohne Schuhe ist gar nicht so verkehrt… hast du es schonmal versucht?“, grinste ich und schaute runter zu seinen Schuhen und überlegte wirklich, ob ich ihm den Schuh einfach klauen sollte. Bei dem Gedanken daran, musste ich grinsen, was zu einem kurzen lachen wurde, was meine Zähne zeigte und mich wieder nach hinten lehnen ließ. "Unkompliziert ist doch auch langweilig.. und wie du siehst.. ist langweilig auch nicht so mein Fall… und..“, wieder blickte ich auf seine Füße. "Ich versuche gerade einzuschätzen, ob ich es überhaupt zur Tür schaffen würde, wenn ich dir jetzt die Schuhe klaue..“, lachte ich erneut. "Nur für den Fall, dass du dir gerade die Frage gestellt haben solltest, wieso ich lache, während ich deine Schuhe muster..“, ich grinste und trank dann die Dose leer, nahm seinen Becher, falls dieser leer wäre und stand auf um beides in den Müll zu werfen. In der Snacktüte waren noch zwei Stangen drin, sodass ich mir selbst eine zwischen die Zähne schon und Reto die andere hinhielt.

Charaktere+NBWs | Aktivität | Abwesenheit
"Andere sprechen" | "Kotetsu spricht" | //Kotetsu denkt// | Handlungen | Jutsu
#Zimmer 11D | #Funkfrequenz
- Reto Senju
- ||

- Beiträge: 596
- Registriert: Di 26. Jan 2016, 15:51
- Im Besitzt: Locked
- Discord: Istvan
- Vorname: Reto
- Nachname: Senju
- Alter: 25
- Größe: 195
- Gewicht: 76
- Stats: (39/44)
- Chakra: 7
- Stärke: 2
- Geschwindigkeit: 9
- Ausdauer: 8
- Ninjutsu: 10
- Genjutsu: 1
- Taijutsu: 2
- Lebenspunkte: 150
- Abwesend?: Nein
Re: Wäscherei
Reto hatte ihm ruhig zugehört, so wie zuvor auch, nur dass sich diesmal etwas in seiner Haltung verändert hatte. Es war weniger dieses distanzierte Abwägen, weniger dieses stille Sortieren, das ihn sonst begleitete, wenn Gespräche in tiefere Gewässer kippten. Stattdessen blieb er präsenter, näher dran, ließ Kotetsus Worte nicht einfach an sich vorbeiziehen, sondern nahm sie auf, ließ sie wirken, ohne sofort etwas darauf zu legen. Sein Blick ruhte dabei immer wieder auf ihm, nicht durchgehend, nicht starr, aber oft genug, dass klar war, dass er nicht abschweifte. Als Kotetsu davon sprach, dass er nicht mehr der war, der er einmal gewesen war, hob sich Retos Blick einen Moment etwas deutlicher, als würde er genau diesen Punkt greifen. „Das merkt man...“, kam es ruhig von ihm, ohne großes Gewicht, aber ehrlich gemeint. Kein Hinterfragen, kein Zweifel – eher ein stilles Anerkennen dessen, was da stand. Sein Blick blieb kurz auf ihm, bevor er wieder leicht zur Seite glitt, als würde er ihm Raum lassen, das Gesagte einfach stehen zu lassen, ohne es zu zerpflücken. Bei der Frage, was es noch mit ihm machte, ließ Reto sich einen Moment Zeit. Seine Finger lagen locker auf seinem Oberschenkel, bewegten sich kaum, nur ein leichtes, unbewusstes Antippen mit dem Daumen gegen den Stoff seiner Hose, während er darüber nachdachte, wie er das formulieren wollte. „Es wirkt nicht so, als würde es dich festhalten.“, sagte er schließlich langsam. „Eher… als würdest du es tragen.“ Ein kurzer Blick zurück zu ihm. „Ist ein Unterschied.“ Seine Stimme blieb ruhig, sachlich, aber nicht kühl. „Das eine zieht dich runter. Das andere gehört einfach zu dir. Und am Ende muss man mit beidem klar kommen.“ Er ließ die Worte einen Moment stehen, bevor sich ein leichtes, kaum merkliches Schmunzeln auf seine Lippen schob, als Kotetsu von Angreifbarkeit sprach. „Menschen, die sowas gegen dich verwenden wollen… hätten so oder so einen Grund gefunden...“, meinte er trocken. „Da macht es keinen großen Unterschied, ob du es ihnen gibst oder nicht.“ Ein kurzer Atemzug, dann zuckte er minimal mit einer Schulter. „Zumindest weißt du dann, woran du bist.“ Es hatte manchmal einfach etwas befreiendes, wenn man sah wie die Masken fielen. Knapp gesagt:
Arschlöcher gab es überall, aber nicht jeder zeigte seines so offen. Sein Blick wanderte kurz zu Kotetsus Hand, als dieser die Bewegung mit den unsichtbaren Fäden machte, das leise Klimpern der Ringe begleitete die Geste. Reto sah es sich an, ohne es zu kommentieren, aber in seinem Blick lag ein leises Verständnis. Kontrolle. Einfluss. Die Wahl, wer die Fäden hält. Es passte zu dem, was er zuvor gesagt hatteund zu ihm als Person und Mensch. Eine Puppe betrog nie. Sie schlug nicht. Und sie war niemals jemand, der einem sagte man sei eine Enttäuschung. Sein Blick blieb einen Moment länger auf ihm liegen, als Kotetsu von seinen Vorlieben sprach, und es war dieses kleine, fast unscheinbare Detail, dass Reto nicht sofort wegsah. Kein Ausweichen. Kein Abblocken. Nur ein ruhiges Registrieren.
„Klingt unkompliziert.“, meinte er schließlich, wobei sich ein leichtes Schmunzeln andeutete. „Auch wenn du vorhin noch behauptet hast, dass dir genau das zu langweilig ist.“ Ein kurzer Seitenblick, der deutlich machte, dass er das nicht vergessen hatte. Als das Thema dann auf das Barfußlaufen fiel, ließ Reto den Blick tatsächlich einmal nach unten wandern, zu seinen eigenen Schuhen, dann wieder zu Kotetsu. „Hab’s probiert.“, gab er knapp zurück. „Nicht lange. Aber jeder Senju hat diese 'Ich will die Wel retten und bewahren und die Natur spüren' Phase. Glaub mir.“ Kein großes Drama, keine ausführliche Erklärung. Es passte einfach nicht zu ihm, und das war in dem Tonfall deutlich genug. Doch als Kotetsu begann, seine Schuhe regelrecht ins Visier zu nehmen, blieb Reto nicht ganz so unbeteiligt, wie man es vielleicht erwartet hätte. Sein Blick folgte diesem kurzen Mustern, dann wanderte er wieder nach oben, direkt zu ihm, während sich ein ganz leichtes, fast unscheinbares Schmunzeln auf seine Lippen legte. „Du überlegst zu lange.“, stellte er ruhig fest, die Stimme flach, aber nicht ohne Unterton. „Wenn du’s machst, musst du schneller sein.“ Kein echtes Angebot. Aber auch kein klares Nein. Sein Blick blieb dabei ruhig auf ihm, ein kleines Stück wacher als zuvor, als würde er tatsächlich abwägen, ob Kotetsu es versuchen würde. Die Haltung blieb entspannt, aber nicht mehr ganz so passiv. Es war dieses subtile Umschalten – von Zuhören zu Reagieren. Als Kotetsu schließlich aufstand und die leeren Sachen wegwarf, folgte Reto ihm kurz mit dem Blick, bevor er sich wieder etwas zurücklehnte. Die Bewegung neben ihm, das kurze Entfernen, ließ den Raum für einen Moment anders wirken, leerer vielleicht, auch wenn es nur Sekunden waren. Als Kotetsu zurückkam und ihm die letzte Stange hinhielt, sah Reto diese einen Moment an, bevor er sie nahm. Ohne Kommentar, ohne Zögern. Seine Finger streiften dabei kurz die von Kotetsu, nicht lang, nicht auffällig – aber auch nicht hektisch zurückgezogen.
Er ließ sich wieder etwas zurücksinken, die Stange locker zwischen den Fingern, bevor er sie sich schließlich zwischen die Lippen schob und abbrach. „Insgeheim bist ziemlich sicher, dass du es bis zur Tür schaffen würdest.“, meinte er dann ruhig, während sein Blick wieder zu ihm glitt. „Ich bin mir da nicht so sicher.“ Ein kurzer Moment, dann ein leises, kaum hörbares Ausatmen, fast ein Hauch von einem Lachen. Unmerklich tanzte etwas Raiton Chakra um ihn herum und Reto verriet damit auch eines seiner taktischen Geheimnisse: Er boostete seine eigene Stärke gerne mit Raiton, wobei er einer der wenigen Mitglieder seines Clans war, der das Donnerelement überhaupt besaß.
„Aber die Wäsche wird noch etwas dauern. Ich werde denke ich noch eine kleine Runde drehen und mich ausruhen. Später vielleicht gerne wieder? Oder man sieht sich mal anderweitig?“ Nicht herausfordernd. Nicht wirklich. Eher… offen.
Arschlöcher gab es überall, aber nicht jeder zeigte seines so offen. Sein Blick wanderte kurz zu Kotetsus Hand, als dieser die Bewegung mit den unsichtbaren Fäden machte, das leise Klimpern der Ringe begleitete die Geste. Reto sah es sich an, ohne es zu kommentieren, aber in seinem Blick lag ein leises Verständnis. Kontrolle. Einfluss. Die Wahl, wer die Fäden hält. Es passte zu dem, was er zuvor gesagt hatteund zu ihm als Person und Mensch. Eine Puppe betrog nie. Sie schlug nicht. Und sie war niemals jemand, der einem sagte man sei eine Enttäuschung. Sein Blick blieb einen Moment länger auf ihm liegen, als Kotetsu von seinen Vorlieben sprach, und es war dieses kleine, fast unscheinbare Detail, dass Reto nicht sofort wegsah. Kein Ausweichen. Kein Abblocken. Nur ein ruhiges Registrieren.
„Klingt unkompliziert.“, meinte er schließlich, wobei sich ein leichtes Schmunzeln andeutete. „Auch wenn du vorhin noch behauptet hast, dass dir genau das zu langweilig ist.“ Ein kurzer Seitenblick, der deutlich machte, dass er das nicht vergessen hatte. Als das Thema dann auf das Barfußlaufen fiel, ließ Reto den Blick tatsächlich einmal nach unten wandern, zu seinen eigenen Schuhen, dann wieder zu Kotetsu. „Hab’s probiert.“, gab er knapp zurück. „Nicht lange. Aber jeder Senju hat diese 'Ich will die Wel retten und bewahren und die Natur spüren' Phase. Glaub mir.“ Kein großes Drama, keine ausführliche Erklärung. Es passte einfach nicht zu ihm, und das war in dem Tonfall deutlich genug. Doch als Kotetsu begann, seine Schuhe regelrecht ins Visier zu nehmen, blieb Reto nicht ganz so unbeteiligt, wie man es vielleicht erwartet hätte. Sein Blick folgte diesem kurzen Mustern, dann wanderte er wieder nach oben, direkt zu ihm, während sich ein ganz leichtes, fast unscheinbares Schmunzeln auf seine Lippen legte. „Du überlegst zu lange.“, stellte er ruhig fest, die Stimme flach, aber nicht ohne Unterton. „Wenn du’s machst, musst du schneller sein.“ Kein echtes Angebot. Aber auch kein klares Nein. Sein Blick blieb dabei ruhig auf ihm, ein kleines Stück wacher als zuvor, als würde er tatsächlich abwägen, ob Kotetsu es versuchen würde. Die Haltung blieb entspannt, aber nicht mehr ganz so passiv. Es war dieses subtile Umschalten – von Zuhören zu Reagieren. Als Kotetsu schließlich aufstand und die leeren Sachen wegwarf, folgte Reto ihm kurz mit dem Blick, bevor er sich wieder etwas zurücklehnte. Die Bewegung neben ihm, das kurze Entfernen, ließ den Raum für einen Moment anders wirken, leerer vielleicht, auch wenn es nur Sekunden waren. Als Kotetsu zurückkam und ihm die letzte Stange hinhielt, sah Reto diese einen Moment an, bevor er sie nahm. Ohne Kommentar, ohne Zögern. Seine Finger streiften dabei kurz die von Kotetsu, nicht lang, nicht auffällig – aber auch nicht hektisch zurückgezogen.
Er ließ sich wieder etwas zurücksinken, die Stange locker zwischen den Fingern, bevor er sie sich schließlich zwischen die Lippen schob und abbrach. „Insgeheim bist ziemlich sicher, dass du es bis zur Tür schaffen würdest.“, meinte er dann ruhig, während sein Blick wieder zu ihm glitt. „Ich bin mir da nicht so sicher.“ Ein kurzer Moment, dann ein leises, kaum hörbares Ausatmen, fast ein Hauch von einem Lachen. Unmerklich tanzte etwas Raiton Chakra um ihn herum und Reto verriet damit auch eines seiner taktischen Geheimnisse: Er boostete seine eigene Stärke gerne mit Raiton, wobei er einer der wenigen Mitglieder seines Clans war, der das Donnerelement überhaupt besaß.
„Aber die Wäsche wird noch etwas dauern. Ich werde denke ich noch eine kleine Runde drehen und mich ausruhen. Später vielleicht gerne wieder? Oder man sieht sich mal anderweitig?“ Nicht herausfordernd. Nicht wirklich. Eher… offen.
- Kotetsu Kiyoshi
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- Registriert: Sa 19. Aug 2023, 22:35
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- Vorname: Kotetsu
- Nachname: Kiyoshi
- Alter: 25
- Größe: 1,79
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- Stats: 40/40
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- Wissensstats: Puppenwissen A-Rang
- Lebenspunkte: 100
- Abwesend?: Nein
Re: Wäscherei
Postgruppe: Deeptalk (Reto + Kotetsu)
Nachdem ich meinen kleinen Monolog beendet hatte, fanden wir uns beide damit ab, dass ich wirklich abgeschlossen hatte und nun die Dinge mit anderen Augen sah. Mit meinen jetzigen und ich sprach von all dem, als wäre ich nur als Zuschauer dabei gewesen, anstelle dessen es wirklich erlebt zu haben. Allerdings wollte Reto wissen, was das Ganze noch mit mir machte, sodass ich den Spieß einfach umdrehte und ihn fragte, was er denn darüber dachte, so als Außenstehender verstand ich. Ich schaute ihm in die Augen, beobachtete, wie seine Finger auf dem Oberschenkel trommelten und lächelte leicht. Und Retos Worte waren klar. Für ihn wirkte es so, als würde es mich nicht festhalten und ich nickte zustimmen. Es war für ihn eher so, als würde ich das Ganze tragen und wieder nickte ich, da es wirklich ein Unterschied war.
Das eine zog einen runter und das andere gehörte einem ganz und gar. Doch man musste mit beidem Leben, sodass ich leicht den Kopf schräg legen würde, dann aber erneut nickte. "Stimmt… klingt einleuchtend und stimme ich dir voll und ganz zu..“, sagte ich dann und grinste etwas. Als ich über Schwächen und Angreifbarkeit sprach, sagte Reto etwas, was doch sehr wichtig war. Wenn Menschen einem schaden wollten, fanden sie immer einen Weg und ich sah ihn wieder an. Dass es dabei keinen Unterschied machte, ob man es ihnen freiwillig vor die Füße war oder eben durch suchen und finden geschah, war ebenfalls richtig. Und so konnte man auch sehen, woran man bei einem Menschen war. Ob dieser es ehrlich meinte oder wie auch immer.
Ich musste schon zugeben, die Unterhaltung mit dem Senju machte mir wirklich Spaß. Die Zeit verging ohne, dass ich mich langweilte und ich glaubte tatsächlich auch, dass es ihm ähnlich zu gehen schien. Der Gesprächsstoff ging nicht aus und so musste ich sagen, dass ich mich auch gerne erneut mit ihm treffen würde um dieses oder andere Gespräche zu vertiefen. Als ich ihm dann sagte, dass ich lieber der Marionettenspieler war, als die Puppe, natürlich mit der passenden Handbewegung untermalt, grinste ich und sah, wie er meine Geste mit den Fingern zu beobachten schien. Danach erklärte ich ihm aus einem Scherz heraus, worauf ich so stand und er schien es anzunehmen und nannte es unkompliziert. Das war es, absolut.
Das Schmunzeln auf seinen Lippen breitete sich aus und ich grinste ebenfalls etwas. "Langweilig muss doch nicht heißen, dass ich so ein Insividuum nicht in meinem Bett begrüßen würde…“, überlegte ich kurz und lachte etwas, vertiefte das Ganze allerdings nicht weiter, da es auch gerade nicht unbedingt angebracht war meiner Meinung nach. Immerhin unterhielten wir uns über ernstere Themen und irgendwie passte da die Sexuelle Vorliebe nun nicht ganz rein wie ich fand. Reto schien das Barfußlaufen probiert zu haben, wie er mir dann mitteilte und ich hob die Augenbraue, als ich ihn ansah. Er hatte es nicht lange getan, dennoch versucht und ich lachte über die Aussage mit der Phase, die er scheinbar gehabt hatte. "Verstehe.. muss eine deiner wilden Phasen gewesen sein?“, fragte ich dann und lachte auf.
Ich gab meine Überlegung dann preis, während ich lachte, ob ich ihm die Schuhe klauen sollte und ob ich es zur Türe schaffen würde. Als er aber sagte, ich würde zu lange überlegen, lachte ich erneut. "Vielleicht… vielleicht weiß ich aber auch, dass ich nicht schnell genug sein kann und nehme meine offensichtliche Niederlage einfach schon hin….. oder…“, setzte ich dann leicht amüsiert lachend erneut an. ".. ich hebe mir das Schuheklauen für wann anders auf..“, wieder grinste ich und sagte erst einmal nichts weiter mehr dazu. Stattdessen stand ich auf, brachte unseren Müll zum Mülleimer und sah zu ihm zurück, hielt ihm noch etwas von dem Snack hin und wartete ob er es nehmen würde.
Er nahm sie, wobei sich unsere Finger kurz einen Moment berührten, auch wenn dies sicherlich nichts zu bedeuten hatte. Ich nahm es einfach hin, lächelte und beobachtete ihn grinsend dabei, wie er die Stange aß. "Hmm… wer weiß..“, sagte ich dann aber, als er meinte ich sei mir insgeheim wohl ziemlich sicher, es bis zur Türe zu schaffen. Dann bemerkte ich dieses leichte lachen, wenn auch nicht direkt und grinste. "Mister.. du spielst unfair…“, denn auch dieses leichte, minimale brizzeln in der Luft war mir nicht entgangen. Ich grinste und schaute dann zu den Maschinen. "Stimmt… die werden noch ein wenig laufen… ich dachte wir gehen zusammen baden… wie schade, muss ich alleine rausschwimmen?“, ein erneutes Grinsen, bevor ich ihm meine Hand hinhielt um ihm hoch zu helfen. "Komm..“, sprach ich ruhig und lächelte, ließ es ihn auswählen, ob er meine Hand nehmen würde oder nicht. "Ich leg mich vielleicht auch noch was hin.. wollte mich aber noch mit Winry treffen wegen meiner Marionette.. also.. vielleicht sieht man sich wirklich später..“, mit diesen Worten war ich bereit die Wäscherei zu verlassen und war gespannt, was noch auf mich warten würde.
Tbc: Schulkorridor
Nachdem ich meinen kleinen Monolog beendet hatte, fanden wir uns beide damit ab, dass ich wirklich abgeschlossen hatte und nun die Dinge mit anderen Augen sah. Mit meinen jetzigen und ich sprach von all dem, als wäre ich nur als Zuschauer dabei gewesen, anstelle dessen es wirklich erlebt zu haben. Allerdings wollte Reto wissen, was das Ganze noch mit mir machte, sodass ich den Spieß einfach umdrehte und ihn fragte, was er denn darüber dachte, so als Außenstehender verstand ich. Ich schaute ihm in die Augen, beobachtete, wie seine Finger auf dem Oberschenkel trommelten und lächelte leicht. Und Retos Worte waren klar. Für ihn wirkte es so, als würde es mich nicht festhalten und ich nickte zustimmen. Es war für ihn eher so, als würde ich das Ganze tragen und wieder nickte ich, da es wirklich ein Unterschied war.
Das eine zog einen runter und das andere gehörte einem ganz und gar. Doch man musste mit beidem Leben, sodass ich leicht den Kopf schräg legen würde, dann aber erneut nickte. "Stimmt… klingt einleuchtend und stimme ich dir voll und ganz zu..“, sagte ich dann und grinste etwas. Als ich über Schwächen und Angreifbarkeit sprach, sagte Reto etwas, was doch sehr wichtig war. Wenn Menschen einem schaden wollten, fanden sie immer einen Weg und ich sah ihn wieder an. Dass es dabei keinen Unterschied machte, ob man es ihnen freiwillig vor die Füße war oder eben durch suchen und finden geschah, war ebenfalls richtig. Und so konnte man auch sehen, woran man bei einem Menschen war. Ob dieser es ehrlich meinte oder wie auch immer.
Ich musste schon zugeben, die Unterhaltung mit dem Senju machte mir wirklich Spaß. Die Zeit verging ohne, dass ich mich langweilte und ich glaubte tatsächlich auch, dass es ihm ähnlich zu gehen schien. Der Gesprächsstoff ging nicht aus und so musste ich sagen, dass ich mich auch gerne erneut mit ihm treffen würde um dieses oder andere Gespräche zu vertiefen. Als ich ihm dann sagte, dass ich lieber der Marionettenspieler war, als die Puppe, natürlich mit der passenden Handbewegung untermalt, grinste ich und sah, wie er meine Geste mit den Fingern zu beobachten schien. Danach erklärte ich ihm aus einem Scherz heraus, worauf ich so stand und er schien es anzunehmen und nannte es unkompliziert. Das war es, absolut.
Das Schmunzeln auf seinen Lippen breitete sich aus und ich grinste ebenfalls etwas. "Langweilig muss doch nicht heißen, dass ich so ein Insividuum nicht in meinem Bett begrüßen würde…“, überlegte ich kurz und lachte etwas, vertiefte das Ganze allerdings nicht weiter, da es auch gerade nicht unbedingt angebracht war meiner Meinung nach. Immerhin unterhielten wir uns über ernstere Themen und irgendwie passte da die Sexuelle Vorliebe nun nicht ganz rein wie ich fand. Reto schien das Barfußlaufen probiert zu haben, wie er mir dann mitteilte und ich hob die Augenbraue, als ich ihn ansah. Er hatte es nicht lange getan, dennoch versucht und ich lachte über die Aussage mit der Phase, die er scheinbar gehabt hatte. "Verstehe.. muss eine deiner wilden Phasen gewesen sein?“, fragte ich dann und lachte auf.
Ich gab meine Überlegung dann preis, während ich lachte, ob ich ihm die Schuhe klauen sollte und ob ich es zur Türe schaffen würde. Als er aber sagte, ich würde zu lange überlegen, lachte ich erneut. "Vielleicht… vielleicht weiß ich aber auch, dass ich nicht schnell genug sein kann und nehme meine offensichtliche Niederlage einfach schon hin….. oder…“, setzte ich dann leicht amüsiert lachend erneut an. ".. ich hebe mir das Schuheklauen für wann anders auf..“, wieder grinste ich und sagte erst einmal nichts weiter mehr dazu. Stattdessen stand ich auf, brachte unseren Müll zum Mülleimer und sah zu ihm zurück, hielt ihm noch etwas von dem Snack hin und wartete ob er es nehmen würde.
Er nahm sie, wobei sich unsere Finger kurz einen Moment berührten, auch wenn dies sicherlich nichts zu bedeuten hatte. Ich nahm es einfach hin, lächelte und beobachtete ihn grinsend dabei, wie er die Stange aß. "Hmm… wer weiß..“, sagte ich dann aber, als er meinte ich sei mir insgeheim wohl ziemlich sicher, es bis zur Türe zu schaffen. Dann bemerkte ich dieses leichte lachen, wenn auch nicht direkt und grinste. "Mister.. du spielst unfair…“, denn auch dieses leichte, minimale brizzeln in der Luft war mir nicht entgangen. Ich grinste und schaute dann zu den Maschinen. "Stimmt… die werden noch ein wenig laufen… ich dachte wir gehen zusammen baden… wie schade, muss ich alleine rausschwimmen?“, ein erneutes Grinsen, bevor ich ihm meine Hand hinhielt um ihm hoch zu helfen. "Komm..“, sprach ich ruhig und lächelte, ließ es ihn auswählen, ob er meine Hand nehmen würde oder nicht. "Ich leg mich vielleicht auch noch was hin.. wollte mich aber noch mit Winry treffen wegen meiner Marionette.. also.. vielleicht sieht man sich wirklich später..“, mit diesen Worten war ich bereit die Wäscherei zu verlassen und war gespannt, was noch auf mich warten würde.
Tbc: Schulkorridor

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- Reto Senju
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- Stärke: 2
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- Ausdauer: 8
- Ninjutsu: 10
- Genjutsu: 1
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- Abwesend?: Nein
Re: Wäscherei
Kotetsu & Reto
Reto hatte ihm die ganze Zeit über ruhig zugehört, aber diesmal war es kein bloßes „mitlaufen lassen“ mehr gewesen. Es war dieses aufmerksame Stillwerden, das er manchmal hatte, wenn etwas nicht mehr nur Gespräch war, sondern Bedeutung bekam. Kotetsus Worte hatten sich nicht in ihn hineingedrängt, sie hatten sich eher gesetzt. Schicht für Schicht. Ohne Druck. Ohne Eile. Warum auch? Die Unterhaltung war tiefer geworden, als es einer der Beiden womöglich geahnt hätte, als sie ihre Wäsche gesammelt und hierher gebracht hatten. Glitzer und Labern. Als Kotetsu auf seine Einschätzung einging und sie bestätigte, nickte Reto nur leicht. Nicht sofort, nicht mechanisch, sondern nach einem kurzen Moment, in dem er es einfach stehen ließ. „Gut.“, sagte er ruhig, als würde er damit nicht nur die Aussage bestätigen, sondern auch das Gespräch selbst ein kleines Stück sortieren. Sein Blick blieb dabei auf ihm, nicht fixierend, eher prüfend, aber ohne Distanz. Bei der Sache mit dem 'tragen statt festhalten' ließ er den Kopf minimal zur Seite kippen, als Kotetsu lachte und das Ganze wieder in eine leichtere Richtung zog. „Wenn du es tragen kannst, ohne darunter zu verschwinden, reicht das meistens schon.“, meinte er schließlich, ruhig und etwas leiser als zuvor. Es war keine große Weisheit, kein Satz, der Eindruck schinden sollte. Eher etwas, das er aus Erfahrung so stehen ließ, weil es für ihn einfach so war. Als Kotetsu dann wieder in diese typische Leichtigkeit wechselte, dieses spielerische, das sich nicht ganz von Ernsthaftigkeit trennen ließ, blieb Reto einen Moment länger still. Nicht, weil ihn das irritierte, sondern weil er es einordnete. Sein Blick glitt kurz über ihn, blieb an diesem Grinsen hängen, das sich nie ganz versteckte, egal wie ernst das Gespräch wurde. „Du bist konsequent in deinen Sprüngen.“, stellte er dann ruhig fest, ohne Wertung, aber mit einem Hauch von etwas, das fast wie Anerkennung klang.
Als Kotetsu wieder aufstand und den Müll wegbrachte, folgte Reto ihm kurz mit dem Blick. Diese kleine Bewegung reichte schon, um den Raum zwischen ihnen wieder anders wirken zu lassen, als wäre das Gespräch noch nicht zu Ende, nur kurz unterbrochen. Sein Blick hob sich stattdessen direkt zu Kotetsus Gesicht, ruhig, klar, und für einen Moment blieb er einfach so. Kein Kommentar, kein Ausweichen. Nur dieses stille Registrieren. Dann, erst nach einem Atemzug, setzte er wieder an, während er die Stange zwischen den Fingern drehte. „Du bist dir ziemlich sicher, dass du alles im Griff hast.“, sagte er ruhig, und diesmal lag ein leichteres, fast unaufdringliches Schmunzeln in seiner Stimme. „Auch wenn du gerade selbst sagst, dass du Dinge manchmal lieber verschiebst.“ Es war kein Gegenargument. Eher ein leises Spiegeln und das war ausreichend. Als Kotetsu dann von Baden sprach, wanderte Retos Blick kurz zur Seite, als würde er die Idee für einen Moment abtasten. „Du gehst gern von einem Extrem ins nächste...“, meinte er schließlich trocken, aber nicht abwertend. „Gerade eben noch Glitzer und Schuhe klauen, jetzt Ruhe und Wasser.“ Ein kurzer Blick zurück. „Passt irgendwie zu dir.“ Als Kotetsu ihm die Hand hinhielt, blieb Reto einen Moment sitzen. Nicht aus Zögern im klassischen Sinn, eher aus dieser Art von kurzer innerer Pause, in der er Entscheidungen nicht sofort nach außen trug. Sein Blick glitt von der Hand zu seinem Gesicht, dann wieder zurück. Und dann nahm er sie. Nicht abrupt. Sein Griff war fest genug, um eindeutig zu sein, aber nicht bestimmend. Und als er sich hochziehen ließ, nutzte er den Moment nicht nur zum Aufstehen, sondern auch, um sich einen Schritt näher zu positionieren, sodass die Bewegung zwischen ihnen natürlich blieb und nicht abbrach. Für einen Moment standen sie so, nah genug, dass es kein zufälliges Nebeneinander mehr war, aber auch nicht überzogen. Reto ließ seine Hand noch einen Herzschlag länger in seiner, bevor er sie langsam löste. Dabei streifte sein Daumen ganz leicht über Kotetsus Handrücken – kaum sichtbar, mehr eine Geste als eine Handlung. „Später vielleicht...“, sagte er ruhig auf seine Anmerkung hin, die Stimme etwas tiefer als zuvor, aber gelassen. Er ließ die Hand noch nicht los. „Wenn du dann noch genauso viel Energie hast.“ Ein kurzer Blick - direkt, aber ehrlich. Und löste die Berührung, wenn Kotetsu sie solange zugelassen hätte. Und wofür er noch Energie haben sollte, ließ der Größere etwas offen.
Dann setzte er sich in Bewegung Richtung Ausgang, ohne Eile, aber auch ohne zu warten, ob Kotetsu ihm sofort folgte. Nach zwei Schritten hielt er jedoch minimal inne, sah halb über die Schulter zurück, nur kurz, gerade lange genug, um ihn wieder einzufangen. „Und Kotetsu…“ Seine Stimme war ruhiger jetzt, weniger analytisch, mehr bei ihm. „…verschieben heißt nicht verlieren.“ Kein großes Schlusswort. Kein Nachdruck. Nur ein Satz, der hängen bleiben durfte. Dann ging er weiter, die Haltung entspannt, die Hände wieder locker, als wäre dieses Gespräch nicht etwas gewesen, das man abschließt, sondern etwas, das einfach weiter mitgeht, auch wenn man den Raum verlässt.
Und dann machte er sich auf. Wohin? Mal sehen. Aber erstmal raus.
tbc - folgt
Reto hatte ihm die ganze Zeit über ruhig zugehört, aber diesmal war es kein bloßes „mitlaufen lassen“ mehr gewesen. Es war dieses aufmerksame Stillwerden, das er manchmal hatte, wenn etwas nicht mehr nur Gespräch war, sondern Bedeutung bekam. Kotetsus Worte hatten sich nicht in ihn hineingedrängt, sie hatten sich eher gesetzt. Schicht für Schicht. Ohne Druck. Ohne Eile. Warum auch? Die Unterhaltung war tiefer geworden, als es einer der Beiden womöglich geahnt hätte, als sie ihre Wäsche gesammelt und hierher gebracht hatten. Glitzer und Labern. Als Kotetsu auf seine Einschätzung einging und sie bestätigte, nickte Reto nur leicht. Nicht sofort, nicht mechanisch, sondern nach einem kurzen Moment, in dem er es einfach stehen ließ. „Gut.“, sagte er ruhig, als würde er damit nicht nur die Aussage bestätigen, sondern auch das Gespräch selbst ein kleines Stück sortieren. Sein Blick blieb dabei auf ihm, nicht fixierend, eher prüfend, aber ohne Distanz. Bei der Sache mit dem 'tragen statt festhalten' ließ er den Kopf minimal zur Seite kippen, als Kotetsu lachte und das Ganze wieder in eine leichtere Richtung zog. „Wenn du es tragen kannst, ohne darunter zu verschwinden, reicht das meistens schon.“, meinte er schließlich, ruhig und etwas leiser als zuvor. Es war keine große Weisheit, kein Satz, der Eindruck schinden sollte. Eher etwas, das er aus Erfahrung so stehen ließ, weil es für ihn einfach so war. Als Kotetsu dann wieder in diese typische Leichtigkeit wechselte, dieses spielerische, das sich nicht ganz von Ernsthaftigkeit trennen ließ, blieb Reto einen Moment länger still. Nicht, weil ihn das irritierte, sondern weil er es einordnete. Sein Blick glitt kurz über ihn, blieb an diesem Grinsen hängen, das sich nie ganz versteckte, egal wie ernst das Gespräch wurde. „Du bist konsequent in deinen Sprüngen.“, stellte er dann ruhig fest, ohne Wertung, aber mit einem Hauch von etwas, das fast wie Anerkennung klang.
Als Kotetsu wieder aufstand und den Müll wegbrachte, folgte Reto ihm kurz mit dem Blick. Diese kleine Bewegung reichte schon, um den Raum zwischen ihnen wieder anders wirken zu lassen, als wäre das Gespräch noch nicht zu Ende, nur kurz unterbrochen. Sein Blick hob sich stattdessen direkt zu Kotetsus Gesicht, ruhig, klar, und für einen Moment blieb er einfach so. Kein Kommentar, kein Ausweichen. Nur dieses stille Registrieren. Dann, erst nach einem Atemzug, setzte er wieder an, während er die Stange zwischen den Fingern drehte. „Du bist dir ziemlich sicher, dass du alles im Griff hast.“, sagte er ruhig, und diesmal lag ein leichteres, fast unaufdringliches Schmunzeln in seiner Stimme. „Auch wenn du gerade selbst sagst, dass du Dinge manchmal lieber verschiebst.“ Es war kein Gegenargument. Eher ein leises Spiegeln und das war ausreichend. Als Kotetsu dann von Baden sprach, wanderte Retos Blick kurz zur Seite, als würde er die Idee für einen Moment abtasten. „Du gehst gern von einem Extrem ins nächste...“, meinte er schließlich trocken, aber nicht abwertend. „Gerade eben noch Glitzer und Schuhe klauen, jetzt Ruhe und Wasser.“ Ein kurzer Blick zurück. „Passt irgendwie zu dir.“ Als Kotetsu ihm die Hand hinhielt, blieb Reto einen Moment sitzen. Nicht aus Zögern im klassischen Sinn, eher aus dieser Art von kurzer innerer Pause, in der er Entscheidungen nicht sofort nach außen trug. Sein Blick glitt von der Hand zu seinem Gesicht, dann wieder zurück. Und dann nahm er sie. Nicht abrupt. Sein Griff war fest genug, um eindeutig zu sein, aber nicht bestimmend. Und als er sich hochziehen ließ, nutzte er den Moment nicht nur zum Aufstehen, sondern auch, um sich einen Schritt näher zu positionieren, sodass die Bewegung zwischen ihnen natürlich blieb und nicht abbrach. Für einen Moment standen sie so, nah genug, dass es kein zufälliges Nebeneinander mehr war, aber auch nicht überzogen. Reto ließ seine Hand noch einen Herzschlag länger in seiner, bevor er sie langsam löste. Dabei streifte sein Daumen ganz leicht über Kotetsus Handrücken – kaum sichtbar, mehr eine Geste als eine Handlung. „Später vielleicht...“, sagte er ruhig auf seine Anmerkung hin, die Stimme etwas tiefer als zuvor, aber gelassen. Er ließ die Hand noch nicht los. „Wenn du dann noch genauso viel Energie hast.“ Ein kurzer Blick - direkt, aber ehrlich. Und löste die Berührung, wenn Kotetsu sie solange zugelassen hätte. Und wofür er noch Energie haben sollte, ließ der Größere etwas offen.
Dann setzte er sich in Bewegung Richtung Ausgang, ohne Eile, aber auch ohne zu warten, ob Kotetsu ihm sofort folgte. Nach zwei Schritten hielt er jedoch minimal inne, sah halb über die Schulter zurück, nur kurz, gerade lange genug, um ihn wieder einzufangen. „Und Kotetsu…“ Seine Stimme war ruhiger jetzt, weniger analytisch, mehr bei ihm. „…verschieben heißt nicht verlieren.“ Kein großes Schlusswort. Kein Nachdruck. Nur ein Satz, der hängen bleiben durfte. Dann ging er weiter, die Haltung entspannt, die Hände wieder locker, als wäre dieses Gespräch nicht etwas gewesen, das man abschließt, sondern etwas, das einfach weiter mitgeht, auch wenn man den Raum verlässt.
Und dann machte er sich auf. Wohin? Mal sehen. Aber erstmal raus.
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