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Zimmer 14 ANoch im Zimmer:Wenn es nötig ist, kämpfe ich gegen alles und jeden. Wenn es nötig ist, um die letzten zu schützen, die mir wichtig sind, würde ich diese ganze Welt nieder brennen. gab Felicita auf seine Frage hin zur Antwort. Was hatte sie schon zu verlieren? Sich selbst? Nein, das würde sie nicht aufhalten. Seiji verlor noch einige Worte und wies sie auf "die Tür" hin. Felicita wusste, was er meinte. Er sagte ihr, dass nur sie die Pfeilerkinder trainieren könnte. So wirklich glaubte die Teiko dies nicht. Es gab noch andere. Aber sie sagte dazu nichts. Das sie aber ein Magister sein sollte, wenn sie wieder kam, störte sie.
Ich sagte doch schon, dass ich diesen Posten nicht haben will. Den könnt ihr unter euch aufteilen und euch dafür zerfleischen wie hungrige Hyänen. meinte sie. Sie wollte die Position wirklich nicht. Nicht mehr jetzt. Nicht, nachdem augenscheinlich bis vor Kurzem keiner an sie gedacht hatte. Außerdem müsste sie dann mit Personen einen Rat bilden, mit denen sie keinen bilden wollte. Seiji hielt ihr noch einen Funkempfänger entgegen und erklärte ihr, was es damit auf sich hatte. Sie zögerte kurz. Nahm ihn dann aber wortlos entgegen. dann ging sie.
Dorf Mori:Felicita hatte den Segen eines Magisters, die Schule zu verlassen. Doch hatte er auch eigentlich keine andere Wahl gehabt, als sie gehen zu lassen. Sie wäre sowieso gegangen. Und was hätten sie tun sollen, wenn sie zurück kam? Sie Sanktionieren? Sie? Er hatte selbst gesagt, dass sie sie brauchten. Felicita verspürte eine gewisse Narrenfreiheit, was das anging. Doch bis jetzt konnten sie sich ihrer Treue auch sicher sein. Auch jetzt konnte sie dies eigentlich noch, denn Felicita würde die Pfeilerkinder schützen wollen. Aber sie waren alt genug, dass sie nicht die ganze Zeit beaufsichtigt werden mussten. Nun hatte die Teiko jedoch andere Gedanken. Sie hatte Takashi gespürt. Seiji hatte es ihr bestätigt. Sie musste dem nachgehen. Doch er war definitiv nicht in Osaki oder Shinketsu. Wie Seiji schon sagte, er könnte überall sein. Es wurde auch langsam Abend und Felicita entschied, dass es Unsinn wäre, im dunkeln weiter zu suchen, weswegen sie entschied, das Haus ihrer Eltern anzusteuern. Noch war es hell, aber es dämmerte langsam. Das Haus von ihren Eltern befand sich im kleinen Dorf Mori. Sie kannte den Weg und sie wusste, wenn sie erstmal zum Wald gelangte und in diesem war, würde sie erstmal nicht mehr komfortabel nachts schlafen, weswegen sie entschied, die Reise am nächsten Tag weiter fortzusetzen.
Das
Haus von ihren Eltern war klein und beschaulich. Wenn man über die Veranda das Haus betrat, befand man sich direkt im Wohnraum. Hier trafen Essbereich, Küche und Wohnzimmer aufeinander. In einer Auslucht an der Seite des Hauses befand sich ein schöner Esstisch mit fünf Stühlen. Die Auslucht war komplett verglast und ließ Blick in den schön angelegten Garten zu. Ihre Mutter war Floristin, weswegen sie auch ein Händchen dafür hatte und ihre Fähigkeiten in dem kleinen Garten komplett ausgelebt hatte. Felicitas Vater war ehemaliger Shinobi. Mittlerweile jedoch im Ruhestand, nach allem, was geschehen war, hatte er sein Amt an den Nagel gehangen. Er fühlte sich zu alt dafür. Er war immer ein treuer Shinobi gewesen, doch nachdem seine Familie, besonders aber seine Tochter, von den Führungskräften des Dorfes ausgenutzt, geschändet und schlicht weg schlecht behandelt wurde und das, obwohl sie nie etwas getan hatten, was gegen das Dorf ging, hatte er einen Teil seines Glaubens an die Dorfführung verloren. Doch er besaß zu viel Ehre in sich, um seiner Wut, die er darüber noch immer verspürte, nach außen zu lassen. Er verließ sich auf Felicitas Meinung. Doch er selbst konnte es nicht mehr ertragen, im Dienste dieser Personen zu stehen. Es nagte an seiner Psyche. Deswegen hatte er sich an diesen Ort zurück gezogen, zusammen mit seiner Frau. Hier lebten sie ein ruhiges, bescheidenes Leben. Er war im Ruhestand und Felicitas Mutter machte noch immer Blumengestecke, Sträuße und ähnliches. Sie half auch anderen Dorfbewohnern in ihren Gärten und stand auch immer beratend zur Seite. Ihr Leben funktionierte so.
Im oberen Stockwerk des Hauses befand sich ein Schlafzimmer. Ein Gästezimmer gab es nicht. Besuch musste auf einer ausziehbaren Couch schlafen. Aber wenn Felicita so darüber nachdachte... war ja fast wie "zu hause", in ihrem neuen Zimmer. Sie schüttelte leicht den Kopf darüber, wie sowas passieren konnte. Aber sie nahm es, wie es war. Sie trat an die Tür und klopfte an diese.
Mama? Papa? Ich bins! rief sie. Es dauerte nicht lange, da öffnete ihre Mutter auch schon die Tür und umarmte sie fest.
Oh, mein Schatz! Wie schön, das du uns besuchen kommst! sagte sie. Dann schob sie das Mädchen, welches mittlerweile zu einer jungen Frau geworden war, eine Armlänge von sich fort und sah ihr ernst in die Augen.
Aber wie kommt das? Hast du nicht viel Arbeit in Osaki? fragte sie. Gakido, Felicitas Vater, tauchte hinter seiner Frau auf und diese machte Platz, sodass auch er seine Tochter kräftig in seine Arme schließen konnte.
Vielleicht hat sie festgestellt, dass die da oben alle einen am Lampenschirm haben und hat entschieden, dass bei uns leben viel schöner ist. sagte er und lachte laut, schallend aber trotzdem herzlich auf, ehe er sie wieder los ließ. Solche Aussagen hätte er früher nie getroffen. Aber Felicita wusste, wie es gemeint war.
Nein, das ist es nicht. Aber... können wir erstmal rein gehen? fragte sie lächelnd und natürlich konnten sie das. Sie setzte sich auf das schöne Sofa, ihre Mutter machte eine heiße Schokolade, ganz wie früher und reichte sie der Teiko, die diese dankend annahm.
Die Bijuu sind wieder erwacht und im Zusammenhang damit konnte ich auch Takashi wieder spüren. Ich dachte erst das ich... naja... vielleicht langsam durchdrehe. Aber... danach kam Seiji und auch er hatte etwas gespürt. Er wollte erst mitkommen und mir helfen. als sie das letzte sagte, lachte sie kurz verächtlich auf.
Ich brauche seine Hilfe nicht. Ich bin alleine gegangen. Er meinte, wenn ich wiederkomme bin ich ein Magister. Aber ich brauche diesen Posten nicht. Da können sie sich selbst drum zerfleischen und mich damit in Ruhe lassen. sagte sie und ihre Eltern hörten die Bitterkeit in ihrer Stimme, als sie darüber sprach und in ihre Tasse blickte, von welcher sie nun den ersten Schluck trank.
Hmm... fing Gakido an und sah sie nachdenklich an, während er sich das stoppelige Kinn rieb.
Und nun bist du hier auf der Durchreise, weil du Takashi suchst? fragte er. Die Teiko nickte.
Hmm... kam es wieder von ihm und es war nicht zu übersehen, dass er intensiv über etwas nachdachte.
Aber vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, wenn du eine Magisterposition übernimmst. sprach er aus. Felicita wurde wütend.
Hast du mir nicht zugehört? Ich will diese Position nicht! Da sind nur Leute, die ich nicht leiden kann. Nur welche, wie sagtest du? Die einen am Lampenschirm haben! Und will keine von denen sein. Und schon gar nicht mich mit denen auseinander setzen müssen! kam es aufbrausend von ihr. Felicitas Mutter ging in den Küchenbereich und fing an, Abendessen zu kochen. Sie vertraute ihrem Mann, dass er das schon regeln würde. Sie war keine Kunoichi und sie hatte wenig Ahnung von solchen Dingen. Gakido blieb ruhig und lächelte Felicita freundlich an. Dann griff er nach ihrer Hand und hielt diese sanft in seiner.
Ich weiß, was ich gesagt habe. Aber vielleicht ist es daher wichtig, wenn jemand, der keinen am Lampenschirm hat, dabei ist. Die Stimmen der Magister sind doch alle gleich viel Wert, oder? fragte er und Felicita nickte.
Nur die der Direktorin zählt für zwei? Erneut nickte Felicita.
Nun, die Direktorin schuldet dir viel, du hast schließlich mitgeholfen, ihre Kinder groß zu ziehen, obwohl du es nicht hättest tun müssen. Kratos hat hoffentlich so ein schlechtes Gewissen, dass er dir am besten jeden Wunsch von den Lippen ablesen sollte. Und Seiji scheint ja mit seinem Gewissen auch nicht ganz im Reinen zu sein, wenn er mit sowas zu dir kommt. Also hättest du bei, egal was, schon vier Stimmen direkt auf deiner Seite. Wer ist noch im Rat? Ryuuzaki? War er nicht eine Art Abkömmling von Seiji? Da war doch irgendwas mit dem Juin der Dunkelheit? Dann hört er doch bestimmt auf ihn. Gakido zuckte mit den Schultern. Natürlich waren es nur Vermutungen aber dennoch.
Du verstehst bestimmt, worauf ich hinaus will. Felicita nickte erneut.
Ja, aber ich habe Senjougahara geholfen, weil Takashi mich darum gebeten hat und ich will keine Macht. sagte sie. Gakido machte eine Handbewegung, als würde er ihre Aussage einfach wegwischen.
Ach, Takashi dich drum gebeten hat. Und jetzt? Erst verletzt er dich, hurt mit zich Weibern rum, zeugt irgendwelche unehelichen Kinder, dann verschwindet er, bricht dir noch mehr das Herz, alle denken er wäre tot und nun scheint er doch irgendwo herum zu lungern. Und du klammerst dich daran, dass er dich um etwas gebeten hat? fragte er und man merkte, dass seine Stimme nun doch etwas wütender wurde. Er wusste von allem, Felicita hatte es ihnen beiden erzählt. Gakido hatte nun ein Jahr Zeit, als Vater das alles zu verarbeiten. Aber wütend machte es ihn immer noch. Felicita biss sich auf die Zunge, um nichts zu sagen. Unrecht hatte er ja nicht. Aber es war nicht das, was sie fühlte. Um nichts zu sagen trank sie noch von ihrem Kakao.
Und auch wenn du keine Macht haben willst. Du willst diese Kinder doch beschützen, oder? Mit dieser Position bist du direkt an der Quelle und du kannst sie beschützen. Egal was sie planen, du bist mit drin. Keiner wird dich mehr so einfach hinters Licht führen können. sagte er und tippte ihr gegen die Stirn, als Zeichen dafür, dass sie einfach nachdenken sollte darüber. Erneut dachte Felicita daran, dass er nicht unrecht hatte.
Wo ist Toyo? fragte sie plötzlich, auch um das Thema zu wechseln.
Er hat noch einen Rundflug sich gewünscht, er müsste noch unterwegs sein. sagte Felicita aus der Küche. Was nur zeigte, dass sie die ganze Zeit über mit den Ohren eines Luchses zugehört hatte.