Ohne groß auf ihre Umgebung zu achten widmete sich die Iryonin ganz ihrer Technik und freute sich, als sie merkte, wie die Wunde heilte. Mittlerweile war die Verletzung von schwer auf mittel und dann auf leicht geheilt. Mit einem zufriedenen Seufzer beendete sie das Jutsu und das Chakra verblasste.
So, ihre Wunde ist jetzt größtenteils geheilt. Dennoch müssen sie weiterhin hier versorgt werden, bis wir sicherstellen können, dass die Entzündung vollständig abgeheilt ist und sie entlassen werden können. Übernehmen sie den Rest? Die Frage war an die anwesende Krankenschwester gerichtet gewesen. Nicht, dass Sayo das Chakra ausgegangen war, aber es gab noch andere Patienten, die versorgt werden musste und die Schmerzen des Mannes müssten schon deutlich gemildert worden sein. Zwei Tage maximal, dann konnte er wieder gehen. Vielleicht schaute sie ja auch am Ende ihrer Schicht nochmal rein, um zu beenden, was sie da angefangen hatte.
Die Frau strich sich mit dem Ärmel über die Stirn und atmete einmal tief durch, bevor sie ihre Blauhaarige Kollegin angrinste. Dann geht’s weiter im Text. Sie notierte noch den momentanen Zustand ihres Patienten und die Medikamente, die er bekommen würde, bevor sie den Raum verließ. Als sie auf den Gang trat bemerkte sie sofort, dass sich ein kleiner Strom an Personal in eine Richtung bewegte und neugierig folgte sie einer der vorbeilaufenden Personen.
Sie kam zu einer Tafel und stieß einen bewundernden Pfiff aus. Das war eine geniale Idee und als sich genug Platz ergab, dass sie an die Tafel treten konnte, trug sie die von ihr Abgearbeiteten Zimmer ein. Dann entschied sie sich, in eines der Zimmer zu gehen, hinter denen ein gelber Punkt stand. Das System hatte sie sich vorher kurz erklären lassen.
In dem Raum, den sie aufgesucht hatte, befand sich ein Kind, dessen Mutter an seinem Bett saß und ihm beruhigend über den Kopf strich. Das Problem war offensichtlich, das Bein des Mädchens lag in einer Schiene, die viel zu groß zu sein schien. Hallo. Wie kann ich hier helfen? Bei der freundlich gestellten Frage nahm sie sich die Notizen vor, die jemand hinterlassen hatte. Das Schienbein war gebrochen und gerichtet worden, allerdings hatte sich noch niemand mit dem Heilungsprozess der Knochen beschäftigt. Zum Glück handelte es sich nur um einen glatten Bruch, der nicht besonders Kompliziert war.
Sie hat ein gebrochenes Bein und sie haben ihr die Schiene angelegt und dann das Bein hingelegt. Die Mutter war völlig durch den Wind und sprach übernatürlich schnell. Nur die Ruhe. Wie ist das denn passiert. Magst du mir das erzählen? Wandte sie sich an die Kleine, die nur schüchtern nickte und dann zu erzählen begann.
Während dessen machte sich Sayo mit dem Hone ieru no Jutsu ("Technik der Knochenheilung") an die Arbeit. Sie musste den Knochen zwar nicht richten, aber dennoch die Heilung innerhalb des Knochens vorantreiben. Sie konzentrierte ihr Chakra und leitete es in die Bruchstelle und beschleunigte so die Calciumproduktion. Sie lauschte dem Gebrabbel des Mädchens, dass mit großen Augen verfolgte, was mit ihrem Bein geschah.
Nach der Behandlung würde sie sich weiteren Zimmern widmen und vielleicht auch wieder Mizu oder Tetsuya begegnen. Ihr erster Weg würde sie wieder zu der Tafel führen, an der sie den Gelben Punkt durch einen grünen Kreis um den Namen des Kindes.


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